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Birta Hildur Sigurdadóttir

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DatenBearbeiten

Alter: 21
Birta Bild 2.jpg
Geburtsdatum: 09.07.1988
Haarfarbe: blond
Augenfarbe: blau
Staatsangehörigkeit: Isländerin
Größe: 1,82 m
Gewicht: 63 kg

Sprachkenntnisse: Isländisch, Norwegisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Schwedisch

Beschreibung Bearbeiten

Birta ist schlank und hat glatte lange blonde Haare, die sie während ihrer Arbeitszeit entweder zu einem Pferdeschwanz zusammenbindet oder hochsteckt. Ihr Pony fällt tief über die Stirn und bedeckt beinahe ihre leuchtend blauen Augen. Ein strahlend weißes Lächeln, welches, ohne aufgesetzt zu wirken, aus einer Zahnpastawerbung stammen könnte, schmückt ihr feines, beinahe zierliches Gesicht. Sie ist recht groß gewachsen und hat die Figur eines Models oder einer Tänzerin. Da sie zusätzlich noch gerne hohe Schuhe trägt erscheint sie vielen als noch langbeiniger.

Hintergrund Bearbeiten

Ihre Eltern, Sigurd Ole Einarson und Birta Sigrún Bjarkidóttir führen in Hólmavik eine Fremdenpension. Dort wuchs Birta auf. Obwohl Birta keine Geschwister hat, war ihre Kindheit alles andere als traurig oder öde. Sie war im Ballet und lernte auf einem nahe gelegenen Bauernhof reiten. Ihr Pflegepferd verstarb vor fünf Jahren aufgrund hohen Alters. Seitdem ist sie nie wieder geritten. Während ihrer Schulzeit jobbte sie als Model für diverse Bekleidungskataloge und kleinere Firmen bis sie das Abi bekam. Vor knapp zwei Jahren gab sie das Ballet auf, als sie aufgrund ihrer Ausbildung zur Assistentin der Geschäftsleitung und einer Beziehung, die vor fünf Monaten in die Brüche ging, immer weniger Zeit hatte und Prioritäten setzen musste. Nun besucht sie stattdessen in ihrer Freizeit ein Fitnessstudio, da sie penibel auf ihre Figur achtet.

Nach ihrer Ausbildung wollte sie sich ihren Traum verwirklichen und die Welt entdecken. Deshalb bewarb sie sich bei IcelandAir als Flugbegleiterin und durchlief dort die Ausbildung. Seitdem ist sie als Flugbegleiterin für IcelandAir tätig. Dies will sie zwar nicht ewig machen, aber im Moment gefällt es ihr, auch wenn sie zu ihrem Leidwesen bei europäischen Flügen fast immer am gleichen Tag den Rückflug hat und dadurch selten durch die europäischen Metropolen schlendern kann.

Ihr "Team" besteht im Moment aus ihrer besten Freundin Fenna Tamikadottir, sowie Lyra Salbjörgdottir, Svanhildur Gerdrsdottir, Svala Rakehdottir und Lilja Emblasdottir.

Erlebnisse und Entdeckungen Bearbeiten

Vorwort Bearbeiten

Ein paar dieser Erlebnisse sind, so seltsam es scheint, auf Pergament verewigt. Die Schriftrolle, auf der dies zu finden ist nennt sich die Birta-Saga und wurde von Árni Magnússon geschrieben, der im Mittelalter gelebt hat. Andere Ereignisse sind aus der Sicht von Birta geschildert und mögen nicht unbedingt akkurat sein.

Island Teil 1: Traum oder Wirklichkeit? - Oder Leif wird das bereuen Bearbeiten

Es ist wieder ein ganz normaler Tag. Birta macht sich auf den Weg zum Flughafen. Heute soll es nach New York gehen. Endlich wieder aus Europa raus. Mit zwei Tagen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Genug Zeit zum Shoppen und das eine oder andere Museum anzusehen. Eine Aussicht, die Birta sehr zusagt. Doch wird es anders kommen als geplant, oder etwa doch nicht?

Am Flughafen von Reykjavik wird sie im letzten Moment aus dem geplanten Flug herausgenommen, da sie bei einem anderen Flug einspringen muss. Zähneknirschend folgt sie den Anweisungen um die nächste böse Überraschung zu erleben. Es stellt sich heraus, dass Leif Svensen, ein ungeliebter Flugbegleiter, der oftmals unter der Clique um Fenna Tamikadottir, zu der auch Birta gehört, zu leiden hat, der Chefsteward des Fluges ist.

Mit ihrem einstudierten Lächeln begrüßt sie ihn, die Passagiere sind schon alle anwesend, und hält sich an dem rettenden Gedanken fest, dass dies nur ein europäischer Flug ist, und sie ihn nur ein paar Stunden ertragen muss. Leif nutzt sein Vormachtstellung schon bei der Begrüßung genüsslich aus. Alle unliebsamen Aufgaben, die es gibt, fallen ganz zufällig in Birtas Aufgabenbereich.

Sie verteilt gerade Erfrischungen als plötzlich Musik anfängt zu spielen. Es handelte sich hierbei um sehr rocklastige Musik, die immer lauter wird. Verwirrt, die Musik ist definitiv kein Teil des Unterhaltungsprogramms des Fluges, sieht sie sich nach der Ursache um. Doch bevor sie den Quell des Lärmes finden kann, verstummt die Musik schon wieder. Von einem missbilligenden Seitenblick Leifs verfolgt, schiebt sie den Servierwagen in ein Zwischenabteil und durchsucht ihn nach einem Abspielgerät für Musik ohne jedoch fündig zu werden.

Doch kaum verteilt sie wieder Getränke, beginnt die Musik aufs Neue. Überraschenderweise findet Birta heraus, dass die Musik von ihr stammt. Offensichtlich hat sie vergessen, dass sie sich ein neues Handy gekauft hat und es nicht ausgeschaltet. Heimlich drückt sie den Anrufer weg. Jedoch hilft dies nichts. Also nimmt sie das Gespräch an, lässt das Handy aber in der Tasche. Leif wirft ihr einen misstrauischen Blick zu, kann aber nichts herausfinden. Sie verschwindet im Zwischenabteil, flüstert ein leises "Falsch verbunden" ins Telefon, schaltet es ab und kehrt zurück.

Doch trotz Deaktivierung fängt das Handy aufs Neue an zu klingeln. Birta lässt den Wagen im Gang stehen und eilt in den Zwischenraum. Leif folgt ihr und sieht sie am Handy herumhantieren. Eine weibliche Stimme meldet sich und fragt nach einer Tonnarsdottir. Birta bringt nur wieder ein kleines "Falsch verbunden" heraus als Leiff auch schon bei ihr ankommt. Birta versucht sich noch vor der Standpauke zu rechtfertigen, kommt aber gegen Leif nicht an. Genervt legt sie das Handy ab und muss in die erste Klasse. Ein großgewachsener Mann mit rotem Haar und Bart möchte etwas trinken. Zu Birtas Unglück, gibt es das Wunschgetränk des Herren, obwohl es auf der Karte steht, nicht. Diplomatisch lässt sie ihn ein anderes Getränk auswählen. Sie bringt es ihm und kehrt zu den Reisenden zweiter Klasse zurück.

Kaum ist sie dort angekommen, als das Handy schon wieder Musik abspielt. Nun aber schon zu Beginn recht laut. Die Passagiere reagieren sichtlich genervt, während Birta ihnen versichert, dass sie sich darum kümmert und zur Ursache des Lärms eilt. Dort wartet Leif schon mit missbilligendem Gesichtsausdruck. Er hält ihr wieder einen Vortrag von wegen Flugsicherheit und Belästigung der Passagieren. Sie knurrt ihn an, dass das Handy aus sei und sie nicht wisse was sie noch tun könne. Wenn er so schlau sei, dann soll er das machen. Als Entgegnung erhält Birta nur, dass sie sich nicht so gehen lassen soll und das Handy endlich auslassen soll.

Verärgert nimmt Birta den Akku aus dem Handy, will sich auf den Weg in die zweite Klasse machen als ein Klingelton aus der ersten Klasse ertönt. Der rothaarige Gast möchte wieder etwas von dem Whiskey, aber diesesmal mit nur drei Eiswürfeln und keine vier Stück. Sie eilt mit dem Getränk zu ihm, als das Handy schon wieder klingelt. Schnell überreicht sie ihm das Getränk, während er sich noch über den Lärm beschwert. Mit großen Schritten geht sie zu ihrem Handy und findet dort natürlich schon Leif stehen. Dass sie den Akku herausgenommen hat stört ihn keineswegs und er hält Birta wieder eine Standpauke. Währenddessen nimmt Birta das Telefon ab und bittet die Anruferin, die eine Donnarsdottir sprechen möchte, nicht mehr anzurufen, da sie sonst ihren Job verliert. Um ganz sicher zu gehen nimmt sie nun auch noch den Chip aus dem Telefon und steckt ihn sich ein.

BING! Der Gast aus der ersten Klasse hat wieder Durst. "Whiskey mit zwei Eiswürfeln? Kommt sofort, der Herr." Sie hechtet schon beinahe durch das Flugzeug, bringt dem Mann sein Getränk, will sich zurück in die zweite Klasse machen, als sie von Leif abgepasst wird. Auf der Toilette hat sich ein kleines Kind übergeben und Birta hat die verantwortungsvolle Aufgabe das Klo zu putzen. Leise vor sich hin fluchend, und alle möglichen Strafen für Leif ausdenkend, kommt sie dem nach.

Kaum ist sie fertig, als das Handy wieder klingelt. Gleichzeitig meldet sich der Herr in der ersten Klasse wieder. Auf dem Weg zum ersten Abteil nimmt sich Birta schnell das Handy, sieht Leif nur genervt an, hebt das Handy ab und steckt es in ihre Tasche. Sie gibt dem Herren sein gewünschtes Getränk. Sie weiß ja schon was er möchte. Whiskey mit einem Eiswürfel, fragt aber zur Sicherheit noch kurz nach. Dann verschwindet sie, trotz Protest von Leif, auf dem WC und spricht mit der Frau am Telefon. Auch sich möchte eine Thunnersdottir sprechen. Sie und ihre Schwestern wollen sie vor dem einäugigen Wanderer warnen. Birta teilt ihr mit, dass sie keine Thunnersdottir kenne, aber sie wird sich umschauen und die Warnung weitergeben. Sie bittet die Anruferin noch einmal ausdrücklich nicht mehr anzurufen.

Kaum schließt sie wieder die WC-Tür von hinten als schon Leif auf sie zutritt. Doch dieses Mal rettet sie das verhasste "Bing" der ersten Klasse. Birta drängt sich an ihm vorbei und läuft zielsicher zum rothaarigen Gast. Jener wirkt schon ungehalten, dass es solange dauert, bis er bedient wird. Sie lächelt ihn wieder nur freundlich an und fragt ihn nach seinem Wunsch: Den selben Whiskey - dieses Mal ohne Eiswürfel. Kein Problem, den Ort der Flasche kennt sie inziwschen auswendig. Keine 30 Sekunden später hat er das Getränk. Er nippt daran und sagt, dass er jene Plörre nicht trinken will und gibt Birta das Glas in die Hand. Sie eilt zurück, leert das Glas aus, nimmt ein neues und schenkt den selben Whiskey wieder ein. Doch schon wieder beschwert sich der Fluggast. Die Fassade der Freundlichkeit beginnt bei Birta zu bröckeln. Sie versucht ihm zu verdeutlichen, dass dies der richtige Whiskey sei. Auch der Gast verliert langsam seine Ruhe, wird lauter und sein Gesicht wird rot vor Wut. Vom Lärm angelockt kommt Leif hinzu. Birta versucht gerade alles klarzustellen als das Handy wieder anfängt zu klingeln. Sie nimmt es fix aus ihrer Tasche, nimmt es ab und versucht die Anruferin abzuwimmeln.

Leif wirkt empört, während der Fluggast nun von seinem Platz aufsteht. Er wirkt aufgrund seiner Größe und Gebahrens sehr furchteinflösend. Birta sieht, während sie vor ihm zurückweicht, dass das eine Auge einen anderen Glanz hat. Leif ist schon längst auf dem Weg zur Flugsicherheit, welche rettend naht. Doch alle Versuche den Gast zu beruhigen scheitern. Stattdessen schleudert er die Flugsicherheit durch das gesamte Abteil und noch weiter. War er schon immer so groß? Wütend stapft er durch das Flugzeug zur Tür. Auf Birtas Worte des Einspruchs reagiert er nicht, so dass sie in ihrer Verzweiflung das Handy nach ihm wirft. Beinahe spielerisch reißt der rothaarige Hühne die Tür auf. Während Sich Birta noch verzweifelt festklammert um nicht vom Sog mitgerissen zu werden, kommt der Mann auf sie zu, schnappt sie sich und springt mit ihr aus dem Flugzeug.

Beide fallen herunter, und auf einmal ist Birta nur noch allein. Der Mann ist weg. Nur zwei Raben entfernen sich über ihr. Von Panik erfüllt schreit sie, als sie sich der Erde immer mehr nähert. Doch dann ist das Angstgefühl weg. Es ist beinahe so, als ob sie den Fall steuern kann. Es beginnt sogar ihr Spaß zu machen. Vor sich sieht sie Island, was eigentlich nicht sein kann, da sie schon viel zu lange geflogen sind. Sie nähert sich der Insel, dann sogar Reykjavik und fliegt auf ihr Haus zu.

Der Wecker klingelt. Birta liegt neben ihrem Bett auf dem Boden, rappelt sich auf und schaltet ihn aus. Heute hat sie frei, aber sie will mit Fenna Tamikadottir ins Fitnessstudio gehen. Müde, und vom Traum leicht mitgenommen, tappst sie in das Badezimmer und stolpert dabei fast schon über ihren Hund Reyki. Nach der ersten Verwunderung schüttelt sie die offensichtlichen Nachwirkungen des Traumes ab und begrüßt ihn. Schließlich hat sie ihn schon lange.

Island Teil 2: Terrorangriff auf das Fitnessstudio - Oder die fehlgeschlagene EntführungBearbeiten

Noch leicht durcheinander vom gestrigen Traum geht Birta noch schnell mit Reyki Gassi. Ihre Wohnung befindet sich am Rande von Reykavik, so dass ihr treuer Malamut über die Felder flitzen kann. Nach dem Kurzaufenthalt an der frischen Luft nimmt Birta noch ein kleines Frühstück zu sich, packt ihre Tasche und macht sich auf den Weg ins Fitnesstudio. Reyki lässt sie zuhause.

Im Fitnessstudio angekommen sieht sie auch schon ihre beste Freundin Fenna Tamikadottir im Umkleideraum warten. Birta ist mal wieder zu spät. Fix zieht sie sich um, beinahe ein neuer Rekord, und folgt der frotzelnden Fenna in die Halle. Der hiesige Fitnesstrainer Sven passt beide bei ihren Übungen ab. Er überredet nach langem hin und her, dass Birta bei ihren Übungen auf 5 kg-Hanteln umsteigt. Ihre Befürchtungen, dass sie zu muskulöse Arme bekommt, schmettert er ab. Sie nimmt also die Handeln, beginnt mit ihrer Übung und - Hoppala! - die Hantel rutscht ihr aus der Hand, schlägt durch die Decke, und durch noch eine und noch eine...

Birta wird vor Scham knallrot und möchte am liebsten im Boden versinken. Sie schnappt sich die verdutzt blickende Fenna und flieht förmlich aus dem Trainingsraum. Ihr Ziel ist die Sauna oder Dampfbad. Egal wohin, nur dem Blick der Trainierenden entfliehen. Also machen es sich die beiden Flugbegleiterin auf den Holzbänken der Sauna, die glücklicherweise leer ist, bequem. Dort erzählt Birta ihrer besten Freundin von ihrem Traum, welche nachdem sie alles gehört hat, wortlos die Sauna verlässt, zu ihrem Handy eilt und eine SMS schreibt.

Nun ist es an Birta verwundert hinterher zu schauen. Sie bittet Fenna noch ihren Freundinnen nichts zu sagen, da sie nicht Ziel des Spottes werden möchte. Trocken antwortet die andere, dass die vier schon hierher unterwegs seien. Dann ertönt ein lauter Knall. Birta zuckt erschreckt zusammen und reißt ihre Augen auf. Ihre Freundin hingegen bleibt ganz ruhig und äußert nur, dass eben geschossen wurde. Mit einem Glitzern in den Augen sieht sie Birta an und teilt ihr mit, dass beide einmal nachschauen sollten, was hier los sei. Birta wird förmlich mitgerissen.

Beide schleichen durch die Duschräume in ihre Umkleidekabine. Während Birta noch unschlüssig herumsteht, öffnet Fenna ihren Umkleideschrank, holt ihre Tasche raus, zieht sich fix an und zieht ein Breitschwert aus ihrer Tasche. Birta weiß bei diesem Anblick nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Während sie noch versucht die Dunkelhaarige von dem Wahnsinn abzubringen, schleicht Fenna zur Tür und linst heraus. Ein Mann mit Maschinengewehr nähert sich. Birta versteckt sich hinter den Umkleideschränken während Fenna mit erhobenem Schwert hinter der Tür steht. Der Mann betritt die Kabine und fällt um. Das Schwert hat ihn mit einem Schlag niedergestreckt.

Während Birta kurz vor einem hysterischen Anfall ist, schleift ihre Freundin den Leichnam in die Dusche. Nun ist es der Blondine zu viel. Sie schnappt Fenna am Arm und will sie zu einer Erklärung zwingen. Erstaunt stellt sie fest, dass sie kräftiger als ihre Gegenüber ist. Ein Umstand der neu ist. Jedoch weigert sich Fenna, so dass Birta jene voller Zorn in den Schrank quetscht und zumacht. Unglücklicherweise sucht sich ein Terrorist genau diesen Augenblick aus, um nach seinem vermissten Kollegen zu suchen. Birta schnappt sich das Breitschwert, es würde hier auf dem Boden auffallen, und geht in die einzige Richtung die noch frei ist - die Duschräume. Dort befindet sich aber der tote Kollege. Was nun tun? Sie presst sich an die Wand und hofft, dass der Mann mit dem Maschinengewehr vorher umdreht. Ihre Hoffnung ist vergebens. Mit dem Mut der Verzweiflung schlägt sie mit dem Schwert, so fest sie nur kann, zu und fährt dem Mann damit tief in die Schulter. Jener dreht sich erstaunt um und schaut die verängstigte Birta an. Vor Schmerz hat er die Waffe fallen lassen. Dafür greift er nun nach dem Hals der jungen Frau um sie zu erwürgen. Birta beugt sich nach hinten und weicht zurück. Der Mann folgt ihr, bricht aber nach zwei Schritten zusammen. Völlig außer sich kontrolliert sie den Sitz ihres Saunatuches - immer noch das einzige Kleidungsstück, das sie trägt, stürmt zum Schrank zurück und lässt ihre Freundin raus. Von jener erhält sie natürlich eine Rüge, wie leichtsinnig sie sei. Ihr Gejammer, dass sie gerade einen Menschen umgebracht hat tut sie mit einem Winken ihrer Hand ab.

Fenna überzeugt Birta davon, dass sie sich weiter umschauen sollten. Als sie herumschleichen hören sie, dass die unbekannten Angreifer nach einer Birta suchen. Sie haben sich alle Blondinen geschnappt und fragen sie aus. Ein weiterer Angreifer, anscheinend wollen sie Birta nicht töten sondern nur entführen, wird von den beiden in die Umkleidekabine gelockt und außer Gefecht gesetzt. Danach verbarrikadieren sie die Tür.

Kurze Zeit später bekommt Fenna eine SMS. Die anderen vier Flugbegleiterinnen sind hier. Es wird der Angriffsbefehl gegeben. Während die Männer noch versuchen herauszufinden was los ist, stürmen vier wilde Frauen mit Helm, Schild, Breitschwert und Kettenhemd in ihre Reihen und überwältigen alle. Zusammen schleifen sie die immer noch sichtlich verwirrte Birta aus dem Studio, steigen in ihren Van und bringen sie nach Hause. Während der Fahrt erfährt Birta noch, dass ihre fünf Freundinnen geschickt wurden um auf sie acht zu geben. Zuhause sucht Birta zunächst Trost bei ihrem treuen Freund Reyki. Nachdem sie sich etwas beruhigt hat, durchstöbert sie das Internet nach verschiedenen Begriffen der nordischen Mythologie.

Island Teil 3: Seherin, Orakelsprüche und eine Traumreise - Oder wer ist mein Vater?Bearbeiten

Neuer Tag, neues Glück. Birta hat trotz der gestrigen Ereignisse seelenruhig geschlafen. Immerhin wollten die Männer ihr etwas antun. Um sie trauert sie nicht. Sie steht auf, schnappt sich Reyki und geht an die frische Luft. Nach dem Spaziergang durchforstet sie das Internet nach weiteren Anhaltspunkten. Insbesondere die Namen Donarsdottir und Thunnersottir stoßen sie auf ein Spur. Was, wenn sie wirklich eine Tochter eines göttlichen Wesens ist, wie ihre Freundinnen es behaupten. Wenn dem so wäre, dann würde die Anrufe auf den Gott Thor weißen. Sie ruft Fenna an, weil sie sich abends mit ihnen treffen will.

Doch die fünf Freundinnen haben schon etwas anderes vor. Sie wollen Birta nachts auf einen Auflug ins Freie mitnehmen. Es stellt sich heraus, dass Svala im Auto vor ihrer Tür Wache steht. Das machen Sie allem Anschein nach schon seit Jahren. Birta zweifelt deshalb schon an ihrem Verstand. Um die Zeit bis abends totzuschlagen bittet Birta Svalla ihr etwas von dem Kämpfen zu zeigen. Wer weiß, wann wieder Angreifer mit Maschinenpistolen oder Fenriswölfe kommen. Mehr schlecht als recht versucht sich Birta an der Waffe. Der Beweis, dass der gestrige Schlag ein Glückstreffer war, denn beim Üben fliegt ihr ihre Waffe auch schon einmal aus ihrer Hand.

Abends, es ist schon dunkel, ist es dann soweit. Die sechs jungen Frauen und Reyki fahren aus der Stadt heraus. Anfangs stellt Birta noch einige Fragen. Nach und nach wird aber mehr geblödelt und herumgealbert. Das einzige was sie weiß ist, dass die fünf anderen den Befehl bekommen haben, Birta zu einer Seherin zu bringen, sobald sich etwas Merkwürdiges ergibt. Nach einer guten halben Stunde Fahrt kommen sie an ihrem ersten Ziel an. Eine Station für Hundeschlitten. Birta steigt bei Fenna ein während ihr treuer Malamut nebenherrennt. Mit einem einzigen Knurren hat er vorher alle anderen Hund zum Schweigen gebracht. Hier ist wohl klar, wer das Sagen hat.

Nach zwei weiteren Stunden kommen sie endlich an ihrem Ziel an. Eine Mischung aus Holzhütte und Lederzelt taucht in der Dunkelheit vor ihnen auf. Aus der Mitte des Daches steigt Rauch auf. Eine Wärmequelle, genau das richtige für die durchgefrorene Birta. Ihre Freundinnen weigern sich mit in die Hütte zu gehen und auch Reyki lässt sie hier im Stich. Immerhin liegt er direkt vorm Eingang. Mit einem mulmigen Gefühl tritt sie durch die Tür, welche aus zwei Fellvorhängen besteht. In einem wirklich sehr kleinen Hüttchen befindet sich ein Feuer und eine ältere Frau, die ihr eine Geste macht, auf dass sich Birta setzen soll. Die Seherin erkundigt sich nach ihrem Namen, da sie viel Besuch erwartet, aber nie weiß, wann der Besuch eintritt.

Nun folgt Hokuspokus en masse. Vieldeutige Antworten auf allerlei Fragen. Dann ist es soweit. Die Seherin befragt die Runen. Neun Würfe für die neun Welten. Jeder Wurf hat verschiedene Deutungen.

  • Asgard - Die Nornen - Birta soll dem Schicksal folgen. Oder wird Birta nach Asgard gelangen?
  • Lichtalfheim - Grimnir (Odin) - Birta soll sich selbst treu bleiben. Es ist eine Prüfung der inneren Stärke
  • Muspelheim - Hugin und Munin - Jemand hat Birta entdeckt. Oder wollen die Raben nur eine Nachricht übermitteln?
  • Vanaheimr - Thor - Birta ist fruchtbar und gesund. Oder ist es Thor? Was zur Hölle soll das?
  • Midgard - Walküren - Jemand will Sie schützen. Endlich atmet Birta auf. Das kappiert sie. Draußen sind ihre Freundinnen.
  • Svartalfheim - Frigg - Frigg ist verärgert. Entweder hat Birta sie verärgert, wird sie verärgern oder etwas, was sie betrifft, verärgert sie.
  • Nifelheim - Nidhöggr - Ein schlechtes Omen, so heißt es. Denn Nidhöggr sei der Herr von Nifelheim. Birta werde ihn wohl sehen, hoffentlich erst zu Ragnarök.
  • Jötunheim - Brokk - Warum er sich dort aufhält ist sogar der Seherin ein Rätsel. Birta soll es herausfinden.
  • Helheim - Aufrichtigkeit - Entweder soll Birta bis zum Tode aufrichtig sein, dann habe sie nichts zu befürchten oder die Aufrichtigkeit wird sterben. Wieder unklares Geplappere der Seherin.

Dann ist es soweit. Birta soll ihre erste Prüfung bestehen. Sie soll sich auf eine Traumreise begeben. Die Seherin wirft ein paar Kräuter in das Feuer. Zuerst passiert nichts, außer dass es anfängt zu stinken, doch dann wird alles ganz seltsam.

Birta braucht eine paar Augenblicke um herauszufinden wo sie ist. Sie ist auf einem Schlachtfeld. Sie ist gerüstet, trägt Schild und Schwert. Noch während sie sich umschaut stürmt ein Mann, gekleidet wie ein alter römischer Legionär, auf sie zu. Nein, er trägt eine Rüstung aus dem Mittelalter. Nein, er ist doch ein Legionär. Während Birta noch verwirrt diesem Wesen entgegenstarrt holt dieses zum Schlag aus. Hart prallt die Waffe vom Schild ab. Reflexartig schlägt Birta zurück. Der Schlag geht jedoch weit vorbei, Birta verliert das Gleichgewicht und fällt zu Boden. Gerade so schafft sie es den Schild in die Bahn des herabschwingenden Schwertes zu bringen. Mit ihren Beinen versucht sie erfolglos ihren Angreifer umzustoßen. Dieser schafft es inzwischen den schützenden Schild von Birta wegzudrücken und holt zum tötlichen Stoß aus. Doch bevor er diesen vollenden kann bohrt sich ihm von hinten ein Speer durch den Leib. Am Ende der Waffe kommt Fenna zur Vorschau. Jedoch spricht jene nicht mit Birta sondern entfernt sich wieder.

Birta rappelt sich auf, ergreift Waffe und Schild und sieht sich um. Sie sieht einen rothaarigen Hühnen alleine mitten unter den Feinden. Aber mit seinem Hammer schleudert er alle auseinander. Wenn sie sich jemals Thor vorstellen würde, so würde er wohl kämpfen. Nach und nach sieht sie mehr Dinge. Sie greifen das alte Rom an und doch auch eine englische Stadt mit hellem Fels, wahrscheinlich handelt es sich heirbei um York. Ein weiterer Gegner stürmt auf Birta zu. Doch nun ist ihr Blut in Wallung gekommen. Mit einem lauten Schrei stürmt sie ihm entgegen. Noch während er ausholt fährt ihr Schwert mit brachialer Gewalt nieder und verletzt ihn schwer. Ihn zu besiegen ist nur noch eine Frage der Zeit.

Inzwischen sieht es für die Angreifer, zu denen Birta gehört, nicht schlecht aus. Die Verteidiger werden nach und nach überwältigt. Doch aus den Augenwinkeln sieht sie eine ihrer Freundinnen fallen. Von Wut und Trauer erfüllt schaut sie sich um. Fünf Gegner stürmen auf sie zu. Zu viel für sie alleine. Doch plötzlich sind die restlichen vier lebenden Freundinnen an ihrer Seite. Auch sie beschleunigen ihre Schritte. Schilder krachen aufeinander, Holz splittert, hier und da hört man ein Stöhnen. Birtas Gegner wurde von der Wucht umgestoßen. Mit schnellern Schritten ist sie über ihm und gibt ihm den Garaus. Doch bevor sie wieder bei ihren Kameradinnen ist, muss sie erst wieder einen anderen Kämpfer loswerden. Seine Klinge kratzt mehrmals über ihre Rüstung. Aber außer ein paar Blutergüssen, das weiß Birta, wird nichts zurückbleiben. Für schwerwiegendere Verletzungen waren die Hiebe zu schwach. Doch bis sie ihn aus dem Weg geräumt hat sind zwei weitere Freundinnen gefallen. Wütend stürmt sie auf die Gegner zu, holt den ersten mit einem Schildstoß von den Beinen und schlägt auf den zweiten wie eine Besessene ein. Ihre Freundinnen haben nun nur noch zwei Gegner. Mit einem Doppelstoß fallen sowohl ein Gegner als auch eine Mitstreiterin. Birta hat den ersten Gegner getötet, noch bevor der zweite aufstehen konnte. Dann holt der wieder kampfbereite Gegner aus um zuzuschlagen. Doch der blutige Matsch macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Mit einem lauten Schmatzen fällt er in den Schlamm zurück und ein weiteres Schmatzen ist zu hören als ein Schwert, geführt von Birtas Arm, in seinen Körper dringt. Die Schlacht ist zuende. Sechs große Schatten tauchen am Himmel auf. Kriegerinnen in Brünnen, auf riesigen Wölfen reitend, fliegen hinab. Auf dem Boden angelangt steigen sie ab und geben dem einen oder dem anderen Gefallenen die Hand. Er löst sich von seinem Körper und kommt mit ihnen.

Sie haben gesiegt. Nicht weit vom Kampfesplatz sitzen Birta und andere Kämpfer und Kämpferinnen und feiern in dem sie trinken und singen. Hin und wieder ist auch schmerzerfülltes Stöhnen zu hören. Ein Mann ohne Kampfkleidung kommt auf Birta zu, fragt sie nach ihrem Namen und will eine Beschreibung der Schlacht hören, damit die Gefallenen in die goldenen Halle kommen und zu Ragnarök wieder streiten können. Lange spricht Birta. Sie erzählt von allem, an das sie sich erinnern kann. Der Mann stellt sich mit dem Namen Árni Magnússon vor.

Birta wacht auf. Sie hört Geräusche einer Feier. Zusammenstoßende Trinkhörner, schmatzende Kaugeräusche, fröhlicher Gesang und lautes Gerede. Alles ist hell. Langsam öffnet sie die Augen. Alles ist beleuchtet und hat einen goldenen Glanz. Lange Festtafeln stehen in der MItte. Daran sitzen Krieger aller Colleur. Sowohl in alten Rüstungen als auch in neumodischen Schutzanzügen. Dort sieht sie auch ihre Freundinnen. Sie scheinen sie nicht zu erkennen, aber Birta setzt sich trotzdem zu ihnen. Sie erkundigt sich darüber wann sie gefallen sind, was geschehen ist, und so weiter. Später am Abend, zumindest ist sie der Meinung, dass es abends ist, sieht sie drei Personen die Festhalle verlassen. Einen riesigen Hünen, einen kleineren Mann im Umhang und eine grauhaarige Frau. Sie feiert bis auch sie besinnungslos wird.

Und wieder öffnet sie die Augen. Es ist anscheinend recht früh. Alle anderen Feiernden schlafen noch. Leise streckt und räkelt sich Birta. Sie schaut sich vorsichtig um. Doch schon wachen nach und nach die anderen auf. Und auch dieses Mal sieht sie wieder die drei Personen durch die Tür verschwinden. Neugierig schleicht sie ihnen hinterher. Hinter der Tür ist ein steinerner Gang, der vor einer weiteren Tür endet. Als Birta jene öffnet sieht sie die drei Personen auf drei Plätzen sitzen und abwartend zu Birta schauen. Sie nimmt sich ein Herz und geht langsam rein, wobei sie die drei Gesichter mustert. Der große Hüne muss Thor sein, der kleinere Mann hat nur ein Auge - Odin. Die grauhaarige Frau mit dem verkniffenen Gesichtsausdruck ist Frigg. Welch seltsame Situation. Eine Nebentür öffnet sich und ein weiterer Sprecher tritt ein. Er stellt sich als Forseti vor. Seinen Worten zufolge ist Birta Richterin und Grund dieses Treffen in einem. Sowohl Thor als auch Odin behaupten Birtas Vater zu sein. Frigg selbst ist Zeugin. Sie soll alle befragen, was sie auch vorsichtig macht. Schließlich will sie keinen Gott verärgern.

Knapp zusammengefasst sagen die drei folgendes: Thor behauptet Birtas Vater zu sein. Jedoch spricht er nicht viel. Odin behauptet das selbe von sich. Seiner Aussage zufolge versucht Frigg ihn von seiner Tochter zu trennen in dem sie falsche Träume schickt, Skjalmö sendet um Birta von ihm fernzuhalten und ähnliche Lügen verbreitet. Frigg zeigt ihr Unwollen sehr deutlich. Sie will Birta nicht hier haben. Sie spricht, dass Thor der wahre Vater sei, aber Odin Potential in ihr gesehen habe und deshalb sie als Tochter haben möchte. Ziemlich durcheinander bekommt Birta eine Stunde Bedenkzeit. Zwei Götter führen einen Wettstreit um sie durch, wer ihr Vater sei. Und noch eine weitere Göttin ist Zeugin. Und das alles wegen Birta.

Wie in Trance schlürft sie in die Festhale zurück. Doch bekommt sie dort wenig vom Feiern mit. Zu erschüttert ist sie von diesen Neuigkeiten. Sie war der Meinung Thor sei ihr Vater, doch nun kommt auch noch Odin. Wie soll da eine junge Frau handeln? Ihre Gedanken springen wild hin und her. Dann erinnert sie sich plötzlich an die Weissagung. In Asgard befindet sie sich. Es wird eine Prüfung der inneren Stärke geben, bei der sie sich selbst treu bleiben soll. Was für eine größere Prüfung gibt es, als selbst zu entscheiden welchen Gott man eventuell verärgert. Birta soll entdeckt worden sein. Das würde Friggs Worten Gewicht geben. Thor ist fruchtbar. Ist Birta die Frucht seiner Lenden? Die Skjalmö wollen sie schützen, nicht fern halten. Und Frigg ist tatsächlich ziemlich verärgert. Also ist die Antwort Thor.

Ein leichtes Lächeln huscht über Birtas Gesicht. Sie nimmt noch etwas vom Met und wartet die Stunde ab. Dann kehrt sie durch den steineren Gang zurück zu den drei Göttern. Noch einmal holt sie tief Luft und spricht mit fester Stimme, die nur ein einziges Mal kurz wankt, dass Thor ihr Vater sei. Odin schaut sie nun etwas aufgebracht an, die anderen zwei scheinen eher erfreut.

Es ist warm. Birta öffnet die Augen. Sie liegt wieder in der kleinen Hütte, die jedoch leer ist. Ihre Augen scheinen ihr einen Streich zu spielen, denn sie sieht ein paar goldenen Funken. Nach mehrmaligem Blinzeln verschwinden jene. Vorsichtig steht sie auf und verlässt das Zelt. Zumindest hat sie das vor, denn neben dem Zelt liegt ein riesengroßer Wolf. Schnell huscht sie zurück ins Zelt. Ist das einer der gefährlichen Fenriswölfe, die Jagd auf Götterkinder machen? Ein schneller Blick in der Hütte zeigt ihr, dass sich hier keinerlei Waffen befinden. Sie schaut wieder hinaus. Noch rührt sich der Wolf nicht. Er scheint zu schlafen. Dort hinten ist ein großes Lagerfeuer. Dort werden ihre Freundinnen sein. Wenn sie es nur schafft dort hinzukommen...

Der Schnee knirscht unter ihren Füßen und der Kopf des Wolfes geht in die Höhe. Ertappt! Zitternd spricht sie ein Wort aus. "Reyki?" Und dieser pferdegroße Wolf wedelt mit dem Schwanz. Mit einem Seufzer der Erleichterung krault sie ihren großen Begleiter, der nach einiger Zeit wieder kleiner wird. Frohen Mutes stapft sie durch den Schnee. Den halben Weg hat sie schon hinter sich gebracht, da sieht sie einen großen Schatten am Rande eines Baumes stehen. Ohne Furcht nähert sie sich und ihr Gespürr gibt ihr recht. Dort steht ein Hüne von einem Mann, ihr Vater Thor.

Sie redet ein paar Minuten mit ihm und genießt seine kurze doch starke Umarmung. Doch viel zu früh verabschiedet er sich von ihr. Ein paar Ratschläge hat sie erhalten. Beinahe losgelöst kommt sie zu den anderen ans Feuer. Ein paar Worte werden noch gesprochen, dann brechen sie auf. Birta fliegt auf Reyki während die restlichen fünf Frauen die Hundeschlitten wieder benutzen müssen.

Mit wahnwitziger Geschwindigkeit rauschen Birta und Reyki durch den Nachthimmel. Ihr Vater scheint ein Geschenk in ihre Tasche reingschmuggelt zu haben. Sein zweites Geschenk, denn auch ihren treuen vierbeinigen Begleiter hat sie ihm zu verdanken. Ihre Finger fischen eine kleine silberne Kette mit einem Thor-Hammer aus ihrer Tasche. Glücklich und gerührt hängt sie sich diese noch während dem Flug um. So einen wollte sie sich morgen eh kaufen. In einem absoluten Hochgefühl wird Birta immer wagemutiger. Sie schlägt Loopings, macht Sturzflüge und vieles mehr. Auch Reyki gibt vergnügte Laute von sich. Er scheint dies für ein großartiges Spiel zu halten. Von der Schnelligkeit ihres Reittieres beeindruckt und von Übermut erfasst, gibt sie ihrem Reitwolf einen Klaps und lässt sich fallen. Überrascht stürzt Reyki hinterher, bekommt sie aber nicht richtig zu fassen. Aus gut 30 Metern schlägt Birta in den Boden, doch sie verletzt sich nicht. Keine Verstauchung, nichts. Dann verschwindet der Sternenhimmel. Blitzschnell springt sie zur Seite als ein riesiger Wolf in den Boden einschlägt. Um ihr Glück nicht zu überstrapazieren fliegt Birta dann nach Hause und legt sich schlafen.

Island Teil 4: Die Birta-Saga - Oder nächtliche VandalenBearbeiten

Am nächsten Tag erinnert sich Birta an die Verbschiedungsworte der Seherin. "Suche nach Árni Magnússon". Nach einem fixen Spaziergang mit Reyki, fährt Birta zu der Lagerhalle ihrer Freundinnen um zu trainieren. Es hat sich in den letzten 24 Stunden erstaunliches getan. Birta ist zwar noch keine Meisterin im Kampf, aber sie weiß ihre Waffe und ihren Schild zu führen. Erstaunt stellt sie fest, dass anscheinend die Erinnerungen oder das Blut ihres Vaters dafür zuständig sind, was sie nicht unzufrieden feststellt. Denn sie möchte kämpfen lernen, damit ihre Freundinnen, auch wenn sie sie beschützen sollen, besser auf sich selbst achtgeben können.

Ihre Suche nach Árni Magnússon ist auch von Erfolg gekrönt. Es gibt ein kleines Museum hier in Reykjavik, in dem Werke von ihm ausgestellt werden. Zusammen mit den fünf Skjalmö fährt sie dort hin und besucht das Museum. Dort sucht sie zielgerichtet Aufzeichnungen über York, den Ort, den sie im Traum angegriffen hat. Und hier trifft sie die nächste große Überraschung. Hinter einer Vitrine findet sieht sie die Pergamentrolle mit der Bezeichnung "Die Birta-Saga". Und tatsächlich steht dort, bis auf ein paar künstlerische Ausschmückungen, ihre Erzählung, die sie nach der Schlacht dem Gelehrten Magnússon widergab. Sogar die Namen ihrer zwei gefallenen Freundinnen tauchen darin auf.

Svanhildur steht als einzige noch in der Nähe, doch sie wird schnell überzeugt. Dann suchen die beiden den Rest und schleifen diese förmlich mit. Nach und nach geben die Skjalmö zu, dass dies wirklich eine Geschichte über sie zu sein scheint. Und dann passiert es. Es entsteht eine neue Schrift auf dem Pergament.


Sechs Kinder wird es geben,
verbunden deren Schicksal mit einem Band von Nornenhand gestrickt.
Sechs Helfer wird es geben,
doch diese werden von ebenso vielen Schrecken bewacht.
Rätsel müssen gelöst werden,
um das Schicksal der Auserwählten zu erfüllen.
In Hel, an der Wurzel Yggdrasils ist er gefangen,
der Jarl des Berges.
Ihn zu befreien sollt ihr trachten,
doch in der Tiefe glitzern nicht nur irdene Erze, sondern auch das Auge des Weltenverschlingers,
welches der eisige Schrecken zu befreien versucht.
Ohne Hilfe wirst du scheitern.


Als sie noch mehr auf dem Pergament liest, stellt sie fest, dass auch der Entführungsversuch, der übrigens von Odin eingeleitet wurde, auf dem Pergament steht. Doch das ist bei weitem noch nicht alles. Plötzlich verändert sich ihre Sicht. Fünf schmale roten Fäden gehen von ihr aus zu ihren Freundinnen und weitere fünf dicke Fäden verlassen ihren Körper. Das müssen die anderen fünf Kinder sein. Sie zu finden scheint ihre Aufgabe zu sein.

Um zukünftige Verwicklungen zu vermeiden, stiftet Birta die anderen zu einer nächtlichen Aktion an. Es gilt die Saga zu stehlen. Doch statt einem leisen Vorgehen sind die anderen fünf recht direkt. Während Birta draußen brav Schmiere steht, zerbrechen ihre Freundinnen mit Äxten die Scheiben, schnappen die Saga und machen sich aus dem Staub.

München Teil 1: Auf gehts zum Oktoberfest Bearbeiten

Zusammen mit ihren Freundinnen, den Skjalmö, hat Birta einen Dreitagesaufenthalt in München. Leider ist es nicht New York, oder eine der Modemetropolen der Welt, aber immerhin ist Oktoberfest, auch wenn Birta selbst das wenig interessiert. Viel wichtiger ist es, dass Birta zwei dicke pulsierende Schicksalsfäden sieht, deren Enden anscheinend zu Personen in München führen. Also geht sie, statt zu Bummeln auf die Suche und wird schnell fündig. Ihre Begeisterung hält sich jedochin Grenzen.

Der erste Helfer scheint ein kleiner Asiat zu sein, der clichéhaft mit einem Lächeln und Kamera die hiesige Welt betrachtet. Birta kann es nicht fassen, warum die Nornen ihr einen solchen Streich spielen. Leicht verzweifelt lässt sie zwei ihrer Freundinnen zurück, damit sie auf den kleinen Gottessohn achtgeben und sucht weiter. Der andere Schicksalsfaden führt zu einer Wohnung einer gewissen Hannah Rotschmitt. Mittels Internet findet Birta auch ein Bild über sie und nimmt sich vor, diese dann wohl auch bald aufzusuchen. Aber erst muss sie Isamu Takahashi von ihrem Anliegen überzeugen.

Auf dem Oktoberfest im VIP-Bereich des Paulaner Bierzelts ist ihr das Schicksal dann hold. Nicht nur, dass dort Isamu anzutreffen ist, schließlich beschattet sie ihn ja, nein auch Frau Rotschmitt befindet sich dort in Begleitung. Nach einer kleinen Verwechslung findet Birta dann jedoch heraus, dass es nicht die Staatsanwältin ist, die sie sucht, nein es handelt sich hierbei um ihren Begleiter. Als die beiden das Zelt verlassen folgt Birta ihnen. Die Skjalmö sollen den Asiaten beobachten und schützen.

Da sich Birta nicht viel Mühe gibt unauffälig zu sein, wird sie bald von dem Paar erblickt. Der Mann, aber erst nach dem er Frau Rotschmitt per Polizeieskorte nach Hause geschickt hat, wartet auf Birta und stellt sie zur Rede. Jedoch ist er zu Birtas Ärger ein absoluter Skeptiker und glaubt ihrer Geschichte von Göttern nicht. Selbst das Hochstemmens eines VW Polos ist für ihn kein Beweis. Stattdessen lässt der Polizist, um solchen handelt es sich bei Johannes A. Gottbehüt, von ihr einen Bluttest machen, da er Drogenkonsum vermutet. Also unterdrückt Birta ihren Impuls ihm eine ordentliche Abreibung zu verpassen und macht gute Miene zum bösen Spiel.

Am nächsten Abend gibt es ein unerwartetes Wiedersehen. Da einige der Skjalmös auf Viking-Metall stehen werden fix sechs Karten und passende Kleidung besorgt und schon geht es auf in den Club. Dort gehen auch Isamu und seine Begleiterin Yuriko hin. Allzu schlecht ist die Musik nicht und Birta beginnt sich zu amüsieren. Als dann die Hauptband Jotundheim auftritt wird alles sehr verwirrend. Der Sänger Åke Wafthrudnirsson erweist sich als wahrer Riese - als Frostriese. Johannes scheint ihn festnehmen zu wollen, das jedoch mit wenig Erfolg. Und neben dem gewaltigen Sänger ist noch ein Feuerriese auf der Bühne. Birta ruft ihren Freundinnen zu, dass sie Waffen besorgen sollen, spurtet zur Theke, schnappt sich einen Barhocker und attackiert mit einem lauten und gewaltigen Kampfschrei den Sänger. Dieser schubst sie eher unbeeindruckt zur Seite und wendet sich einem Zweikampf mit dem Feuerriesen zu. Verdutzt weiß Birta nicht, was sie davon halten soll. Alles was sie über Riesen weiß ist, dass es Nachfahren der Titanen sind und somit Feinde. Aber statt mit ihr zu kämpfen, ignorieren beide sie und legen sich selbst miteinander an. Doch viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr nicht, da zwei Fenriswelpen in der Kneipe auftauchen. Reyki und die mit Waffen zurückkehrenden Skjalmö kämpfen mit dem einen während der zweite versucht Isamu, der von Yuriko beschützt wird, den Garaus zu machen. Birta stürzt sich ins Getümmel um dem umgeübten Japaner beizustehen. Als sich, nicht zuletzt durch das Eingreifen des schusssicheren Johannes, jener Kampf zum Guten wendet hilft Birta ihrem Hund und ihren Begleitern. Schwer verletzt, flieht schließlich der letzte stehende Fenriswelpe.

Beim abschließenden Gespräch zwischen den drei Götterkindern und dem Frostriesen klärt Birta die Anwesenden auf und erzählt ihnen von der Prophezeiung und erreicht immerhin, dass sie ihre Telefonnummern erhält. Von Åke erfährt sie, dass er aufgrund eines Tricks, der seinem Vorfahren gespielt wurde, nun auf Seiten der Götter steht.

Miami Teil 1: Auf den Spuren des roten Eric - Rettet das Kind des Biwo-AlfenBearbeiten

Zwei Tage sind nach dem Vorfall im Club vergangen, als sich die Schriftrolle der Birta-Saga wieder rührt. Die Ereignisse werden wieder wie von Geisterhand verewigt und eine neue Prophezeiung taucht auf:


Nachdem Birta als ersten Schritt ihre ersten zwei Gefährten gefunden hatte musste sie diese dazu überreden dem Weg des Roten nach Vinland zu folgen und die Stadt am großen Fluss aufzusuchen, wie die Skraelinger sie einst nannten, um den Sohn des Biwoalfen zu finden. Sein Leben war in Gefahr, denn die Kinder des Zipacna waren ihm dicht auf den Fersen. Dies war der zweite Schritt auf der Suche nach dem Jarl des Berges.


Es stellt sich heraus, dass die Stadt am großen Fluss Miami sein muss. Besonders Johannes kann mit seinem Wissen dazu beitragen die Prophezeiung zu deuten. Also heuern die sechs Isländerinnen bei Virgin Airlines an um dorthin zu gelangen. Birta gelingt es Isamu und Johannes zu überzeugen, dass auch sie über den großen Teich reisen. In Miami angekommen quartieren sie sich im Hotel Corona ein. Dann folgen die drei Götterkinder nebst Anhang Birtas Fährte. Sie sieht wieder einen Faden, der von ihr wegführt und stärker ausgeprägt ist. Ihr Weg führt zu einem Diner. Dort angekommen flüchtet der aufgeschreckte Enrico durch das Fenster der Herrentoilette. Jedoch hält er auf Birtas Rufen hin an. In einem kurzen Gespräch kommt heraus, dass er ein Gotteskind ist und jemand hinter ihm her ist. Birta bietet ihm sofort Hilfe an und spricht auch für ihre Skjalmös und Reyki. Die anderen zwei Götterkinder pflichten dem auch bei.

Rico kann nicht viel erklären. Er weiß nicht warum die Diener des Erdbeben-Dämonens der Mayas hinter ihm her sind. Alles was er weiß, ist, dass sie ihn in die Everglades verschleppen wollten. Also machen sich die Streiter im Dienste der Götter auf den Weg um dort nachzuschauen. Sie bewaffnen sich, mieten zwei Propellerboote und fahren dort hin. Am Zielort angekommen sehen sie eine alte Tempelanlage und zwei Container. Ein großer Trupp an Söldner bewacht den Ort.

Es kommt zu einem kurzen und brutalen Gefecht, an dessem Ende die Söldner bis auf den letzten Mann dahingerafft werden. Als sich schon alle dem Sieg gewiss sind taucht ein riesiger Aligator auf. Sein Körper misst gut und gerne 10 Meter und hierbei ist der Schwanz noch nicht berücksichtigt. Rico springt tollkühn auf das Monstrum und tritt ihm mit aller Wucht ins Auge. Birta stürzt wieder aus der Luft mit voller Wucht auf ihn herab und schlägt ihr Schwert gegen das Aligatorleder, jedoch ohne sichtbare Wirkung. Beinahe zeitgleich schießt Johannes dem Reptil das angeschlagene Auge aus. Wütend prischt das Vieh auf ihn zu. Noch mehr Schläge, Schüsse und Hiebe folgen, aber noch immer walzt der Aligator durch die Gegend. Mit einem koordinierten Angriff schaffen es Reyki, die Skjalmö und Birta das vierbeinige Ding zu stoppen. Zur Sicherheit jagt Johannes noch ein paar Kugeln in das reglose Geschöpf hinein.

Während Rico auf dem Altar seinem Vater ein Opfer gibt, ein toter Gegner wird sein Herz wohl nicht vermissen, öffnet Birta den Rachen des Aligators und bricht sich einen Zahn als Andenken heraus. Danach wird gemeinschaftlich der Tempel durchsucht. Drinnen befindet sich eine Statue eines Kolibris, umgeben von zehn Kilogramm Plastiksprengstoff. Der Sprengstoff wird entfernt und danach die Container mit gemeinsamen Kräften versenkt. Während sich Rico und Isamu drinnen umschauen, säubert sich Birta draußen vom Blut. Ein paar Stunden später sind sie auch schon wieder auf dem Rückweg.

München Teil 2: Wie komme ich bitte nach Naströnd - Die Falle der FenriswelpenBearbeiten

Die Truppe entscheidet sich ihren Sieg gegen die Titanenbrut zu feiern und kehrt in ein Casino ein. Während Isamu hauptsächlich spielt und Johannes nach Falschspielern Ausschau hält, zieht es Birta nach ein paar Spielen auf die Tanzfläche. Zusammen mit ihren Freundinnen, nur Fenna ist nicht dabei, amüsiert sie sich da prächtig. Doch dann spürt sie wieder das altbekannte Kribbeln, wenn sich die Birta-Saga verändert. Sie verschwindet auf die Toilette um von dort aus Fenna anzurufen, damit diese vorlesen kann, was sich neues ergeben hat. Doch überraschenderweise befindet sich die Schriftrolle nun in ihrer Handtasche. Folgendes ist nun zu lesen:


Nachdem das Kind des Biwoalfen in den Schoß der Gruppe gefunden hatte, musste als nächstes die Tochter des Winters und des Sommers gefunden werden. Es war nicht viel Zeit, denn die Gegenspieler hatten schon ein neues Ziel: Der Baum des Donnerers, ein Pfad des Übergangs, gefällt und doch noch da, am Ort des Friedens, weist den Weg nach Naströnd. Doch trachten die Widersacher schon nach dessen Vernichtung. Es liegt an den Kindern den Ort des Übergangs zu verteidigen, wenn sie diesen einfachen Weg nehmen wollen.


Schnell sammelt Birta die anderen ein und trifft sich mit ihnen im Aufenthaltsraum des Hotels. Zusammen wird über die Bedeutung gegrübelt. Und wieder einmal kann sich Birta über die Kombinationsfähigkeiten ihrer Bekannten nur freuen. Relativ zügig finden sie heraus, dass der heilige Baum Thors nahe Kassel gestanden hat und von einem christlichen Heiligen namens Bonifatius im Jahre 723 gefällt wurde. Aus dem Holz wurde erst eine Kapelle gebaut, später dann ein Beichtstuhl. Jener soll sich angeblich in einem Kloster in Fritzlar befinden. Und anscheinend will die Titanenbrut jenen vernichten, da er einen Zugang zu Naströnd bieten soll.

Schnell werden für den nächsten Tag die entsprechenden Flugtickets nach Frankfurt am Main bestellt, als ausgerechnet Svanhildur darauf hinweist, dass die Tochter von Winter und Sommer nicht zwangsweise dort gefunden wird. Birta schaut sie nur perplex an, solche Gedankensprünge ist sie von ihrer Freundin gar nicht gewohnt, konzentriert sich dann aber auf die Schicksalsfäden und schaut sich um. Jedoch ohne Erfolg. Sie schafft es nicht jene wahrzunehmen. Nun gut, morgen ist auch noch ein Tag, also legt sie sich schlafen.

Es ist 6:30 Uhr und der Wecker klingelt. Birta wäscht sich und stellt fest, dass Fenna nicht im Zimmer ist. Sie scheint über nacht weggewesen und nicht zurückgekehrt zu sein. Birta konzentriert sich wieder auf die Schicksalsfäden und stellt verängstigt fest, dass der Faden zu ihrer Freundin nicht sichtbar ist. Dafür sieht sie einen anderen Faden, der den Verbindungen zu den Götterkindern ähnelt, in die Innenstadt führen. Völlig aufgebracht stürmt sie zu den vier verbleibenden Skjalmö und fragt sie nach Fenna aus. Diese wissen jedoch auch nichts. Während Johannes noch irgendetwas beim hiesigen Polizeirevier zu erledigen hat, besorgen sich die anderen einen größeren Mietwagen, sammeln den Polizisten ein und folgen der Schicksalsspur bis zu einem Tattoo-Shop.

Da ein "Closed"-Schild die Eingangstür schmückt schaut sich Birta hinten um und klingelt Sturm, jedoch ohne Erfolg. Sie ist schon kurz davor die Tür einzutreten als Isamu Birta darauf hinweist, dass die Eingangstür vorne nicht abgeschlossen ist. Also begeben sich Birta, Isamu und Johannes in das Geschäft, während die Skjalmö das Haus umstellen und Rico etwas Basketball spielt. Birta folgt der Spur schnurstracks in den angeschlossenen Wohnbereich und nimmt nur am Rande wahr, dass der Faden einen kleinen Riss bekommen hat. Ihr Ziel befindet sich in einem Schlafzimmer, in dessen Bett sich zwei Frauen befinden. Bei einer der Schlafenden handelt es sich um Fenna, so dass sich Birta ein lautes "Guten Morgen" nicht verkneifen kann. Während der Kopf ihrer Freundin schlagartig unter der Decke verschwindet schaut die andere Frau Birta nur mit großen Augen an. Bevor sie sich großartig beschweren kann, verschwindet Birta mit den Worten "Ich geh mal Kaffee kochen" in die Küche. Isamu beobachtet dies mit seiner typischen Haltung: Photographierend und lächelnd.

Die Besitzerin der Wohnung Penelope Greystoke kommt kurze Zeit später angezogen in die Küche und stellt Birta zur Rede. Jedoch kommt es zu keiner Eifersuchtsszene oder sonstigem Geschrei. Falls Penelope dies befürchtet hatte, dann wurde sie positiv überrascht. Aber ihre Fragen ansonsten werden mit schnellen Gegenfragen abgeschmettert. Und hier zeigt sich Ricos Vermutung als goldrichtig. Penelope ist ein Götterkind. Sie ist die Tochter von Persephone und erklärt sich schließlich damit einverstanden mit nach Deutschland zu kommen. Fenna bittet Birta den restlichen Skjalmö nichts von ihrer Vorliebe zu anderen Frauen zu erzählen, was Birta nicht verstehen kann, es ihr aber trotzdem verspricht. Gegen Mittag steigen sie in den Flieger ein und kehren nach Deutschland zurück.

Mittels Sprinter fahren sie nach Kassel. Dort hat Johannes etwas auf der Hauptwache zu erledigen. Während sich dann der Rest in zwei Pensionen in Fritzlar einquartiert klärt der Kripo-Beamte mit Bruder Clemens ab, wer in dem Kloster der Ansprechpartner ist und vereinbart einen Termin. Bei dem Treffen kann Johannes den Vorsteher davon überzeugen, dass der Beichtstuhl in Gefahr ist und dass es sich bei den anwesenden Götterkindern um internationale Spezialisten handelt, die mit ihm zusammenarbeiten. Das Kloster wird aufmerksam durchkämmt, der Beichtstuhl an einen anderen Platz geschoben und ein "Ersatz" abgedeckt und aufgestellt. Es folgt ein kurzes Gespräch mit dem Geist einer jungen Frau die sich im achten Jahrhundert opferte um Thor zu bitten die Felder aufzubrechen, so dass die Saat besser aufgehen kann. Hierbei spielt Rico den Vermittler, da Birta jene nicht sehen kann. Bei einem gemeinsamen Gespräch in einem abgetrennten Raum einer Gaststätte besprechen sie ihre weitere Vorgehensweise. Sie überlegen verschiedene Taktiken als Johannes wie von der Tarantel gebissen aufspringt, sein Telefon zückt und zwei Telefonate führt. Es stellt sich heraus, dass der einäugige Fenriswelpe Hannah, die Freundin des Polizisten, in seiner Gewalt hat und jenen in eine Falle locken will. Obwohl er sich dessen vollkommen bewusst ist, kann Johannes nicht tatenlos zusehen und verabschiedet sich.

Nach einer kurzen Unterredung mit Fenna, Rico und Pepe beschließen sie, dass alles deshalb eingefädelt wurde um die Aufmerksamkeit vom Beichtstuhl abzuziehen um jenen zerstören zu können. Nachdem der Ordnungsfanatiker nicht mehr direkt beteiligt ist kommen sie darin überein, dass sie den Beichtstuhl abbauen und mitnehmen sollten. Gesagt getan. Rico fährt den Sprinter in dem sich Birta hinten schon einmal rüstet, während die Skjalmö mit einem, wahrscheinlich geklauten, 200er Mercedes folgen. Vor der Wohnung der Staatsanwältin treffen sie alle wieder auf Johannes der sie in einen nahegelegenen Wald führt. Dort soll sich Hannah aufhalten. Johannes fährt mit einem Polizeimotorrad, Rico, Isamu, Pepe, Yuriko und Penelope fahren im Mercedes während die Skjalmö, Birta und Reyki mit dem Sprinter abseits ihre Kreise ziehen. Doch dann wird es Birta zu dumm, schnappt sich ihren wieder in den fliegenden Wolf verwandelten vierbeinigen Begleiter und fliegt durch die Münchener Nacht auf den Wald zu.

Von oben betrachtet sieht sie nicht viel. Zu dunkel ist es dort. Immerhin haben sie dank Johannes Funkkontakt. Auf einer Lichtung angekommen müssen die Götterkinder feststellen, dass in der Mitte eine reglose Hannah liegt. Ein paar Sekunden später zeigt sich der einäugige Fenriswelpe auf einem Felsen. Als Johannes die Waffe zieht sprintet der Titanenanhänger zur leblos wirkenden Frau und umfasst mit seinem Kiefer deren Kopf. Dadurch eingeschüchtert, schließlich will er ihr Leben retten, senkt Johannes wieder seine Waffe. Anscheinend sprechen sie kurz miteinander, den Inhalt kann Birta jedoch von ihrem luftigen Beobachtungsposten nicht verstehen. Und dann explodiert der Wald.

Vier weitere Fenriswelpen stürmen aus dem Dickicht hervor. Einer greift, zum Glück erfolglos, Penelope an, Isamu blendet einen Angreifer, so dass der ansonsten tötliche Biss "nur" zu einer schweren Verletzung führt. Die zwei anderen springen einen wild um sich schießenden Johannes an und bringen ihn zu Fall. Einen Augenblick später stürzt Birta mit einem markerschütternden Schrei nach unten. Im Flug sieht sie noch, dass Rico scheinbar aus dem Nichts kommend, von hinten den Fenriswelpen bei Isamu anspringt, seine kräftigen Arme um dessen Kopf legt und mit aller Macht zudrückt. Hannah befindet sich noch unter den Pfoten des einäugigen Fenriswelpen, so dass sie Reyki zu dem bewusstlosen Johannes dirigiert, zwischen den beiden Fenriswelpen hindurchfliegt, während Reyki den Tyr-Sohn am Schlappwitchen packt. Dann verschwinden die drei auch schon wieder in der Höhe.

Pepe, in seiner Gestalt als riesiger Adler, hat inzwischen eine ähnliche Idee gehabt und sich Isamu geschnappt, den er knapp über Reyki loslässt. Mit einer Mischung von festhalten und auffangen gelingt es Birta und Isamu einen Sturz aus großer Höhe zu verhindern, so dass er sich hinter ihr auf dem fliegenden Wolf festklammern kann. Vor Antrengung keuchend reagiert Reyki nicht mehr auf die Flugkommandos Birtas, durchbricht die Wolken und stürzt kontrolliert in den Starnberger See. Mit einem lauten Platsch verschwinden die drei Götterkinder im Wasser. Isamu schwimmt ans Ufer während Birta schnell abtaucht um den halbtoten Johannes wieder an die Wasseroberflche zu zerren und auch ans Ufer zu schleppen. Ein paar Sekunden später wird Penelope von Pepe am Ufer abgesetzt. Mit deren Handy werden die Skjalmö verständigt, die kurze Zeit später mit dem Sprinter ankommen. Svanhildur versorgt Johannes medizinisch und dann brechen sie alle zu einem sicheren Krankenhaus auf - dem Salzburger Landeskrankenhaus. Birta überzeugt die Notaufnahme davon, dass es sich bei den Verletzungen von Übergriffen mehrerer Kampfhunde handelt und sucht dann mit ihren Freundinnen und Penelope ein nahe gelegenes Hotel auf.

Durch den Kauf einen neuen Handys und dem Benutzen ihrer alten SIM-Karte kann Birta schließlich Rico erreichen und nach Salzburg lotsen. Während einem ihrer täglichen Besuche findet sie einen bärtigen einarmigen Mann in Johannes Zimmer vor. Nicht auf den Kopf gefallen kann Birta die Ähnlichkeit zu dem Gott Tyr erkennen und unterhält sich etwas mit dem recht schweigsamen Gott. Jener ist sich recht sicher, dass sein Sohn morgen wieder das Bewusstsein erlangen wird. Auch Rico und Isamu stoßen hinzu. Während der Lateinamerikaner in der Gegenwart Tyrs ähnlich befangen wie Birta zu sein scheint, schafft es Isamu wieder Fotos zu machen. Laut Rico scheint Hannah von den Welpen zerfetzt worden zu sein. Das einzige was Birta über die Saga erfahren kann ist, dass der Jarl des Berges früher in Norwegen gelebt hat. Den Namen verrät Tyr jedoch auch nicht.

Tyr teilt Birta mit, es klingt sehr bestimmt, schon fast nach einem Befehl und keinem Wunsch, dass Johannes ihren Beistand oder den der ganzen Truppe, in nächster Zeit brauchen wird. Dann will er schon aufbrechen, lässt sich aber von Birta überreden solange zu bleiben, bis Johannes aufwacht, da es jenem bestimmt viel bedeuten würde. Mittels sanftem Auflegen seiner linken Hand gelingt es Tyr seinen Sohn aufzuwecken. Das nachfolgende kurze Gespräch zeichnet Birta mit ihrem Handy auf, wenngleich sie versucht so viel wie möglich zu überhören. Dies gelingt ihr aber nicht ganz, so dass sie einige Fetzen der Unterhaltung mitbekommt und daraus erkennen kann, dass Johannes vor Zorn brodelt. Danach verschwindet Tyr durch die Tür und Johannes schläft wieder ein.

Ein paar Tage später, die schlimmsten Wunden sind verheilt, will Johannes schon mit dem Training beginnen. Immerhin kann Birta ihn davon abbringen das Krankenhaus zu verlassen und bringt ihm Hanteln und einen Gummiball. Sie überspielt ihm auch das Gespräch auf sein Handy und löscht dieses aus ihrem Speicher. Auf Nachfrage teilt sie ihm mit, dass sich seine Handfeuerwaffe im Sprinter und sein Ring in der Schublade neben ihm befinden.

Nach etwas mehr als einer Woche Krankenhausaufenthalt sind alle wieder einsatzbereit. Johannes besteht darauf nach München zurückzukehren um ein paar persönliche Dinge einzusammeln. Auch wenn Birta dies nicht für eine gute Idee hält, so kann sie dies zumindest verstehen. Also brechen alle wieder nach Norden auf. Dort treffen sie auf Åke, der sich ihnen anschließt. Tyr hat ihn anscheinend gebeten auf Johannes ein Auge zu werfen und ihn, sollte er dies wünschen, zu unterrichten. Nach einem kurzen Gespräch schaut sich Birta wieder die Schicksalsfäden an um den letzten fehlenden Götterabkömmling zu suchen. Jedoch existiert keine weitere Spur. Schließlich kommen sie zu der Übereinkunft, dass sich jenes Gotteskind vielleicht nicht in dieser Welt befindet. Also bauen sie in einer Halle den Beichtstuhl wieder auf und treten hindurch. Dem Geist der jungen Frau wird jener Übergang auch angeboten, was sie annimmt.

Hinter dem Übergang stoßen sie auf einen Wegweiser der folgendes besagt: "Nastrond, Minnesota"

Minnesota Teil 1: Entscheidung in Nastrond - Von Frostriesen und LindwürmernBearbeiten

Die Götterkinder machen sich ohne Johannes A. Gottbehüt, der aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht in Minnesota ankam, als Tramper in die Stadt Nastrond. Die Skjalmö richten sich unterdessen in einer kleinen Jagdhütte ein, da sie keinerlei Wechselkleidung bei sich haben und voll gerüstet eher unerwünschtes Aufsehen erregen würden. Birta kauft mehrere Sets Kleidung für sich und ihre Freundinnen ein und macht sich dann mit ihrem treuen Begleiter Reyki auf den Weg zu jener Hütte im Wald. Die anderen Fünf bleiben in der Stadt zurück. Bevor sie jedoch auf ihre Freundinnen trifft, begegnet sie einem unerwarteten Wesen. Auf einer Lichtung, welche unnatürlich fruchtbar erscheint, stößt sie auf eine eindrucksvolle rotblonde Frau, die sich nach einem kurzen Gespräch als Freya vorstellt.

Es kommt zu einem kleinen und kurzen, jedoch sehr aufschlussreichem Gespräch. Der Jarl des Berges, den Birta sucht, heißt Brokk. Er befindet sich laut Freya in der NMC (Nastrond Mining Corporation). Nun weiß sie, dass der Zwerg, um ein solchen handelt es sich tatsächlich, ganz in der Nähe ist. Warum sie sich hier aufhält verrät sie aber nicht. Zufrieden trainiert sie mit ihren Freundinnen und begleitet daraufhin Svanhildur zur Angelstelle. Reyki dient hierzu als Transportmittel und muss sich sein Fressen selbst erjagen. Es wird kurz mit Rico telefoniert und für morgen beim Diner verabredet.

Am nächsten Tag treffen sich alle an besprochener Stelle und beim Frühstück wird besprochen, dass sie zur Tarnung an einem See campen sollten. Dieser befände sich nicht weit von der NMC entfernt. Die Skjalmö decken sich fleißig im Survivalshop ein. Am Ufer des Sees wird dann das große Zehn-Mann-Zelt aufgebaut und die Zeit bis zur Dunkelheit totgeschlagen. Laut Rico gibt es ca. alle zwölf Stunden Erschütterungen im Boden, die aber nur er wahrnimmt. In der Dunkelheit schleichen sie in die NMC und überwältigen mit Leichtigkeit einige der Wächter. Bei ihnen handelt es sich um Menschen die unnatürlich groß und stark wirken. Entweder wurden sie von einem nordischen Gotteskind oder einem Riesen mit Blut gefüttert, so viel steht fest.

Schließlich treffen sie auf die Zwergensippe, die tatsächlich hier eingesperrt wurde. Und auch der Jarl des Berges Brokk befindet sich unter ihnen. Begeistert unterhält sie sich mit den Zwergen und erkundigt sich nach allerlei wichtigem Wissen. Zumindest ist das ihre Meinung. Rico hingegen scharrt schon mit den Hufen. Er empfindet es als leichtsinnig in der Höhle des Löwen ein Kaffeekränzchen abzuhalten. Dabei sind doch Information wie "der Frostriese Steve hält die Zwerge gefangen", "die Zwerge haben hinter einem Loch im Stein einen Teil der Midgardschlange erblickt", "die Zwerge haben keine Frauen", "Brokks Bruder Sindri fehlt schon länger", "Brokk und Sindri haben die Stadt Nastrond gegründet" und "Thor hat vor zwei bis drei Jahrzehnten Birtas Anhänger hier in Auftrag gegeben" sehr wichtig.

Also machen sie sich auf den Weg um Steve zu finden. Die Zwerge schließen sie wieder in ihrer Schmiede ein, nicht dass ihnen noch etwas zustößt. Mit einem Benzinfass und mehreren Kanistern bewaffnet schleichen sie sich in die Höhle in der sich Steve mit seinen Anhängern befindet. Ein explosives Chaos beseitigt alle anwesenden Menschen und lässt Steve in Flammen gehüllt nach hinten flüchten. Er benutzt jedoch noch fix seine Pfeife woraufhin folgendes passiert. Reyki zieht den Schwanz ein und die Erde erbebt. Die Skjalmö bilden auf Birtas Befehl einen Schutzkreis um Penny, Yuriko stellt sich nahe zu Isamu und Rico stellt sich mit Birta in vorderste Front. Was auch immer durch die Gänge rauschen mag, sie sind gewappnet.

Doch hier irren sie sich. Mitten unter ihnen brechen aus dem Boden zwei Lindwürmer hervor. Eine verbeisst sich in Lyra während die andere in Windeseile Lilja umschlungen hat und zu Quetschen beginnt. Rico schafft es noch schnell genug den einen Lindwurm zu töten, doch für Lilja kommt alle Hilfe zu spät. Als etwas C4 im Rachen des Wurmes hochgeht ist sie schon komplett zerquetscht und besteht nur noch aus Brüchen. Kein schöner Anblick für Birta, die selbst etwas von der Explosion abbekommen hatte, wollte sie doch ihre Freundin befreien. Isamu kommentiert seinen Sieg, der Sprengstoff kam von ihm, mit einem lächelnden "Isamu 1 - Lindwurm 0". Birta selbst kann sich nicht wirklich darüber freuen.

Wütend stürmt sie dem Feuer entgegen und folgt dem Weg, den der Riese gegangen ist. Dicht hinter ihr befinden sich Rico, Isamu, Yuriko und Penny. Die vier überlebenden Skjalmö und Reyki werden zurückgelassen. Doch in ihrer Wut ist Birta blind. Sie läuft voll in die Falle des Frostriesen, der hinter der Wand mit einem Knüppel steht und sie mit einem wuchtigen Schlag per Luftexpress wieder ein paar Meter zurückschickt. Isamu und Rico werfen sich unter dem Knüppel in den Raum hinein. Dort müssen sie erkennen, dass der Frostriese wieder komplett unverletzt ist. Isamu blendet Steve mit seinem Kampffächer, so dass er leicht desorientiert ist. Rico nutzt die Gunst der Stunde und greift sich das Bein des Widersachers und bringt ihn zum Fall. Isamu attackiert den liegenden Riesen und verletzt ihn während Birta ihn mit einem wuchtigen Schlag zum Zerplittern bringt. Danach schnappt sie sich Eiskristalle, in denen sie Teile des Kopfes vermutet und wirft sie ins Feuer.

Die Zwerge werden befreit, Alkohol in der Stadt besorgt und eine große Feier beginnt. Während sich Birta und ihre Freundinnen keinerlei Scheu geben und den Alkohol nur so in sich hineinschütten, dabei natürlich über Lilja reden, halten sich die anderen eher zurück. Doch eine gedrückte Stimmung ist bei den fünf Frauen nicht mehr zu spüren. Es wirkt eher nach einer frohen Feier, auch wenn in Birtas Augen eine Spur Trauer zu sehen ist. Bei einem zufälligem Schwenken eines Gespräches erfährt Brokk, dass Birta den Zahn eines Sohnes von Zipacna bei sich hat und bittet darum ihn haben zu dürfen. Er möchte damit etwas machen. Sie willigt unter der Bedingung ein, dass die Zwerge eine Steintafel für Lilja erstellen und sich hin und wieder um das Grab kümmern mögen, welches sie am nächsten Tag nahe des Sees ausheben wollen. Der Zwerg stimmt zu, also steht der Deal.

Am nächsten Tag bei der Beerdigung erhält Isamu eine Nachricht von seiner Mutter Amaterasu, die ihn bittet mit seinen Mitstreitern nach Edo zu gehen, da sie dort eine Aufgabe für ihn hätte. Also verabschieden sie sich von den Zwergen und tauschen noch Telefonnummern aus. Brokk verspricht Birta anzurufen, wenn die Arbeit an dem Kaimanzahn erlegt ist, da Birta neugierig ist, was er damit vorhat. Als kleines Abschiedsgeschenk erhalten sie noch fünf Gefäße mit Lindwurmhautsud, oder so ähnlich, welches angeblich das Verständnis über Heilkraft und Natur kurzfristig fördern würde.

Tokyo Teil 1: Isamus Botengänge - Big in JapanBearbeiten

Kurz vor Naströnd springt Rico aus dem Auto. Er faselt etwas über einen Tempel und verschwindet. Als er nach ein paar Minuten nicht zurückkehrt, schreibt ihm Birta eine SMS und sie machen sich weiter Richtung Minneapolis. Doch ein paar Kilometer später treffen sie auf zwei weitere unerwartete Bekannte: Johannes und Åke stehen am Straßenrand von Naströnd. Zusammen fahren sie nach Minneapolis und steigen in den Flieger nach Tokio. Während des Fluges unterhält sich Johannes etwas mit Birta. Jedoch handelt es sich hierbei um ein recht langweiliges und tristes Gespräch, da er immer noch vor sich hinleidet. Um ihm etwas zu helfen, versucht sie ein Schlafmittel in sein Wasser reinzumischen, was jedoch misslingt, da er sich ein neues Wasser geben lässt. Isamu hingegen ist wieder ganz in seinem Element. Er schafft es, unter Vortäuschung eines leukemiekranken Sohnes, in das Cockpit zu gelangen um dort ein Foto von sich machen zu lassen.

In Japan angekommen werden Isamu und der Rest schon am Flughafen erwartet. Taxis bringen sie zum Ueno Park Hotel. Sofort machen sich Birta und ihre Freundinnen daran Tokio zu erkunden. Hierbei legen die Isländerinnen besonderen Wert auf Kleidung.

Birtas Shoppingergebnisse:

Während des Shoppens wird Birta von einem kleinen Japaner mit Brille angesprochen. Sehr zu ihrem Leidwesen kann jener nicht Englisch sprechen, so dass eine Verständigung nicht möglich ist. Er gibt ihr noch seine Visitenkarte, zumindest die Telefonnummer ist lesbar, und verabschiedet sich. Mittlerweile bekommt Birta auch erklärt, dass es unhöflich ist Menschen direkt anzusehen. Eine Ausnahme ist es, wenn man mit ihnen redet.

Abends machen sich dann alle auf die Partypiste. Zuerst wird eine Karaokebar aufgesucht, da Isamus Casino von seiner Mutter geschlossen wurde. Hier stellt Birta erschreckendes fest: Dass sie nicht gut singen kann, ist ihr bewusst. Deshalb singt sie dort auch nicht allzulaut. Die Japaner handhaben dies jedoch anders. Egal wie gut man singt, dort scheint es Sitte zu sein, voller Inbrunst sein musikalisches Talent zu zeigen - oder wie in den meisten Fällen, das Fehlen des Talentes. Dies wird sogar der Isländerin zu viel. Sie machen sich, schließlich haben sie mit Isamu einen stadtkundigen Führer, auf in den nächsten Nachtclub. Auf dem Weg zwischen den verschiedenen Nachtclubs fällt der Gruppe auf, dass sie verfolgt werden. Es stellt sich heraus, dass es sich hierbei um die Yakuza handelt, denen Isamu knappe 80.000 Dollar schuldet. Um an das fehlende Geld zu kommen überlegt er die Fluggesellschaft zu verklagen, da sie ihn in das Cockpit gelassen hat. Ansonsten verläuft die Nacht recht gut, so dass sie bis in die frühen Morgenstunden tanzen. Isamu selbst verabschiedet sich etwas früher, da er am nächsten Tag ordentlich aussehen will, wenn er vor seine Mutter tritt.

Am nächsten Tag, zum Zeitpunkt an dem die Sonne den höchsten Stand am Himmel innehat, treffen sich die Götterkinder mit Amaterasu im Tempel des Ueno Parks. Birta hat sich Isamus Ratschlag zur Kleidungswahl zumindest teilweise zu Herzen genommen. Aber sie ist eine Isländerin und keine traditionelle Japanerin, so dass ihr "Kimono" eher an das kurzärmelige und enganliegende Kleidungsstück von Kirsten Dunst aus Spiderman 1 erinnert als an die erwünschte allesbedeckende Bekleidung. Der Tempel ist geschlossen, wird aber, als der ehemalige Casinobesitzer um Einlass begehrt, für die vier geöffnet. Im Tempel wartet schon eine japanische Frau, die zu leuchten scheint.

Isamu nimmt gegenüber seiner Mutter Platz, während sich Johannes, Penny und Birta in die zweite Reihe der vorbereiteten Kissen niederlassen. Die beiden Japaner trinken genüsslich Tee und unterhalten sich. Da das Gespräch auf japanisch vonstatten geht langweilt sich Birta, versucht es sich, immerhin sind sie in der Gegenwart einer Göttin, nicht anmerken zu lassen. Zum Abschied erhält Isamu noch eine hölzerne Kiste und alle verlassen, unter unzähligen Verneigungen, den Tempel. Draußen wird der Rest aufgeklärt. Isamu soll für seine Mutter fünf Rubine besorgen, aus denen, nach der japanische Legende, ihr Bruder Menschen erschaffen hat. In der Kiste befindet sich ein angelaufener Halsreif, der ihm wohl den Weg zeigen soll.

Doch bevor sie sich auf den Weg machen gilt es sich umzuziehen. Birta bekommt einen Anruf von ihrer Mutter, der sie den vorläufigen Vertrag zwischen ihr und ihrem Manager Isamu gefaxt hat um sie nach ihrer Meinung zu fragen. Sie darf sich eine Standpauke anhören, warum sie in Japan ist und sich nie meldet. Sie verspricht Besserung, wimmelt ihre Mutter aber ab, da sie in Eile ist. Der neuernannte Manager vereinbart einen Termin in vier Tagen bei der Tokyo Modelagentur. Als sich Isamu den Halsreif umlegt bekommt er eine Ahnung über den Aufenthaltsort der fünf Rubine. Mittels zweier Großraumtaxis machen sich alle, die Skjalmös haben sich wieder angeschlossen, zu ihrem ersten Ziel. Es handelt sich hierbei um einen alten Mann, der einen kleinen Kiosk mit Souvenirs und ähnlichem hat. Hier erwirbt Birta eine kleine Fuchsstatue als Mitbringsel. Jedoch stellt sich die Frage, wie man den Mann an Amaterasu übergeben kann. Birta entfernt sich mit Reyki etwas vom Geschehen. Johannes nähert sich ihr und äußert seinen Wunsch, dass sie ihm den Kampf mit dem Schwert näherbingen möge. Fenna, die die bessere Kämpferin ist, hat schon abgelehnt. Birta gibt keine verbindliche Zusage, da sie einerseits nicht glaubt, dass sie eine gute Lehrerin darin ist und andererseits darauf auch keine großartige Lust hat. Lieber will sie mit ihren Freundinnen trainieren. Einige Minuten später kommen Isamu und Penny mit einem blutigen Zahn wieder.

Die nächste Spur führt in ein anderes Viertel Tokyos. Birta staunt nicht schlecht, als nach dem vorherigen Ziel die Taxis vor dem Gerichtsgebäude halten. Während Isamu und Penny in das Gebäude gehen, warten die anderen draußen. Um die Zeit totzuschlagen läuft Birta mit Reyki ein paar Straßen entlang und beobachtet die Menschen Tokyos. Sie betrachtet die Schaufenster, die hier zu ihrem Leidwesen, kaum vorhanden sind und langweilt sich. Endlich kommt der erlösende Anruf. Diese Teilaufgabe ist erledigt. Sie kehrt zum Rest der Truppe zurück und mit den Taxis geht es weiter. Johannes äußert eine Vermutung, dass eine nordische Göttin mit roten Haaren in Tokyo sein könnte. Seine Beschreibung würde auf Freya passen. Beim nächsten Ziel angekommen lässt Isamu die Wagen weiterfahren, da er das Anwesen kennt. Hierbei handelt es sich um ein Anwesen der Yakuza. Da er dort noch nicht hineinwill wählen sie das nächste Ziel an.

Während der Fahrt stellen sie fest, dass sich das Ziel sich zu bewegen scheint. Die Lösung des Rätsels ist nicht schwer zu knacken. Die gesuchte Person befindet sich in der U-Bahn. Da die Taxifahrer etwas Gas geben ist es ihnen möglich die U-Bahn abzufangen und ihr zuzusteigen. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Fahrer der U-Bahn handelt. An der Endstelle wird kurz aus- und dann wieder eingestiegen. Während der Fahrt wird dann überlegt, wie man an das Blut, das scheint notwendig zu sein, des Fahrers herankommt. Penny wird kurz etwas bleicher als die U-Bahn an einer Stelle des Gift-Attentates von vor ein paar Jahren vorbeikommt. Diese Stelle möchte sie nicht wieder passieren, das steht für sie außer Frage. Bei der nächsten Endhaltestelle steigen sie wieder aus, aber eine genaue Taktik ist nicht gegeben. Also bleibt Birta erst einmal oben und wartet ab. Plötzlich kommen Penny, Johannes und Isamu wieder von unten hoch. Was auch immer geschehen ist, sie haben ein Taschentuch mit etwas Blut bei sich.

Langsam wird es abend und noch immer gibt es zwei "Rubine" zu sammeln. Oder besser gesagt zwei Mal Blut zu besorgen. Dieses Mal stehen alle vor einer Sportarena. Hier wird eine typisch japanische Sportart gezeigt: Sumo-Ringen. Bei aller Kulturoffenheit hat Birta keine Lust übergewichtige Männer in Windeln zu sehen, die sich gegenseitig herumschubsen. Das Geld für den Eintritt hebt sie sich lieber für sinnvolleres auf - Schuhe, Kleidung und Waffen. Also wartet sie draußen und wieder sucht Johannes ihre Gesellschaft. Wird auch Zeit, dass er einmal aus sich rauskommt. Und wieder fällt ihr der blonde Mann aus dem Nachtclub auf. Jedoch ist er zu schnell in der Sportarena verschwunden, als dass sie Johannes auf ihn aufmerksam machen könnte. Seine Meinung zu ihm würde sie interessieren. Kurze Zeit später meldet sich Isamu per Handy. Birta soll sich einen gewissen Sumo-Ringer anschauen. Er vermutet, dass mit ihm etwas nicht stimmen könnte. Sie nähert sich also den Sumo-Ringern und wirft einen Blick über die Fans. Sie fasst an ihren Hammeranhänger und konzentriert sich. Und tatsächlich sieht sie, dass der Athlet genauso stark von einer Macht durchflossen wird, wie es auch bei ihr und den anderen ist. Nur was er ist, das kann sie nicht sehen. Johannes ist jedenfalls der Meinung, dass es sich bei ihm um eine Macht handelt, die von den Göttern stammt. Dies wird Isamu schnell telefonisch mitgeteilt, der daraufhin mit dem Sumo-Ringer in dessen Limousine verschwindet. Als er sich nach einer halben Stunde nicht meldet schreibt Birta ihm eine SMS, in der sie ihn fragt, ob er sie heute abend noch benötigt. Als darauf keine Antwort kommt schnappt sie sich ihre Freundinnen um einkaufen zu gehen. Schließlich benötigen sie noch Waffen. Johannes fragt nach, ob er sie begleiten darf, was bejaht wird. Das Einkaufen geht relativ schnell. Das Endergebnis sind Wakizashis und ein zusammenschraubbarer Speer, der später auf ihrem Zimmer noch geschärft wird. Johannes kennzeichnet mit seiner Kraft Isamu und erkundigt sich bei Birta um die Erlaubnis dies auch bei ihr zu tun, was sie ablehnt. Mit jener Kraft soll es ihm möglich sein festzustellen, wenn sich eine gezeichnete Person in Lebensgefahr befindet.

Nachts geht es wieder in Clubs und Discos. Vorher lässt sich Johannes auf eigenen Wunsch hin von Birta noch ein Hemd aussuchen. Ob er sich Kleider nur mit einer Frau an der Seite einkauft? Egal, immerhin sieht er nun nicht ganz so spießig aus. Und eine Überraschung jagt die nächste. Der Deutsche lässt seine Clubsoda stehen, greift zu einen Cocktail, zwar antialkoholisch aber immerhin, und wagt sich auf die Tanzfläche. Im Vergleich zum Spielcasino in Miami ist er kaum wiederzuerkennen. Und auch hier treffen sie auf alte Bekannte. Birta entdeckt den blonden Mann, der ihr immer wieder über den Weg läuft, etwas was in so einer Millionenstadt seltsam erscheint und Johannes macht ein unscharfes Bild von der Frau, die sie für Freya hält. Leider bekommt Birta das nicht mit und der Hinweis von ihm kommt zu spät. Die rothaarige Frau ist nicht mehr zu sehen. Da Penny früher ins Hotel zurückkehrt, Fenna heute auch mies gelaunt ist, Åke sich schon seit der Ankuft in Tokyo abgeseilt hat, Yuriko seit gestern nicht mehr zu sehen ist und Isamu heute nacht beschäftigt zu sein scheint wird die Gruppe immer überschaubarer. Nach und nach verschwinden alle Richtung Hotel bis auch irgendwann Birta die U-Bahn aufsucht. Aber noch hat sie keine Lust sich schlafen zu legen. Sie zieht ihren Jogginganzug an, schlüpft in Sneakers und geht mit Reyki in den nahegelegenen Ueno Park joggen.

Während sie im stillen Park ihre Runden dreht fällt ihr etwas seltsames auf. Zwei struppige Katzen begleiten sie - eine links und eine rechts. Sie lassen sich auch nicht von Reykis Anwesenheit stören. Stirnrunzelnd greift sie zu ihrem Handy und ruft Isamu an. Jener äußert die Vermutung, dass es sich hierbei um Wesen handeln könnte, die Yuriko ähneln. Zufrieden legt Birta auf und geht in die Hocke um mit "Miez-Miez"-Geräuschen die beiden verwahrlosten Katzen anzulocken. Doch die beiden verhalten sich wieder seltsam. Mit schleichenden Bewegungen nähern sie sich von gegenüberliegenden Seiten der Isländerin an. Sie scheinen einen Angriff vorzubereiten. Birta nimmt eine Kampfposition ein, als das Handy klingelt. Sie nimmt nicht ab und beobachtet die Katzen. Doch schon wieder klingelt das Handy. Als sie es ausschalten will setzen die Katzen zum Sprung an. Noch während dem Flug werden sie größer und ihre Krallen und Zähne wachsen dementsprechend mit. Birta taucht unter der einen weg, während sich der nun auch gewachsende Reyki der anderen Katze entgegenwirft.

Während sich über Birtas Haut eine silberne Schutzschicht bildet, spurtet sie zur nächstbesten Parkbank und ergreift sie. Nun hat sie wenigstens eine improvisierte Waffe mit der sie der Katze das Fürchten lehren will. Doch so einfach ist das nicht, denn die Katze verwandelt sich wieder. Doch diesesmal ist das Ergebnis humanoider Form, zumindest teilweise. Nun steht eine Art Vogelmensch vor ihr und jener zieht sein Katana. Ein wilder und brachialer Schlagabtausch beginnt, doch wo Birta mit ungestümer Kraft agiert kontert der Vogelmensch mit Waffengeschick und Agilität. Schon nach ein paar Sekunden ist folgendes klar. Birta ist es nicht so leicht möglich das Vogelwesen zu treffen, während jener schon ein Dutzend Schnitte durch den Trainingsanzug vollführt hat. Einzig Birtas silbernschimmernde Haut schützt sie vor schwereren Verletzungen. Immer wieder wirft sie einen Seitenblick auf Reyki und dessen Gegner. Dort sieht es relativ ausgeglichen aus. Also kann sie sich weiterhin auf ihren flinken Gegner konzentrieren. Mit großer Finesse gelingt es dem Vogelwesen endlich einen tiefen Schnitt in Birtas Bauch zu machen. Wütend brüllt sie daraufhin auf und steigert die Intensität ihrer Angriffsbemühungen. Die Parkbank erzielt jedoch außer bleibenden Kuhlen im Boden keinen wirklichen Effekt. Der Vogelmensch ist einfach zu schnell für sie. Ein weiterer tiefer Schnitt an ihrem Oberschenkel zeugt von der Überlegenheit ihres Gegners. Aber der Sieger ist der, der am Ende stehen kann. Verbissen kämpft sie weiter als plötzlich Johannes von hinten den Vogelmenschen anspringt und ihm mit seinem hölzernen Übungsschwert eins überzieht. Das Holz zerbricht, aber der Vogelmensch scheint etwas benommen. Das Kräfteverhältnis hat sich blitzschnell verändert. Abwartend umkreisen die beiden Götterkinder ihren Gegner, der sich immer wieder umblickt und dann in die Lüfte erhebt. Er versucht zu fliehen. Während Birtas Versuch ihn aufzuhalten, sie springt in die Höhe um ihn an den Knöcheln zu packen, fehlschlägt, zieht der Deutsche seine Pistole und erschießt das Wesen, welches sich daraufhin auflöst und nur eine Maske zurücklässt. Daraufhin flieht auch der zweite Angreifer. Birta eilt zu Reyki um sich dessen Wunden anzuschauen. Er hat viele Schnitte und Kratzer und benötigt dringend ärztliche Versorgung. Da Birta, halbnackt wie sie nach den Schnitten nun einmal ist, so nicht einfach durch das Hotel laufen kann, steigt sie auf ihren treuen Begleiter auf und landet auf der Terasse, die zu Isamus Suite gehört. Nachdem jener auf das penetrante Klopfen hin die Balkontür öffnet trägt Birta den wieder geschrumpften Reyki auf ihren Armen zu ihrem Zimmer, wobei sie penibel acht gibt, dass der Japaner nicht ungewollte Fotos schießt. Johannes nimmt die Maske mit.

In ihrem Zimmer angekommen ruft sie fix bei der Rezeption an und lässt nach einen Tierarzt schicken. Während jener auf dem Weg ist, legt sie den schwerverletzten Reyki auf ihr Bett, wäscht sich das Blut ab und verbindet sich. Danach wirft sie sich luftige Kleidung über um einerseits ihre Wunden zu verdecken und andererseits unnötiges Reiben zu verhindern. Der Tierarzt wundert sich nicht schlecht, als er bemerken muss, dass die normale Nakosemenge bei dem Patienten nicht hilft. Doch schließlich ist alles genäht und der Tierarzt verlässt das Hotel. Kurze Zeit später klopft Johannes an Birtas Zimmertür um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Schnell versteckt sie die blutigen Kleidungsstücke im Bad und lässt ihn herein. Nichtsdestotrotz besteht er darauf, sich ihre Wunden genauer anzuschauen, was sie schließlich zulässt. Ferner teilt er mit, dass die Wesen sogenannte Tengus waren und gibt ihr die Tengumaske. Zusammen gehen sie dann in die Hotelbar um etwas zu trinken. Somit kann Birta auch dem Geruch von Reyki entgehen, da sich jener aufgrund der Narkose übergeben musste.

Unten angekommen gibt Johannes erst einmal eine Runde Whisky aus. Das Glas wird von Birta wenig ladylike sofort heruntergekippt und noch mehr bestellt. So lassen sich die Schmerzen besser ertragen. Der Polizist fragt wieder an, ob er nicht sein Schutzzeichen an ihr anbringen darf, was Birta immer noch verneint. Es hat ja alles geklappt und er sei rechtzeitig dagewesen. Außerdem ist sie der Meinung, dass ihr Schicksal vorherbestimmt sei, eine Ansicht, die Johannes nicht vertritt, so dass es ihr egal sei, ob er mitbekommt, wenn sie in Todesgefahr schweben würde oder nicht. Sie reden noch eine Weile, bis sich beide dann zurückziehen.

Wie vereinbart wollen sich Isamu, Johannes und Birta früh auf den Weg machen um den Koch des Yakuza-Anwesens, um jenen handelt es sich bei einem weiteren "Rubin", auf dem Markt abpassen. Auf dem Weg schließt sich ihnen noch Fenna an, die recht ungehalten darüber ist, dass Birta gestern nacht angegriffen wurde und keine ihrer Beschützerinnen anwesend war. Vor dem Anwesen des japanischen Verbrechersyndikats warten die vier und folgen ihrem Ziel zum Fischmarkt. Dort verletzt Isamu "versehentlich" den Koch, reicht ihm ein Taschentuch und fischt es später aus dem Mülleimer. Nun fehlt nur noch einer. Der Sumo-Ringer, der allem Anschein nach ein Sohn einer japanischen Gottheit ist. Isamu ruft ihn an und es wird ein Treffen vereinbart. Da der Athlet Jishin sehr auf sein Gewicht achten muss, im Gegensatz zu Birta aber in dem er oft und viel isst, treffen sie sich in einem Restaurant. Während sich die beiden Japaner in ihrer Sprache unterhalten, bestellt sich Birta eine kleine Portion Sushi und genießt diese. Was nun genau besprochen wird ist ihr unklar, aber letztendlich schnappt sich Jishin ein scharfes Messer, ritzt sich den Arm auf und füllt das Blut in ein Glas. Birta erkundigt sich bei Isamu, ob es notwendig sei, dass sie beim nächsten Treffen mit Amaterasu dabei wäre, da sie eh nichts versteht. Da er dies verneint kümmert sie sich in dieser Zeit lieber um den verletzten Reyki. Die fünf Rubine werden abgegeben, aber dies ist bei weitem noch nicht das Ende der Dienstbotengänge.

Tokyo Teil 2: Das Schwert der Amaterasu - Von Tengus und ScionsBearbeiten

Rico meldet sich telefonisch bei Birta. Einerseits will er sich vergewissern, ob alles in Ordnung ist, andererseits teilt er mit, dass er am nächsten Morgen in Tokyo landen wird. Birta verspricht ihn abzuholen und taucht mit ihren Freundinnen dort auf. Rico zeigt Birta eine Halbasiatin, die ihm während dem Flug aufgefallen ist. Er ist sich nicht sicher, ob sie nicht auch etwas mit den Götterkindern zu tun hat. Also lässt sich Birta überreden und konzentriert sich auf das Übernatürliche, und tatsächlich, es existieren Schicksalsfäden zwischen der Fremden und der Gruppe. Birta spricht sie darauf hin recht direkt an und schlägt vor, dass sie sich bei ihr melden soll falls sie darüber reden möchte. Dann bringt sie Rico ins Hotel und zu seinem Zimmer.

Vor ihrer eigenen Tür erlebt sie die nächste Überraschung. Der Sumo-Ringer Jishin steht mit einem Blumenstrauß vor ihrer Tür. Sehr höflich läd er Birta zu einem Abendessen ein. Auf ihre Frage hin, was sie anziehen soll, damit sie ihn nicht blosstellt, entgegnet er nur, dass sie sich ruhig westlich kleiden und verhalten darf.

Während sie noch kopfschüttelnd eine Vase für die Blumen auftreibt, schließlich sollen diese nicht eingehen, klingelt ihr Handy. Die Fremde, Delysia Williams, würde sich gerne mit ihr unterhalten. Schnell wird ein Treffen in der hoteleigenen Bar vereinbart. Mit Fenna, die ein alleiniges Treffen nach dem Angriff der Tengu nicht zulässt und einem neugierigen sowie vorlauten Isamu, der es sich anscheinend als Ziel gesetzt hat, Fenna reizen zu wollen, trifft Birta auf Delysia. Jene hat sich eine Perücke aufgesetzt und wird daraufhin nicht sofort erkannt.

Delysia erzählt, dass sie von irgendwem geschickt wurde um der Gruppe zu helfen. Ihre Mutter sei Artemis. Ansonsten wird Birta nicht sehr schlau aus ihr, außer, dass sie recht vorlaut ist und es scheinbar darauf anlegt andere zu reizen. Rico schließt sich dem Quartett später an und alle stimmen überein, zusammen zu arbeiten. Doch schon bald entschuldigt sich Birta. Sie muss sich für heute abend noch schick machen. Routiniert macht sie sich frisch, schlüpft in ihren westlichen Kimono und betrachtet sich zufrieden im Spiegel. Jishin wird sich nicht für sie schämen müssen. Pünktlich wird sie im Hotel abgeholt und es geht per Limousine durch Tokyo. Bei einem Nobelitaliener steigen beide aus. Auf dem obersten Stock einen Hochhauses befindet sich das Restaurant und die Aussicht ist wahrlich atemberaubend. Es gibt nur wenige Plätze und alle scheinen vorreserviert zu sein. Jishin scheint sich wirklich Gedanken darüber gemacht zu haben, wo sie hingehen sollen. Das Essen ist sehr gut und die Unterhaltung sehr nett. Jishin ist sogar bereit etwas über sich und den Sport Sumoringen zu erzählen, da Birta darüber so gut wie keine Ahnung hat. Es ist ein Abend, an dem sich Birta wirklich sehr gut amüsiert, das ändern auch nicht die bissigen Kommentare von Fenna.

Am nächsten Tag machen sich Isamu und Birta zu der Modelagentur. Dort unterhält sich Birtas Manager Isamu mit dem Vertreter der Agentur und klärt kleinere Dinge vorab ab. Schließlich soll Birta ja keine Nacktbilder und -auftritte haben. Spontan werden Birta noch extra hohe und dünne Highheels angezogen, mit denen sie kurz auf und ab gehen soll. Zufrieden werden ein paar Probebilder geschossen und Isamu klärt weitere vertragliche Dinge. Die Agentur wird sich in den nächsten Tagen melden, so heißt es.

Direkt danach geht es mit zwei Kleintransportern auf den Weg zur Schiffsinsel auf der sich das Schwert befinden soll, welches Isamu seiner Mutter wiederbringen soll. Im Morgengrauen des nächsten Tages kommen sie an dem Hafen an und erkundigen sich nach einer Passage. Mittels etwas Schmiergeld ist ein älterer Fischer bereit alle rauszufahren. Doch allzu nahe ran will er nicht, da es dort spuken soll. Die anderen erzählen Birta, dass sich bei der Insel Tengus aufhalten. Wie sie das in dem dichten Nebel sehen ist ihr zwar unklar, aber ok. Grimmig schraubt sie ihren Speer zusammen, hängt sich ihr Schwert um und macht sich kampfbereit. Doch bevor es dazu kommen kann, nähern sich zwei Tengus von der Küste her und warnen die Götterkinder vor einer Falle. Zusätzlich überbringen sie noch eine Einladung vom König der Tengu. Also wird spontan kehrt gemacht und der Roadtripp beginnt aufs Neue.

Irgendwann endet auch diese Fahrt. Die Endstation ist ein Berg, auf dem sich ein Tempel befinden soll. Na gut, also ein Spaziergang. Birta unterhält sich angeregt mit Delysia, so dass sie von ihrer Umwelt nichts mitbekommt. Als die Halbasiatin ihren etwas klein geratenen Pegasus ruft, der auch noch sprechen kann, ist es entgültigt aus mit dem Wahrnehmen der Umgebung. Es ist viel spannender mit dem eitlen Pegasus zu sprechen. Als alle am Ende der Strecke ankommen, es befindet sich dort tatsächlich ein Kloster, ist das geflügelte Pferd etwas eingeschnappt. Bissige Kommentare von zwei Frauen sind zu viel für ihn. Während Johannes draußen bleibt, er scheint dem ganzen nicht zu trauen, lässt sich der Rest der Truppe von Mönchen in das Tempelinnere führen. Die Skjalmö betreten den Raum, der für das Treffen mit dem König der Tengus vorbereitet wurde, nicht. Birta schaut sich interessiert die Bildnisse an. Es scheint sich wirklich um den Tengu zu handeln, über den sie im Internet gelesen hat. Es werden einige Geschichten dargestellt, die um den Tengukönig Sōjōbō handeln.

Es folgt ein kurzes Treffen, in dem der Tengukönig einen Vorschlag unterbreitet. Sie würden der Truppe gegen die Tengus auf dem Schiff helfen, schließlich sind das auch ihre Feinde, dafür fordert er Hilfe sobald es zum großen Tengukrieg kommt. Da die Götterkinder aber noch keine wirklich Hilfe wären, bietet er zusätzlich an sie auszubilden. Birta bittet noch schnell Johannes rein, da jener die Abmachung sonst nicht mitbekommt. Die eisigen Blicke von Fenna iritieren sie zwar, aber daran ist nun eh nichts zu ändern.

Nun geht es alles recht schnell. Von überall tauchen Tengus auf. Sie bringen Tragegeschirre mit um die Götterkinder und ihre Gefährten zu transportieren. Delysia steigt auf ihren Pegasus und Birta fliegt mit Reyki nahe Svanhildur, da jene Höhenangst hat. Also plappert Birta fröhlich drauflos um ihre Freundin abzulenken. Nahe der Schiffsinsel ist es dann so weit. Die feindlichen Tengus steigen auf, die beiden Fronten nähern sich. Johannes nutzt die Gelegenheit um mit seiner Pistole feindliche Tengus zum Absturz zu bringen. Da sich Birta nicht sicher sein kann Freund von Feind auseinanderhalten zu können bleibt sie lieber im Pulk. Tengus kämpfen gegen Tengus und selbst der Tengukönig mischt mit. Auf seinem Befehl hin verdunkelt sich der Himmel und Blitze rösten seine Gegner. In all dem Chaos ist es recht einfach unbeschadet auf der Insel oder dem Schiff, es ist schon ein seltsames Konstrukt, zu landen.

Schnell suchen sie den Eingang, es handelt sich um eine Art Bergbaustollen. Vorsichtig dringen sie immer tiefer ein. An einer Kreuzung stoßen sie auf Tengus. Während Birta und ihre Freundinnen die andere Reichtung absichern, machen sich die anderen bereit die Tengus in Empfang zu nehmen. Es ist ein kurzer und brutaller Kampf, an dessem Ende die Götterkinder als Sieger hervorgehen. Schließlich kommen sie an ihrem Ziel an. Doch die Tür ist verschlossen und auf ein Klopfen kommt nur die Antwort einer Frau, dass sie niemanden reinlassen wird. Isamu, nicht auf den Kopf gefallen, redet mit dem Kami der Tür und erbittet Einlass. Die Frau dahinter, es handelt sich hierbei um eine junge Asiatin, macht sich kampfbereit. Aber letztendlich ist es Isamu möglich sie mit Worten zu überzeugen die Waffe ihm zu überlassen. Hilflos und mit Tränen der Wut stimmt sie schließlich zu. Auf dem Weg nach draußen wird klar, was an dem Schwert so besonders ist. Als sich ein Tengu nähert führt die Asiatin mit der Waffe eine schnelle Bewegung aus und spaltet den Flughund, und das über gut 20 Meter Entfernung. Bei ihrem Abschied, sie verspricht mit ihrem Vater zu sprechen, deutet sie an, dass dies nicht das letzte Treffen gewesen sein wird, reicht ihr Birta noch ihr eigenes Schwert, damit die Asiatin nicht unbewaffnet vondannen ziehen muss. Dann wird sie auch schon von Tengus ans Ufer gebracht und die Götterkinder machen sich mit ihren Begleitern auf den Rückweg.

Loreley Teil 1: Tengu-Ausbildung, Party, Wasserschlangen und HarpyenBearbeiten

Bei den Tengus angekommen erklärt der Tengukönig jedem was er ihnen beibringen möchte. Bei Birta bedeutet dies ihre körperliche Verfassung zu steigern und den bewaffneten Nahkampf zu verbessern. Schlecht klingt das somit in ihren Augen nicht. Da das Training auf sich warten lässt schnappt sie sich Steine und übt Zielwerfen. Das Geräusch von Stein auf Holz wird von einem anderen abgewechselt. Rico schubst Bäume um. Den Sinn dahinter versteht Birta nicht, aber schließlich ist das eine Aufgabe von Sojobo. Ihr Programm hingegen ist sehr einfach. Als kleinen Test lässt er sie, zusammen mit Delysia und Johannes einen kleinen Parcour durchlaufen. Er ist dermaßen einfach, soetwas konnte sie schon, bevor sie ihre Kräfte erlangt hatte, dass es ihr hierbei am Ernst fehlt und sie lieber mit ihrer halbasiatischen Trainingspartnerin herumulkt. Während sie sich ihrem Training widmet versucht ein großer, muskulöser Glatzkopf sie zu erreichen, wird jedoch von dem Tengukönig wieder weggeschickt. Als sie nach ihrem Testdurchlauf ihm hinterherrennt stolpert sie über eine ferne Bekannte. Die Asiatin, der Isamu das Schwert weggenommen hat, stapft, von einem Veilchen geschmückt, den Berg hoch. Auch sie soll unter Sojobo lernen.

Unten angekommen, immer noch keine Spur von dem Glatzkopf, spricht sie mit Fenna und Svanhildur. Von letzterer lässt sie sich versichern, dass die Skjalmö ihr ordentliches Essen bringen, mit ersterer spricht sie über den Beinahe-Besucher. Sie bittet ihre Freundin ihn abzupassen und festzuhalten, damit sie mit ihm sprechen kann. Nach einem kleinen Kampftraining später joggt sie auch schon wieder hoch. Später führt sie, mit den anderen weiblichen Scions, ihr allabendliches (besser gesagt nächtliches) Baderitual in der heißen Quelle durch. Wie schon die Nacht zuvor ist die Wasserquelle von Affen nur so umzingelt. Gut gelaunt lässt sie es sich im Wasser gut gehen, bis den Frauen eine große Gestalt im Schatten der Bäume auffällt. Grimmig greift Birta einen faustgroßen Stein und wirft ihn mit voller Wucht gegen den heimlich Zuschauer. Der Erfolg ist erstaunlich: Der Schatten rührt sich nicht vom Fleck. Er schreit nicht einmal vor Schmerz auf, nein es ist ein tiefes Lachen zu vernehmen. Doch so leicht lässt sich Birta nicht einschüchtern. Sie steigt aus dem Wasser, wickelt ihr Handtuch um sich und reißt einen großen Ast vom Baum. Mit dieser zwar improvisierten, aber eindrucksvollen Keule, bewegt sie sich zielstrebig auf den Beobachter zu. Dort angekommen sieht sie ihren Vater Thor der über ihr kleines "Stöckchen" eher belustigt scheint. Erfreut ihn zu sehen fällt sie ihm um den Hals und stellt ihn ihren "Freundinnen" vor.

Es dauert nicht lang, dann befindet sich auch der Donnergott im heißen Wasser. Birta wirft immer wieder einen Blick auf den vorher niedergeplumpsten Hammer, der in der Nähe des Bades steht. Immer wieder spielt sie das Geräusch in ihrem Kopf ab, das Mjöllnir von sich gegeben hat, als er auf den Boden aufgeschlagen ist. Auch der tiefe Abdruck, den er hinterlassen hat, macht sie neugierig. Ihr Vater hat den Hammer lässig mit einer Hand getragen, warum soll sie ihn auch nicht hochheben können. Sie springt aus dem Wasser und zieht an ihm. Aber außer einem roten Kopf aufgrund der Kraftanstrengung passiert nichts. Also nimmt sie einen festen Stand, umfasst mit beiden Händen den Hammer und zerrt mit aller Kraft an der Waffe. Ohne Erfolg. Außer Puste und verwirrt steigt sie wieder ins Wasser. Ihrer Meinung nach muss da ein Trick dabei sein, ihr Vater entgegnet dem nur, dass sie stärker werden müsse, nur dann könne sie Mjöllnir aufheben. Er teilt ihr auch mit, dass der Glatzkopf ein Sohn Odins ist, der aufgrund einer Wette hier sei. Zwischen Odin und dessen Sohn Thor gibt es einen Wettstreit, wessen Lieblingskind besser sei. Der Russe oder Birta. Achselzuckend nimmt sie dies gelassen hin. Ihr Vater ist die nordische Abrissbirne, wenn sie nach ihm kommt, was soll sie da schon fürchten? Außerdem sagt ihr Vater nicht, dass das Schicksal vorherbestimmt sei? Wenn also der russische Meister Proper eine Abreibung bekommen will, dann nur zu. Auf Birtas Wunsch besorgt Thor etwas zu trinken. Ein sehr leckerer und starker Met. Nach sehr kurzer Zeit ist das auch für die trinkfeste Birta zu viel und ihr wird schwarz vor Augen.

Als sie am nächsten Morgen (eher Mittag) aufwacht kann sie sich an Teile der Nacht nicht erinnern. Sie wird von Rico und Johannes angesprochen was gestern los gewesen sei und sammelt die Reste der Habseligkeiten ein. Als alle in das Haupthaus gerufen werden beurteilt Sojobo die Leistungen aller. Mit allen ist er mehr oder weniger zufrieden, nur über Birta fällt kein einzig gutes Wort. Im Gegenteil. Er tadelt sie wie ein fünfjähriges Mädchen. Sie würde das nicht ernst genug nehmen und nur feiern. Erstaunt hört sie zu und fasst es nicht. Das soll das Training sein? War alles nur ein Test, um zu sehen wie sie sich gibt? Mit einer kleinen und ernstgemeinten Entschuldigung beteuert sie, dass sie sich bessern wird. Voller Ehrgeiz absolviert sie eine Runde des Parcours nach der anderen. Hierbei verzichtet sie im Gegenzug zu den anderen auf allenmöglichen Schnickschnack und versucht nur immer schneller zu werden. Nach dem sie sich ausgepowert hat meldet sich ihre Schriftrolle bei ihr. Ein neuer Text ist erschienen.

Die Zeit bei Sojobo währte nur kurz, denn es galt eine neue Gefahr zu bezwingen'.
Einst vernebelte sie die Sinne der Männer, deren Schiffe daraufhin am Felsen zerschellten. Doch nun droht ihr selbst ein Ungemach. Sie muss geschützt werden, die Herrin des Flusses, sonst fällt das Bollwerk und selbst hundert Burgen werden es nicht verhindern können.

Nach kurzer Besprechung scheint es allen klar zu sein. Irgend etwas ist mit Loreley. Birta sucht Sojobo auf um ihm mitzuteilen, dass sie aufbrechen müssen. Doch er scheint davon nicht überrascht und verabschiedet sich von ihnen. Die Waffen verstauen sie am Flughafen und fliegen nach Deutschland. Am Frankfurter Flughafen gelandet mieten sie sich zwei Vans, besorgen sich die gebunkerten Waffen und machen sich auf den Weg zur Loreley. An der oberen Statue machen die anderen Birta darauf aufmerksam, dass es sich nicht um eine unbelebte Statue handelt, sondern um die Gesuchte selbst. Als sie sich auf das Übernatürliche konzentriert sieht sie das auch, sowie einige Fäden, wobei der dickste roten Faden nach Norden führt. Johannes übersetzt das folgende traurige Gespräch. Loreley sieht kaum noch einen Sinn in ihrem Dasein. Niemand hört ihren Gesang mehr, also lässt sie sich lieber von unhöflichen Touristen beklettern und begrabschen. Grimmig lässt Birta ihre isländischen Freundinnen zurück. Einerseits weiß sie nicht, ob sie den falschen Weg einschlagen und so können die Skjalmö auf Loreley aufpassen, andererseits sollen sie alle unverschämten Touristen davon abhalten Loreley ungebührlich zu behandeln.

Mit ihren beiden Wagen fahren die Götterkinder nach Norden. Bei Köln sehen sie dann große Vögel, die bei genauerem Begutachten eine Mischung aus Raben und Frauen sind. Sie kreisen über einer Hochwasseranomalie. Irgendetwas bewegt sich gegen die Strömung flussaufwärts. Ab und an tauchen die Vogelfrauen ab und pflücken etwas aus dem Wasser. Auf zwei Tretbooten fahren Penny, Rico, Delysia und Birta zu dem Phänomen. Dort führt auch der rote dicke Faden hin. Allem Anschein nach, scheint sich dort eine riesige Schlange zu befinden. Das deckt sich mit dem Traum den Johannes hatte. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass er es in der Zukunft mit einem Abkömmling der Midgardschlange zu tun haben wird. Rico macht Anstalten ins Wasser abzutauchen, aber Birta teilt ihm mit, dass er das nicht alleine tun wird. Schnell schlüpft sie aus ihren Klamotten und taucht in Unterwäsche und dem Schwert auf den Rücken gegürtet hinterher. Doch schon nach einem Meter stellt sie fest, dass das Wasser für sie nichts ist. Sie sieht absolut nichts. Es wird einfach zu viel Sand und Schmutz aufgewirbelt und die Wasserqualität ist auch nicht die beste. Trotzig taucht sie hinab, bis sie auf etwas hartes stößt. Mit ihren Fingern ertastet sie die Umrisse einer Schuppe und stemmt sich voller Wucht dagegen. Und binnen zweier Tage versagt sie beim nächsten Kraftakt. Sie bekommt die Schuppe nicht vom Körper gelöst. Hier haben sie es mit einer wahrhaft gerüsteten Widersacherin zu tun. Als sie auftaucht um nach Luft zu schnappen wird sie von einem Rabenweib für Futter gehalten. Bevor sich die Krallen allzu tief in Birtas Oberkörper bohren können, überzieht sie ihren Körper mit einer silbernen Schutzschicht. Erfolglos pickt das Rabenweib auf die silberne Isländerin ein, die ihrerseits mit bloßen Fäusten auf das Wesen einschlägt. Als das Federvieh Birta loslässt ergreift jene die Klauen. So einfach entkommt ihr das Ding nicht. Mit aller Wucht zieht Birta immer und immer wieder an den Beinen. Die Vogelfrau steuert auf die Spitze einer Hängebrücke zu um Birta abzustreifen, doch dies kommt der Isländerin entgegen. Grimmig umklammert sie mit ihren Beinen Teile der Brücke und schleudert das Ding voller Wucht vor sich zu Boden. Mit der linken Hand hält sie immer noch das Bein der Vogelfrau fest, während sie mit ihrer freien Rechten zum Schwert greift. Zwei bis drei Hiebe später zappelt nichts mehr. Während sich das Vogelvieh auflöst und nur noch eine Klaue auf die fünfzehn Meter tiefe Straße fällt, steckt Birta das Schwert wieder ein und lässt sich zu Boden fallen. Elegant landet sie und verbeugt sich vor den Schaulustigen. Dann schnappt sie sich die Klaue und springt ins Auto des herbeigeeilten Johannes. Danach treffen sie sich mit den anderen am Ufer. Rico teilt allen mit, dass es sich um eine sehr große Schlange handelt, die bestimmt hundert Meter lang ist.

Loreley Teil 2: Wilddruden, Feuerriesin und mehr - Lyras letzte BootsfahrtBearbeiten

Während sich Birta hinten im Mietwagen noch abtrocknet und sich wieder die Kleidung über stülpt, kommt ihr eine Idee. Der Zwerg Brokk ist ja eine "Sagengestalt" aus der nordischen Götterwelt und ein guter Freund ihres Vaters. Wenn also einer Informationen über die Larve der Midgardschlange hat, dann wohl er. Also wird er flugs angerufen. In zwei Telefonaten, Birta fällt alles erst nach und nach ein, erfährt sie verschiedene Dinge. Die Schlange ist wahrscheinlich giftig, wohl aber nur ihr Biss. Das ist etwas, was bei der Größe dieses Mauls aber auch egal ist. Die eingesackte Schuppe will der Meisterschmied haben, dahingehend klingt er sehr aufgeregt. Die Vogelfrauen nennen sich Wilddruden und greifen sich normalerweise nur kleine Kinder. Mit den Krallen bzw. Klauen dieses Geflügels kann er wohl auch etwas anstellen Sie verspricht ihm, dass er jene Dinge erhalten wird. Ferner sei Birtas Zipocnazahn fertig, was auch genau das bedeuten mag. Letztendlich erkundigt er sich noch nach seinem Bruder Sindri. Bei der Feier zur Befreiung der Zwerge und des heldenhaften Todes ihrer Freundin hat sie wohl versprochen nach ihm Ausschau zu halten. Außerdem gibt er ihr den Ratschlag, dass die Loreley selbst, als Herrin über den Rhein, eine sehr große Hilfe dabei sein kann, das Ungetüm zurück zuschlagen.

Die Fahrt ist lange und besonders langweilig. Von Fenna erfährt sie per Telefon, dass bei der Loreley alles in Ordnung und ruhig sei. Immer wieder fordert Birta Johannes auf, dass er doch ein bisschen auf die Tube drücken möge. Schließlich ist er doch Polizist. Für was ist man Polizist, wenn man nicht schnell fahren darf? Das Radioprogramm sagt ihr auch nicht zu. Kurz und knapp gesagt, sie quängelt etwas herum. Johannes teilt auf einmal mit, dass die Loreley in Gefahr sei. Nun wird es Birta aber zu bunt. Die Fahrt wird noch einige Minuten dauern, aber ihre Freundinnen brauchen sie. Und warum hat ihr Rico nichts von der Gefahr mitgeteilt? Ihr Gesichtsausdruck ändert sich von Besorgnis über Ungeduld zu Ärger und wieder zurück. Sie wühlt herum und greift sich schon einmal ihre Waffen. Länger kann und will sie nicht warten. Sie erkundigt sich bei Delysia ob sie ihren Pegasus herbeirufen kann und ob die beiden Frauen nicht schon einmal voraus fliegen wollen. Als sie sich dann ihrem Zielort aus der Luft nähern, Delysia auf ihrem Pegasus und Birta auf Reyki, müssen sie feststellen, dass der Angriff schon in vollem Gange ist. Dutzende von Wilddruden kreisen um die Loreley.

Der erste Blick zeigt, dass es ernst aussieht. Immer und immer wieder stürzen die Vogelfrauen herab und attackieren die Verteidiger. Eine Person wird gerade aus großer Höhe fallen gelassen und zerschmettert am Boden. Die einzigen Anwesenden auf der Aussichtsplattform sind drei Skjalmö. Welche, das ist aus der Entfernung nicht zu erkennen. Wo ist die vierte? Ist sie im Gebäude und beschützt die Besucher? Mit einem zornigen Schrei, ihre Haut überzieht sich wieder mit Silber, reitet sie inmitten der Feinde, stößt wie wild mit dem Speer zu und sorgt für Chaos. Delysia geht kontrollierter, aber nicht weniger effektiv vor. Todbringende Pfeile verlassen ihren Bogen und pflücken Wilddrude nach Wilddrude aus der Luft. Inzwischen kann Birta auch erkennen, welche drei Skjalmö unten die Stellung halten. Es handelt sich um Fenna, Svala und Svanhildur. Wo ist Lyra? Ihr nächster Stoß zwingt eine Vogelfrau zu einer abrupten Ausweichbewegung und Birta bricht durch den Schwarm durch.

In diesem Moment muss sie sehen, dass je zwei Wilddruden Fenna und Svala gepackt haben und in die Luft heben. Diese Taktik ist Birta noch in Erinnerung. Ihre Angreiferin vor ein paar Stunden wollte sie dann auch fallen lassen. Mit aller Kraft stößt sie sich von Reyki ab und springt in die Richtung ihrer Freundinnen. Noch während sie fällt bzw. fliegt, wie auch immer man das bezeichnen mag, holt sie weit aus und wirft den Speer. Eine Wilddrude, die gerade Svala trägt wird getroffen und stürzt ab. Die andere trudelt, von der Gewichtsänderung überrascht gen Boden und aus Birtas Sicht. Dann schlägt Birta auch schon zwischen den beiden Wilddruden, die Fenna tragen, hindurch und beraubt sie ihrer Beute. Während den letzten Metern vor dem Aufprall dreht sich Birta noch schützend vor Fenna, umgreift sie fest und nickt ihr zu. Dann schlägt sie ein, Steinsplitter, Erde und Staub stoben in die Höhe und das Geländer bekommt eine andere Form.

Fenna scheint körperlich unversehrt zu sein. Sie hat ein paar Schrammen, Kratzer, kleinere Wunden, aber nichts schlimmes. Mit knappen Worten greift Birta ihr Breitschwert, reicht es Fenna, schnappt sich eine Metallstange des Geländers und beide setzen sich auf den herbeigeeilten Reyki. Zusammen fliegen sie wieder hoch um die Verteidigung zu stärken. Fenna stellt sich wieder zu Svanhildur, während Birta und Delysia weiterhin gegen die Wilddruden um die Lufthoheit kämpfen. Mit einem lauten Aufheulen fliegt nun auch der Mietwagen durch die Luft und rammt zwei Angreiferinnen. Ein um sich schießender Johannes springt noch während dem Flug heraus und dezimiert sie weiterhin. Als kurz darauf auch noch Rico oben ankommt, drehen die Gegner ab und es ist an der Zeit für eine kurze Übersicht. Aber zuerst verfolgt Birta die Wesen noch und wütet weiterhin unter ihnen.

Svanhildur und Fenna sind angeschlagen aber noch fit. Penny ist irgendwo, aber nicht zu sehen. Johannes, Rico und Delysia geht es gut. Birta erfährt, dass Lyra und Svala unten sind, und dass es nicht gut aussieht. Sofort fliegt sie mit Reyki wieder herunter. An einen Baum gelehnt sieht sie ihre Freundinnen. Überall ist Blut zu sehen. Svala scheint sich ihr Bein gebrochen zu haben und starke Schmerzen zu haben. Jedoch reagiert sie im Gegensatz zu Lyra auf Birtas Ankunft. Lyra hingegen ist beinahe nur noch eine blutige Masse. Anscheinend war sie eines der Fallopfer der Wilddruden. Sie setzt Svala auf Reyki, auf dass sie hoch fliegen soll. Mit schmerzerfülltem Gesicht leistet sie dem Folge. Das herumliegende Breitschwert sammelt sie ein und hebt mit großer Vorsicht ihre reglose Freundin hoch. Mit langen Schritten, dabei jedoch bedacht für keine großen Erschütterungen zu sorgen, steigt sie die Treppe hoch. Bis sie oben ankommt wurde Svalas Bein schon gerichtet und geschient. Aber für Lyra kommt alle Hilfe zu spät. Sowohl Rico als auch die wieder aufgetauchte Penny teilen ihr mit, dass sie gegangen ist. Zähneknirschend legt Birta die Tode auf dem Gras ab.

Während Johannes und Delysia mit der Loreley reden sucht Birta ihren Speer. Da sie den jedoch nicht findet demoliert sie, immer noch wütend und traurig über Lyras Tod, das Geländer weiter und reißt vier Metallstangen heraus. Mit einem kleineren Felsen spitzt sie diese durch stetiges Draufhämmern an. Denn bei der Schlange wird das Breitschwert keine Wirkung zeigen. Aber vielleicht ist es möglich mit den Speeren unter Wasser zuzustoßen. Von Delysia erfährt Birta, dass sich die Loreley nicht einmal sicher ist, ob sie überhaupt helfen will. Zornerfüllt blickt Birta diese an, sagt aber nichts.

Noch sind ein paar Stunden Zeit, bis die Schlange auftaucht. Das ist genau die Zeit, die Birta braucht um sich zurecht zu machen. Zuerst mit Svalas Schminktasche, bis ihr einfällt, dass ihr Gepäck ja noch hier oben ist. Also greift sie sich frische Kleidung, kämmt sich ihr Haar und wechselt ihr Outfit. Dann sorgt sie dafür, dass die Verteidiger nicht verhungern oder verdursten. Sie plündert das Restaurant und kommt mit Essen und Getränken wieder. Während sie gerade am Verteilen ist klingelt ihr Handy. Tokyomodels ist an der Strippe. Aus Reflex will sie sich an Isamu wenden, doch der ist nicht hier. Penny sträubt sich zuerst, nimmt dann aber das Handy entgegen und spricht mit der Agentur. Es scheint so, als hätte Birta heute einen Termin gehabt, den sie leider versäumt hat. Gerissen, wie Penny nun einmal so ist, gibt sie sich als Managerin aus und erfindet fix eine Ausrede. Sie seien in Deutschland bei anderen Interessenten. Ein neuer Termin wird aber vereinbart. Ob das gut gehen wird? Aber so kurz vor dem Ankommen des Midgardschlangensprösslings ist das Birta auch egal. Daraufhin spricht Birta kurz mit Fenna um zu erfahren ob Svala noch kämpfen kann. Da dies nicht der Fall zu sein scheint, soll sie die Anführerin der Skjalmö darum kümmern und ihr das Mitteilen, bzw. ihr das Abbrechen des Kampfes befehlen.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund fliegt Delysia nach Osten und scheint als Späherin zu fungieren. Die Gefahr kommt zwar aus dem Norden aber warum nicht? Da hier alle Menschen weg sind, und Zeit totzuschlagen ist, wandert Birta herum. Sie kontrolliert, dass genug Alkohol für die bevorstehende Siegesfeier und dem Abschiednehmens von Lyra vorhanden ist, schreibt eine Postkarte an ihre Mutter, sammelt ein paar Souvenirs ein schießt ein paar Bilder. Johannes kommt auf die Idee Sprengstoff zu besorgen. Er selbst würde sich mit dem illegalen Besorgen von Sprengstoff nicht auskennen und sucht nun nach Freiwilligen. Also ob sich Birta damit auskennen würde! Er stellt aber schnell klar, dass er selbst dafür sorgen würde, aber Hilfe beim Tragen benötigt. Rico bietet sich an, während Birta ihre frisch lackierten Fingernägel anspricht. Diese will sie nicht sofort ruinieren. Penny schließt sich den beiden Männern an. Delysia bringt Birta ein Stück Sahnetorte und genießt ihrerseits eins. Brummelnd, sich der Konsequenzen und zusätzlichem Fettverbrennungstraining bewusst, kann Birta aber trotz allem Meckern nicht an sich halten und isst ihr Stück bis auf den letzten Krümel auf.

Hin und wieder telefoniert Delysia mit Johannes und teilt Birta nebenher mit, dass das Feuerwesen, wohl ein Riese, gleich da sei. Welcher Feuerriese? Wieso erfährt das Birta nicht? Flink rennt sie in das Besucherzentrum rein, feuchtet sich die Haare aufs neue an, wickelt sich nasse Tücher um den Kopf und schnappt sich die Feuerlöscher, vier an der Zahl. Kurze Zeit später taucht das Wesen auch schon auf. Sie, es handelt sich hierbei um eine Riesin, ist fünf Meter groß, hübsch anzusehen, wenn man auf übergroße Frauen steht, trägt eine Rüstung und Helm sowie eine riesige Axt. Noch während Birta etwas sagen will positionieren sich ihre Skjalmö schützend vor ihr, sogar die humpelnde Svala. Mit sicherer Stimme teilt die Riesin mit, dass sie die Anwesenden ohne Schaden ziehen lässt, sie sei nur hier um die Loreley zu beseitigen. Birta stellt sich nun ihrerseits vor ihre Freundinnen und baut sich nun ihrerseits selbstsicher auf. Sie fragt wer da überhaupt vor ihr stehe. Die Riesin nennt ihren Namen: Dagmar, Tochter von Surtr. Der Name klingelt in Birtas Kopf. Surtr, das war irgendein hoher Riese in Muspelheim. Aber wer ganau ist er? Leise tuschelt sie mit Delysia und diskutiert. Dagmar hingegen warnt die Anwesenden ein letztes Mal. Somit ist es an Birta sich selbst vorzustellen. Als Dagmar erfährt, dass eine Tochter von Thor vor ihr steht, nimmt sie ihr vorheriges Angebot zurück und greift ihre Axt. Eine Aura aus Feuer flammt um sie herum auf.

Doch Birta ist vorbereitet: Schnell sprintet sie ein paar Schritte nach vorne und entleert den Inhalt des Feuerlöschers auf der verdutzten Riesin. Delysia schnappt sich schon den nächsten und wirft ihn Birta zu. Unglauben wird durch Wut ersetzt und Dagmar attackiert mit ihrer Zweihandaxt die unverschämte Thortochter. Jene wird zuerst in die Defensive gedrängt, und weicht den gewaltigen Schlägen, oftmals in letzter Sekunde aus. Ihre Haut ist wieder von der feinen silbernen Schutzschicht überzogen. Mit dem gezogenen Breitschwert gibt sie den schon kämpfenden Skjalmö Anweisungen. Von allen Seiten schlagen die nordischen Frauen auf ihre übergroße Widersacherin ein. Delysia passt den Augenblick immer genau ab, damit ihre Pfeil auf eine abgelenkte und beschäftigte Dagmar trifft. Doch sie ist zu gut gepanzert. Klingen und Pfeile prallen wirkungslos von der Riesin ab. Doch auch diese scheint Probleme mit Birta zu haben. Sie bewegt sich einfach zu flink und die wenigen Treffer, die sie Einstecken muss sind zumeist harmlos. Birtas Kleidung weist zwar Schnitte und Spuren der Hitze auf, aber ihre Silberhaut bleibt unversehrt. Dann trifft ein kräftiger Hieb die Isländerin und schleudert sie zurück. Mit schmerzerfülltem Gesicht bremst sie nach einem Schritt Zeit in der Luft ab und landet auf den Beinen. Die kurze Lücke in ihrer Verteidigung hätte ihr Ende bedeuteten können. Doch Birta hat Glück: Als sich Dagmar zum vernichtenden Schlag bereit macht ist es Delysias Pfeil, der die Riesin dermaßen überrascht, dass ihr ihre Axt aus der Hand gleitet. Nun sieht Birta ihre Chance und greift mit einem Ausfallschritt an. Aber auch ihre Waffe gleitet ihr aus ihren schweißnassen Händen. Beide Kontrahentinnen ergreifen wieder ihre Waffen, Dagmar die Skeggox, Birta ein Sax.

Der Riesin wird es aber langsam zu bunt. Mit großen Schritten nähert sie sich der andauernd feuernden Delysia. Birta springt ab und krallt sich mit ihrer linken Hand am Haar der Riesin fest, entschlossen ihr mit dem Sax den Garaus zu machen. Aber sie hat die Rechnung nicht mit Dagmar gemacht. Diese lässt ihre Axt fallen und greift nach Birta, zerrt sie von ihrem Rücken und drückt zu. Bevor sie jedoch ihre knochensplitternde Kraft einsetzen kann schafft es Birta sich heraus zu winden. Dumpf hört sie einen Knall, ihre Ohren klingeln etwas, doch Dagmar scheint davon mehr betroffen zu sein. Was auch immer das war, es scheint wahrscheinlich etwas mit den zurückgekehrten Johannes und Rico zu tun zu haben. Birta zögert nicht lange und greift nach der Axt um der Riesin jeden einzelnen Schlag heimzuzahlen. Diese schlägt wiederum wild um sich und trifft die angeschlagene Svala, die daraufhin durch die Luft fliegt, hart aufkommt und liegen bleibt. Die Axt ist jedoch recht unhandlich so, dass die Riesin ihrerseits Birta greifen kann, bevor sie diese effektiv einsetzen kann. Feuer flammt um Dagmar herum auf und ihre Arme drücken mit übermenschlicher Kraft Birtas Körper zusammen. Schmerzen rauben ihr fast den Atem, die Hitze lässt sie beinahe das Bewusstsein verlieren. Zwei Gedanken beherrschen Birta: Aushalten! Rauszwängen! Dann ist sie frei. Benommen greift sie die Axt und sieht durch Lichtflecken vor ihren Augen, dass die Riesin schwankt. Johannes trifft die Riesin im Auge, welches zu Bluten anfängt. Voller Schmerzen brüllt Dagmar. Mit aller Kraft springt Rico die taumelnde Riesin an, welche daraufhin hin ihr ohnehin kaum vorhandenes Gleichgewicht verliert und zu Boden fällt. Mit letzter Kraft lässt Birta das Axtblatt auf die Riesin niederfahren. Mühsam versucht sie die Axt wieder aus der Riesin zu ziehen, die sich aber auch schon in feine Asche auflöst. Sie ist besiegt.

Die übergroße Axt als Gehhilfe benutzend, bewegt sich Birta zu Svala. Der Anblick ist wenig ermutigend. Die Skjalmö hat das Bewusstsein schon verloren und zudem ist ihr Oberkörper eingedrückt. Doch schon ist Rico an ihrer Seite und schneidet mit einem Taschenmesser ihren Brustkorb auf. Mit beinahe steinzeitlichen Methoden arbeitet er, unter Zuhilfenahme des Lindwurmsuds an einer sehr improvisierten Notoperation. Der Anblick lässt Birta ihren Salat von sich geben. Taschenmesser, Hand, Panzertape, das sind keine sterilen Operationsbestecke und -werkzeuge. Bleich torkelt Birta in das Touristengebäude und schiebt einen Getränkewagen mit allerlei Auswahl heraus. Schon auf dem Weg nimmt sie den einen oder anderen Schnaps zu sich. Rico und sein Assistent Johannes sind mit ihrem chirurgischen Eingriff so gut wie fertig. Auch diese greifen zum Alkohol, aber weniger zum Selbstgebrauch. Das ist Birta auch einerlei. Müde und unter Schmerzen nimmt sie große Schlücke zu sich. Fenna trinkt nichts, im Gegenteil, sie spricht Birta harsch an, was nun zu tun sei. Kraftlos bittet Birta um ein paar Minuten.

Als sie sich schließlich an die Loreley wenden will, erzählt ihr Delysia, dass sich jene nicht mehr oben befindet, sondern unten nachdenken will. Nachdenken? Eine Freundin ist vor kurzem gestorben. Eine andere ist an der Schwelle des Todes und sie will nachdenken? Mit Zorn im Bauch und Trauer in den Augen lässt sie sich von Reyki runter fliegen. Delysia begleitet sie als Übersetzerin. Viel versteht Birta nicht, und das was ihr übersetzt wird lässt ihre Stimmung weiter sinken. Der Wassernixe scheint es egal zu sein, wenn andere für sie sterben. War der Kampf und die Opfer umsonst? Ist Lyra sinnlos gestorben? Wie betäubt verlässt Birta die Statue und geht zu Svala. Diese wurde inzwischen in den Keller des Restaurants gebracht mit Penny als Krankenschwester. Langsam nimmt Birta wieder ihre Umwelt wahr und wird sich ihrer Kleiderfetzen am Körper gewahr. Da ihr Schamgefühl es ihr verbietet halbnackt bis schlimmer herum zu rennen, geht sie zu ihren Klamotten und zieht sich einen weiten Trainingsanzug an. Auf Schuhe verzichtet sie. Halbherzig wischt sie sich noch den Ruß und Schmutz aus dem Gesicht. Dann kehrt sie zu Svala zurück. Penny hat ihrerseits einen Auslöser für Sprengstoff in der Hand, was sie etwas aus der Fassung bringt.

Irgendwann, Birta hat jegliches Zeitgefühl verloren, taucht Delysia auf und teilt alles mit, dass es soweit sei. Achselzuckend folgt Birta den beiden Frauen nach draußen. Fenna und Svanhildur befinden sich unten bei der Statue. Delysia steigt wieder auf ihren Pegasus und beginnt zu kreisen. Johannes hat sich auch in Stellung gebracht, Pistole und Schwert in den Händen. Von Rico ist nichts zu sehen. Resigniert lässt sich Birta von Reyki zu ihren Freundinnen bringen, die Axt sowohl als Krücke als auch als Waffe für den bevorstehenden Kampf dabei. Die Welle nähert sich unaufhörlich der Loreley. Die Wilddruden kreisen kreischend über ihr. Grimmig teilt Birta Reyki mit, dass er sich aus dem Kampf herauszuhalten hat. Er soll Verletzte raus fliegen. Dann stellt sie sich zwischen ihre Freundinnen. Zumindest wird sie nicht allein sein.

Ihre Freundinnen können ihr nichts von einer etwaigen Taktik mitteilen. Also heißt es warten und alles zu attackieren, was sich der Statue nähern mag. Dann springt Rico aus dem Wasser. Kurz darauf erfolgen Erschütterungen unter Wasser. Handelt es sich hierbei um die Explosion oder um die Schlange? Anscheinend ersteres, den der Körper der Schlange bäumt sich über der Wasseroberfläche auf. Zum ersten Mal sieht Birta das Monster. Es erscheint riesig. Zweifelnd schaut sie auf ihre, zwar übergroße aber im Vergleich, bemitleidigungswürdig klein ausfallende Axt. Sie strafft ihren Oberkörper und bereitet sich auf das Unausweichliche vor. Dann erfüllt ein Tosen ihre Ohren. Aber hier gibt es keinen Wasserfall. Eine riesige Flutwelle aus Süden kommend rauscht um den Felsen herum. Die schäumende Krone befindet sich auf Höhe des obersten Felsen und dennoch bleibt das Wasser im Flussbett, und überflutet nicht die parallel verlaufende Straße. Beinahe erwartet Birta schon, dass sich Pferde in den Wellen manifestieren, eine Wiederholung der Bilder aus dem Film "Herr der Ringe". Mit unglaublicher Wucht schlägt das Wasser auf die Schlange ein und drängt diese sogar tatsächlich zurück. Als sich das Wasser wieder normalisiert ist von ihr nichts mehr zu sehen.

Müde spaziert sie mit ihren beiden Freundinnen und Reyki, der wieder seine kleine Gestalt angenommen hat, die Treppen hinauf. Jede Bewegung schmerzt, eigentlich will sie nur noch schlafen bis aller Schmerz vorbei ist. Aber sie muss nach ihrer Freundin Svala schauen. Außerdem gilt es Lyra zu verabschieden. Schwach dringt eine Stimme zu ihr durch. Sie meint es sei Delysia, oder ist es Johannes? Nein es ist Rico, oder? Keine Ahnung. Irgendjemand zumindest sagt ihr, dass die Loreley gerne dazu beitragen würde Lyra nach den alten Sitten zu verabschieden. Da Birta hier keine Ahnung hat, was das zu bedeuteten hat, spricht sie Fenna daraufhin an. Diese weiß zum Glück Bescheid, also wird Lyra auf ein kleines Boot gelegt, dieses angezündet und auf den Fluss geschoben. Aber dies geht, obwohl es brennt, nicht unter. Langsam und stetig treibt es gen Norden. Mit einem dankbaren Blick schaut sie zur Loreley, für mehr fehlt ihr die Kraft. Aber ihre Stimmung hat sich gehoben. Zu dritt stoßen sie bei Svala auf Lyra an, erzählen von ihr und fügen nach einiger Zeit auch Lilja in ihren Trinksprüchen und Erzählungen ein. Schließlich kommt ein Krankenwagen vorbei, der Svala abholt und ins Mainzer Universitätsklinikum fährt. Da es Birta jedoch verwehrt wird mitzufahren, nehmen Johannes, Penny, Delysia, Fenna und Svanhildur den Leihwagen, während Birta und Rico den Zug nehmen. Das hierfür notwendige Kleingeld entnimmt Birta kurzerhand aus der Kasse des Restaurants.

Todmüde kommt sie in Mainz an. Da es sich um den 11. November handelt befinden sich allerlei angetrunkene Personen auf den Straßen. Dies kann Birta beim besten Willen nicht gebrauchen. Schnurstracks geht sie auf ihr Hotelzimmer. Da das Einschlafen ihr bei ihren Schmerzen schwer fällt, zieht sie sich kurzerhand wieder an, geht zur Rezeption und erkundigt sich nach einer Apotheke die heute Nacht offen hat. Dort erwirbt sie alles mögliche was es an nicht verschreibungspflichtigen Schmerzmittel zu finden gibt. Im Hotel wirft sie sich davon einiges, für einen normalen Menschen zu viel, ein. Da dies jedoch nicht wirklich wirkt ist es schließlich die Erschöpfung, die sie zum Schlafen bringt.

Am nächsten Morgen, eigentlich viel zu spät für ihren normalen Tagesablauf, wird sie vom Zimmerservice geweckt. Ein kleines Frühstück mit Blumen wird ins Zimmer geschoben. Das ist mal ein aufmerksamer Zimmerservice! Doch das Essen ist ihr heute zu wenig. Kurzerhand betritt sich noch den Frühstückraum und greift richtig zu. Vergessen ist alle Zurückhaltung. Eier und Speck, das muss heute her! Viel Butter auf die Brötchen. Die Konfitüre würde sie am liebsten pur naschen. Rico gesellt sich zu ihr und teilt ihr mit, in welchem Krankenhaus sich Svala befindet. Während dem Gespräch zwischen den beiden, in dem Birta etwas mehr über Ricos Vergangenheit in Mittelamerika erfährt, gesellt sich eine übermüdete Penny dazu. Sie scheint die Nacht durch gefeiert zu haben und Alkohol und eventuell mehr zu sich genommen zu haben. Als sie dann aber am Tisch einschläft bringen Rico und Birta sie auf ihr Zimmer. Birta entkleidet die Tätowiererin noch fix und deckt sie zu. Es geht zum Krankenhaus, natürlich nicht ohne Fenna und Svanhildur. Dort erfährt sie, von einem ungläubigen Arzt, dass Svala wohl durchkommen wird. Sie sei eine Kämpferin, auch wenn er es nicht für möglich gehalten habe, dass solch ein Flickwerk möglich sei.

Delysia begleitet Johannes nach München. Was die beiden dort machen entschließt sich Birtas Kenntnissen. Vielleicht besucht er das Grab seiner Verlobten? Birtas Tagesablauf wird von Langeweile beherrscht. Kurze Krankenhausbesuche und faules Herumliegen um zu genesen sind nicht das, was sie sich wünscht. Die beiden Schuppen der Schlange und unzählige Wilddrudenkrallen werden per Post an Brokk geschickt. Schließlich wollte er sie ja haben. Zumindest Rico ist noch da, der ein angenehmer Gesprächspartner ist. Und was er alles erlebt hat, kein Wunder, dass er so alt aussieht. Von Delysia kommt ein Anruf, der besagt, dass sich wohl der griechische Gott des Weines Dionysos in München aufhält. Penny hat sofort die fixe Idee nach München zu fahren, lässt es dann aber sein, da es sich für einen Tag nicht rentieren würde. Denn schon morgen würden Johannes und Delysia zurückfahren.

Diesen einen Tag nimmt Birta als Gelegenheit um einen kurzen Abstecher nach Island zu machen. In ihrer Wohnung räumt sie kurz den Kühlschrank, desinfiziert ihn und hängt die riesige Axt als Trophäe an ihre Wand. Sie kann es sich nicht verkneifen ihre Eltern zu besuchen. Auch wenn es nur für kurz ist, sie fühlt sie wieder wie zu Hause. Liebevoll und besorgt, sie solle ja nicht zu viel Haut bei den Modelarbeiten zeigen, behandelt ihre Mutter sie wieder wie ihre kleine Tochter. Leider kann sie dort nicht lange verschnaufen. Denn schon am nächsten Tag fliegt sie wieder zurück nach Deutschland und von dort aus weiter nach Japan. Svala, die noch bettlägrig ist, kann erst in ein paar Wochen nachkommen.

Tokyo Teil 3: Goddess Bearbeiten

Wieder in Asien angekommen, machen sich die fünf Frauen und Rico wieder auf den Weg ins Kloster. Johannes ist in München geblieben, da er dort noch etwas zu regeln habe. Die Fahrt ist dank unzureichender Barmitttel unbequem und lange. Fenna und Svanhildur mieten sich wieder unten in einer Ferienwohnung ein, während der Rest den malerischen Aufstieg in Angriff nimmt. Der Übergang ist die mystische Welt ist diesesmal sogar für Birta sichtbar. Eben spaziert sie noch inmitten anderer Touristen als plötzlich nur noch ihre Gruppe zu sehen ist.

Oben angekommen gibt es einige Überraschungen für sie. Yukiko führt wieder das japanische Kaiserschwert und gib Birta das geliehene Breitschwert zurück, stilecht verpackt in Hunderten rosa Blütenblättern. Isamu, der das Training nicht wirklich verkraftet hat, wurde in ein noch ruhigeres Kloster abgeschoben um sich wieder zu erholen. Noch ruhiger? Als ob das möglich wäre. Bei der gemeinsamen Meldung verkündet Sojobo, dass er demnächst für ein paar Tage weg müsse. Er selbst hat aber auch nichts daran auszusetzen, dass die Truppe morgen für ein paar Tage nach Tokyo reisen wird.

Das Training wird engagiert durchgeführt. Ohne Kopfhörer, Birta geht vor Langeweile beinahe ein, rennt sie doch stundenlang den Fitnesspfad entlang. Sie kennt jede Kurve, jeden Anstieg und jede Biegung inzwischen mit dem Vornamen, weiß über deren Lieblingsfarbe und sonstiges Bescheid. Aber lieber das als noch einmal wie ein kleines Kind getadelt zu werden. Als es dunkel wird genießt sie mit den anderen Frauen die heiße Quelle.

Der folgende Morgen ist schön. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, ... und es ist immer noch stinklangweilig. Bei einer kurzen Kontrolle stellt sie fest, dass anscheinend immer noch nicht alle Esssünden der letzten Tage von ihrem Körper verschwunden sind. Der Morgen wirkt gleich weniger schön. Aber nun geht es wieder zurück nach Tokyo. Schließlich muss man sich wieder einleben, bevor es mit ihrer frischen Managerin Penny zu Tokyo Models geht. Sie checken nach einiger Diskussion wieder im Hotel ein, in dem sie schon einmal residiert haben. Yukiko will hierbei die Kosten, die auf Isamus Namen aufgelaufen sind, bezahlen. Das beinhaltet zu Birtas Erstaunen sogar die Schulden bei der Yakuza. Ob das alles eine Folge der Abmachung ist, damit sie das Schwert bekommen hat? Sie erzählt zwar ein Märchen davon, dass dies eher zwischen Amaterasu und Susano-o geregelt wurde, aber wer weiß.

Delysia läd Birta zum Shoppen ein. Schließlich braucht sie dringend neue Kleidung. Der Anlass ist hier weniger der Besuch bei der Modelagentur, nein, dank kreativer Manipulation und Gerüchtestreuens von seiten Yukikos hat Birta eine Einladung für ein Konzert eines japanischen Pop-Sternchens bekommen. Der Name sagt ihr zwar nichts, aber umsonst auf ein Konzert gehen und feiern, und das auch noch in einem separat abgesperrten VIP-Bereich klingt doch nicht schlecht. Von Yukiko instruiert, sie scheint wohl eine recht erfolgreiche Paparazzi zu sein, mit Delysia als Dolmetscherin, führt sie ein kleines Blitz-Treffen mit der Sängerin durch, was kurz darauf auch schon im Internet zu finden ist.

Mittels geräumiger Limousine geht es dann abends zum Konzert. Penny und Fenna drücken sich mit teils fadenscheinigen Gründen. Aber da alles dazu beitragen soll, dass Birta einen höheren Marktwert für die angehende Vertragsverhandlung hat, macht sie gute Mine zum bösen Spiel. Nunja, ganz unangenehm ist es ihr nicht. Sie hat ihren persönlichen Bodyguard (Rico), eine PR-Beauftrage (Yukiko), eine Dolmetscherin (Delysia) um mit ihrer Freundin Svanhildur ein bischen feiern zu gehen. Und dann erst der Moment auf dem roten Teppich. All die jubelnden Japaner, die Kameras und Blitzlichter. Da bekommt Birta ein Kribbeln im Bauch und genießt das Bad in der Menge. Sie genießt das Konzert, so gut es geht, schließlich ist es überhaupt nicht ihr Musikgeschmack, als sich die Schriftrolle wieder meldet.

Die Rettung der Herrin des Flusses gelang, doch schon kam neues Ungemach auf die sechs Kinder zu. Der Sohn der Sonne wird durch die Tochter des Tsunami ersetzt werden, doch wird sie dabei helfen können allen Schlangen die Häupter abzuschlagen die nach ihnen schnappen? TAUMATAWHAKATANGIHANGAKOAUAUOTAMATEATURIPUKAKAPIKIMAUNGAHORONUKUPOKAIWHENUAKIT ANATAHU

Sehr lustig! Ist die Rolle kaputt? Der Anfang ist recht klar. Es wird auf die Loreley und den Austausch zwischen Isamu und Yukiko angespielt. Aber welchen Schlangen müssen die Häupter abgeschlagen werden? Und was ist das komische Kauderwelsch?

Nach dem Konzert wird noch in einer der besten Adressen von Tokyo gefeiert. Und auch hier ist alles seltsam. Auf der gegenüberliegenden Straßenzeit zeigt eine Reklametafel Birta als sie aus der Limousine aussteigt. Wie ist das denn geschehen? Und sogar die Getränke gehen aufs Haus. Es muss glaube nicht extra erwähnt werden, dass Magnum-Flaschen Champagner recht kostspielig sind. Aber da sie diesen Abend nichts kosten...

Yukiko und Delysia erweisen sich als erfrischend angenehme Gesprächspartnerinnen. Die erste scheint jeden Klatsch zu kennen und letztere einige Promis persönlich. So hat Birta endlich wieder die Möglichkeit über die wichtigen Dinge zu sprechen: Mode, Prominente und vieles mehr.

Gutgelaunt erscheinen Birta nebst personellem Anhang, oder nennt sich das aufgrund der Labelgründung Goddess Ink anders, bei Tokyomodels. Die Goddess-Managerin Penny hat in letzter Sekunde die Verträge wieder abgeändert. Bei Vertragsunterschrift würden Birta 20.000 $ zustehen. Goddess hat zudem auch Vermarktungs- und Vermittlungsrechte, insbesondere im nichtasiatischen Raum. Zu Birtas großer Überraschung bietet die findige Amerikanerin noch zusätzlich Yukiko und Delysia als Models an. Ein Angebot, dass sich Tokyo Models nicht entgehen lässt. Diese haben nun drei wunderschöne Frauen unter Vertrag, die zudem noch komplett unterschiedliche Typen sind: Yukiko mit ihren knapp 1,60 Metern, einem klassisch japanischen Aussehen (wenngleich auch sehr modernem Geist), Delysia mit ihren etwa 1,70 Metern und in Japan aufgrund ihrer Mischung wohl eher als exotisch geltend (wenngleich Birta da selbst wenig Unterschied erkennt) und Birta, die mit ihrer Größe von über 1,80 Metern ihren blonden Haaren und blauen Augen eh aus der Masse heraussticht. Der einzige Wehrmutstropfen, zumindest aus Birtas Sichtweise, ist, dass Yukiko für die meisten Laufstege wohl zu klein ist.

Nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung, auch wenn Birta nichts verstanden hat, ist eben jener nach Feiern zumute. Aber die anderen sind nicht so sehr davon begeistert. Also wird ein bisschen in der Suite gefeiert. Es stellt sich heraus, dass Birta nun zu 20% an der Firma Goddess beteiligt ist. Sie trägt zwar außer mit ihrem Lächeln und Aussehen nichts dazu bei, aber wenn Penny das so möchte... An Birta wird es nicht scheitern, schließlich sind ihre Ersparnisse und Notgroschen so gut wie aufgebraucht. Eigentlich wären es weniger gewesen, aber Rico möchte offiziell nicht auftauchen. Wohl wegen der Tatsache, dass das FBI und diverse Titanbrutwesen ihn noch suchen. Was mit Johannes ist, ist noch unklar. Penny könnte ihn sich als Chef der Sicherheitsabteilung vorstellen. Na mal sehen. Nachts steigen dann alle in Flieger. Penny fliegt mit der zu ihrem Schutz abgestellten Fenna nach Amerika, um die Geschäfte in Gang zu bringen. Der Rest fliegt über Umwege nach...

Neuseeland Teil 1: Taumatawhaka... Rutsch mir doch auf deinen Knien den Berg runter Bearbeiten

... Neuseeland. Wieso dorthin? Nun, es hat sich herausgestellt, dass die Schriftrolle doch nicht beschädigt ist. Denn dieses Zungenbrecherwort beschreibt einen Ort. Google und ähnliche Suchmaschinen sind die besten Freunde: "Der Felsgipfel, wo der Mann mit dem dicken Knie namens *Tamatea*, der die Berge hinunterrutschte, wieder hinaufkletterte und sie verschlang, bekannt als der Landfresser, der seiner Geliebten auf der Flöte vorspielte"

Dass diese Übersetzung bzw. Bedeutung nicht sofort klar war ist glaube ich verständlich. In Auckland angekommen greifen sich alle ihr Gepäck, und per Mietwagen bewegen sie sich zu ihrem Ziel. Sie erfahren unweit vom Hügel, dass ein Maori namens Scott der Besitzer des Hügels ist, da er sich auf dessen Land befindet. Da er daraus eine Art Touristenattraktion gemacht hat wird jener aufgesucht und gebeten die Geschichte über ihn zu erzählen. Sie spiegelt den Namen wieder. Birta schreibt eine Postkarte an ihre Eltern, kauft für sie zwei T-Shirts und auch für sich eins. Der Mann hat Geschmack. Er hat auch rosa T-Shirts vorrätig. Wunderbar. Sofort schlüpft sie in ihres rein.

Da ihnen ausdrücklich abgeraten wird nachts zum Hügel zu gehen wird natürlich genau das Gegenteil getan. Jener weist in Birtas besonderem Sichtspektrum auf, dass hier etwas ungewöhnliches ist. Der ganze Hügel ist sehr besonders. In der Dunkelheit klettern sie den Hügel hinauf und machen sich es auf der Kuppe gemütlich. Auf dem höchsten Punkt befindet sich ein hohler Baum, der eine leise Melodie von sich gibt. Da Birta Fenna ausdrücklich versprechen musste wissentlich keine Dummheit anzustellen bleibt sie brav und wartet ab. Rico hingegen, der sich nicht eine Standpauke anhören muss, macht genau jenes was Birta in den Fingern juckt. Er hebt die Öffnung zu. Der Druck wird immer stärker bis der Hügel aufbricht. Es kommen ein Mund, eine Nase und zwei riesige Augen zum Vorschein. Der Riese Tamatea ist wohl doch keine reine Sagengestalt.

Im Gegensatz zu den Riesen, die Birta bisher kennengelernt hat, ist er aber eher einer von der sanftmütigen Sorte. Er liegt tagein tagaus nur herum und spielt auf seiner Nasenflöte in der Hoffnung dass seine Geliebte wieder zu ihm zurückkehrt. Damit er nicht aufsteht und sie suchen geht, und dabei halb Neuseeland, ganz zu schweigen vom Rest der Welt vernichtet, wird schnell beschlossen, ihm die Suche abzunehmen. Also wird er gebeten sie zu beschreiben. Seine Fähigkeit darin ist aber nicht sehr groß, was vielleicht daran liegen mag, dass sie viel kleiner als er ist. Aber bei dem von ihm genannten Namen klingelt es: Euterpe.

Hin und wieder zeichnet es sich auf in der Schule aufzupassen. Euterpe ist eine der Muse und eine Tochter von Zeus. Aber wo findet man sie? Der nächste Tipp hilft hier weiter. Tamatea erinnert sich daran, dass sie zu einer schuhähnlichen Halbinsel gegangen sein soll, weil sie da ihrer Schwester helfen wollte. Also geht es nach Italien. Das ist zwar immer noch groß, aber immerhin schon etwas eingegrenzt. Falls sie sich dort noch aufhalten sollten. Und wieder machen sie sich auf den Weg zum Flughafen. Fenna wird erklärt, dass Ricos Blödsinn halb so wild war und die Vielflieger machen sich auf den Weg nach...

Salida Teil 1: Auftragsmörder, Fenriswölfe und der Kräuterzwerg Bearbeiten

Während dem Flug erfährt Birta noch Neuigkeiten über Island. Der Surtshellir ist ausgebrochen. Eigentlich war jene Vulkanhöhle schon lange nicht mehr aktiv, aber anscheinend hat der Namensgeber wohl von dem Tod einer seiner Töchter erfahren. Flüssige Lava ist auf dem Weg nach Reykjavik. Zum Glück wohnen Birtas Eltern abseits, aber vielleicht hält der Lavastrom sowieso vor der Stadt an oder fließt an anderer Stelle ins Meer.

Noch während Birta mit ihrer Mutter telefoniert macht sich Delysia bemerkbar. Irgendwie haben sie und Johannes erfahren, dass ein toter Mensch in den Rocky Mountains gefunden wurden. Angeblich wurde ihm ein Unterarm abgebissen. Laut Meldungen von einem Bären, aber wahrscheinlicher ist es, dass es sich hier bei dem Tier um einen Fenriswolf gehandelt hat und der Tote ein Sohn eines Asengottes war.

Eigentlich interessiert das Birta aber nicht die Bohne. Sie befindet sich in Mailand und möchte dort shoppen gehen. Schließlich hat sie gerade vor kurzem einen großzügigen Scheck bekommen. Was man sich da schönes an Schuhen und Kleidern kaufen kann. Zudem scheint dies nicht Birtas Aufgabe zu sein, denn die Schriftrolle bleibt ruhig. Aber unser europäischer Polizist ist Feuer und Flamme. Großmäulig verkündet er, dass er hinfliegen wird, notfalls auch alleine. Als hätte er von dem Zusammenstoß nahe München nicht schon seine Lektion gelernt. Birta juckt es ihm das unter die Nase zu reiben, kann sich aber gerade noch so zurückhalten.

Grummelnd ruft sie bei Fenna an. Sie teilt ihr mit, dass sie nach Denver fliegen um dann nach dem Leichnam und dem Mörder Ausschau zu halten. Am Telefon wird sie dann Zeugin, wie es zu einem kurzen Kampf kommt. Der Telefonhörer wird wieder aufgenommen und der Angreifer atmet ins Telefon. Aufgebracht schreit Birta Beleidigungen. Am anderen Ende der Leitung befindet sich nicht mehr ihre Freundin sondern ein Mann mit russischen Akzent. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um den Lieblingssohn Odins handelt. Jener, der genau wie Birta Teil einer Wette zwischen ihren Vätern ist. Tomislav, so lautet der Name, auch wenn Birta ihn eher mit Mr. Clean beschimpft, ist es müde ihr hinterherzureisen. Die beiden Frauen sind ihm egal, er will allem Anschein nur erreichen, dass Birta sich mit ihm trifft. Das kann er haben. Sie klärt mit den andern zwei, Yukiko und Rico sind nach Japan zurückgeflogen, ab, wo sie hinfliegen und meldet sich beim russischen Auftragsmörder. Er soll sie in Salida treffen. Es muss wohl nicht besonders erwähnt werden, dass der Flug alles andere als angenehm verlaufen ist. Weder für die völlig aufgebrachte Birta noch für alle anderen, die sich in ihrer Nähe aufgehalten haben.

Mit einem Leihwagen fahren die drei Götterkinder, Svanhildur und Reyki durch das winterliche Denver. Bei einem Fast-Food-Restaurant besorgt Delysia einen Eimer Geflügelsnacks und komisch gesundes Essen. Mit ersterem will sie Birta mästen, was diese aber nicht zulässt. Stattdessen freut sich Svanhildur über die Mahlzeit. Das andere Essen ist für ihren nächsten Bekannten gedacht. Wer das wohl sein mag?

Vor einem Sportgeschäft halten sie an. Dort soll es laut Delysia Waffen geben. Skeptisch schaut sich Birta die schmutzigen, fast undurchsichtigen Fensterscheiben an. Im Geschäft sieht es sogar noch schlimmer aus. Das Sortiment stammt aus einer Zeit, in der Birta laufen gelernt hat, Staub belagert den kompletten Verkaufsraum und ein einzelner Kunde wird vom Verkäufer gerade abgewimmelt. Sobald der Kunde den Laden verlassen hat, schließt der dickliche Inhaber die Tür ab und hängt das Closed-Schild hin. Herzlich begrüßt er Delysia während sich Birta noch vergeblich nach Waffen umschaut. Wie sich dieser schmierige Laden halten kann ist ihr ein Rätsel. Wenig erfreut schaut sich Jake das mitgebrachte Essen an. Dabei benötigt gerade er eine Ernährungsumstellung. Dass die Amerikaner aber auch alle fettleibig sind.

Sie betrachtet gerade das Skisortiment als sie eine Beleidigung nach der anderen vernimmt. Ein Papagei gibt sein Sortiment an Schimpfwörtern von sich. Netterweise sind diese anscheinend auch noch an Birta gerichtet. Wütend stapft sie auf diesen zu und verlangt eine Entschuldigung. Jake versucht zwar noch die Situation zu entschärfen, aber da der Vogel einfach nicht still wird, greift sich Birta diesen und wirft ihn Richtung Wand. Hier sind aber wieder zwei Sonderheiten zu erwähnen. Einerseits scheint der Vogel metallenes Gefieder zu haben, dabei sieht er gar nicht nach einem Spielzeug aus und ferner fängt sich der Vogel noch in der Luft ab und kann so einen Zusammenstoß mit der Wand vermeiden. Dieser doofe Vogel namens Parabellum ist wohl nicht kleinzukriegen und kommentiert dies alles mit weiteren Kraftausdrücken.

Die fünf steigen hinab und stehen vor einer schweren Sicherheitstür. Nach Eingabe eines recht langen Codes öffnet der dicke Inhaber die Tür und führt die anderen in sein richtiges Lager (OOC: Hier nutzt Johannes die Enge des Ganges aus und markiert heimlich alle Anwesenden mit seiner Guardian-Fähigkeit). Die oberen Räume sind alles nur Tarnung. Hier unten befindet sich ein wahres Waffenlager. Manch ein Militärlager würde neidisch werden. Während sich Johannes sofort in ein Gespräch über technische Details mit dem Waffenhändler vertieft, schnappt sich Birta ihre große Freundin und stöbert herum. Schnell wird sie fündig. Schwerter, ein zusammenschraubbarer Speer, Kettenrüstungen für Svanhildur und Fenna, das Sortiment ist großartig. Auf dem Schießstand testet sie noch schnell die Flugeigenschaft des Speeres und schraubt ihn wieder zufrieden auseinander. Die Rechnung wird auf Delysia geschrieben. Welche Steuertricks da wieder zugange sind will sie lieber nicht wissen.

In einem Gespräch zwischen Birta und Jake wird schnell klar, dass er sie nicht wirklich ausstehen kann. Nun, sie will schließlich auch keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen. Er teilt den Anwesenden sein Wissen über den Vorfall in den Rocky Mountains mit. Als das Gespräch über die Waffen auf geizige und gierige Zwerge führt, erkundigt sich Birta, ob er denn einen Vertreter des Volkes namens Sindri kennen würde. Dies bestätigt er und erklärt, dass er das letzte Mal vor zwei bis drei Jahren bei ihm war. Wo er genau hinwollte kann er aber nicht sagen. Aber die Beschreibung stimmt. Ferner merkt der Amerikaner noch an, dass der Zwerg stark nach Kräutern riecht. Während des Gesprächs teilt der rastlose Johannes den anderen mit, dass er in fünf Minuten aufbrechen wird und sie doch ein Ende finden sollen. Was fällt ihm ein nun die anderen zu scheuchen? Alle sind wegen ihm hier und er macht einen auf dicken Anführer? Absichtlich zieht Birta das Gespräch noch in die Länge und als die drei Frauen den Laden verlassen dürfen sie feststellen, dass der deutsche Miesmacher schon weggefahren ist.

Kopfschüttelnd erkundigt sich Birta wo man nun Überlebensausrüstung erwerben kann. Jake kennt zwar einen Laden, aber da er nie das Haus verlässt weiß er nicht wie man dort hinkommt. Mit einigem hin und her kommen die drei Frauen nebst Hund an. Birta ruft sich vor ihre geistiges Auge was Fenna damals in Minesota eingekauft hat. Dies besorgt sie dann in vierfacher Ausführung, für sich, die beiden Skjalmö und Penny. Insbesondere bei der Kleidung wird es kniffeliger, da sie sich in Winterkleidung fett findet. Inzwischen haben die Frauen, denn Delysia hält sich bei den beiden Isländerinnen auf, schon ihren zweiten Einkaufswagen gefüllt und arbeiten an ihrem dritten als sich Johannes zu ihnen gesellt. Seinen Einkauf scheint er erledigt zu haben und muss nun mit seinem Wissen aufwarten. Nach seinem dritten besserwisserischem Vorschlag wird es Birta zu viel. Erst haut er ab, weil er es eilig hat, verzögert dadurch aber im Endeffekt alles um so mehr, und spielt sich dann oberlehrerhaft auf. Wenn Birta seine Meinung wissen möchte, dann würde sie fragen. Dies wirft sie ihm dann auch direkt an den Kopf, worauf dieser ohne ein Wort zu sagen umdreht und den Laden verlässt.

Während der anschließenden Fahrt nach Salida verhält sich Johannes, der hinter dem Steuer sitzt, ruhig. Ob er nun schmollt, beleidigt ist oder was auch immer ist Birta egal. Hauptsache er nervt nicht mehr. Warum zur Hölle muss er sich so aufspielen? Somit ist die Fahrt recht entspannend und die Gruppe kommt im schneeweißen Salida an. In einer kleinen Fremdenpension mieten sich alle ein. Johannes kann es einmal wieder nicht lassen und muss entscheiden was für Zimmer gebucht werden. Sich ihren Teil denkend bringt Birta nur ihr Gepäck hoch und macht sich danach daran einen Schneemann zu bauen.

Das Abendessen in der Pension lässt sie sausen. Sie will auf die Piste. Nicht Ski fahren sondern feiern. In dem beschaulichen Ort hat sie dann auch fix eine Kneipe ausgemacht. Die Musik ist zwar nicht zwingend ihr Geschmack, aber im Vergleich zu einer Diskothek kann man sich wenigstens unterhalten. Zusammen mit der Halbasiatin vergnügt sie sich dort. Der Skilehrer ist auch recht nett, also flirtet sie ein bischen herum und tanzt hin und wieder. Irgendwann teilt ihr Delysia mit, dass Penny an ihrem Platz sitzt. Dies tut sie aber nicht alleine, nein ein großer breitschultriger Mann mit kurz geschorenen Haaren - eher zur Glatze abgemäht, sitzt dort auch.

Prompt lässt sie den Skilehrer auf der Tanzfläche stehen und marschiert zum Tisch und nimmt ihm gegenüber Platz. Das Gespräch ist sehr seltsam. Er klingt relativ nüchtern und abgeklärt. Er wolle gar nicht kämpfen, sein Vater bestehe aber drauf also sei er hier. Er schlägt aber vor, dass er Odin mitteilen wird, was er Birta nun sagt. Er sieht sie nicht als in seiner Gewichtsklasse an und wird deshalb nicht gegen sie kämpfen. Falls sein Vater dies nicht akzeptieren wird, meldet er sich wieder. Ihr selbst ist das recht gleich. Wenn sie kämpfen muss, dann tut sie das, wenn nicht, dann nicht. Warum sollte sie ihn grundlos verhauen. Jedoch kann sie nicht ohne weiteres dem zustimmen. Denn sollte ihrer besten Freundin Fenna etwas zugestoßen sein, dann kann er sich nicht davor retten gegen sie zu kämpfen.

Tomislav reicht ihr daraufhin einen Zimmerschlüssel und Birta schaut dort nach. Auf dem Zimmer findet er, fein verpackt und mit einem blauen Auge, ihre Freundin. Nach dem sie ihr den Knebel abgenommen und sie aus dem Panzertape ausgepackt hat erkundigt sie sich kurz nach ihrem Wohlergehen. Außer dem einen Schlag und ihrer miesen Stimmung geht es der Skjalmö eigentlich ganz gut. Zufrieden geht sie zurück in die Bar und stimmt der Vereinbarung zu. Die Spannung ist gerade dabei zu verschwinden als der Polizist wieder dafür sorgt, dass ein eisiges Verhältnis aufkommt.

Schon wieder beginnt er damit seinen Gegenüber zu taxieren. In diesem Fall ist es Tomislav, der als Auftragsmörder natürlich nicht das Idealbild eines gesetzestreuen Menschens ist. Dass sich Männer untereinander aber auch immer dermaßen beschnuppern müssen. Als seien sie Hunde, die ihr Revier abstecken. Bevor sie ihre Stimmung nun komplett verliert geht sie wieder mit Delysia tanzen. Da sich der Russe weigert mitzutanzen, schnappt sich sich kurzerhand wieder den Skilehrer. Aber während dem Tanzen verleitet sie Delysia dazu Tomislav aufzufordern, um sie dann abzuklatschen. Wenn er sich nicht von ihr dazu verleiten lässt, muss sie tricksen.

Der Plan funktioniert auch und der Russe scheint davon absolut überrascht zu sein. Als Einzelgänger mag er offenbar diesen ganzen Rummel nicht. Jedoch gehen ihm langsam die Ausreden aus, gegessen hat er schließlich schon. Also tanzt er schicksalsergeben mit Birta. Diese lässt es jedoch nicht darauf beruhen und flirtet nun ihrerseits mit ihm. Immerhin ist er ganz stattlich gebaut, hat Fenna überwältigt - ist also kein Weichei - und so schlecht tanzt er auch nicht. Wenn er noch ein bischen mehr aus sich herausgehen würde... Zudem hat er gesagt, dass er es schade fände, wenn er sie verschlagen müsse. Dass ihm das nicht gelingen würde steht auf dem anderen Blatt, aber anscheinend findet er Birta ganz nett.

Sie bringt ihn schließlich dazu sie auf sein Zimmer zu bringen und mit ihr die Nacht zu verbringen. Den anderen teilt sie nichts mit, schließlich ist sie ja kein kleines Mädchen mehr. Er ist zwar kurz etwas besorgt, da sie ja miteinander verwandt sind, aber wer ist das bei den Göttern nicht? Außerdem kann und will sie ja nicht ewig enthaltsam leben. Wer weiß, was das Schicksal für sie vorherbestimmt hat. Morgen könnte sie schon sterben.

Am frühen Morgen wird sie von ihrem Handy geweckt. Dabei handelt es sich aber nicht um die normale Weckfunktion, nein Delysia versucht sie zu erreichen. Da es ihr aber zu gemütlich ist, drückt sie sie nur weg. Erst beim dritten oder vierten Mal meldet sie sich schließlich. An ein gemütliches Dösen und langsames Aufwachen scheint eh nicht mehr zu denken sein. So erfahren die anderen, dass sich Birta das Bett mit Tomislav geteilt hat. Sie wollen früh aufbrechen, was Birta heute gar nicht so recht ist.

Delysia bringt den beiden Frühstück aufs Zimmer und gibt Birta 30 Minuten Zeit um sich bereit zu machen. Auf Bitten von Fenna fragt Birta den Auftragsmörder, ob er sie bei ihrem Vorhaben nicht begleiten möchte. Dieser Vorschlag kam zwar schon gestern auf, aber es war nicht an ihr dies anzusprechen. Fenna scheint es nicht ganz zu passen, dass sich Birta und Tomislav vergnügt haben, kann jedoch Privates und Auftrag gut trennen. Als er dann auch noch zusagt, dass er sie begleitet scheint sie etwas beruhigter zu sein, denn schließlich bleiben Svanhildur und sie bei Penny zurück. Jene hat darum gebeten Schutz zu bekommen und möchte nicht in den Schnee hinaus.

Zu fünft, wir wollen ja nicht Reyki vergessen machen sie sich dann auf den Weg. Und schon wieder ist Ende mit der Idylle. Der deutsche Spießer beginnt schon während dem Aufbruch zu nerven. Warum ist Birta mit ihm gestraft? Erst geht wieder die Diskussion mit Tomislav los, dann verteilt er kleine Sendegeräte, die bei einer eventuellen Verschüttung im Schnee helfen sollen. Die Reichweite soll 25 Meter betragen. Sie befestigt dieses Ding kommentarlos an ihrem treuen vierbeinigen Begleiter. Sie wird definitiv nicht von einer Lawine begraben und wenn sie in eine Spalte fallen sollte, dann springt sie eben wieder heraus. Fehlt nur noch, dass er Reflektoren an die Jacken befestigt, damit ein von der Piste abgekommener Skifahrer sie nicht über den Haufen fährt.

Ansonsten verhält sie sich aber während des "Campingausflugs", so verkauft sie dies ihrer Mutter, mit der sie des öfteren telefoniert, ruhig. Sie lässt Johannes seine Starallüren. Soll er doch herummachen und entscheiden. Mehr als ein amüsiertes und teils gehässiges Grinsen hat sie dafür nicht übrig. Sie ist keine Anführerin und will auch keine sein. Aber er ist definitiv auch niemand, dem man ohne weiteres folgt. Zudem hilft seine steife und altkluge Art nicht unbedingt ihn ernst zu nehmen.

Für die Nacht bauen sie drei Zelte auf. Wieso ein Zelt extra für die Ausrüstung gedacht ist versteht sie zwar nicht, aber sollen die ruhig machen. Sie baut brav ihr Zelt auf und damit hat sich das für sie erledigt. Als es darum geht wer sich mit wem das Zelt teilt stellt sie sofort klar, dass sie ihren Platz nicht mit Johannes teilen wird. Der Rest ist ihr gleich. Als er dann auch noch damit anfängt Nachtwache vorzuschlagen meldet sie sich gleich ab. Reyki wird sich schon melden, sollte Gefahr drohen. Delysia kommt mit in ihr Zelt, so dass die Entscheidung gefallen ist.

Nachts wachen die beiden Frauen auf. Es riecht nach Feuer, nur dezent aber unangenehm. Da keiner weiß, worum es sich hierbei handelt, lässt sich Delysia breitschlagen und steigt aus dem Zelt und schaut sich um. Es handelt sich hierbei um die qualmende Zigarre des Russen. Dadurch erfährt sie, dass zwei Fenriswölfe das Lager schon über die ganze Nacht hinweg beobachten. Und auch hier versteht es Johannes wieder mit seinen altklugen Bemerkungen - eines war ein Weibchen eines ein Männchen - unnötig Punkte zu sammeln. Ist ja schön, dass dies so ist, aber was macht das aus, welches Geschlecht die Viecher nun haben?

Ohne viel zu frühstücken wird am nächsten Morgen den Spuren gefolgt. Das bischen Essen kann man auch unterwegs zu sich nehmen. Diese Überlebensriegel sind eh viel zu gehaltvoll. Nach einem letzten Telefonat mit ihrer Mutter stellt sie das Handy aus. Zu viel muss sie den Fenriswölfen auch nicht von ihrer Familie mitteilen. Es reicht ja schon, dass sie einen riechen können. Die Fenriswölfe führen die Götterkinder in der Wildnis herum. Die Spur führt an sechs verschiedenen Mineneingängen vorbei. Beim ersten riecht es nach Kräutern und beim vierten ist getrocknetes Blut zu finden. Hier ist wohl der Ort an dem der erste Kampf war. Der Leichnam wurde an anderer Stelle gefunden, aber die Menge des Blutes reicht aus um die Vermutung aufzustelen, dass er hier seinen Arm verloren hat.

Jedoch führt die frischeste Spur, Delysia versteht sich wirklich gut darauf diese zu deuten, in keine der sechs Mineneingänge hinein. Sie führt brav daran vorbei. Es ist beinahe so, als würden sie allen anderen Wölfen Bescheid geben, dass ihnen Fressen hinterher läuft. Als die Spur wieder Richtung Salida zeigt wird es Birta zu dumm. Zur Sicherheit schreibt sie Fenna eine SMS, dass sie die anderen zwei schnappen soll und nach Denver zurückfahren soll. Am Schluss spielen die Fenriswölfe nur Katz und Maus und vergreifen sich an ihren Bekannten um sie zu verletzen. Dies haben sie in München wunderbar gezeigt.

Diese Nacht passt den anderen der Gedanke nicht, dass sie in der freien Wildnis campieren würden, wenn zeitgleich mindestens zwei Fenriswölfe unterwegs sind. Birta geht ja von weitaus mehr aus. Da sie aber keinerlei Erfahrung von solchen Dingen hat spielt sie lieber die Schweigende. Als Nachtlager wird die erste Höhle ausgewählt. Am Eingang positioniert Tomislav zwei Claymoreminen. Dies sollte eine fiese Überraschung für die Viecher werden. Wenn doch nur der weitere Gang keinen anderen Zugang hat. Denn dann wären sie von zwei Seiten zu bedrängen. Zur Sicherheit, da Johannes sich über den Sprengradius sorgt, wird der Safespot markiert.

Als Birta sich erleichtern muss, lässt sie es nicht zu, dass ihr jemand der anderen folgt oder sie begleitet. Es mag ja sein, dass irgendwo Fenriswölfe herumstreunern, aber das ist ja wohl kein Grund sich bei so etwas die Blöse zu geben. Außerdem hat sie ja Reyki dabei. Endlich hat sie ein sicheres Plätzchen ausgesucht, hierbei achtet sie insbesondere darauf, dass niemand der anderen sie sehen kann, bemerkt sie eine Bewegung. Kurz darauf gibt es einen lauten Knall, der von den Wänden wiedergegeben wird. Eine Kugel saust nicht weit von ihr vorbei und schlägt ins Gestein. Jemand hat auf sie geschossen. Blitzschnell springt sie auf und nestelt an ihrer Hose herum. Reyki wird groß und ist sofort kampfbereit. Doch der Angreifer rennt weg und flieht durch einen niedrigen Gang. Dieser ist zu klein für ihren treuen Begleiter und auch Birta müsste sich sehr klein machen. Während sie noch versucht ihr heißes Blut zu beruhigen bekmmt sie einen Kräuterduft in die Nase Kräuter? Moment! Da war doch was. Jemand rennt durch einen niedrigen Gang. Dieser Jemand ist also klein, also von zwergenhaftem Wuchs...

"Sindri! Du dummer Zwerg komm sofort wieder her!" Kaum die beste Eröffnungsrede um ein Gespräch zu beginnen. Aber seltsamerweise hilft es. Es wird gefragt wer Birta denn sei. Als sie dies erwidert stellt sich heraus, dass ihr Schuss ins Blaue ein wahrer Volltreffer war. Es handelt sich wirklich um den verschollenen Zwerg. Seit Jahren sei er hier eingesperrt. Er war auf der Suche nach irgendeinem seltsamen Metall, nunja zumindest klingt der Name seltsam, als ihn die Fenriswölfe schnappen wollten. Habhaft werden sie seiner zwar nicht, aber mit seinen kurzen Beinen kann er ihnen nicht entkommen. Also hat er sich ein provisorisches Lager eingerichtet. Original zwergisch, mit Kräutern, Pilzen und Selbstgebrautem. In diese Unterkuft werden auch alle eingeladen und es wird diskutiert.

Angeblich sind es wohl immer nur so an die zwei Wölfe, die sich allem Anschein nach immer abwechseln. Sindri ist erfreut, dass es seinem Bruder gut geht und ist gerührt, dass er dort vermisst wird. Er würde zu gerne wieder nach Hause, weshalb im Birta sofort versichert ihn dort hinzubringen. Seinem Bruder hat sie ja versprochen dies möglich zu machen, sollte es irgendwie in ihrer Macht stehen. Während noch weiter gesprochen wird kommt Johannes auf die nächste Schnappsidee. Er will alleine vorkrabbeln um sicher zu gehen, dass die Wölfe nicht am Ende des schmalen Durchgangs eine Falle aufbauen. Nun hat er Dutzende von technischen Spielereien und Schnickschnack dabei aber auf die Idee mit einem Teleskopspiegel kommt er nicht. Eigentlich würde es ihm gerade recht geschehen, wenn er gefressen werden würde.

Eigentlich... denn zu ihrem Leidwesen hat Tyr sie dazu verpflichtet sich um dessen Sohn zu kümmern. Es hat sich damals zwar eher nach emotionaler Unterstützung angehört, aber sie kann ihm wohl kaum erklären, dass sie nicht dafür zuständig sei, sollte er quasi einen Selbstmord begehen. Flüche murmelnd klettert sie ihm hinterher, gefolgt von Sindri und Delysia. Doch schon lange bevor sie auch nur etwas durch den Durchgang krabbeln konnten, explodieren die beiden Minen. An der Stelle angekommen wird klar, dass die Minen gute Arbeit geleistet haben. Ein Wolf hat seine Pfote verloren und blutige Spuren führen in die Nacht hinaus.

Johannes ist der Meinung, dass nun der beste Zeitpunkt sei zuzuschlagen, schließlich sei einer der Wölfe verletzt. Seine Idee scheint zu sein mit Reyki und Phaios hinterherzufliegen und sie einzuholen. Also erkundigt er sich, ob Birta einerseits der Meinung ist, dass sie die beiden Wölfe überwältigen können und andererseits ob ihr fliegender Wolf zwei Personen tragen kann. Ihre Antwort ist ein knappes: "Nein zur ersten Frage und ja zur zweiten." In der Dunkelheit Fenriswölfe zu jagen und dann wohl gegen einen Baum zu fliegen kommt für sie nicht in Frage. Davon abgesehen, dass sie keinerlei Illusion hegt, wie ein ungeplanter Kampf in der Dunkleheit gegen Wesen, die mit Dunkelheit weniger Probleme haben, ausgehen würde. Aber auch nachdem Johannes ihr sagt, dass er ihnen nicht folgen wird bleibt sie draußen, was er gleich als Meinung auffasst, dass sie seinem Wort nicht trauen würde. Da sie ihm nicht auf die Nase binden will, dass dies nur ihrem Versprechen gegenüber Tyr zu verdanken ist, entgegnet sie mit einem bissigen: "Deinem Wort traue ich, aber ich vertraue nicht darin, dass du keine Dummheit machst."

Sie macht also das nächstbeste und erkundigt sich bei ihrer Mutter wie es um Island steht. Was sie so alles erfährt ist seltsam. Der Lavastrom scheint Birtas Wohnung verschont zu haben. Es ist das einzige unangetastete Haus des Viertels. Nunja, nicht ganz unangestastet, denn es wurden verbrannte Spuren im Teppich gefunden. Jemand mit Schuhgröße 53 scheint sich in ihrer Wohnung befunden zu haben. Jedoch scheint bist auf eine leere Stelle im Wohnzimmer alles in Ordnung zu sein. Jemand hat Dagmars Axt mitgenommen, bei der Fußgröße wohl ein weiterer Feuerriese. Kein Grund ihre Mutter zu verängstigen, aber ein guter Grund auszuziehen und sich eine neue Bleibe zu suchen.

Wieder in Sindris Behausung angekommen kommt es zur nächsten Besprechung. Eben noch der Meinung, dass die Fenriswölfe ausgerottet werden müssen gewesen, so vertritt Johannes nun die Meinung, dass sie alle diesen Ort verlassen sollten - vielleicht folgen ihnen die Wölfe nicht. Nach der Hälfte der Zeit schaltet Birta ab. Erst will er notfalls auch alleine hier die Wölfe jagen, nun schlägt er das Gegenteil vor. Als das Gespräch darum geht, dass sie sich den Wölfen stellen sollten, mischt sich Birta wieder ein. Das ergibt für sie mehr Sinn. Außerdem mag sie es nicht wegzurennen. Die Fenriswölfe haben schon ausreichend bewiesen, dass sie, sollten sie einmal Blut geleckt haben, nicht locker lassen.

Da die Fenriswölfe auf eine für sie vorteilhafte Situation warten werden, muss ihnen eine solche eingeredet werden. Ihr Angriff wird als in der Nacht stattfinden. Deshalb soll in einem geschützten Platz mit einem Flaschenhalsdurchgang der Kampf stattfinden. Eine weitere Idee ist es, dass Tiere oder Wesen, die stark instinktgetrieben sind auf Blut reagieren. Also sollte eine Person verletzt sein. Außerdem wäre es von Vorteil die Gruppe zu verkleinern und Spannung aufzuzeigen. Also wird ein getürkter Streit dargestellt. Zwar findet Birta diesen gar nicht so getürkt, denn diese Dinge wollte sie Johannes schon seit langem an den Kopf werfen, hatte sich aber bisher immer zurückgehalten. Birta und Delysia verletzten die beiden Männer und fliegen weg.

Natürlich fliegen sie nicht komplett weg sondern suchen sich einen höher gelegten Platz, der zu Fuß nicht erreichbar ist. Dort sorgen sie dafür, dass Phaios, der nicht über so ein dichtes Fell wie Reyki verfügt, nicht erfriert. Sie reiben und rubbeln ihn um ihn warm zu halten. Delysia bietet Birta an, sie für den Kampf zu schützen, da sie selbst komplett im Fernkampf bleiben wird, während Birta keinerlei Ahnung hat wie sie handeln wird. Taktik hat sie immer noch nicht verinnerlicht und wenn das Blut ihn ihrem Körper zu kochen anfängt ist nicht mehr an Planen zu denken. Einzig und allein der erste Angriff soll simultan stattfinden. Beim Kampf gegen Dagmar hat Birta gelernt sich auf die Bewegungen und Angriffe von Delysia zu reagieren, etwas, das sie bisher nur mit ihren Freundinnen konnte. Birta soll das erste Ziel vorgeben.

Als die Wölfe näher kommen gibt die Halbjapanerin ein Zeichen und beide steigen in die Höhe. Die Männer werden vorher noch schnell telefonisch informiert. Hoch im Himmel, damit die Wölfe ja keine Witterung aufnehmen können, nähern sie sich dem Kampfplatz. Dann gibt es einen lauten Knall. Eine Mine scheint explodiert zu sein. Jene hat allem Anschein nach den grauen Wolf verletzt, welcher sich im Kampf mit Tomislav befindet. Johannes rennt auf den Fluss, wenngleich sich Birta der Sinn dahinter nicht erschließt. Der weiße Wolf zieht sich vorsichtig zurück und scheint notfalls auch den grauen Wolf opfern zu wollen.

Aber sollte der Wolf entkommen, dann wäre nichts gewonnen. Er würde weiterhin ihre Witterung kennen. Und irgendwann haben die Götterkinder dann unliebsamen Besuch. Also zeigt Birta kurzerhand auf den weißen Wolf und stürzt hinab. Sie wirft den Speer und ein Pfeil verlässt den Bogen ihrer Mitstreiterin. Zwar treffen die Geschosse ihr Ziel, jedoch sind sie mit zu wenig Wucht unterwegs oder der Eintrittswinkel stimmt nicht. Der Wolf wurde nur aufgeschreckt und nicht wie erhofft verletzt. Mit großer Geschwindigkeit spurtet der Gegner fort und droht den Lichtschein zu verlassen und in die Dunkelheit einzutauchen. Birta überholt ihn auf Reyki, springt ab und landet vor ihm im Schnee. Ihre Haut bekommt wieder den silbernen Glanz und der Schnee spritzt in alle Richtungen weg. Reyki dreht wie versprochen sofort ab um sich Sindri zu packen.

Der Wolf nimmt die Gelegenheit wahr und greift an. Mehr konnte sich Birta nicht erhoffen. Sie muss auf den Hass der Wesen bauen. Denn sobald der Wolf in der Dunkelheit verschwindet finden sie ihn nicht so schnell wieder. Aber nachdem der Kiefer knapp an ihrem Kopf vorbeischnappt ist es mit dem kühlen Kopf bewahren auch schon vorbei. Mit einem markerschütterndem Schrei fordert sie den Wolf heraus und zieht ihr Schwert. Ein vor Panik schreiender Sindri wirft von oben Fackeln nieder und erleuchtet damit den Kampfplatz. Und obwohl sie Delysia im besten Fall aus den Augenwinkeln wahrnehmen kann, für mehr reicht es nicht, schließlich sind die Klauen und Zähne des Wolfes mehr als beeindruckend, schaffen es die beiden Frauen ihre Angriffe weiterhin abzustimmen.

Birta passt den richtigen Moment ab und treibt ihr Schwert tief in den Wolf hinein. Ein geringeres Wesen wäre von diesem Streich niedergestreckt worden, aber der Wolf antwortet mit einem Biss der wie Butter durch die silberne Haut fährt und einen tiefen Eindruck in ihrem Schulterbereich hinterlässt. Dies ist aber eine Tatsache, die Birta während des Kampfes nicht wahrnimmt sondern erst später realisieren kann. Immer und immer wieder treffen Pfeile und Schwert den Wolf, während es Birta immer nur haarscharf schafft nicht getroffen zu werden. Trotzdem muss sie noch einen weiteren Treffer hinnehmen. Dann mischt sich auch Johannes in den Kampf ein.

Birta steht weiterhin vor dem Wolf, wenn sie nicht gerade aus dem Weg seines Mauls springt, Delysia kreist Pfeile schießend über ihnen, während sich Johannes mit Schwert und Pistole bewaffnet auf den Rücken des Wolfes begibt. Er wagt einen tollkühnen Doppelangriff auf die Augen des Wolfes, anscheinend eine beliebte Kampfweise von ihm. Birta vertraut da lieber auf ihre Wucht. Als sich dann noch Tomislav in den Kampf einschaltet ist es um den Wolf geschehen. Den vereinten Angriffen der vier Götterkinder ist er nicht gewachsen und bricht tot zusammen. Während Birta schwer atmend ihre Klinge im Schnee reinigt entfernt Johannes die Reißzähne aus dem Maul und verteilt sie unter den Siegern. Birta reicht ihren sofort an Sindri weiter. Einerseits als Entschuldigung für den Flug und andererseits, weil sie genau weiß, dass die Zwerge solche Dinge lieben.

Johannes besteht darauf Birtas Wunde zu versorgen, was sie widerwillig zulässt. Also lässt sie sich fix verbinden. Wenigstens empfand sie ihre Winterkleidung eh nicht als besonders, so dass sie sich nicht über die zerstörte Kleidung aufregen muss. Delysia ist in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen und hat dem anderen Wolf den Kopf abgetrennt. Birta bietet ihr an dieses zu transportieren. Der Kopf soll an Jake gehen. Und Birta ist ihren Bekannten an Kraft überlegen und will vor Tomislav keine Schwäche zeigen. Denn vielleicht kommt es zwischen ihnen noch zu einem Kampf.

Ansonsten verläuft die Rückreise recht ereignislos. Bei Jake angekommen bittet Birta um Delysias Ipod um den doofen Papagei nicht hören zu müssen. Denn sonst dreht sie ihm den Kopf noch um. Der Waffenladenbesitzer hat noch ein weiteres Standbein wie es scheint. Ein voll funktionsfähiger Chirurgieraum kommt zum Vorschein. Nach einer Einnahme von Lindwurmsud verarztet er sie schließlich. Die Rechnung soll an Penny gehen. Schließlich ist Birta nur Kapital für die Firma, wenn sie narbenlos bleibt.

Tomislav trennt sich und bekommt von Birta eine Handynummer. Sie schreibt ihre Privatnummer auf die Rückseite ihrer Goddess Ink-Visitenkarte. Falls er sie nun doch fordern soll, braucht er niemand anderen zu schlagen. Denn verstecken wird sich Birta nicht und zwar vor niemandem. Johannes hatte sich kurz bei dem Russen erkundigt, ob er mit ihm zusammen reisen kann, der andere möchte aber lieber weiterhin alleine bleiben. Also machen sich alle auf um Sindri wieder zu seiner Sippschaft in Naströnd zu bringen.

Mailand Teil 1: Models, Mythen und Medusen Bearbeiten

Während der Wiedersehensfeier der Zwerge, die nicht wenig feucht-fröhlich vonstatten geht, tritt Sindri auf Birta zu. Er gibt ihr ein kleines Dankeschön-Präsent: Einen metallenen Flachmann mit einer eingravierten Rune. Jene besagt, was sich auch in dem Gefäß befindet: Kräuterschnaps. Ferner teilt er mit, dass sich Johannes auf den Weg gemacht hat, um sein Vater Tyr zu sprechen.

Als sich Birta am nächsten Tag zum Grab ihrer Freundin begibt, erhält sie einen Anruf. Sie müssen dringend nach Mailand aufbrechen, der Flug wartet nicht. Mit Sindris Hummer düsen sie im wahrsten Sinne über den Highway. Die Lachgaseinspritzung hat es in sich, da sich der schwere Personentransporter in einem Wettrennen mühelos gegen die Highway Patrol durchsetzen kann.

Eingecheckt wird in die erste Klasse. Ja, so lässt es sich leben. In der linken Reihe sitzen Delysia und Svanhildur, rechts Birta, da ihr Nebenplatz noch frei ist. Ein blonder Mann nähert sich aber kurz darauf eben jenem Platz. Und er kommt ihr bekannt vor. Ist es nicht der Mann, den sie eins bis zwei Mal in Diskotheken oder Clubs gesehen hat? Der Mann, von dem sie der Meinung ist, dass auch er ein Gotteskind sein könnte? Angestrengt schaut sie ihn daraufhin an, konzentriert sich auf sein Göttliches und die Fäden, die die drei Weberinnen spinnen. Und tatsächlich, er ist ein Gotteskind. Herauszufinden wer sein göttliches Elternteil ist, ist etwas schwieriger. Er gibt sich betont rätselhaft, da es ihm anscheinend Spaß macht andere zappeln zu lassen. Er wurde von seiner Mutter Brigit geschickt, da sie ja seine Hilfe benötigen würden. Er scheint zwar etwas schwächer als sie oder Delysia zu sein, aber was heißt das schon. Beruflich sei er Transportunternehmer und heiße Desmond Kilbane.

Nach einem ansonsten sehr ereignislosen Flug, während dem sich Birta von mehreren Liebesfilmen hat berieseln lassen, setzen sie in Mailand auf. Während sich Delysia um eine Unterkunft kümmert, plündern Svanhildur und Birta die hier angelegte Rüstungskammer. Mit zwei großen schweren schwarzen Taschen kehren die beiden Isländerinnen zurück. Und auch hier wartet der nächste Göttersohn auf sie. Er ist ihr Taxifahrer und hört auf den Namen Ben Devereaux. Und auch er erlaubt sich den Spaß sich rätselhaft zu geben. Die aufstachelnde Delysia schlägt Birta vor, dass sie ihn gegen einen Baum werfen solle. Als Belohnung gäbe es dann eine Unterkunft in einer Suite für die Zeit der Mailänder Modewoche. Ein wirklich sehr verlockendes Angebot. Jedoch sieht der aus New Orleans stammende Afroamerikaner nicht gerade kräftig aus. Aber da das Äußerliche täuschen kann, das weiß sie ja von sich, erkundigt sie sich bei Ben, ob er denn robust gebaut sei. Da er dies mit einem "Ja" beantwortet, befindet er sich Sekundenbruchteile später in der Luft und landet in einem geschmückten Weihnachtsbaum. Von dort oben kann er eine sehr zufriedene Birta sehen, die aufgrund ihres Wurfes jubelt.

Mit dem Großraumtaxi geht es ins Hotel. Staunend schaut sich Birta in der Suite um. Dass sich Delysia das größere Schlafzimmer schnappt ist ihr herzlich egal. Denn selbst das kleine hat riesige Ausmaße. Und auch die Tatsache, dass sie sich mit Svanhildur das Bett teilen muss, stört sich nicht im Geringsten. Da in zwei Tagen das Casting stattfindet gehen die beiden Goddess Ink-Models shoppen. Ihr mitgeführtes Gepäck war einfach zu klein. Bei folgenden Modefirmen/Modelagenturen sollen sich die beiden melden: Vita Models, Fashion of Europe und Kenzo. Abends geht es dann zum Feiern. Delysia findet treffsicher angesagte Clubs. Ein seltsames Ereignis gibt es aber noch. Kleine Eichhörnchen wuseln über die Tanzfläche auf die Götterkinder zu und "überrereichen" jedem eine Nachricht. Diese besagt, dass sich am nächsten Abend alle "bei Birta" aufhalten sollen. Von wem diese Nachrichtenüberbringer geschickt wurden, das ist die große Frage.

Am nächsten Tag lassen Sie es alle etwas ruhiger angehen. Svala wurde aus dem Krankenhaus entlassen und macht sich auf den Weg in den Süden. Als es später wird fühlt sich Birta wieder in ihre Kindheit zurückversetzt. Es ist der 06. Dezember. Nikolaustag. Alles wirkt heimelig. Eine Art der Vorfreude und auch ein bischen Angst erfasst sie. Warum, das kann sie nicht sagen. Dann klopft es schwer an der Tür. Ihr erster Reflex ist es sich unter einem Möbelstück - sei es Tisch oder Bett - zu verstecken. Allein purer Willen lässt sie sitzen bleiben, wenngleich sie weniger einer tapferen Tochter Thors als viel mehr einem verschreckten Kind gleicht. Jemand macht die Tür auf. Hat es sich hierbei um Delysia gehandelt? Birta ist sich nicht sicher, so aufgewühlt fühlt sie sich. Und es nähert sich eine Person, die sich selbst Oski nennt.

Birta muss in der nordischen Mythologie nicht bewandert sein um zu wissen, dass dies ein anderer Name Odins ist. Sein Gesicht reicht ihm vollkommen. Schwer schluckt sie als sie ihn und seine Rute erblickt. Denn Oski ist der nordische Vertreter des Weihnachtsmannes. Schnell wird versucht, dass der Gast sich hier wohl fühlt. Rustikales Essen und Met wird bestellt - der Concierge hat es echt nicht leicht. Nach und nach setzt sich ein Götterkind auf Oskis Schoß. Die beiden "frischen" Mitstreiter sind als erstes dran. Er habe sie noch nicht lange beobachtet, so teilt Oski mit, aber er betrachte sie mit Wohlwollen. Beide dürfen sich ein Geschenk aussuchen, Ben greift zum verpackten Trinkgefäß, während Desmond den Apfel nimmt. Svanhildur ist als nächste dran. Sie wird gelobt und bekommt einen Schokoweihnachtsmann. Ja, Oski weiß, dass sie Schokolade über alles liebt. Delysia wird einerseits gelobt, aber andererseits auch getadelt. Sie sei sehr frech und liebe es andere zu provozieren und zu reizen. Aber auch wenn er für eine kurze Zeit nachdenklich die Rute betrachtet, belässt er es doch beim Tadel. Die Halbasiatin greift auch zum Apfel. Was das andere verpackte Geschenk sein mag, bleibt ungewiss.

Nun ist es Zeit für Birta. Sie fühlt sich wieder wie ein vierjähriges Mädchen, das den großen und eindrucksvollen Oski wie ein verängstigtes Reh anschaut. Schon bevor sie den ersten Schritt macht ist sie den Tränen nahe. Unsicher knabbert und lutscht sie an ihrem Daumen. Ängstlich klettert sie auf sein Bein und schaut schüchtern zu ihm hoch. Oski teilt mit seiner tiefen volltönenden Stimme seine Beobachtungen mit. Er beobachte sie ja schon länger. Sie habe sich gut entwickelt und sei eine tapfere und gute Kämpferin geworden. Ihr Vater sei mit Recht stolz auf sie. Aber sie habe auch ihre Schwächen. Und dies sei insbesondere ihr Verhalten zu Johannes. Nur weil sie ihn nicht leiden könne, heißt das nicht, dass sie ihn so abwertend behandeln dürfe. Sie soll ihn mit Respekt behandeln und nicht so arrogant sein. Und genauso wie sie bei dem Lob aufgeblüht ist und gelächelt hat, so trifft sie die Rüge hart. Mit jedem Wort sinkt sie ein bisschen mehr in sich hinein und wird immer kleiner. Denn auch wenn sich Odin auf den Julfrieden beruht, so schmerzt es sie doch, Tadel von ihrem Großvater zu hören. Er spricht auch kurz die Vereinbarung zwischen ihr und Tomislav an, aber wenn er deswegen sauer sein sollte, dann sieht man es ihm nicht an. Auch Birta muss zwischen zwei Geschenken wählen: Dem Apfel und dem Getränk. Eingentlich würde sie ja das Getränk nehmen, wäre da nicht folgendes: Von den Zwergen hat sie vor kurzem den Flachmann geschenkt bekommen und sie fühlt sich zusätzlich etwas kindlicher. Deshalb nimmt sie nach langer Überlegung den Apfel.

Kaum ist Oski weg, machen sich alle über ihre Geschenke her. Der Apfel schmeckt köstlich. Es wirkt beinahe so, als würde eine kleine Sonne im Inneren scheinen. So eine Wonne ist es den süßen und saftigen Geschmack zu schmecken. Auch die Skjalmö nascht zufrieden ihren Schoko-Oski. Ben Devereaux hingegen kippt nach einem kräftigen Zug seines Getränkes um und schläft tief und fest. Er hat also Göttermet geschenkt bekommen. Kurze Zeit später klopft es an der Tür und Svala tritt herein. Zwar humpelt sie noch und man sieht ihr die Schmerzen an, aber dafür dass sie mit einem Bein im Grab gestanden ist, sieht sie wahrhaft blendend aus. Dies ist wohl das größte Geschenk des Abends, zumindest wenn es nach Birta geht. Sie schnappt sich ihre Freundin, drückt sie vorsichtig und wirbelt sie kurz im Kreis herum. Nach dem sich alle noch etwas von der schönen Winteratmosphäre haben berieseln lassen - zufrieden auf dem Balkon sitzen, während es schneit, ist schon eine wahre Wonne. Irgendwann packt Birta aber der Rappel. Sie will nun Schlittschuhlaufen gehen. Die anderen Götterkinder gehen mit während die Skjalmö passen.

Frisch gestylt machen sich Delysia und Birta am nächsten Morgen auf den Weg zu ihrem ersten Casting. Mittels Taxi fahren die beiden zu Vita Models. Als Begleitung haben die beiden Schönheiten ihren frischen Bekannten Desmond dabei, da er Interesse an dieser Aktion zeigt. Im Vorzimmer erfahren sie, dass schon auf sie gewartet wird. Etwas befremdlich wirkt dies schon auf die beiden Models, insbesondere da sie ja etwas zu früh sind, aber warum warten? Bekanntlich fängt ja der frühe Vogel den Wurm. Sehr freundlich werden sie von der Geschäftsführerin Vitalia Perrone empfangen. Hier kann Birta wieder kurz mit ihren Italienischkenntnissen auftrumpfen bevor sie sich dann in englisch weiter unterhalten. Die Agenturbetreiberin merkt zurecht an, dass nur zwei weibliche Models anwesend sind und erkundigt sich nach Yukiko Kuromizu. Im Gegenzug unterbreitet ihr Delysia, dass sie ja stattdessen den anwesenden Iren unter Vertrag nehmen kann und fordert von Penny kurzerhand einen Mustervertrag an. Goddess Ink hat sich somit um eine weitere Person vergrößert. Alle drei Götterkinder wechseln nacheinander ihrer Kleidungsstücke hinter einer spanischen Wand aus und performen einen kurzen Walk. Vitalia Perrone kommt nicht umher ungläubig zu fragen, wieso die Modewelt weder von Delysia noch von Birta gehört hat. Desmond hat sie nun zwar nicht wirklich vom Hocker, aber wenn die anderen zwei versprechen, dass sie ihm einen Catwalktrainer besorgen, würde sie ihn auch buchen. Gesagt, getan.

Aber viel Zeit zum Feiern ist nicht. Denn schon müssen sie zum nächsten Termin fahren. Nun gut. Etwas kleines können sie schon vorher zu sich nehmen. Die nächste Location ist ein wahrer Traum. Fashion of Europe hat seinen Sitz in einer wunderschönen Villa, die etwas außerhalb liegt. Dort angekommen stellen die drei Götterkinder fest, dass im Garten ein Festzelt aufgestellt ist und eine Party im Gange ist. Sie werden aber an einen anderen Ort gebracht, und zwar in die Villa selbst. Dort treffen sie auf Luana Ranoccia, die im Gegensatz zu dem vorherigen Casting wissen will, warum ausgerechnet diese drei die Marke Fashion of Europe repräsentieren könnten. Schließlich würde die Marke ja für eine gewisse Lebensfreude und Stil stehen. Noch während dies besprochen wird, erhält jede Person ein Glas Rotwein. Auch der Ort des Gespräches ist ungewöhnlich. Die Verhandlungen werden auf römischen Liegen am Rand des villaeigenen Swimmingpools geführt.

Als Birta die Augen wieder aufschlägt, oder sich bewusst wird, wo sie sich befindet, stellt sie fest, dass sie nicht mehr in der Villa ist. Aber wo ist sie stattdessen? Vage kommt ihr der Ort bekannt vor. Und tatsächlich, sie befindet sich in einem Separé in dem sie gestern war. An den Club kann sie sich erinnen. Veriwrrt nimmt sie ihr Handy in die Hand und kontrolliert das Datum. Ja, sie war gestern hier, doch wie ist sie von der Villa hierher gekommen? So einen Filmriss hat sie seit dem Treffen mit ihrem Vater in Japan nicht mehr gehabt. Moment... Was war das für ein Wein? Er war sehr lecker, kann es etwa sein, dass in diesem Wein auch etwas drin steckt, was sie abfüllt? Ist dies die griechisch-römische Variente des Göttermets? Oder gibt es noch mehr Getränke und Inhaltsstoffe, gegen die die ansonsten so widerstandsfähige Birta nicht geschützt ist?

Auch die anderen scheinen einen ähnlichen Filmriss zu haben. Hin und wieder fällt dem einen oder anderen eine Szene aus der Villa ein. Es muss dort eine wahre Orgie vonstatten gegangen sein. Besorgt wühlt Birta in ihren Erinnerungen um Herauszufinden, ob sie irgendwas getan hat, dessen sie sich schämen müsste oder weshalb ihre Mutter sie schelten würde. Dass ihr nichts einfällt kann sie auch nicht wirkich beruhigen. Dazu hat sie zu große Erinnerungslücken. Auf dem Handy sind einige entgangene Anrufe von Penny. Da aber auch bei Delysia jene Nummer auftaucht, kann Birta diese ohne schlechtes Gewissen löschen. Die Halbasiatin kümmert sich schon darum. Das dritte Casting wurde verpasst, dafür sind zwei Zusagen zu vermelden. Nichtsdestotrotz ist Birta gerade nicht zu feiern zumute. Die Erinnerungslücke beansprucht sie einfach zu sehr. Also macht sie sich auf den Weg zurück ins Hotel.

In der Suite angekommen bemerkt Birta in der Dunkelheit einen humanoiden Umriss. Hat sich hier jemand angeschlichen. Kampfbereit schaltet sie das Licht an um mit Grausen festzustellen, dass die Silhouette eine Steinstatue ist, welche Svala gleicht. Sie mag vielleicht nicht diejenige sein, die am meisten Ahnung von Mythologie hat, aber trotzdem springt ihr ein Gedanke sofort in den Sinn: Medusa! Aufgeregt rennt sie durch die anderen Zimmer. Doch von Svanhildur und Reyki keine Spur. Während sie ihre Freundin anruft betrachtet sie die Statue. Svala, die wirklich viel überstanden hat, konnte nicht einmal mit einer Waffe in der Hand sterben. Erleichtert hört sie als sich die andere Skjalmö am Telefon meldet und mit Birtas Vierbeiner Gassi gegangen ist. Sie sei gleich wieder hier. Das nächste Telefonat geht an Delysia. Birta informiert sie knapp und bittet um Hilfe. Als alle im Hotel sind wird sich kurz beraten.

Svanhildur bleibt auf Birtas Bitten im Hotel um auf ihre versteinerte Freundin acht zu geben. Vielleicht gibt es ja ein Heilmittel. Der Rest, sprich Delysia, Desmond, Reyki und Birta gehen auf die Jagd. Die Tochter von Artemis kann nun unter Beweis stellen, dass ihre Mutter eine Jägerin ist. Und tatsächlich, sie nimmt eine kaum wahrnehmbare Spur auf. Unten im Restaurant lenkt Birta die Aufmerksamkeit des kompletten Saals auf sich, während die andern beiden sich spiegelnde Platten und ähnliches besorgen. Was in den Geschichten bei Perseus geklappt hat soll auch hier funktionieren. Birta versucht ihren Zorn und ihre Wut zu kontrollieren. Am liebsten würde sie drauf los stürmen. Aber sie kennt die Richtung nicht. Also folgt sie ihrer Kampfgefährtin mit zwei Schwertern bewaffnet. Immer wieder scheint es, als würde die Spur in einer Sackgasse enden, und jede andere Person hätte wohl auch keine Chance gehabt der Spur zu folgen, aber Delysia macht ihrer Mutter alle Ehre. Die Spur endet in einer Fleischerei. Hier ist es selbst für die Truppe nicht mehr möglich dem Geruch zu folgen. Nun gut, wenn der Geruch nicht ausreicht, dann wird einfach systematisch weitergesucht. Leise bewegen sich die vier an den Arbeitern vorbei. Als sie in einem Lagerraum im ersten Obergeschoss auf eine Frau stoßen, welche ihnen mitteilt, dass sie hier nichts zu suchen haben, ist dies für Birta Beweis genug. Niemand würde angesichts bewaffneter Personen so ruihig bleiben.

Nun explodieren alle Anwesenden, anders kann man es nicht formulieren. Delysia sendet Pfeil um Pfeil auf die Widersacherin. Jene hat ihr schönes Äußeres abgelegt und zeigt ihr hässliches Ich. Mit Schlangenhaut, Schlangenhaaren und langen Krallen bewaffnet stürmt sie entgegen. Birta ihrerseits durch eine silberne Haut geschützt und einem Schwert bewaffnet stürmt auf sie zu. Desmond hat einen Schlagstock in der Hand. Die Krallen der Medusa kratzen ohne Erfolg über die Silberhaut, aber beim irischen Götterkind hinterlassen sie tiefe und schmerzhafte Furchen. Die Angriffe auf die Medusa hingegen sind relativ ungenau. Mittels einer spiegelnden Oberfläche zu kämpfen, oder teils blind wie es die Bogenschützin machen muss, ist nicht so einfach. Erschwerend kommt hinzu, dass die Pfeile des Bogens zumeist wirkungslos von der Schlangenhaut abgleiten. Birta schlägt immer wieder mit aller Macht zu, und ihre Treffer reißen das Fleisch der Gegnerin auf. Aber so leicht gibt sich jene nicht geschlagen. Mit bösen Kräften lässt sie Angst und Furcht in die Glieder der Götterkinder fahren. Allein die pure Willenskraft und das Wissen, dass man diesem Feind nicht den schutzlosen Rücken zudrehen sollte, verhindert, dass sie ihr Heil in der Flucht suchen. Endlich fällt die Schlangenfrau in sich zu sammen. Ihr Körper löst sich in dem Augenblick auf, als Birta noch einmal auf ihn einschlagen will, was sie ein Schwert kostet. Fix wird das Blut von der Gegnerin aufgesammelt, da es laut Jake ein ziemlich potentes Gegengift sei. Ferner findet sich noch ein Portfolio welches zeigt, dass die Medusa als Model unter dem Namen Susanne Lippi aufgetreten ist.

Desmond wird fix verbunden, dann ist das neue Ziel die Wohnung der Medusa. Viel ist dort leider nicht zu finden. In der Kühltruhe finden sich tote Mäuse, ziemlich ekalhaft in Birtas Augen, aber anscheinend benötigen "Schlangenhaare" auch Futter. Susanne Lippi war vor nicht allzu langer Zeit etwas kräftiger gebaut. Denn anstatt Kleidergröße 36 sind hier auch viel weitere Kleidungsstücke zu finden. Weiterhin gibt es hier Bilder von ihr, die erst vor ein paar Wochen geschossen wurden, auf denen sie um einiges dicker ist. Hat sie eine Zwillingsschwester oder eine Wunderdiät gefunden? Oder ist es durch die Transformation zur Medusa geschehen? Denn laut Jake ist es möglich zu einer solchen zu werden.

Da aber ansonsten keine Anhaltspunkte zu finden sind fahren die drei nebst Reyki zurück ins Hotel. Nach Einnahme des Lindwurmsuds, der wirkich ekelhaft schmeckt, wird Desmond kurz fachmännischer versorgt. Schnell werden Blutreste und sonstiger Schmutz abgewaschen, die Kleidung gewechselt und ein Taxi gerufen. Birta will unbedingt mit Luana Ranoccia sprechen. Diese ist nicht "normal" und entweder steckt sie in dem Medusentheater drin, dann wird Birta ihr das Schwert durch den Kopf ziehen, oder sie wird sich auch über die Schlangenfrau wundern. In der Villa angekommen ist es ein wahres Wunder auf die Besitzerin zu stoßen. Überall wird gefeiert. Feier ist hierbei ein zu schwacher Ausdruck, Orgie trifft es besser. Alle Gäste befinden sich in Ekstase und auch Birta muss sich immer wieder ermahnen ihrem selbst gesetzten Auftrag zu folgen. Im Swimming-Pool finden sie dann die rassige Italienerin - nennen wir es "intim planschend" mit ihrem Sekretär. Nachdem sich Birta mittels Räuspern bemerkbar macht, läd die Agenturinhaberin die drei Neuankömmlinge ein mitzufeiern. Auch wenn dies alles sehr verlockend ist, Birta lehnt dies energisch ab. Sie will erst alles geklärt wissen. Schließlich ist ihre Freundin ein übergroßer Briefbeschwerer. Aber auch hier bekommt sie keine Informationen. Luana schenit überrascht zu sein, dass hier eine Medusa gehaust hatte, aber über das generelle Vorhandensein jener Sagenwesen zeigt sie keinerlei Verwunderung. Also ist sie irgendwie im großen Spiel dabei. Birta schlägt weitere Angebote hier zu Feiern aus und kehrt ins Hotel zurück. Dort wird vereinbart, dass Svala zu den Zwergen nach Naströnd geschickt werden soll. Dort wird sie sicher sein.

Mailand Teil 2: Warum ist der Schwan nicht im Süden? Bearbeiten

Am nächsten Mittag kommt endlich die langersehnte Post: Die beiden Speere, die Desmond für Birta angefordert hat, sind da. Noch am selben Tag wird Svala eingepackt und verschickt. Dann geht es in die Luft. Aber dieses Mal nicht mit herkömmlichen Verkehrsmitteln, ganz im Gegenteil. Die beiden weiblichen Götterkinder rufen außerhalb Mailands ihre Reittiere herbei, bzw. lassen sie wachsen während sich der Ire auszieht und zu einem Schwan wird. Einen kleinen Spaß können die drei nicht lassen und fliegen im Formationsflug durch eine Radarkontrolle. Die Carabinieries werden sich nicht schlecht wundern.

An ihrem Zielort angekommen, wie das Artemis-Heiligtum heißt hat sich Birta aus mangelndem Interesse eh nicht gemerkt, werden Reyki und Phaios von der Leine gelassen um für sich selbst zu sorgen. Birta flüstert ihrem treuen Begleiter zum Abschied noch zu, dass er sich nicht erwischen lassen soll. Als sie durch die Nacht spazieren und der Schnee sachte unter ihren Füßen knirscht, fällt den Frauen ein Lagerfeuer auf. Vorsichtig nähern sich die drei dem Feuerschein. Wer mag hier wohl sein? Die Ausgrabungsstätte darf schließlich kein Unbefugter betreten. Sie staunen nicht schlecht als sie einen großgewachsenen und muskulösen Mann sitzen sehen, der sie freundlich begrüßt. Er hat ein klassisch griechisches Äußeres, ein wahrhafter Modelathlet, mit vollem Bart und einer Toga.

Der Zwei-Meter-Mann stellt sich als Prometheus vor und verwickelt die drei in ein philosophisches Gespräch. Er sei ein Freund der Menschen und da sie noch eher Menschen seien, auch ein Freund von ihnen. Aber wenn sie weiterhin ihrem Weg folgen werden, den sie bisher eingeschlagen haben, werden sie unweigerlich ihren Eltern ähnlicher und damit sein Feind, was er bedauern würde. Denn Götter würden sich nicht um die Menschen scheren. Diese Meinung kann Birta zwar nicht teilen, denn ganz nüchtern betrachtet hat sie ihren Vater nie gegen Menschen kämpfen sehen, während Titanenbrut bisher die Agressoren waren. Und gerade von der Prophezeiung über Ragnarok weiß sie, dass Surtur die Welt niederbrennen will. Aber Prometheus nimmt sie ab, dass er freundlich ist. Allein was sie im Internet über ihn findet, sagt nur Gutes. Und sie kennt ja auch einen Riesen, der auf ihrer Seite ist. Freundlich bietet der Titan seine Hilfe an, schließlich besitze er ja auch die Gabe der Vorhersehung und überreicht Delysia noch ein paar Holzmünzen. Wenn sie mit ihm in Kontakt treten möchte, soll sie eine verbrennen. Während sich jene verabschiedet um mit ihrer Mutter zu sprechen, bleiben die anderen beiden noch am Feuer sitzen und reden noch ein bischen mit dem Überbringer des Feuers.

Nach einer kurzen Wartezeit, Birta hat inzwischen herausgefunden, dass Prometheus anscheinend solo ist - schließlich sieht er schon wirklich lecker aus - kommt Delysia auch schon zurück und sie machen sich auf den Weg zu einer Unterkunft. In der Nähe gibt es ein kleines Dorf, welches sich aber schon in der Nachtruhe befindet. Beim dorfeigenen Gasthaus klingelt Birta und teilt dem Besitzer mit wehleidiger Stimme mit, dass zwei durchgefrorene Frauen eine Bleibe brauchen. Und schon eilt der Besitzer herab und lässt die beiden herein. Desmond nimmt er erst gar nicht wahr und als er schon drin ist, kann er ihn auch nicht einfach herauswerfen. Die beiden Frauen nehmen ein Doppelzimmer und das Einzelzimmer bleibt für den Iren. Aus irgend einem unerklärlichen Grund steigt die Halbasiatin aus dem Fenster. Sie möchte wohl noch nicht schlafen. Das ist alles schön und gut, aber Birta will ihre Ruhe. Mit der Bettdecke um ihren Körper gewickelt - ihren Pyjama hat sie schließlich nicht dabei - schließt sie das Fenster und legt sich wieder in das Bett. Aber keine fünf Minuten später klopft es ans Fenster. Und dann wieder. Grummelnd steht sie wieder auf, packt sich die Decke um ihren Körper und öffnet das Fenster. Es kommt so wie es kommen muss und ein Schneeball schlägt in ihrem Gesicht ein. Unten befindet sich Delysia, die mit ihrer Aktion auf den zufriedenen Reyki hinweisen möchte. Jener kratzt an der Wand, da er zu Birta möchte. In seinem Maul hat er das Bein einer Kuh. Seine Jagd war allem Anschein nach erfolgreich. Also springt Birta aus dem Fenster und begrüßt ihren vierbeinigen Freund. Vorsichtig nimmt sie ihm das Bein aus dem Maul und lässt ihn kleiner werden. Den übergroßen Kauknochen legt sie auf das Dach, wäscht mit dem Schnee das Blut aus seinem Fell und wirft ihn durch das Fenster ins Haus und klettert auch wieder hinein. Danach reibt sie ihn trocken und begibt sich ins Land der Träume. Am nächsten Tag erfahren sie, dass neben der gerissenen Kuh, deren Überreste sich im Dorfbrunnen befinden - ein willkommenes Frühstück für Reyki - auch eine Plane durchbrochen wurde. Diese Plane war über ein Ruccolafeld gespannt in welchem sich Hufabdrücke befinden. Auch Phaios scheint gestern nacht gut gespeist zu haben. Nun geht es aber zurück nach Mailand mit einem Zwischenstop in Rom. Dort reicht es gerade noch für ein Besuch im Kolosseum bis sie dann den Zug zurück nehmen.

In Mailand angekommen sind die Götterkinder wieder ratlos. Wie soll nun weiter vorgegangen werden? Um sich die Zeit zu vertreiben wird eine Ballet-Vorstellung in der Mailänder Scala besucht. Für Birta vergeht dort die Zeit wie im Fluge, ganz anders fühlt sich Svanhildur, die dort sogar kurz einnickt. Am Ende der Vorstellung sucht Birta den Hauptdarsteller auf. Vielleicht wurde ja er von einer Muse inspiriert? Aber all ihre Gespräche führen nur dazu, dass er sie auf sein Zimmer einläd. Als sie dort auch nicht mehr erfährt, als dass er sie flachlegen will, bekommt er eine Abfuhr. Nun ist die Nacht noch jung, Birta trägt das extra für die Scala gekaufte silberne Kleid und ist rastlos. In den Club, in dem sie damals nach ihrem Blackout aufgewacht ist will sie nicht, also sucht sie sich einen anderen aus. Und wie es das Schicksal so will trifft sie dort auf Delysia und Desmond. Die Spur mit dem Balletttänzer hat sich als Sackgasse gezeigt. Was also nun? Da sich die Rolle still verhält kann Birta auch keinen Rat geben. Zudem ist sie es zu sehr gewohnt, dass irgend ein helles Köpfchen einen Geistesblitz hat oder mit seinem Wissen brillieren kann. Was macht man also, wenn niemand eine Idee hat? Man klappert alle Adressen ab.

Also fährt Birta wieder in die Villa kurz vor der Stadt. Die anderen beiden gehen auch mit, teils um dort zu feiern teils aus Neugierde. Dort angekommen nimmt Birta aber nicht den üblichen Weg. Sie schleicht sich etwa einhundert Meter den Zaun entlang und springt hinüber. Sie will nicht von Feiernden abgepasst werden - zumindestens nicht, bevor sie an die erwünschten Informationen gekommen ist. Die beiden anderen nehmen den normalen Weg und klingeln. Birta hingegen schleicht über das Anwesen, steigt auf der Rückseite ein und meidet alle Anwesenden. Für diese Aktion zieht sie sogar extra ihre schönen neuen Schuhe aus. Im villaeigenen Swimmingpool findet sie ihre Zielperson: Luana Ranoccia.

Und eben jene Frau hat sogar Zeit für sie. Also sprechen die beiden miteinander. Aber natürlich ist es nicht möglich dies nüchtern zu tun. Birta willigt also ein etwas Wein zu trinken, von dem sie aber erst einmal zur Sicherheit nur dran nippt. Die Isländerin erkundigt sich bei ihr, wo man nach einer Muse suchen könne. Belustigt bekommt sie als Antwort, dass man sie dort suchen solle, wo sie auch angebetet werden. Delysia müsste die Antwort kennen. Zudem offenbart sie sich auf Nachfrage als Mänade - was eine Priesterin Dionyseus bedeutet - als auch eine Tochter eben jenes Gottes. All dies teilt Birta ihrer am Swimmingpool liegenden Begleiterin mit, zieht ihr Kleid aus und planscht eine Runde, trinkt dabei noch etwas Wein, bis sie mit einem gut aussehenden Mann verschwindet.

Als sie am nächsten Morgen aufwacht liegt der "Lustknabe" noch schlafend neben ihr. Gut gelaunt macht sie sich frisch und bewegt sich auf Zehenspitzen zum Swimmingpool um niemanden zu wecken. Dort angelangt sucht sie ihr Kleid und schlüpft hinein. Es wäre wirklich eine Schande dieses teuere und insbesondere schöne silberne Kleid zu verlegen. Dazu noch die Handtasche und die Schuhe aufsammeln und nun heißt es sich etwas essbares zu ergattern. Doch alle Buffets sind abgeräumt. Nach kurzer Suche gelangt sie jedoch in eine große Küche mit einem beinahe begehbaren Kühlschrank. Da keine Personen mit spitzer Zunge anwesend sind greift Birta herzhaft zu. Ein kleines bischen schlechtes Gewissen hat sie schon, aber als sich dann noch das hießige Hausschwein der Besitzerin nähert und mitschlemmt ist es um sie geschehen. Anstatt ihrer üblichen Diät und eher spärlichen Kost greift sie zu kaltem Braten, Tortenstücken und anderen Leckereien.

Noch auf dem Anwesen wird ein Besuchertermin im Verdi-Haus vereinbart. Die Führung soll noch am selben Tag stattfinden. Der Grund dafür ist recht simpel. Man betet Musen in einem Museum an. Leider gibt es davon sehr viele in Mailand. Da die Truppe aber zwei spezielle Musen sucht, die Muse des Tanzes und die der Musik/des Flötenspiels, engt dies die Auswahl ein. Eine ältere und resolute Dame führt die drei herum. Sie sehen eine Art Altersheim für Musiker sowie Verdis Haus. Dort stehen sie eine Zeit lang vor einem Bild, der Maler war anscheinend Michelangelo, welches alle Musen darstellt. Mit einer geliehen Gitarre versucht Delysia mittels Musik ein Ereignis hervorzurufen. Das einzige was geschieht ist, dass sie ihre Führerin verärgern und das Anwesen verlassen müssen. Darauf hin besuchen sie das Museum der Scala, jedoch auch ohne besondere Erkenntnisse.

Aber das Bild im Verdi-Haus lässt insbesondere Delysia keine Ruhe. Deshalb suchen sie diesen Ort wieder auf, dieses Mal aber nachts und ohne Erlaubnis. Spielerisch überlistet die Artemis-Tochter die Sicherheitsvorkehrungen. Birta hängt vorsichtig das Bild ab und dahinter finden sich viele Dossiers. Diese Akten handeln über verschwundene Frauen und Models. Schnell werden diese eingesteckt, das Bild wieder aufgehängt und das Anwesen verlassen. Bei der Durchsicht finden sie eine Adresse, die sich nicht allzuweit von ihrem Aufenthaltsort befindet. Dort verschaffen sie sich heimlich Zutritt und müssen leider feststellen, dass die Wohnung verwaist ist. Im Kühlschrank führen Schimmelkulturen ihren Eroberungsfeldzug und auch ansonsten deutet nichts darauf hin, dass vor kurzem jemand hier war. Und wieder ist es Delysia, die eine Idee hat. Sie schnappt sich die Handynummer des Models aus der Akte und ruft sie an. Unter dem Vorwand, dass Goddess Ink auf sie aufmerksam geworden ist und Interesse an ihr habe versucht sie Kontakt aufzunehmen. Nur ist das Model kurz angebunden und bekundet keinerlei Interesse. Also wieder eine Sackgasse, denn außer der Gewissheit, dass jenes Telefon noch aktiv ist, wurde nichts herausgefunden. Es verschwinden viele Frauen und es besteht die Möglichkeit, dass es ein wahres Medusen-Nest gibt.

Mailand Teil 3: Im Dunkeln fischen Bearbeiten

Es ist spät in der Nacht oder besser gesagt früh am Morgen. Birta hat sich ein Erholungsbad gegönnt und trägt gerade eine Gesichtsmaske auf. So lässt es sich leben. Delysia verschwindet daraufhin in ihrem Bad und lässt es sich auch gut gehen. Vorher teilt sie aber mit, dass Johannes demnächst bei ihnen in Mailand auftauchen wird. Damit niemand ihre Gesichtsmaske sieht, so ist sie nicht präsentabel, verbarikadiert sich Birta so lange in ihrem Zimmer. Soll Desmond doch solange das Empfangskomitee spielen.

Frisch gestylt schlüpft sie dann in legerer Kleidung aus ihrem Zimmer. Es folgt eine kurze Absprache, dass niemand alleine in einem anderen Hotel schläft. Bei dem vermuteten Medusennest ist es unklug alleine zu sein. Johannes schläft auf der Couch, da Desmond Obdach bei Delysia gewährt bekommt. Vorher sprechen sich der Polizist und Birta aber etwas aus und entschuldigen sich beieinander. Eigentlich dachte sie ja nicht, dass dies etwas großartig bringen wird, dennoch fühlt sie sich danach besser. Und sei es nur, weil sie ihren Opa nicht verärgern will.

Nach einer kurzen Nacht und gewonnener Wette bezüglich der Farbe von Johannes Frühstück geht es nach eben jener Mahlzeit an die weitere Planung. Der Deutsche soll seine Kontakte bei der Polizei nutzen um an die "Blitzer"-Bilder zu gelangen und nach den vermissten Frauen zu fahnden. Zusätzlich lässt er noch die Handys der Damen anpeilen. Dann ist wieder Laufarbeit an der Reihe. Nach und nach werden ein paar Wohnungen der Frauen ageklappert. Aber auch hier sind keine neuen Anhaltspunkte aufzufinden. Abends geht es dann auf ein "Rock"-Konzert. Birta legt sich frohen Mutes enge Lederkleidung nebst Kettenaccesoires zu. Es wird mal wieder Zeit auf den Putz zu hauen. Doch hier erlebt sie eine böse Überaschung. Es sind Rockopas auf der Bühne, welche von Querflötengedudel begleitet werden. Hierbei wach zu bleiben ist eine wahre Heldentat. Da sie aber zudem auch nach der vermissten Muse suchen wollten nutzt Birta die Gelegenheit das "aufregende" Konzert zu verlassen und schaut sich hinter den Kulissen um. Hier flirtet sie kurz mit der Security, das Angenehmste am ganzen Konzert, und schaut sich im Backstagebereich um. Auch hier wird sie enttäuscht. Keine Groupies, keine riesige Party. Fehlt nur noch, dass Rheumadecken herumliegen. Um ihre Stimmung aufzubessern geht sie mit den anderen in einen rockigen Club. Dort feiert und tanzt sie mit den anderen und schleift die beiden Männer regelmäßig auf die Tanzfläche.

Die nächsten Tage trainiert sie mit geschlossenen Augen zu kämpfen. Nicht, dass sie nun in die mystische asiatische Kampfweise reinschlittert, nein, der Grund darin liegt an ihren potentiellen Widersacherinnen. Ihr Blick säht Furcht in ihren Gegenübern, wenn nicht sogar der ganze Körper versteinert. Da Desmond dafür wohl zu sanft beseitet ist, führt sie dies mit Svanhildur und auch mit Johannes durch. Aber auch ihre Nachforschungen werden weiter verfolgt. Leider stolpern sie wieder nur in neue Sackgassen. Alle Handys der verschwundenen Frauen sind beseitigt worden. Sie werden in Mülltonnen auf öffentlichen Plätzen gefunden. Da zudem noch ein ordentlicher Spritzer Amoniak hineingeschüttet wurde, ist ansonsten nichts heraus zu finden. Mit ihrem Latein am Ende beschließt die Mehrheit, dass sie sich an ihren neuen Bekannten Prometheus wenden sollten. Auf dem Balkon wird eine der Holzmünzen angezündet, welche auch sofort in Rauch aufgeht. Ein paar Augenblicke später klopft es an der Tür.

Herein tritt Prometheus. Zu Birtas großer Überraschung trägt er heute einen schwarzen Anzug und keine Toga. Aber auch in dieser Kleidung macht er eine sehr gute Figur. Nach einer kurzen und freundlichen Begrüßung kommen sie auch schnell zur Sache und erbitten eine Hellsicht. Laut seiner Vision, an die er sich aber selbst nicht erinnern kann, werden die Götterkinder die gesuchte Person binnen der nächsten Tage sehen. Doch dann wäre es schon zu spät. Auch wäre es möglich eine Person an ihrem abgeänderten Namen zu erkennen, welcher aber trotz allem ihre wahre Identität preisgibt. Der Angriff auf Svala soll kein Zufall gewesen sein. Aber war sie das tatsächliche Ziel und woher wusste die Titanbrut, dass sie hier im Hotel untergekommen sind? Birta, die eigentlich immer noch von einem Zufall ausgeht ist hier komplett ratlos. Auch die Namessache hilft ihr nicht weiter. Das "prügelnde" Model aus Jamaica, welches Birta als potentielle Medusa vermutet hat, ist zudem erst vor kurzem hier. Sie kann nicht der Ursprung der Vorfälle sein. Und dann wird es plötzlich peinlich. Angefangen bei Delysia- wem den sonst?- folgt eine Kuppelei der übelsten Art: Sie bedrängen den Titan und die Isländerin so lange, dass sie zustimmen morgen Abend miteinander auszugehen. Birta soll abgeholt werden. Aber sie weigert sich standhaft einen Platz in einem Restaurant zu reservieren. Das ist die Aufgabe des Mannes. Da allem Anschein die Zeit knapp wird, heißt es sich zu sputen. Inzwischen kommt die Theorie auf, Birta glaubt zwar nicht an jene, dass die Medusa mit einem der beiden Modelagenturen zu tun hat, bei denen sie sich vorgestellt haben. Also wird noch diese Nacht bei Vita-Models eingebrochen. Im Keller finden sie dann auch tatsächlich etwas Außergewöhnliches: Einen Druchbruch zu den Katakomben. Und dort sehen sie in einem Raum, welcher eine Sackgasse ist, zwei angekettete schöne Frauen, die sie als Musen identifizieren. Doch an einer sofortige Befreiung ist nicht wirklich zu denken, auch wenn es in jedem Götterkind förmlich danach brennt dies zu tun und sie schon die ersten Vorbereitungen dafür treffen, denn es halten sich dort 20 Medusen nebst Ober-Medusa Vitalia Perrone auf. Jene, die Birta sehr nett fand, entzieht einer der Musen gerade etwas von ihrer Schönheit.

Um das Kräfteverhältnis etwas anzugleichen wird folgendes vereinbart und auch durchgeführt: Delysia ruft am nächsten Morgen an um ein Treffen mit der Modelagenturinhaberin zu vereinbaren. Diese soll um 15:30 Uhr stattfinden. Kurze Zeit vorher schleichen die Götterkinder in die Katakomben, in der Hoffnung, dass jene nun weniger stark bevölkert sind. Und Tatsache. Zwei Medusen sind aufzufinden, mehr nicht. Da vereinbart wurde, dass Birta ihre Gegner im Nahkampf bindet, wird sie von Delysia mittels einer kurzen Berührung gestärkt. Sie fühlt sich, als könne sie Bäume ausreißen. Sie sprüht gerade so vor Vitalität. Dankbar lächelt sie zurück und stimmt sich auf ihre Mitstreiterin ein. Bewaffnet mit zwei Speeren, einem Breitschwert und von Mitkämpfern umringt ist für Birta eines sicher: Die Schlangen werden sterben.

Zeitgleich schlagen mehrere Projektile in den ersten Schlangenkörper ein. Pistolenkugel, Pfeil und Speer sorgen für den ersten kleinen Sieg. Nun steht nur noch eines dieser Monster. Während Johannes und Delysia weiterhin für einen tötlichen Pfeil- bzw. Kugelhagel sorgen springt Birta mit einem großen Satz über die Medusa hinweg und wirft ihren letzten Speer nach ihr. Dieser verfehlt zwar ihr Ziel, aber falls jene zu einer der Musen will, so muss sie erst an Birta vorbei. Und auch Desmond lässt sich von der Empore herab. Den Kampfverlauf kann Birta nicht wirklich beschreiben, da sie blindlings auf den vermuteten Aufenthaltsort ihrer Gegnerin einschlägt. Und was letzten Endes das Wesen dahingerafft hat kann sie nicht sagen. Aber es ist ihr auch egal. Delysia sammelt fix das Blut der Gefallenen ein, während sich Desmond und Birta daran machen die Musen zu befreien. Er knackt elegant das Schloss während Birta ohne Umschweife die Ketten zerbricht. Desmond bringt daraufhin die Musen zu Luana Ranoccia. Nun bleibt nur noch Teil zwei des Planes: Das Töten von Vitalia Perrone. Hierbei sollten sie aber darauf achten, dass sie sich nicht zu schwer verletzen lassen, schließlich haben sie in ein paar Tagen einen Catwalk entlangzulaufen. Und dies sieht mit Bandagen oder gar Krückstocken gar nicht elegant aus.

Immer noch in der schwarzen Kampfmontur stürmen Delysia, Johannes und Birta nach oben. Erstere hat der Isländerin wieder einen Vitalitätsschub verpasst. Dachte sie vorhin, dass sie Bäume ausreißen könne, so hat sie das Gefühl, sie könne Berge versetzen. Was soll da noch schief gehen? Mit einem Affenzahn stürmen sie an verdutzten und erschrockenen Angestellten und Besuchern der Agentur vorbei und platzen in Vitalias Büro. Die Artemis-Tochter verbarikadiert die Tür, womit die Medusa von ihren Helferinnen abgeschnitten ist. Danach greift sie zu ihrem Bogen während der Euro-Bulle damit beginnt sein Magazin zu entleeren. Noch während sich Birtas Haut mit einem silbernen Glanz überzieht, springt sie auf das Monster zu, schließt die Augen und fordert sie mit einem markerschütternden Schrei heraus. In all dem Chaos versucht sie sich nur auf ihr Gespür zu verlassen, den bei dem Kampfeslärm ist es schwer den Aufenthaltsort der Medusa mittels Hörens wahrzunehmen. Einen ihrer Speere nutzt sie sozusagen als Blindenstock, während sie mit dem zweiten in die Richtung eines Widerstandes sticht. Was sie hierbei aber trifft kann sie nicht feststellen. Sie hofft, dass es keiner ihrer zwei Verbündeten ist.

Immer wieder hört sie die Medusa vor Schmerz aufschreien. Oder ist es Zorn? Mit geschlossenen Augen ist es für sie nicht möglich dies zu beurteilen. Zudem kommt ihr Blut in Wallung. Jeden Treffer von Seiten der Medusa nimmt Birta mit Freuden hin. Dadurch kann sie besser eingrenzen wo sie attackieren muss. Über die Tiefe und Schwere der Verletzungen kann sie sich gar keine Gedanken machen. In ihrem Adrenalinrausch gibt es außer "Zuschlagen" keinen anderen Gedanken. Schließlich verstummen die Kampfgeräusche ihrer Mitstreiter, so dass sie vorsichtig die Augen öffnet. Auch das infernalische Kratzen an die Tür hat aufgehört. Der Grund ist in dem versickernden Blut zu finden. Vitalia ist Geschichte! Birtas Montur hat mehrere luftige Schnitte der Klauen abbekommen, aber anscheinend hat nur ein Streich ihre silberne Haut durchbohrt. Da sie keine Lust hat sich durch ein ganzes Hochhaus zu prügeln oder dort aufgehalten zu werden, schiebt sie den schweren Bürotisch durch das ohnehin schon beschädigte Fenster und springt mit einem weiten Satz in den angrenzenden Park. Elegant landet sie vor zwei älteren Herren, die gerade dabei waren den Tag im Park zu genießen. Sie hält mit den beiden noch ein kurzes Schwätzchen, die allem Anschein der Meinung sind, dass es sich hier um eine Art Film oder Stuntshow handelt. Warum sollte sie ihnen in diesem Fall wiedersprechen?

Mittels Taxi fährt sie dann zum Anwesen von Luana Ranoccia. Sie will sich dort nach den Musen und Desmond erkundigen. Unterwegs nimmt sie einen Anruf von Johannes entgegen. Anschließend treffen sich alle in der Villa.

Mailand Teil 4: "I am a model, you know what i mean and..." Bearbeiten

In der Villa angekommen findet Birta den irischen Vertreter ihrer Gruppe gemütlich liegend mit den beiden dösenden Musen im Arm am Pool. Schmunzelnd erkundigt sie sich, ob alles in Ordnung sei. Dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Die beiden Musen erheben sich und mustern für einen Augenblick die anwesenden Götterkinder. Nach einem kurzen Gespräche, warum sie ihre Gaben in letzter Zeit nicht wirklich nutzen, geben sie Delysia, dem Iren und Birta einen Stubser auf die Nase. Sofort fangen die Beine und Finger an zu kribbeln. Delysia schnappt sich ein Musikinstrument und spielt drauf los, während Birta die Beine schwinkt und tanzt. Einzig Johannes macht da nicht mit. Birta kann sich nicht mehr genau daran erinnern, was die Musen zu ihm gesagt haben, aber er ist ja schon in der Vergangenheit nicht wirkich der Partylöwe gewesen. Nach der kleinen Stippvisite in der "Orgien-Villa" fährt sie schnell zurück ins Hotel. In ein paar Stunden wird sie zum Rendezvous abgeholt. Hierzu muss sie sich noch frisch machen, ein Kleid auswählen, ihre Verletzung kaschieren, und, und, und. Da sie hier nun ausnahmsweise etwas aufgeregter ist, man trifft so eine stattliche Person wie Prometheus schließlich nicht jeden Tag, versichert sie sich Delysias Hilfe als Styleberaterin.

Pünktlich klopft es an der Tür. Der griechische Titan erscheint in einem schmucken Anzug und bringt Blumen mit. Birta sucht sogleich nach einer Vase um die wunderschönen Pflanzen vom Dahinwelken zu bewahren. Dann lässt sie sich von ihm aus der Suite begleiten. Er erkundigt sich bei ihr, wo sie denn hinmöchte, was ihr Lieblingsessen sei. Nach kurzer Überlegung teilt sie ihm etwas verlegen mit, dass dies italienisch sei. Zusammen treten sie durch die Drehtür und...

kommen vor einem kleines Restaurant am Strand heraus. Es hat ein heimeliges italienisches Ambiente. Kein riesiges und prunkvolles Speiselokal. Eher etwas für Insinder. Dort genießen sie die kulinarischen Genüsse Italiens. Birta, immer noch im Tanzfieber, erkundigt sich bei Prometheus, ob er denn tanzen könne und auch wolle. Sie würde so gerne tanzen gehen. Aber auch dies ist für ihn kein Problem. In einem Wimpernschlag sind sie in Südamerika. In einer der Sambaschulen Rio de Janeiros bekommen die beiden passende Kleidung und tanzen bis zur Erschöpfung. Nun gut, sie beide sind nicht so schnell erschöpft, aber jeder Normalsterblicher wäre dies irgendwann gewesen. Gut gelaunt und mit beschwingten Beinen und Hüfte wird sie dann wieder zurückgebracht.

Doch noch immer ist ihre Lust auf das Tanzen nicht gestillt. Also erkundigt sie sich bei der Rezeption nach einer Möglichkeit Ballet zu trainieren. Sie stellt aber unvermittelt klar, dass sie keine Anfängerin sei, nur vielleicht etwas eingerostet. Als Adresse bekommt sie die Universität genannt. Leider macht diese Trainingslokalität erst in ein paar Stunden auf, so dass sie sich noch ein bischen die Zeit totschlagen muss. Aber dann befindet sie sich zwischen all den kleinen und zierlichen Italiener/-innen, die sie zuerst etwas befremdet anschauen. Birta fällt mit ihrer Größe dort doch schon sehr auf. Aber nach kurzem Beschnuppern kommt es zu einem sehr befriedigendem Training, welches sogar Partnerfiguren beinhaltet. Um ihre anderen Verpflichtungen nicht ganz zu vernachlässigen schnappt sie sich nach dem Tanzen noch Svanhildur zum Sparing. Tanzen ist schön und gut, aber damit kann sie sich schwer gegen Angreifer behaupten.

Am Tag vor dem großen Auftritt auf dem Laufsteg geht es zur Generalprobe. Schnell werden die Kleider den jeweiligen Models angepasst. Es ist erstaunlich. Viele dieser Kleider sind gar nicht richtig genäht, sondern nur gesteckt. Einige haben sogar Reißnähte um ein schnelles Wechseln der Vorführmode zu ermöglichen. Und sehr zu Birtas Freude ist sogar das absolute Topmodel Breona Gayle beim gleichen Walk. Sicher, sie bekommt Sonderkonditionen. Sie kann später kommen, darf ihren eigenen Schmuck tragen, aber dafür ist sie nun einmal Nummer Eins. Birta kann es kaum erwarten ihrer Mutter das alles hautnah zu erzählen. Ihr erster Walk und dann gleich mit solchen Kolleginnen.

Mit dem Laufen und präsentieren hat Birta kein Problem. Es ist so als wäre sie dafür geboren worden. Es gibt keinerlei Beschwerden über einen falschen Laufstil, eine schlechte Haltung oder die Art und Weise wie sie sich und die Mode vorstellt. Aber zwei Frauen, das gibt Birta neidlos zu sind besser. TopModel Nr. 1 Breona Gayle und Delysia. Nun vielleicht nicht ganz neidlos, aber zumindest gefasst, schließlich wäre sie schon gern ein bischen mehr im Mittelpunkt. Aber eine kleine Stimme in ihr sagt, dass sie nicht vermessen sein soll, und sich stattdessen lieber über ihr Glück freuen soll. Mit dem Gedanken im Kopf strahlt sie sogleich um so mehr.

Im Hotel angekommen sucht Johannes Birta auf. Eins jener Models, welches bei dem Walk dabei ist, scheint eine alte Bekannte zu sein. Es handelt sich um Monique, mit der Birta aber kein Wort gewechselt hat. Er sorgt sich um sie. Schließlich wurde vor nicht allzu langer Zeit seine Verlobte Spielball in dem Krieg zwischen Götter und Titanen. Birta verspricht ihr sie, wenn es ihr möglich ist, zu schützen. Im Gegenzug wird der Deutsche ein Schwert für sie griffbereit halten. Auf dem Laufsteg gilt soetwas leider nicht als Accessoire.

Dann ist der große Tag. Birta freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Sie wird noch kurz gebeten Breona Gayle anzuschauen. Hiermit ist aber nicht das normale Sehen gemeint, sondern ihre übernatürliche Gabe, die sie durch Thors kleines Geschenk bekommen hat. Jedoch scheint die Jamaikanerin eine normale Frau zu sein. Sie ist einfach in dem, was sie tut, weltklasse. Danach muss sie aber schon ihren Thoranhänger ablegen, da sie ihn nicht zur Mode präsentieren darf. Also gibt sie ihn Johannes zur Aufbewahrung. Falls es hart auf hart kommt und sie ein Schwert benötigt, kann sie gleich ihren Anhänger abgreifen.

Von dem Publikum angespornt wächste Birta über sich hinaus. Sie schwebt praktisch nur über den Laufsteg und reißt mit ihrer Präsenz das Publikum mit. Aber auch wenn die Modepresse höchstwahrscheinlich sehr von ihr begeistert sein wird, Hauptgesprächsthema bleiben wieder Breona Gayle und Delysia. Sie spielen in einer ganz anderen Liga. Diese Kategorie muss eigentlich erst einmal aufgestellt werden, denn weltklasse reicht nicht mehr. Doch bei dem letzten Lauf gerät die Halbasiatin aus dem Gleichgewicht und fällt vom Catwalk. Zum Glück überstehen sie und das Kleid diesen Faux-Pas ohne größere Auswirkungen und Delysia überspielt dies mit großer Routine.

Als nächstes liegt nun die Begleitung einer Muse zu einem Riesen an. Nach dem mehrtägigen Feierchaos in Mailand, bei dem Musen ein kleines Bischen ihre Finger im Spiel hatten, braucht die italienische Stadt wohl eine kleine Erholungspause von den beiden.

London Teil 1: Die weißen Pferde des bärischen Pankrations Bearbeiten

Beim Abschiedsessen in Italien taucht ein alter Bekannter auf. Prometheus begrüßt sie und hat für alle schon bestellt. Keine große Anstrengung für jemanden, der die Zukunft sehen kann. Auch Ben ist aus seinem Dornröschenschlaf aufgewacht und kommt vorbei. Es wird gefeiert und getanzt. Vom Titanen erfahren sie, dass er einige Personen kennt, die sie gerne sehen würden. Um wen es sich dabei genau handelt wil er nicht verraten.

Mit den beiden Musen geht es nach Montreal. Dort soll es das Eiskunstlaufpaar geben, welches einen kleinen Schub benötigt. Nach diesem kleinen Zwischenstop geht es weiter nach Neuseeland. Wie versprochen geleiten die Götterkinder die Muse zu ihrem Riesen. Dieser ist dermaßen begeistert, dass er ein kleines Lied spielt und Birta eine Nasenflöte schenkt. Es ist ja alles schön und gut. Aber eine Nasenflöte? Wirklich? Sie soll sich vor allen anderen ein Stück Holz in die Nase stecken und Töne herausquälen? Was für eine Ehre... Da wurde sie schon wegen weniger aufgezogen.

Zum Glück meldet sich die Schriftrolle bald wieder. Den Text versteht Birta mal wieder nicht. Daran hat sie sich inzwischen gewöhnt. Sie lehnt sich zurück und lässt die anderen grübeln. Sie versteht nur folgendes: Sie fliegen nach London und werden einen grünen Mann aufsuchen. Ihr kommen aberwitzige Bilder von Leprechauns in den Kopf. Aber bevor sie Richtung Oxfordshire aufbrechen, dort sollen diese Hügel mit den weißen Pferden sein, machen sie noch London unsicher. Ben ist für die Truppe leider wenig alkoholgeeignet, so dass er auf dem Rückweg von Birta getragen wird und ihr beinahe die Kleidung verschmutzt, als der Alkohol wieder seinen Rachen verlässt.

Beim White Horse Hill angekommen laufen sie einen kleinen Pfad entlang. Sie spüren ein seltsamen Kribbeln, dass sie an ihren Besuch bei Sojobo wahrgenommen haben. Probeweise zieht Birta ihr Handy hervor und sieht ihre Vermutung als bestätigt. Ein fehlendes Mobilfunknetz zeigt ihr, dass sie sich in einer anderen Welt befinden. Schließlich treffen sie auf einen grünen Mann. Der Grüne Mann ist tatsächlich grün und eine Art Personifizierung der Natur. Zumindest sieht Birta das so an. Neugierig erkundigt sich, ob es auch eine Grüne Frau gebe, im Zeichen der Gleichberechtigung eine ihrer Meinung nach verständliche Frage. Doch Delysia interpretiert dies falsch und wirft ihr amüsierte Blicke zu. Aber auch das, was sie von dem Wesen erfahren ist Birta nicht verständlich. nun heißt es für sie abwarten und die anderen werden das schon planen. Und tatsächlich wird ihre Erwartung nicht enttäuscht. Irgendeine Bärenmutter muss aus dem Sauerland mit ihrer getragenen Frucht nach Bern gebracht werden. Dies klingt wahnsinnig verständlich. Aber was bringt es sich den hübschen Kopf zu zerbrechen? Nichts.

Während sich Johannes und Ben artig zur Nachtruhe begeben, ziehen die restlichen drei Götterkinder noch einmal durch London. Schließlich müssen sie morgen schon weiterreisen. Da sollte man die Möglichkeit nicht verstreichen lassen und noch etwas in der Metropole London feiern gehen. Und natürlich zieht es sie auch zum dem Riesenrad "Eye of London". Da Svanhildur auf Reyki acht gibt, kann sich Birta ohne Rücksicht auf Verluste amüssieren. Gerade als die Tür des Riesenrades schließen will tritt ein großer, breitschultriger und charismatischer Mann ein. Falls er eine Begrüßung grummelt, dann verschwindet sie in seinem Bart. Sofort umfasst Birta ihr kleines Schmuckstück murmelt einige Worte und blinzelt. Und tatsächlich, dieser Mann ist mehr als ein gutaussehender Mann. Göttliche Kraft steckt in ihm und diese ist um einiges stärker ausgebildet als bei der Gruppe. Leise teilt sie dies ihren beiden Begleitern mit und kurz darauf wird eben dieser Fremde mit Fragen bombardiert.

Sichtlich unwohl beäugt jener das Trio. Mit einem Seufzen teilt er mit, dass es sich bei ihm um den sagenumwobenen Herakles handelt. Der Sprößling Zeus, der unmenschlich schwere Aufgaben bewältigt hat. Sein Freund Prometheus habe ihm vorgeschlagen, dass er die Truppe treffen sollte. Er habe schon einiges von ihnen gehört und freue sich, dass sie Freunde der Menschen seien. Er bietet sogar seine Hilfe als Lehrer an. Er verteilt deshalb seine Visitenkarte, auf der Kevin Sorbo steht (er will es diesem Plagiat heimzahlen in dem er in dessen Namen Hotelzimmer und ähnliches verwüstet), damit sie ihn erreichen können. Sie unterhalten sich während der Fahrt recht vergnügt als Birta schließlich auf die Äußerung des Feuertitanen zurückkommt. Schließlich hat es gehießen, dass ihr nächster "Besuch" auch tanzen könne. Mit einem weiteren Seufzen willigt der griechische Gott ein. Schließlich sei er schon vorgewarnt worden. Also verschwinden die vier in den nächsten Club. Da das Quartett nun aus zwei Frauen und zwei Männern besteht ist das Tanzen kein Problem. Es wird fleißig rotiert. Birta kann natürlich nicht anders als Herakles etwas auf den Zahl zu fühlen. Als er sie jedoch als H.O.N.K. (Hilfskraft ohne nennenswerte Kampffähigkeiten) bezeichnet platzt ihr der Kragen. Fest schlägt sie mit der flachen Hand auf seine Brust, was aber nur zu einem lauten Klatschen führt. Da hätte sie an einer Zementmauer mehr Erfolg gehabt.

Erzürnt wechselt sie sofort den Tanzpartner und schwingt mit Desmond das Tanzbein. Als er sich erkundigt, welche Laus ihr denn über die Leber gelaufen sei, gibt sie ihm im Affekt einen Schubser. Leider sind die beiden Männer jedoch von unterschiedlichem Kaliber. Während ersterer ihre Berührung wohl eher als Mückenstich wahrgenommen hat, fliegt der Ire durch den halben Club und landet an der Bar. Sofort ist Birta bei ihm und entschuldigt sich verlegen. Das hat sie nicht gewollt. Aber ansonsten hat dieser Vorfall keine größere Auswirkungen, da Desmond an der Theke schon eine kleine Runde spendiert hat um die anderen Gäste zu beruhigen.

Auf dem Heimweg, bevor Herakles sie verlassen kann, will es Birta noch einmal wissen. Sie lässt sich etwas zurückfallen, passt den Moment ab, bis der Grieche auf einem Bein steht und springt ihm voller Wucht ins Kreuz. Das muss doch reichen, damit er wenigstens etwas strauchelt. Aber nein! Birta prallt im wahrsten Sinne des Wortes an ihm ab. Ruhig dreht sich der großgewachsene Mann um und mustert sie. Er teilt ihr mit, dass er unter anderen Umständen Satisfaktion fordern müsste. Nun reicht es Birta entgültig. Was heißt hier andere Umstände? Ist es weil sie eine Frau ist? Oder liegt das an seiner Einstufung als "H.O.N.K."? Zischend entgegnet sie ihm, dass sie ihm gerne zur Verfügung stehe und wie er sich diese Satisfaktion denn vorstelle? Als Antwort bekommt sie zu hören, dass dies normalerweise mittels Pankration geregelt wird. Sofort willigt Birta ein, nur um dann im nächsten Atemzug zu fragen um was es sich dabei handle. Sie erfährt, dass dies eine alte griechische Sportart sei, die eigentlich nur von Männern ausgeübt wird/wurde. Normalerweise würde sie nackt ausgeübt, jedoch dürfe sie sich ihre Blöse bedecken. Der Gewinner ist, der bei Bewusstsein bleibt oder überlebt. Er würde sich jedoch Mühe geben sie nicht zu töten. Die einzigen Einschränkungen sind Angriffe gegenüber den Augen und den Genitalien. Wo sie das wohl auf die Schnelle erlernen kann? Denn sobald sie den schwangeren Bären in Bern abgeliefert hat, will sie ihre Schuld begleichen. Niemand soll sagen können sie würde sich verstecken.

Weilerbach Teil 1: In Deutschland schlagen die Bäume auch im Winter aus Bearbeiten

Am nächsten Morgen geht Birta früh mit ihrem vierbeinigen Begleiter spazieren. Schließlich benötigt er etwas Auslauf und auch Birta freut sich über das bisschen Bewegung. Um es ihren Mitreisenden heimzuzahlen besorgt sie beim hiesigen Konditor vier Sahnecremetorten. Schließlich verlocken diese sie immer mit derartigen Süßspeisen. Reyki hingegen bekommt ein großes Stück Rind vom Fleischer. Dieser ist in letzter Zeit zu kurz gekommen, und so will sich die Isländerin entschuldigen. Noch während sie mit den vier Torten auf dem Weg zu ihrer Unterkunft ist, wird sie von Penny angerufen. Diese will wissen, wo sich Birta aufhalte. Völlig verdutzt nennt sie ihr die Straße und daraufhin wird aufgelegt. Als Birta daraufhin zurückruft um sich zu erkundigen, was dieses seltsame Telefonat bedeuten solle erreicht sie wiederum nur Sarah Dunn. Verärgert ruft sie daraufhin bei Fenna an. Auch hier erfährt sie nichts genaueres. Im Gasthaus angekommen erhält sie wieder einen Anruf von ihrer "Chefin". Und wieder wird die selbe Frage gestellt: "Wo bist du gerade?" Nach der Antwort ist das Telefon schon tot. Nun gut, das Spiel können auch zwei spielen.

Schnell die Torten abgestellt, und hoch zum Duschen. Schließlich muss sie sich noch frisch machen, bevor es weitergeht. Als sie aus der Dusche kommt findet sie eine halbe Torte in ihrem Zimmer. Wie gemein! Warum wird ihr denn nun Torte hingestellt? Die anderen wollen wohl, dass sie fett und rund wird. Mit absoluter Selbstbeherrschung dreht sie der Torte den Rücken zu und kleidet sich an - nur um später doch ein schmales Stück abzuschneiden und zu naschen. Sie spürt förmlich wie die Pfunde sich bei ihr ansetzen. Und dann klopft es zu allem Überfluss auch noch an ihrer Tür. Fenna will reingelassen werden. Was macht die denn auf einmal hier? Das hat bestimmt etwas mit den seltsamen Telefonaten zu tun. Das restliche Stück Torte verschwindet in Birtas Mund, die daraufhin noch einmal ihr Gesicht im Spiegel kontrolliert. Gut, keine Sahnereste zu sehen. Fix wird der Teller in den Schrank gestellt und die Tür geöffnet.

Viel Zeit zur Wiedersehensbegrüßung bleibt nicht. Schnell muss gepackt werden. Zu Birtas Enttäuschung kennt auch Fenna dieses Pankration nicht. Langsam werden die möglichen Lehrer knapp. Zusammen düsen sie zum Flughafen. Während der Fahrt, und auch später noch, fühlt Penny den "Neuen" auf den Zahn. Wer sie denn seien und der restliche Krams. Birta hingegen, die es leid ist immer nur Sarah Dunn am Telefon zu haben antwortet auf die meisten Fragen nur, dass sie doch ihre Assistentin fragen soll, denn dafür hätte sie sie doch. Im Privatjet geht das Fragespiel dann weiter. Als Birta aufsteht und sich ein Getränk zu holen reagiert sie auf einen Ruf nur knapp mit "Ich bin nicht im Dienst!". Und tatsächlich, da erlaubt sich die fragende Person Birta als die Privatstewardess des Fluges benutzen zu wollen. Aber nicht mit ihr. Für sich und Fenna, die neben ihr sitzt, bringt sie je ein Getränk zurück - und eins wirft sie dem Schreihals entgegen.

Direkt nach der Landung geht es weiter. Dank des Privatjets ist das erneute Waffenbesorgen unnötig. Prakltisch so ein Flieger. Mit zwei gemieteten Autos geht es nach Weilerbach. Dort soll vor Jahrhunderten die Bärengöttin zuletzt gesehen worden sein. Sie soll einen römischen Kaufmann oder etwas in der Art beschützt haben. Na dann. Im Örtchen angekommen mieten sie sich erst einmal in der Pension ein. Die Zimmervergabe ist seltsam. Lauter Doppelzimmer und jeder soll sich einen Schlüssel nehmen. Birta geht noch mit Reyki spazieren und als sie zurückkommt schnappt sie sich einen Schlüssel. Doch bevor sie auf ihr Zimmer gehen kann, wird sie von Johannes abgepasst. Er habe ihr etwas zu zeigen. Schulterzuckend folgt sie ihm ins Zimmer. Dort erblickt sie einen großgewachsenen und dürren Geist in Gestalt eines dänischen Kriegers. Er wird als Ivar der Knochenlose vorgestellt und ist tatsächlich immateriell. Birta kann hindurchfassen. Anhand was sie verstanden hat, wurde jener Kriegshäuptling von Tyr geschickt um dessen Sohn zu leiten. Leider hat Birta Probleme sich mit der Erscheinung zu unterhalten, da sie dessen Sprache nur ableiten kann und viel raten muss. Außerdem ist der Geist eher schweigsam. Danach wird der Geist auch Delysia und Desmond vorgestellt. Danach verschwindet Birta in ihr Bett. In dem kleinen Kaff ist es schwer etwas zu unternehmen.

Morgens aufgewacht stellt Birta fest, dass sie mitten in der Nacht eine SMS erhalten hat. Johannes hat sich nachts alleine auf den Weg gemacht und sich schon einmal umgeschaut. Das was er schreibt erscheint ihr sehr seltsam und abenteuerlich. Andererseits waren die letzten Erlebnisse alle nicht ganz normal. An ihrem Zielort soll es "Kinder des Erlkönigs" geben. Diese sich bewegenden Bäume wären "feindlich". Kopfschüttelnd liest Birta dies. Ihr wird vorgeworfen nicht klar zu denken, und dann macht sich der "Vernünftigste" alleine auf den Weg. Er kann von Glück reden, dass hier keine Fenriswölfe waren. das wären nicht die ersten hier in Deutschland gewesen. Naja, wenigstens weiß sie nun, gegen was der Kampf geht. Kurz überblickt sie ihr Waffenlager: Kettenhemde, Breitschwerter, Saxe und Speere. Nicht das Ideale gegen Bäume. Beim Frühstück erzählt sie den anderen, die schon wach sind, von den Neuigkeiten und sie beschließen zusammen zum Baumarkt zu gehen. Der Polizist ist immer noch nicht da. Jedoch deckt sich die Erzählung mit Bens Traumvision. Er hatte irgendwas von Gefahr im Wald und einem unheimlichen Knarzen erzählt.

Auf ihrem Spaziergang zum Baumarkt, Birtas vierbeiniger Beschützer benötigt schließlich Auslauf, treffen sie auf Johannes. Dieser hatte den selben Gedanken und schon fleißig eingekauft. In seinem Repertoire hat er zwei Kettensägen und drei Äxte. Beim Probehalten einer dieser Äxte entscheidet Birta, dass sie selbst ihr Glück im Baumarkt versuchen will. Vielleicht gibt es ja noch größere Äxte. Aber leider wird so dort nicht fündig. Auf ihre freundliche Frage, ob sie die kleinen Äxte, die sie vorhat als Wurfäxte zu benutzen, einmal probebenutzen dürfe reagiert der Verkäufer sehr erstaunt. Und leider wird ihr ihre Bitte nicht gestattet. Naja was solls. Mit drei improvisierten Wurfäxten macht sie sich auf den Weg zurück. Desmond hat einen Sprühkanister und noch mehr mitgenommen. Keine Ahnung was er da genau hat, aber wehe ihr fallen deshalb die Haare aus.

Gegen Mittag macht sich die vereinigte Truppe auf den Weg. Auf dem Parkplatz zum Wanderweg halten sie an. Hier klärt Johannes mit einigen Familien, die zu ihrem Wanderausflug aufbrechen wollten, etwas ab. Leider versteht sie die Sprache nicht. Dann werden die Wege mit Absperrband blockiert. Das Alibi heißt "Baumfällarbeiten". Ja, das ist nicht einmal gelogen, denn dies haben sie ja schließlich vor. Sobald die Luft rein ist bewaffnet sich Birta. Zu ihrer Daunenjacke-Jeans-Stiefelkombination trägt sie stilecht ein Breitschwert an der linken Seite, eine Sax an der anderen, drei Wurfäxte hinten im Gürtel, einen Speer in der linken Hand und die große Axt lässig über die rechte Schulter gelegt. Hoffentlich wird dies reichen - naja notfalles gibt es hier noch überall Keulen. Schlielich befinden sie sich im Wald. Am Zielort ist die Taktik schnell ausgearbeitet. Johannes, Birta und die Skjalmö werden sich ins Getümmel werfen, auf einem Überhang positionieren sich Delysia, Ben und Desmond, während Penny das alles aus der Entfernung mittels Feldstecher beobachtet.

Mit unheimlichen Knarzen kündigen sich die Waldschrate an. Es sind allem Anschein zwei ihrer Art. Eine erbärmliche Verteidigung. Während Birta den Speer in den Boden rammt und die Axt in ihre linke Hand wechselt hat Johannes schon seine Pistole gezückt. Treffsicher dringt die abgefeuerte Kugel in den Gegner ein. Rinde blättert ab, jedoch wird der belebte Baum nicht langsamer. Also steckt der Polizist seine Knarre wieder weg. In der Zwischenzeit hat Birta mit ihrer nun freien rechten Hand die erste Wurfaxt ergriffen und schleudert sie einem borkigen Widersacher entgegen. Dieser Wurf war gut gezielt. Der Axtkopf rotiert optimal und die Schneide dringt tief ins Holz ein und bleibt stecken. Von ihrem Erfolg angespornt folgen die nächsten beide Äxte. Bei der zweiten trifft aber leider nur der Axtkopf den Baum, so dass er ohne Erfolg abprallt, während der dritte Wurf seitlich vorbeischrammt. Dann folgt sie mit erhobener Axt Johannes, der schon kettensägenschwingend dem angeschlagenen Waldschrat entgegeneilt.

Die abgelenkten Waldschrate sind das perfekte Ziel für die Truppe auf der erhöhten Position. Molotivcocktails regnen auf den zweiten Baum hinab und entzünden sein Blätterwerk. Das lässt jener nicht auf sich sitzen und wendet sich der anderen Truppe zu. Johannes, dessen erster Hieb auch an der harten Rinde scheiterte versucht es nun anders. In der Hoffnung den ausschlagenden Ästen ein schlechteres Ziel zu bieten und zudem noch eine verwundbarere Stelle zu finden springt er kurzerhand etwas in den Baum und balanciert auf den Ästen herum. Birta hingegen vertraut ihrer Holzhammermethode. Sie dreht die Axt herum und haut mit voller Wucht den Axtkopf auf die bereits im Stamm steckende Wurfaxt. Leider spaltet sich der Baum nicht ganz, jedoch zeigt sich schon eine deutliche Spalte. Aber auch der Waldschrat ist nicht untätig. Da Birta sich sicher war dem Baum den Todesstoß zu verpassen ist sie in ihrer Defensive etwas unaufmerksam. Als Folge schleudert sie ein mächtiger Astschwinger durch die Luft. Kopfschüttelnd um wieder klar zu sehen steht sie auf und fasst sich an ihren schmerzenden Brustkorb. Ein paar Rippen werden mindestens angeknackt sein, wenn nicht sogar schlimmer.

In ihrem Blickwinkel sieht sie wie Delysia ihren sicheren Platz verlässt. Ohne Anlauf zu nehmen springt sie auf den Baum und wirft dabei ihre Axt. Ihr Plan geht aber nicht ganz auf, denn die Axt bleibt nicht in der dicken Rinde stecken sondern prallt ab und verschwindet im Dickicht. Aber so leicht gibt sich die Halbasiatin nicht geschlagen. Elegant landet sie im Baum, balanciert dort einen Sekundenbruchteil und ruft schon nach einer Axt. Im anderen Baum steht Johannes und säbelt mit seiner Kettensäge herum. Ob er Erfolg damit hat, weiß Birta nicht, aber eine Menge Sägespäne wirbeln herum. Grummelig stapft Birta auf den Baum zu. Wie Wasser, das ein Objekt umspült, verfärbt sich ihre Haut silbern. Mal sehen was der dämliche Baum damit anrichten kann. Demonstrativ baut sie sich vor ihm auf und brüllt ihn an, er solle sie noch einmal hauen.

Inzwischen züngeln die Flammen in dem Baum, in dem sich Delysia befindet immer höher. Irgend jemand hat da noch mehr brennbares Material hineingeschüttet. Aber in all dem Chaos kann Birta den Brandstifter nicht ausfindig machen. Leichtfüßig springt Delysia in die Krone des anderen Waldschrates. Weniger leichtfüßig landet Ben im brennenden Baum. Als Desmond mit seinem "Pflanzentod" dem angesenkten Baum den Rest geben will, kommt es zu einer Stichflamme, die auch den Taxifahrer etwas versengt. Der andere Waldschrat hingegen nimmt Birtas Angebot dankend an und verpasst ihr eine Breitseite. Schon befindet sie sich von der Wucht des Schlages nach hinten geschleudert, als sie schon nach einem Schritt von der Luft sanft gebremst wird. Breit grinsend lässt sie ihre Axt tief in den Stamm fahren. Immer wieder schlagen sie aufeinander ein, bis der Waldschrat endlich zusammenbricht. Aber auch Birta hat Federn lassen müssen. Sie atmet schwer und hat mehrere Knochenbrüche. Doch noch ist der Kapf nicht zu Ende.

Mit einem kräftigen Ruck zieht sie an der sich noch im Stamm befindenden Wurfaxt und wirft diese mit einer fließenden Bewegung zu Delysia, die vorher laut nach einer Axt gerufen hatte. So zumindest ist der Plan. Denn nur der  Axtstil segelt zu ihrer Kampfgefährtin, die sich inzwischen wieder auf den sicheren Vorsprung überhalb des Kampfplatzes zurückgezogen hat. Das Blatt steckt einfach zu fest im Stamm. Inzwischen wird der letzte und zudem brennende Waldschrat von allen Seiten bearbeitet. Johannes, Birta und die beiden Skjalmö bekämpfen ihn zu Fuß am Boden, während Ben in dessen Krone steckt und Desmond und Delysia ihn von oben bearbeiten. Doch die Brandbomben, Molotovcocktails und sonstigen entflammbaren Flüssigkeiten sind nicht nur für den Baum eine Gefahr. Der deutsche Polizist wälzt sich zwischendurch im Schnee um das Feuer loszuwerden, Birta muss ihre glimmende Wollmütze wegwerfen und Ben fällt verbrannt aus dem Baum. Daraufhin sucht er bei Penny Gesellschaft und bleibt in der Ferne und in Sicherheit. Dass er sich noch auf den Beinen hält grenzt an ein Wunder.

Während der Kampf seinen Höhepunkt erreicht greift Delysia nach ihrem Handy. Sie ruft ihren Bekannten Jake an und erkundigt sich bei ihm, ob er etwas von "einem toten oder noch brennenden Waldschrat" gebrauchen kann. Sie scheint ein großes Vertrauen in den Ausgang des Kampfes zu haben. Aber den hat nicht nur sie, denn auch Birta hegt daran keinen Zweifel. Sie ist zu stur um überhaupt daran zu denken, dass sie unterlegen könnten. Sie mögen angeschlagen sein, doch noch lange nicht geschlagen. Unzählige Treffer muss der Baum erleiden, und das nicht nur von Birta. Als der Waldschrat zu einem mächtigen Hieb nach ihr ausholt sieht sie ihre Chance. Sie zapft ihre letzten Kraftreserven an und springt dem nach vorneschnellenden Ast entgegen. Mit aller Wucht, die sie aus ihren schmerzenden Muskeln noch hervorbringen kann katapultiert sie die Axt nach vorne. Die Schneide säbelt durch den Ast und versinkt tief im Baumstamm. Dieser knarzt, gibt ein reißendes Geräusch von sich und der Waldschrat kippt nach vorne über zu Boden. Dort befindet sich Birta, aber im Gegensatz zu allen anderen sieht sie es nicht ein zur Seite zu weichen. Zu groß ist das Hochgefühl, welches in ihr pulsiert. Mit einem Schrei "Baum fällt" wappnet sie sich dem Aufschlag. Ihre dünnen Ärmchen sind zum Bersten angespannt, als sie den Stamm abfängt. Die Wucht und Masse zwingt sie in die Knie. Mit gefletschten Zähnen, hervortretenden Adern und hochrotem Kopf stemmt sie das nun tote Holz in die Höhe um es an die Wand zu werfen. Immerhin gelingt es ihr sich dabei nicht selbst zu begraben.

Schwer schnaufend sammelt sie ihre Siegestrophäe ein - den abgetrennten Ast des letzten Waldschrates. Johannes selbst entscheidet, dass er lieber einen Harzklumpen als Erinnerungsstück sein eigen nennen möchte. Dass die beiden Waldschrate einmal belebtes Holz waren, ist nicht mehr zu erkennen. Sie sehen nun wie schwer mitgenommene und diletantisch gefällte Baume aus. Hinter der Inschrift ist nun aber eine Höhle sichtbar. Und als die Gruppe diese betretet findet sie eine schlummernde, dunkelhaarige und nackte Schönheit. Diese "Menschenfrau" scheint die schlafende Artio zu sein. Der erste Schritt der Prophezeiung ist vollzogen.

Bern Teil 1: Nichts geht über Bärenmarke... - "Die erste Regel des Fight Clubs..." Bearbeiten

Doch so einfach wie erhofft ist es leider nicht. Unser "Zuchthengst" Ben ist zu erschöpft. Die anderen Vertreter des sogenannten Geschlechtes werden von der wunderschönen Artio nicht gedulded. Sie geht sogar so weit, dass sie die Männer mit einem kräftigen wenn auch müden Schwinger vertreibt. Zumindest wenn man durch die Luft segeln lassen mit vertreiben vergleichen kann. Da es aber irgendwie unsinnig wäre sie hier liegen zu lassen, lässt sich Birta kurzerhand überreden sie aufzuheben und ins Gasthaus zu bringen. Dort legt sie die Bärengöttin in ihr Bett und deckt sie zu. Nur weil sie geschwängert werden muss, heißt das nicht, dass sie zur ständigen Fleischbeschau der Männer herhalten muss.

Svanhildur meint es mit dem kreolischen Taxifahrer zu gut. Sie flößt ihm etwas von dessen leckerem Met ein. Ja, dem Göttermet. Somit ist für alle Anwesenden klar, dass der geplante Samenspender nicht rechtzeitig das Bewusstsein zurückgewinnen wird. Nun muss Ersatz her. Johannes lehnt sofort ab. Zu tief scheint noch der Schmerz über den Verlust seiner Verlobten zu sein. Also muss Desmond, ob er will oder nicht, in die Bresche springen. Warum sich alle so zieren, kann Birta nicht verstehen. Artio ist eine wahre Schönheit, dafür kann man einige Blesuren doch in Kauf nehmen. Der Ire versucht wiederholt der bärischen Schönheit näher zu kommen. Doch sein Erfolg, beziehungsweise eher das Ausbleiben eben jenes, ist ernüchternd. Den einzigen Eindruck, den er hinterlässt, sind Dellen in der Wand.

Um den Aufforderungen und Vorschlägen der anderen zu entgehen ist Birta in nächster Zeit oft mit Reyki unterwegs. Falls es ihren vierbeienigen Freund wundert, so äußert er sich zumindest nicht verwirrt sondern genießt das Spazieren. Um sich die Zeit zu vertreiben lässt sie sich sogar überreden mit Johannes zu trainieren. Aufgrund ihrer Verletzung hält sie sich sogar zurück und schlägt nicht wie gewohnt wild herum. Schließlich soll es nicht auffallen, dass sie immer noch mit Schmerzen zu kämpfen hat. Während der Wartezeit, Desmond besorgt falsche Papiere für Artio, bestellt sich Birta drei Wurfäxte von dem schwedischen Schmied Granför Bruk. Und mit breitem Grinsen "verklickt" sie sich beim Bestellen eines Bärenkostüms. Die Deutschen haben da einen lustig aussehenden Bären einer Kondensmilchfirma. Als Lieferadresse wird das von Johannes gemietete Ferienhaus unweit von Bern angegeben. Zwei Tage später bricht die Truppe endlich auf. Birtas Wunden sind kuriert und Artio passt zum Glück in Birtas Kleidungsstücke. Nach einer ereignislosen Fahrt erreichen sie eben jenes Häuschen. Der nächste Schritt ist getan.

Abends geht es auf die Piste. Jedoch nicht auf die Skipiste sondern ins Berner Nachtleben. Nebenbei wird auch der Eingang der Höhle gesucht. Eine schwere Eisentür versperrt den Eingang. Aber allem Anschein ist sie nicht einbruchssicher, sondern soll primär verhindern, dass ein paar Taugenichtse dort hineinstolpern. Der einzige Nachteil ist, dass sich dies mitten in der Innenstadt befindet. Aber ein bischen Aufmerksamkeit hat noch nie geschadet. Spät in der Nacht kehren die Partymenschen ins abseits gelegene Ferienhäuschen ein. Die Nacht währt nicht lange, denn früh am nächsten Morgen klingelt es an der Tür. Etwas verschlafen und im Pyjama tappst Birta an die Eingangstür und erblickt den Paketboten. Ein leicht hytserischer Freudenschrei, der nur zum Teil gespielt ist, hallt durch das Haus. Ihr Äxte sind da und, noch viel wichtiger, das Bärenkostum. Sie umarmt den verdutzten Paketboten, entreißt ihm die Pakete, gibt ihm einen Abschiedskuss und schlägt mit ihrer Verse die Tür vor dessen Nase zu. Breit grinsend überreicht sie Desmond das für ihn bestimmte Paket.

Ohne viel Gegenwehr zieht jener die Verkleidung an. Es fällt Birta schwer nicht laut loszulachen. Er sieht einfach urkomisch aus und trägt zudem noch die Milchkaraffe samt etwas Milch. Pennys kritischem Blick fällt sofort das Wesentliche ins Auge. Also schnappt sie sich eine Schere und schneidet in der Leistengegend ein Loch hinein. Ein geschlechtsloser Bär kann sich schließlich nicht paaren. Vorsichtig nähert sich der Plüschbär der schlafenden Artio. Seiner Berührung folgt dieses Mal aber nicht ein Schwinger. Nun wird Desmond sofort ergriffen und in eine feste Umarmung gezwungen. Diese ist jedoch so stark, dass er sich da kaum bewegen kann. Von dem Vollzug des Geschlechtsakt ist er damit immer noch einen weiten Schritt entfernt. Die einzige Möglichkeit sich zu bewegen ergibt sich nur wenn er den Kopf absetzt. Dann scheint Artio ihn sofort als Nichtbären zu erkennen und schleudert ihn durch die Luft. Da dies also noch eine Zeit lang dauern wird und Birta nicht gerade zu den Voyeuren gehört geht sie raus. Zudem kann sie dann endlich ihre neuen Wurfäxte testen. Johannes folgt ihr und erbittet eine grundlegende Erklärung in der Benutzung dieser Waffen. Warum auch nicht. Viel weiß sie zwar nicht, aber sie zeigt ihm, wie sie vorgeht.

Doch seine Neugierde ist damit noch lange nicht gestillt. Er erkundigt sich bei ihr über Waffen, ob es stimme, dass Waffen besonders sind, sobald sie einen Namen haben. Birta ist hier jedoch komplett überfordert. Waffen mit einem eigenen Namen? Das klingt in ihren Ohren seltsam. Das sind doch keine Persönlichkeiten wie zum Beispiel ihr treuer Reyki. Sie schlägt ihm vor Brokk zu fragen. Da er ihn jedoch nicht erreichen kann, ruft sie den Zwergen kurzerhand an und verbindet ihn an den Polizisten. hierbei erfährt sie nebenbei, dass die kleinen bärtigen Meisterschmiede und Bergleute aus dem "Geschenk" Zahn des Kindes des Zipocna für sie einen Dolch hergestellt haben. Gerührt nimmt sie sich vor bei den kleinen trinkfesten Freunden vorbeizukommen. Danach gehen Johannes, Delysia und Birta noch etwas Skifahren. Schließlich tut sich in der Hütte noch nichts.

Der aufgrund des Misserfolges nachdenkliche Johannes holt sich bei einem französischen Kollegen Informationen ein. Ihm zufolge wird eine Höhle benötigt. Also erkundigt sich der Deutsche nach umliegenden Höhlen. Jedoch stellt sich zwei Tage später heraus, dass es mit dieser Theorie nicht funktioniert. Nach dem altbewährten Try-And-Error-Prinzip wird nun in der Nacht die "Berner" Höhle aufgesucht. Und tatsächlich scheint es zu funktionieren. Die sonst so schläfrige Artio schlägt die Augen auf und führt den im Bärenkostüm steckenden Desmond tiefer in die Dunkelheit. Birta hält mit Johannes vor dem Eingang Schmiere. Nicht dass ahnungslose Feiernde in das tierische Ritual reinplatzen. Einige Zeit später kommt ein zufriedener Ire heraus und teilt mit, dass nun alles erledigt sei.

Damit ist nun der Auftrag erledigt, die Schriftrolle bleibt stumm und alles scheint ruhig. Der richtige Zeitpunkt um Herakles anzurufen, da sie ihr Versprechen halten will. Schließlich soll er sie nicht als eine wortbrüchige HONK halten. Hierbei erlebt sie jedoch eine unangenehme Überraschung. Statt eines Kampfes unter vier Augen oder in kleinem Kreise will der griechische Muskelmann ein Spektakel daraus machen. Da muss Birta nun aber schon schlucken. Er will ein "Olympia"-Stadion füllen. Da sie den Ort auswählen darf, entscheidet sie sich für das altertümliche Stadion und nicht das moderne. Hier hofft sie, dass weniger Besucher kommen und wenn schon welche kommen, dann bitte "besondere" Gäste und nicht normale Menschen. Am Schluss würde das noch ihre Mutter erfahren. Was sie davon halten würde, wenn Birta halbnackt und eingeölt zur Belustigung von Zehntausenden von Zuschauern kämpft kann sie sich gut vorstellen. Nicht gerade viel. Sichtlich niedergeschlagen teilt sie ihren Bekannten diese Neuigkeit mit. Diese sehen auf der Reise nach Griechenland eine grübelnde und in sich gekehrte Birta. Noch vor der Abreise betet sie zu ihrem Vater Thor. Es ist nicht Beistand oder einen Ratschlag den sie erhofft. Es ist eher als "Telefonat" gemeint. Wenn er über drei Ecken davon erfährt wird es ihn wohl auch enttäuschen.

In den Katakomben des "alten" Olympiastadions lässt sich Birta von ihrer "Sekundantin" und besten Freundin Fenna einölen. Danach schlüpft sie in ihr Kampfdress. Zum Glück hat Herakles ihr zugestanden, dass sie sich ihre Blöse bedecken darf. Ihre schwarzen Hotpants werden von einem rosa-pinken Tanktop komplettiert. Dann läuft sie durch den dunklen Gang zum Eingang des Stadions. Als sie ins Licht tritt trifft sie beinahe der Schlag. Die Veranstaltung scheint Gefallen zu finden, denn es ist kaum ein freier Platz zu finden. Und dann sind noch einige eindrucksvolle Männer und Frauen in alten griechischen Togas zu sehen. Es sind Götter anwesend!

Nach einem kurzen Durchatmen macht Birta das Beste daraus. Sie nutzt ihr übernatürliche Kräfte um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und stolziert in die Mitte. Ihre Unsicherheit verbergt sie hinter einem strahlenden Lächeln, welches sogar noch an Intensität gewinnt, als sie ihren Vater erblickt. Höchst erfreut winkt sie ihm zu. Trotz all des Kämpfens und anderen Verpflichtungen, die er hat, hat er es geschafft hier aufzutauchen. Es scheint ihm viel an ihr zu liegen. Dies stärkt sie nur noch mehr in ihrer Entschlossenheit alles zu geben. Ihn möchte sie nicht enttäuschen. Er soll stolz auf sie sein.

Wenn der Applaus schon nicht leise war, als Birta eingetreten ist, so wird er nun wahrlich ohrenbetäubend. Der Titelverteidiger betritt nackt und eingeölt das Stadion. Ohne Kleidung wirkt er noch eindrucksvoller, da nun all seine Muskelpakete zu sehen sind. Er spielt förmlich mit dem Publikum und heizt die Menge an. Dann meldet sich der Schiedsrichter Argus zu Wort. Doch was er genau verlauten lässt bekommt Birta nicht mit. Ob dies an einer womöglichen fremden Sprache liegt kann sie nicht sagen, denn sie befindet sich in einem Tunnelblick. Einerseits kann sie nicht die Augen von dem gutaussehenden Gegner lassen und andererseits stählt sie sich mental auf das vor ihr liegende. Sie imitiert einfach Herakles Bewegungen und hofft damit dem Protokol genüge zu tun.

Nach einem kurzen Umkreisen bewegt sich Herakles blitzschnell auf Birta zu. Mit einem geschickten Fußfeger schickt er sie dann auch sofort in den Sand. Aber statt nachzusetzen nimmt er sich die Zeit um sich vor dem Publikum und auch vor seiner Gegnerin zu verbeugen. Er scheint dies richtig zu genießen. Mit knirschenden Zähnen steht Birta auf und versucht sich den Sand und Staub von ihrem eingeöltem Körper zu entfernen. Dies hat eher weniger Erfolg. Jedoch hätte ihre nächste Aktion das Saubern eh wieder ruiniert. Denn ürplötzlich springt sie nach vorne, duckt sich im letzten Moment und rutscht zwischen Herakles Beinen hindurch. Währenddessen verhakt sie sich in dessem Bein und zieht mit aller Kraft daran. Dadurch aus der Balance gebracht landet der Altgrieche nach einem Rittberger im Sand. Nun ist es an Birtas Reihe zu spotten. Auch sie winkt dem Publikum zu und verbeugt sich vor Herakles. Dieser steht nun auf und tobt sichtlich.

Nun sucht er den Infight. Es kommt zu einem Gerangel, welches dazu führt, dass er Birta in einem Ringergriff hält. Noch während sie versucht sich daraus zu befreien wird sie kerzengerade in die Luft gestemmt. Doch kaum hat sie einigermaßen wieder die Orientierung gefunden lässt er sich nach hinten fallen, so dass sie mit dem Rücken in den Arenaboden kracht. Doch so leicht gibt sich Birta nicht geschlagen. Was er mit bloser Muskelkraft schafft, will sie mit Finesse ausgleichen. Wagemutig springt sie ihn an, schlingt ihre Beine um sein Genick und rollt sich von ihm weg ab. Durch diese Hebelwirkung ist es ihr tatsächlich möglich, die sonst so standfeste Legende wegzuschleudern. Anscheinend ist er von dieser Aktion überrascht, denn er rollt sich nicht elegant ab sondern poltert auch durch den Sand. Doch bleibt der Isländerin nicht viel Zeit zur Freude. Schon ist sie schon wieder in Bedrängnis. Herakles schnappt sie sich und dreht sich schnell im Kreis. Immer schneller wird diese Kreiselbewegung, so dass es Birta unmöglich ist die Orientierung zu behalten. Schließlich lässt er sie los und lässt sie davon fliegen. Während dies geschieht vernimmt sie durch das Pochen den Blutes in ihren Ohren noch das Reissen von Stoff. Als sie sich vom Aufschlag benommen aufrappelt und die Bewegung der Welt anzuhalten versucht, erkennt sie auch was vorgefallen ist. Übertrieben überrascht hält der Altgrieche einen pink-rosa Stoffetzen in der Hand, während er einen Moment danach die Hand vor Augen hebt..

Selbst ohne das Gejohle des Publikums wäre ihr sofort klar geworden, dass sie nun oben ohne vor Zehntausenden von Zuschauern steht. Nur schwer kann sie ihren ersten Reflex, ihre Brüste zu bedecken, zurückhalten. Darüber würde er sich, und auch der Rest des Stadions, nur noch mehr amüssieren. Sie fühlt jedoch die Wärme der Scham in ihren Kopf hochsteigen. Sie kann nur hoffen, dass der Rest ihren roten Kopf als Anstrengung ansieht. Durch diese Aktion ist der letzte Rest von Vorsicht aus Birtas Kopf verschwunden. Wie ein wütender Stier stürmt sie auf ihren Gegner zu. Ihren Oberkörper nach vorne gebeugt rammt sie Herakles ihre Schulter in den Magen und springt danach mit ihm gute zwanzig bis dreißig Meter in die Höhe. Aufgrund seiner fehlenden Sicht scheint er desorientiert zu sein, so dass es Birta gelingt beim Herabfallen ihn zwischen sich und den Boden zu bringen. Nach dem harten Aufprall taumeln beide erst einmal etwas benommen auseinander.

Nun zeigt der Schutzgott des Pankrations wieder, das er viele Jahre Übung im Ringen hab. Blitzschnell greift er sie und das Gerangel führt zu einem Würgegriff. Birta hat keine Chance dies zu verhindern. Nun steht er hinter ihr und schnürt ihr die Luft ab. Voller Wucht schlägt sie ihm mit dem Ellenbogen in den Magen. Erst ein Mal, dann noch einmal, doch der Griff wird nicht lockerer. Jedoch hat sie bei jedem Hieb ihren Gegner etwas vom Boden angehoben. Beim dritten Schlag macht sie sich kurz klein und springt ihn dann mit voller Wucht an. Auf dem Weg ihn die Höhe bemerkt sie, dass der Druck um ihren Hals abgenommen hat. Von oben bemerkt sie, dass ihre Flugbahn sie glücklichweise auf ihren Gegner führt. Mit angewinkeltem Knie und Faust voraus schlägt sie in ihn ein.

Doch so leicht ist Herakles nicht zu schlagen. Er steht auf und nähert sich Birta mit einem vielsagendem Blick auf ihre Hotpants. Wenn er die haben will, dann muss er sich aber ins Zeug legen, ist der einzige Gedanke, der sie erfüllt. In seinen, wie von ihr vermuteten, niedrig geführten Angriff springt sie mit angewinkeltem Knie vorraus hinein. Aber dieses Mal hat dies keine große Wirkung. Sie prallt an seiner Schulter ab und wird in die Luft geschleudert. Noch während sie sich darüber wundert, springt Herakles hinterher und rammt sie von oben in den Boden. Kurz vor dem Aufprall schafft es Birta noch ihre Haut mit der silberglänzenden Schutzschicht zu überziehen. Somit schlägt sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits verhindert sie so größere Verletzungen, die sie bei all dem Adrenalin in ihrem Körper eh nicht wahr nehmen würde, und andererseits fühlt sie sich damit nicht mehr ganz so nackt. Doch kurz danach befindet sie sich wieder in der Luft. Doch dieses Mal führt sie ihre Flugbahn nicht nach oben sondern horizontal auf eine Wand zu. Geistesgegenwärtig schafft es Birta noch sich im Flug zu drehen und sich mit ihren Beinen an der Wand abzufangen. Wie eine Feder zieht sie sich zusammen und drückt sich dann mit aller Macht ab und zielt auf ihren Gegner zu. Dieser pflückt sie aber aus der Luft, hebt sie wieder kerzengrade in die Höhe und lässt sie dann mit ihrem Rücken in den Boden einschlagen.

Aber auch Birta ist noch nicht am Ende ihrer Kräfte. Wild stürmt sie auf ihn zu und springt ihn an. Mit ihren Beinen und Armen umklammert sie seinen Körper und gibt ihm einen Headbutt, der dafür Sorge trägt, dass sie ein Klingeln in den Ohren hat. Benommen schüttelt sie ihren Kopf um wieder klar sehen zu können. Herakles selbst steht einige Meter vor ihr entfernt. Auch ihn scheint dieser Angriff nicht gänzlich kalt gelassen zu haben, hat er doch ein feines Blutgerinsel an seiner Stirn. Zwar schließt sich diese Wunde schnell wieder, aber zeigt dies, dass er nicht unbesiegbar ist. Neuer Mut und neuer Kraft fließen durch Birtas Körper. Als sei dieser Zusammenstoß ein geheimes Zeichen gewesen steigert sich die Intensität und Brutalität des Kampfes. Herakles nimmt Birta erneut in den Schwitzkasten. Doch all das Zerren an seinen Armen bewirkt nichts. Es ist so, als sei sie in einem göttlichen Schraubstock gefangen. Auch Herauswinden klappt, trotz all dem Öl, nicht. Also greift Birta zu einer anderen Taktik. Sie zwickt ihn mit aller Kraft, die sie noch aufbringen kann in den Hintern. Voller Überraschung lässt er locker, so dass sie sich von ihm wegstoßen kann. Wütend gestikuliert er in Birtas Richtung. Sie seinerseits zeigt ihm mit Gesten, dass er nicht heulen soll und zuckt übertrieben lässig mit den Schultern.

Mit einer schnellen Bewegung steht der Titelverteidiger vor ihr. Schnelle Schläge prasseln nur so auf sie ein. Sie weiß gar nicht wie ihr geschieht und kurzzeitig wird ihre Umgebung schwarz. Als sie in der Wand einschlägt kommt sie wieder zu sich. Angeschlagen steht Birta wieder auf und pumpt ein paar Mal Luft in ihre Lungen. Dann stürmt sie ihrerseits auf ihn zu und prügelt voller Wildheit auf ihn ein. Zwar fliegt er nicht bis zur gegenüberliegenden Wand, aber immerhin schafft sie es damit ihn zu Boden zu werfen. Doch lange bleibt er nicht liegen. Er steht auf und bedeutet Birta ihn anzugreifen. Sie dreht hierbei den Spieß um und zeigt an, dass er doch angreifen solle. Es kommt wieder zu einem Gerangel. Als Ausgang hält Herakles Birta wieder in einem Schwitzkasten. Doch Birtas verblieben Kraft reicht nicht aus, um aus diesem Griff herauszukommen. Ihre Luft wird immer knapper. Sie geht zuerst in die Knie bis ihr dann endgültig die Lichter ausgehen. Es wird schwarz um sie herum.

Als sie wieder ihre Umgebung wahrnehmen kann spürt sie zuallererst Schmerzen am ganzen Körper. Sie scheint in ihrer Umkleidekabine zu sein. Den Aussagen der anderen zufolge scheint sie von Jack verarztet worden zu sein. Aufgrund den Äußerungen von Penny hat sie Angst um ihr Gesicht. Angeblich sei es ruiniert. Jedoch zeigt ein Blick in den Spiegel zwar ein geschwollenes aber nicht ruiniertes Gesicht. Von Desmond erhält sie eine Kamera. Jener hat das komplette Spektakel aufgenommen. So hat sie auch etwas davon. Auf dem Video hat Herakles jedoch das Aussehen von Kevin Sorbo. Auch Thor hat die Gestalt von Chris Hemsworth angenommen.

Um die Schmerzen und den Rest des klebrigen Gefühls an ihrem Körper loszuwerden duscht Birta heiß. Sie findet es sehr erstaunlich, dass ein so altes Stadion fleißendes warmes Wasser hat. Als sie aus dem Duschraum geht, weiß sie auch warum das so ist. Eine Nixe oder Nymphe hat als Dusche hergehalten. Ungläubig legt sie sich ihren Bademantel an. Nun möchte sie Herakles zu seinem Sieg gratulieren. Also geht sie zu dessen Umbkleidekabine. Dort findet sie ihn in einem Whirlpool. Sie gratuliert ihm kurz und überlegt schmunzelnd, ob die sprudelnde Badewanne auch von des Wasserwesen betrieben wird. Und tatsächlich sie sie später auch zwei jener Geschöpfe aus Herakles Kabine gehen.

Frisch geduscht und angezogen macht sie sich dann auf den Weg in die Arena. Irgendwo dort müssen ja die anderen sein. Und vielleicht findet sie sogar ihren Vater. Letzterer ist aber leider schon weg. Auf dem Weg zu Desmond und Delysia begleitet sie Applaus von den Rängen. Dies nimmt sie überrascht und erleichtert wahr. Keine Schmährufe oder Häme kommt ihr zu Ohren. Das ist die Schmerzen wert gewesen. Der Ire zeigt auf eine rothaarige Schönheit, die sich gerade im Gespräch mit anderen Personen befindet. Sie sei seine Mutter und er solle einen Gruß von ihr ausrichten.

Wenn Birtas Applaus schon herzlich war, so ist das nicht zu vergleichen mit dem Spektakel was folgt. Als Herakles eintritt bebt das Stadion. Einen kurzen Moment nimmt er dies dankend an, dann tritt er zu Birta und hebt deren Arm in die Höhe. Und wieder steigt der Applaus an. Birta schießt aus Verlegenheit und Freude zugleich das Blut in den Kopf. Schnell werden sich Herakles, DelysiaDesmond und Birta einig. Sie wollen das Angebot annehmen und beim Griechen trainieren. Zuvor müssen sie aber bei ihrem japanischen Lehrmeister Sojobo Bescheid geben. Also fliegen sie fix nach Japan. Jener scheint in keinster Weise enttäuscht zu sein. Schließlich versprechene sie ihm doch alle, dass sie zu ihrem Wort stehen werden und beim Krieg helfen, sollte er nach ihnen rufen. Nun steht einem Flug nach Bern und dem dazugehörigen Wellness-Urlaub nichts mehr im Wege.

Hels Totenreich Teil 1: Naströnd - Kein Badestrand zum Weiterempfehlen Bearbeiten

Um sich von der Niederlage gegen Herakles zu erholen, wird ein mehrtägiger Wellness-Aufenthalt in den schweizer Alpen durchgeführt. Dort haben sie ihre wohlverdiente Ruhe. Zu diesem exklusiven Ort kommt man nur per Gondel. Und Birta fühlt sich hier sofort wohl. Relaxen, Schönheitsmasken, Masagen, Duftöle und viele neidische Blicke anderer Frauen tun ihr gut. Dementsprechend ist sie ausgelassen und für einen von Delysia vorgeschlagenen Scherz nicht abgeneigt. Die Leidtragende hierbei ist Penny. Nichtsahnend wird die schlafende Frau mitsamt ihres Liegestuhls ins Eiswasser getragen. Bei dem darauffolgenden Geschrei könnte man meinen, dass jemand am Sterben ist. Es ist doch einfach wunderbar, wenn man Zeit für Blödsinn hat!

Doch dann muss Birta fliehen. Nicht dass sie Angst vor Vergeltung hat. Nein, nun ist sie das Ziel von Spott und Scherzen. Delysia greift zu ihrer beliebten Allzweckwaffe: Sahnetorten. Birta hat das Gefühl, dass sie selbst schon allein beim Gedanken an diese cremigen Leckereien zunimmt, während die Halbasiatin bei jeder Gelegenheit diese Süßigkeiten verschlingt. Also packt sie ihren treuen Begleiter Reyki und macht sich auf einen ausgiebigen Spaziergang. Aber so ganz einfach entkommt sie dem Hohn nicht. Immer wieder erreichen sie Bilder von Torten per SMS. Wo ist das Funkloch, wenn man es einmal benötigt? Delysia steckt sich bestimmt regelmäßig den Finger in den Hals! Bei der Größe und dem Lebenswandel so schlank zu sein, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Als Gipfel des Eisberges erhält sie sogar von Penny ein Bild. Es handelt sich hierbei um eine Tätowierung welche natürlich eine Torte darstellt. Birta könnte vor Frust weinen. Bei der nächsten SMS ist sie schon kurz davor ihr Handy wegzuwerfen. Nun schreibt ihr auch noch Johannes. Wehe der beteiligt sich auch noch daran! Aber nein, er fragt an ob er sie in ein dänisches Restaurant ausführen kann. Natürlich sagen sie und Svanhildur, welche sie auf dem Spaziergang begleitet, sofort zu. Im Wellnesshotel angekommen macht sich Birta schick: Kosmetikerin, Friseur, das komplette Paket. Dem Trio schließt sich nur noch Ben an.

Beim Essen kommt Johannes auf den wahren Grund der Einladung zu sprechen: Er will in das Totenreich gehen um seine Verlobte zu erlösen oder herauszuholen. Laut seinen Informationen, die er von dem Eichhörnchen Ratatösk und auch von Penny hat, gäbe es in Berlin einen Eingang. Birta ist sofort Feuer und Flamme. Die Liebe des Lebens aus den Klauen des Todes zu retten. Was gibt es schon romantischeres? Zudem ist der Polizist oftmals ziemlich ungeschickt und sie hat dessen Vater Tyr und ihrem Großvater Odin versprochen auf ihn achtzugeben bzw. nett zu ihm zu sein. Und dies sind Versprechen, die sie nicht so einfach ignorieren kann. Mit ihrer Freundin Svanhildur berät sie sich auf dem WC. Sie stellt ihr frei nicht mitzukommen. Jedoch hat die gemütliche Riesin keinerlei Sorge. Schließlich sei sie schon einmal gestorben. Wo soll hier schon ein Problem sein? Schnell telefoniert sie noch mit Delysia um ihr dies mitzuteilen. Jedoch ist es am anderen Ende der Leitung recht laut. Deshalb ist sie nicht sicher, ob sie alles verstanden hat. Passenderweise erkundigt sich die halbasiatische Griechin, ob Birta nicht auch eine Karte für die Berlinale möchte. Warum eigentlich nicht?

Nach dem gemütlichen Abendessen besucht Birta ihre beste Freundin. Eigentlich ist Fenna totmüde. Doch als sie von Birtas guten Neuigkeiten hört ist sie schlagartig wach. Die anwesende Penny hingegen findet es sehr interessant. Wann hat sie den schon einmal die Gelegenheit ein anderes Totenreich zu besuchen und mit ihrem zu vergleichen? Wohlwissend, dass damit noch nicht alles geklärt ist, geht Birta in ihr Zimmer. Und tatsächlich: Keine zwei Minuten später befindet sich eine fluchende und recht aufgebrachte Skjalmö in ihrem Zimmer. Sie spricht von Dummheit, nennt Birta ein Idiotin und droht ihr mit allem was ihr einfällt. Als Birta nicht nachgiebt stellt sie klar, dass sie nicht ohne Begleitung dort hin gehen wird. Fenna wird weiterhin ihre Pflicht erfüllen, auch wenn ihre zu beschützende Person ein dummes kleines Kind sei.

Da Birta vor der Reise, diese soll noch ein paar Tage dauern, den Zwergen einen Besuch abstatten möchte ruft sie noch abends in München an und bestellt vier große Fässer Eichbaum. Schließlich haben die Amerikaner kein anständiges Bier und die Zwerge scheinen dieses nach eigenen Aussagen zu mögen. Und mit dem Beichtstuhl, der in einer münchener Lagerhalle herumsteht sind sie viel schneller in Amerika. So umgeht man die Einreisebestimmungen für verderbliche Güter und einen langen und langweiligen Flug mit zweitklassigen Flugbegleiterinnen. Beim Frühstück trägt Johannes sein Anliegen vor. Neben der romantisch veranlagten Birta und den zwei pflichtbewussten Skjalmö sagen noch der neugierige Ben und eine nonchalante Penny zu. Hannah soll sich in Nifelhel aufhalten. Hier seien nur "besondere" Verstorbene untergebracht. Birta versteht zwar nicht was an Hannah so besonders sein soll, mal ehrlich, so toll sah sie nun auch wieder nicht aus, aber schließlich kannte sie diese ja auch nicht wirklich. Und vielleicht ist sie dort sogar nur als Druckmittel oder Pfand untergebracht? Ein Grund mehr auf den Deutschen acht zu geben. Delysia ist hier eher zurückhaltend. Sie scheint dies alles eher ablehnend zu betrachten. Desmond ist grundlegend dagegen. Er sieht keinerlei funktionierenden Plan. Es kommt ihm alles wahnwitzig vor. Um zu schlichten schlägt Birta vor, dass die Gruppe bei den Zwergen nach Rat fragen während sich Johannes bei der Seherin in Island informieren soll. Dem stimmen dann schließlich sogar die Skeptiker zu.

Mit Bier und Schnapps bewaffnet steigen sie dann in den Beichtstuhl. Und tatsächlich kommen sie in Naströnd wieder raus. Jedoch nicht in dem amerikanischen Wunschgebiet sondern dem mythologischen. Warum ausgerechnet jetzt? Sie hat doch extra zu ihrem Vater gebetet nach Minesota zu gelangen. Stattdessen sind sie in einem Astloch des Weltenbaum Yggdrassils. Immer wieder nehmen sie die Erschütterungen des Baumes wahr, wenn Nidhöggr sich an ihm zu schaffen macht. Als das Boteneichhörnchen Ratatösk der giftigen Riesenschlange etwas ins Ohr flüstert rast er sogar noch mehr. Falls er den Baum entwurzeln kann, fehlt hier nicht mehr viel. Da hier kein Handynetz funktioniert, bittet die Gruppe das Eichhörnchen darum Johannes von ihrem Aufenthaltsort zu erzählen. Während die Gruppe den Wasserfall betrachtet, den der Polizist herunterstürzen soll, ist genug Zeit dem Treiben von Nidhöggr zuzuschauen. Er kaut auf Leichen herum, knabbert an dem sich regenerierenden Weltenbaum Rinde ab und wirft sich immer wieder dagegen. Echt eine miserable Gegend. Als dann endlich eine Gestalt den Wasserfall herunterstürzt schwingt sich Birta auf ihren wachsenden Hund und fliegt ihm in die Tiefe hinterher. Mit einem schnellen Griff fischt sie ihn aus dem ätzenden Wasser und fliegt wieder zu den anderen nach oben.

Doch wie kommen sie nun an Nidhöggr vorbei? Gewalt, Birtas bevorzugte Taktik, wird hier nicht funktionieren. Also kommt Heimlichkeit zum tragen. Vorsichtig klettern sie den Baum entlang. Als der Riesenwurm etwas wahrzunehmen scheint fliegen erst eine Münze und dann ein ganzes Bierfass herunter. Dies scheint zu funktionieren, denn tatsächlich schaffen sie es unten anzukommen ohne gefressen zu werden. Nun müssen sie nur noch den Fluß entlang. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Den Strand entlang, in der Hoffnung von Nidhöggr unbemerkt zu bleiben oder im Wasser treibend. Birta gibt Reyki den Auftrag Penny an die Flußgabelung zu fliegen. Sie selbst bildet den Abschluss und lässt sich im Säurewasser treiben. Zur Sicherheit lässt sie ihre Haut von dem silbernen Schutzfilm überziehen. Doch alles geht gut. Triefendnass steigt sie aus dem Wasser. Die Säure scheint nur Schmerzen zu verursachen. Selbst die Ausrüstung hat keine körperlichen Schäden abbekommen. Als sie sich nun umblickt sieht sie geisterhafte Gestalten herumwandeln. Da es sich hierbei auch um tote Riesen handelt, die von einem Hammer in ihren jetzigen Zustand befördert wurden versteckt sie sicherheitshalber ihren Anhänger. Sie möchte nicht, dass ihr gerechtfertigter Stolz das Stolperbein bei dieser Aktion ist. Johannes bietet noch einmal die weiße Kleidung an. Doch immer noch sieht sie es nicht ein sich als Kinder oder ähnliches von Baldur auszugeben.

Kaum machen Sie ein paar Schritte, da hört sie schon die Stimme von Prometheus und ihrer Mutter. Beim ersten Erklingen der Stimme hinter sich will sie schon nach hinten schauen. Aber mitten in der Bewegung hält sie inne. Es heißt man dürfe nicht zurückblicken. Was für ein gemeiner Trick ist das denn?! Und selbst Ohropax hilft nicht. Angestrengt ignoriert sie ihre tadelnde Mutter und den warnend klingenden Feuertitan. Und nach endlosen Minuten kommen sie endlich zur Knochenbrücke. Und tatsächlich steht dort die wachende Riesin Modgut. Birta mag nicht das größte Wissen haben, aber ihr ist klar, dass jene nicht gut auf ihren Vater zu sprechen ist. Also lässt sie die anderen vor. Sie wird schon irgendwie vorbeikommen. Wegen ihr soll die Aktion nicht scheitern. Einer nach dem anderen geht hinüber. Nie scheint es Probleme zu geben. Dann ist sie, als letzte, an der Reihe. Jahrelange Übung zahlt sich nun aus. Mit ihrem charmantesten Lächeln nähert sie sich der Wächterin.

" Wer bist du?" - "Birta Hildur Sigurdottir."

"Wer sind deine Eltern?" - "Sigurd Ole Einarson und Birta Sigrún Bjarkidóttir"

"Und wer noch?" - "Odin sagte mir einst, ich sei seine Tochter."

"Wenn der Allvater das sagt, dann wird das so sein."

Mächtig stolz auf ihre List, immerhin wird nach ihrem Wissen eine gute List bei den Asen geschätzt, darf Birta passieren und schließt zu den anderen auf.

Hels Totenreich Teil 2: Die letzte der Skjalmö Bearbeiten

Der Weg führt einen Hügel hinauf. An einer engen Stelle befindet sich eine Höhle. Angekettet dort befindet sich Garm, der größte Fenriswolf den Birta je gesehen hat. Schnell huschen einige vorbei, während Birta absichtlich zurückbleibt und wartet. Es hat geheißen, dass die Nachommen von Fenris Götterkinder, insbesondere die der Asen, hassen. Also will sie den Lockvogel spielen, damit die anderen vorbeikommen. Dabei ist ihr klar, dass sie sich nicht erwischen lassen darf. Selbst die "kleineren" Wölfe, die sie kennenlernen "durfte" haben ihre silberne Schutzschicht einfach so durchdrungen. Und tatsächlich geht der Plan auf. Im letzten Moment springt sie auf Reyki, der geschwindt über den Wächter hinwegreitet. Zur Sicherheit hat sie ihm allerlei Leckereien und Belohnungen versprochen, denn ein Schnapper von Garm würde genügen, damit sie die Hel nie wieder verlassen könnte.

Einige Zeit später befindet sich abseits des Weges ein Langhaus. Während der Rest zuerst weiter geht. zieht es Birta zu diesem Gebäude. Sie hat eine kleine Vorahnung, was sie dort erblicken wird: Und tatsächlich sieht sie dort gefallene Krieger beim Feiern. Natürlich ist dies kein Vergleich mit der Goldenen Halle in Asgard, aber ein schöner Ort zum Vorglühen. Noch während sie reinschaut sieht sie wie eine Walküre erscheint und einen Krieger, der eine M16 umhängen hat, abholt. Mit einem kleinen Lichtblitz verschwindet sie. Nun kann sie sicher sein, dass eben jene Feiernden nach kurzer Zeit in einer noch größeren Halle feiern werden.

Kurz bevor sie sich abwenden will erblickt sie ein bekanntes Gesicht: Svala. Hier ist sie keine Steinstatue sondern eine der Feiernden. Freudetränen fließen Birta die Wange herunter. Der Tod durch die Medusa war kein Hinderniss, dass die Skjalmö wieder nach Asgard gehen darf. Sie war sich ja nie sicher, ob ihre zu ihr gesandten Freundinnen überhaupt jemals wieder in die Goldene Halle dürfen. Nun ist sie sich dessen gewiss. Also werden Lyra und Lilja schon oben feiern. Und bald sind sie zu dritt dort oben. Nie hätte sie gedacht, dass sie in der Hel so viel Freude empfinden würde. Mit einem strahlenden Lächeln kehrt sie zum Rest der Gruppe zurück.

Nach einer kurzen Strecke - oder ist es doch länger gewesen? - kommen sie an das Ende einer Warteschlange. Geister stehen artig in Reih und Glied um in Hels Halle eingelassen zu werden. In der Entfernung ist auf einem Hügel die Halle zu sehen. Ohne zu Zögerns spazieren sie an den körperlosen Gestalten, Menschen und Riesen, vorbei. Hierbei wird der Unmut der Wartenden deutlich, aber was sollen sie schon machen? Spuken? Als Zeichen seines guten Willens stellt Desmond ein Bierfaß ab um ihren Zorn zu besänftigen. Im Vergleich zu der Halle, die Birta vorher erblickt hat schneidet diese aber nun deutlich schlechter ab. Der Boden ist mit zähflüssigem Blut gefüllt. Der Boden? Ach was! Es füllt gut und gerne über einen Meter des Raumes. Und statt zwei Tafeln nebeneinander gibt es nur eine lange. Hier sitzen die Geister artig und trinken. Aber von einer Feierlichkeit ist hier wenig zu sehen. Kein Gesinge und auch kein angeregtes Unterhalten ist zu vernehmen. Kein Wunder, ist der hießige Met doch auch von weitaus geringerer Qualität. Ziegen laufen die Tafel entlang und pissen in die Trinkgefäße. Doch die "Feiernden" scheinen sich nicht einmal beschweren zu wollen. Am Ende des Raumes befindet sich eine kleine Erhöhung, auf der im Thron sitzend Hel alles überblickt. Nach und nach steht einer am Ende der Tafel auf und redet mit ihr und wird dann durch eine Tür hinter dem Thron durch gelassen. Der Rest der Tafel rückt daraufhin auf.

Johannes marschiert sofort zu Hel durch. Birta kann nicht anders als Reyki, nun wieder auf seine Malamutgröße geschrumpft, auf den Arm zu nehmen und ihm zu folgen. Hierbei flucht sie innerlich über dessen Geschwindigkeit, hat sie es nicht einmal geschafft ihr Haar hochzustecken, so dass es nun voller Blut ist. Ihre Kleidung wirft sie später am besten sofort ins Feuer. Doch bei Hel angelangt werden sie sofort zurückgeschickt. Sie scheint es nicht erfreulich zu finden, dass sich die Gruppe nicht an ihre Regeln gehalten hat. Zwei hässliche Gestalten, ein männliches und ein weibliches Ding, stehen zudem bereit, sollte die Gruppe aufmüpfig werden. Also zurück zur Warteschlange, welche die Rückkehrer mit breitem Grinsen begrüßt. Also gut, dann heißt es eben warten. Desmond bietet den anderen Hundekekse zu essen an. Zuerst hält Birta ihn für verrückt. Doch dann deutet er darauf hin, dass zumindest er das Ziegengetränk nicht auf nüchternen Magen trinken will. Dies leuchtet ihr ein, also greift auch sie zu und kaut die Kekse. Über den Geschmack der Getränke, ja, sie muss mehr als ein Mal trinken, wollen wir nicht einmal nachdenken. Irgendwie schafft sie es ihren Mageninhalt bei sich zu halten. Aber weiter empfehlen kann sie dieses Etablisement nicht. Johannes darf dann endlich zu Hel vortreten. Sie unterhalten sich einige Zeit, dann tritt er zur Seite und Birta bewegt sich zum Thron.

Hel erzählt ihr folgendes: Johannes habe ihr mitgeteilt, dass er seine Verlobte Hannah hier suchen möchte. Sie gestattet dies. Ferner erlaubt sie ihm, sollte er sie finden, dass er sie mitnehmen dürfe. Jedoch hat sie auch Bedingungen. Damit auch alle wieder herausgehen dürfen, schließlich befinden sie sich nun in Hels Reich, soll jede Person ihr ein Angebot unterbreiten. Es sei nicht erlaubt mit den anderen darüber zu reden. Genauso lässt sie alle im Unklaren, welches Angebot sie letztendlich annehmen wird. Birta fühlt sich überrumpelt. Ein Angebot? Aber was schenkt man einer Göttin, die anscheinend keinerlei Geschmack hat? Lange überlegt sie, bis sie schließlich ihren Vorschlag unterbreitet. Hel nickt ihr zu, berührt sie kurz und Birta tritt zur Seite. Nach und nach vollzieht sich dieses Ritual mit den anderen. Und obwohl Birta nebendran steht ist es ihr nicht möglich auch nur ein Geräusch von den Unterhaltungen wahrzunehmen. Dann werden sie endlich durch das Portal gelassen.

Sie marschieren einen düsteren Gang entlang. Auf beiden Seiten sehen sie Gittertüren. Wahrlich ein Ort für spezielle Gefangene. Doch dann treffen sie auf einen Durchgang, der golden umrandet ist. Johannes blickt hindurch und teilt mit, dass man nicht hindurchschauen solle, da sich Hannah dort nicht aufhalten würde. Natürlich blickt Birta sofort hindurch. Dort sieht sie einen groß gewachsenen blonden Mann, der auf einer blühenden Wiese sitzt. In der Entfernung grast ein Pferd. Der atemberaubend gut aussehende Mann winkt ihr zu. Wie vom Blitz getroffen schwebt sie auf ihn zu und stellt sich vor, während sie neben ihm Platz nimmt. Er sei Baldur und sie unterhalten sich etwas. Über was, das kann sie im Nachhinein gar nicht so genau sagen. Aber er war höflich und charmant. Und gutaussehend! Als irgendwann auch Johannes hinzukommt wird die Stimmung wieder mieser. Natürlich muss er nun wegen seiner Hannah quängeln. Der Kerl hat einfach keinen Anstand. Aber Baldur ist sehr höflich und gibt vor, dass es ihn interessiere. Auch er habe jemanden hier, den er liebe. Seine Frau Nanna habe Selbstmord begangen und sei nun hier. Er möchte, dass die Gruppe ihr einen Beweis seiner Liebe überreicht. Dafür lässt er von seinem Ring einige Kopien abtropfen. Sie gleichen seinem golden Ring wie ein Ei dem anderen. Für jeden, außer den Skjalmö hat er eine Kopie. Die letzte Kopie ist für Nanna bestimmt. Er teilt allen noch mit, dass man seine Nanna daran erkennen kann, dass sie die schönste Frau sei, die er jemals erblickt habe. Er ist ja so süß! Schade, dass die besten Männer immer vergeben sind. Sofort brechen sie auf um Nanna zu finden. Zwar würde Birta hier noch gerne einige Tage verbringen, doch ihm möchte sie den Gefallen gerne machen. Das Gespräch mit Nanna, die natürlich gefunden wird, ist kurz. Dann geht die Suche nach Hannah weiter. Ganz hintem in Birtas Kopf schwirrt ein Gedanke: Was war noch einmal mit Forseti, der anscheinend Baldurs Sohn ist, und dem Ring? Soll sie ihm diesen geben, sobald sie ihn sieht? Der Kerl sah aber auch gut aus.

Die Suche geht weiter. Und tatsächlich, nach unzähligen anderen Räumen findet Johannes die richtige Zelle. Dort befindet sich die gesuchte Hannah. Sofort tritt Johannes ein und umarmt sie. Um die traute Zweisamkeit nicht zu stören, bleibt Birta mit den anderen im Gang stehen. Während der Wartezeit unterhalten sie sich über diverse Dinge. Hier spricht Birta auch zum ersten Mal die Geschichte um die Wahl ihres Vaters an. Gerade als sie dabei ist die wichtigsten Punkte genauer zu erläutern, kommt Johannes mit Hannah auf seinen Armen hinaus. Was drinen besprochen wurde, weiß Birta nicht. Aber schließlich geht es sie ja auch nichts an. Die rothaarige Staatsanwältin sieht verängstigt, eingeschüchtert und verwirrt aus. Dies ist verständlich, hatte sie als Normalsterbliche doch einen sehr ungewöhnlichen Tod. Und der Aufenthalt hier hat bestimmt nicht geholfen, ihr seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen. Also belässt Birta es dabei ihr aufmunternd zuzuwinkern.

Da das Ziel der Reise erreicht wurde, machen sich die "Hel-Touristen" Richtung Ausgang. Ein langer und spiralförmiger Aufstieg muss bewältigt werden. Die Entfernung kommt Birta unendlich lang vor. Wie viele Kilometer sie hinaufsteigen ist ihr unklar, aber es sind bestimmt ein Dutzend, oder mehr. Während dem Aufstieg scheint sich die Verfassung von Hannah zu bessern. Sie bittet ihren Retter sogar sie herunterzulassen, da sie nun selbst laufen möchte. Am Ende des Aufstiegs ist ein Ausgang aus einer Höhle. Ein herrliches schneebedecktes Bergpanorama erwartet sie. Einer nach dem anderen verlassen sie das dunkle Loch. Aber was ist das? Als Penny heraus möchte, läuft sie gegen eine unsichtbare Wand. Wütend hämmert sie gegen die Luft. Und auch von der "Freiluft"-Seite ist kein zurück mehr. Dann taucht eine wütend wirkende Hel neben der Persephone-Tochter auf. Sie ergreift jene und dann lösen sie sich in Luft auf. Noch bevor jemand handeln kann verdichtet sich die Luft um Birta. Sie kann sich nicht mehr bewegen. Ein Blick aus ihren Augenwinkeln verrät ihr, dass es den anderen auch nicht anders geht. Doch was ist das? Hannah kann sich bewegen und sie verändert ihr Aussehen.

Die rothaarige Frau kommt Birta vage bekannt vor, aber woher? Gemütlich, als habe sie alle Zeit der Welt, bewegt sich die Frau hinter Svanhildur und rammt ihre Hand in deren Rücken. Als sie die Hand wieder aus dem Körper von Birtas Freundin zieht ist darin ein schlagendes Herz zu sehen. Sichtlich genüsslich beißt sie hinein und isst es. Die gleiche Prozedur muss auch Fenna erleiden. Birta fühlt sich so hilflos wie noch nie in ihrem Leben. Obwohl alle ihre Muskeln bis zum Bersten angespannt sind, kann sie sich nicht bewegen. Am liebsten würde sie vor Zorn weinen. Dann bewegt sich die Hannah-Darstellerin zu Johannes und flüstert ihm etwas in dessen Ohr. Dann tritt sie hinter Birta, die immer noch nicht frei kommt. Wird nun auch ihr Herz entrissen? Doch dann hört sie ein leises und belustigtes Flüstern ganz nah an ihrem Ohr. Sie kann förmlich den Atem der anderen Frau spüren. "Das mit Odin war gut. Ich wurde schon Freya genannt."

Endlich kann sich Birta bewegen. Voller Wut dreht sie sich um und lässt all ihren Zorn in ihre übernatürlichen Kräfte fließen. Noch in der Drehung ergreift sie ihren Speer vom Rücken um die Mörderin ihrer Freundinnen zu attackieren, doch da ist niemand mehr. Nur noch eine leere Gebirgslandschaft ist vor ihrem Auge. Keine Spuren im Schnee, nichts weißt darauf hin, wo die rothaarige Frau hin ist. Nach zwei schnellen Schritten kniet sie neben Fenna. Allein deren Sturrheit scheint sie noch am leben zu halten. Mit schwindender Kraft presst sie ihre letzten Worte heraus: "Der Arsch hat Penny verkauft. Ich bin die letzte." Dann wird ihr Gesicht starr. Birta kämpft mit den Tränen und weiß nicht was sie tun soll. Am Rande bekommt sie immer wieder ein Mal mit, dass irgendjemand versucht sie ansprechen. Warum können sie sie nicht alleine lassen? Sobald sie das Gefühl hat reden zu können, ohne dabei wie ein kleines Mädchen zu schluchzen, lässt sie sich von Johannes weiße Kleider geben. Diese zerreißt sie und wickelt ihre toten Freundinnen ein. Aber der Anblick des Blutes auf dem Boden scheint sie förmlich zu verhöhnen. Warum nur die beiden?

Stoisch, eher mechanisch, schultert sie die beiden Leichen. Ein emotionsloser Hinweis, dass jemand den schlafenden Ben transportieren muss ist alles was sie von sich gibt. Und wieder zucken dabei ihre Schultern von der Anstrengung ihr Schluchzen zu unterdrücken. Das hat sonst die gutmütige Svanhildur getan. Beladen macht sie sich an den Abstieg. Ob die anderen ihr folgen ist ihr herzlich egal. Doch nach nicht allzu langer Zeit wird sie von einem Hünen von Mann angehalten. Ein großer Zweihänder dient ihm als Waffe. Also kein normaler Bewohner dieser Gefilde. Er spricht sie an, sie alle sollen stoppen. Birta ist dies aber komplett egal. Sie hat nur eins im Sinn: ihre Freundinnen ordentlich zu bestatten. Doch dann packt er sie und hält sie fest. Sein Griff ist unnachgiebig. Und selbst nachdem sie ihm mitteilt, dass sie gerne überall mitkomme, sobald sie ihre toten Freundinnen bestattet habe, gibt er nicht nach. Als Birta aber weiterhin versucht von ihm loszukommen, wirft er sie sich über deine Schulter - mit der zusätzlichen Last, die sie sowieso schon trägt. Dann sieht sie auch schon eine Brücke in den Farben des Regenbogens unter ihren Füßen. Was zur Hölle ist das schon wieder? Voller Wut hämmert sie auf den Rücken des Mannes. Nun hat sie endlich ein Ventil um ihrem Zorn Luft zu lassen. Aber sie hat dabei so viel Erfolg wie ein kleines Kind bei seinem Vater. Irgendwann sieht sie dann Gebäude am Ende der Brücke. Dies kann nur ein Ort sein: Asgard. Um sich nicht völlig zu blamieren, bittet sie den Hünen sie runterzulassen. Sie verspricht auch artig neben ihm herzulaufen. Und wider Erwarten darf sie nun sogar auf ihren eigenen Beinen weiterreisen und nicht in der entwürdigenden Position eines Kartoffelsackes.

Der Ort, an dem sie sich befinden kommt Birta bekannt vor. Vor diesem Gericht stand sie schon einmal. Netterweise hat Heimdal sie mit einem Fingerschnipsen sauber gezaubert. Denn sie möchte nicht in einem versifften und blutverschmierten Zustand vor den Göttern stehen. Sie werden darüber informiert, dass es zwei Kläger gegen sie gibt. Heimdal wirft ihnen vor, dass sie Wege benutzt haben, die sie nicht benutzen dürfren. Hel trägt vor, dass sie Gullveig befreit haben. Die Anklage wird von Tyr vorgetragen. Odin sitzt als Göttervater der Veranstaltung vor, während Forseti den Posten als Richter inne hat. Die Beisitzer Frigg und Loki komplettieren die Liste der anwesenden Götter. Sie werden informiert, dass sie sich entweder selbst verteidigen können oder einen Vertreter für sich bestimmen können. Über Pennys Abwesenheit erfahren sie jedoch nichts.

Es wird kurz diskutiert. Da von den anwesenden Göttern nur zwei keine Funktion in diesem Gericht haben, wären sie frei um als Verteidiger zu fungieren. Selbst verteidigen will sich Birta eigentlich nicht. Sie kann sich noch gut an ihre Verlegenheit erinnern, als sie sich ihren Vater aussuchen und Götter verhören durfte. Außerdem ist sie sich nicht sicher, ob sie nicht mit Gefühlsausbrüchen um sich werfen würde, sollte sie öffentlich reden müssen. Aber noch weniger möchte sie, dass sie von ihren Begleitern verteidigt wird - insbesondere von Johannes. Von den Göttern, die zur Auswahl stehen, ist sie vehement gegen die Berufung von Loki. In all den Geschichten, die sie über ihn gelesen hat, treibt er Schabernack. Was er tun wird um sich selbst zu erfreuen ist ungewiss. Sicher, wenn er sie freihauen möchte, wird er dies mit links machen. Zumindest wenn die Geschichten stimmen. Aber was, wenn er sich mit Birta einen Spaß erlauben möchte? Frigg schien zwar nicht unbedingt die beste Meinung von Birta zu haben, aber sie erschien ihr relativ fair. Außerdem hat sie ihr die Skjalmö geschickt. Also kommt in ihren Augen nur ihre Großmutter in Frage. Sollte dies nicht eintreffen, so müsste sie sich wohl oder übel selbst verteidigen.

Bevor die Verhandlung beginnt, erzählen die Götterkinder Frigg was vorgefallen ist. Birta bleibt hier recht wortkarg und ergänzt nur fehlende Details. So erklärt sie zum Beispiel, dass die Zwerge um Brokk vor der Hexe gewarnt werden muss. Denn inzwischen ist sie sich relativ sicher, dass sie in Minnesota eine rothaarige Frau getroffen hat, welche von übernatürlicher Schönheit nur so gestrotzt hatte. Außerdem schien die Natur um sie herum viel grüner und lebendiger. Dort heiß es noch, es handle sich hierbei um Freya. Und auch in Tokyo wurde Gullveig hin und wieder erblickt. Zudem fällt ihr noch etwas von einer Vogelfeder ein, was sie aber gerade nicht zuordnen kann. Sie erklärt noch fix, dass sie durch den Beichtstuhl zu den Zwergen wollten, aber fälschlicherweise in Hels Reich gelangt sind. Von der Verhandlung selbst bekommt sie wenig mit. In Gedanken sieht sie nur immer wieder ihre Freundinnen sterben und hört die Häme von Gullveig. Was würde sie darum geben deren Hals in ihre Hände zu bekommen! Irgendjemand fragt sie während der Verhandlung Dinge. Mechanisch beantwortet sie diese. Was genau aber besprochen wird, das weiß sie nicht.

Zur Urteilsverkündung kommt Birta wieder einigermaßen zu Sinnen. Schließlich muss sie ja wissen, ob sie türmen muss um Rache zu üben oder ob alles in Ordnung ist. Hel erhält zumindest eine Teilschuld an Gullveigs Verschwinden. Aber auch die Gruppe ist schuld daran, weshalb sie verpflichtet sind bei der Wiederergreifung der Hexe zu helfen. Ein grimmiges Grinsen huscht über Birtas Gesicht. Wunderbar! Mit ihr hat sie eh noch ein Hühnchen zu rupfen... Auf ihre Frage hin, ob sie Gullveig lebend fangen muss oder sie dabei auch sterben kann, reagieren die Götter teilweise belustigt. Ihr wird mitgeteilt, dass sie schon mehrmals getötet wurde, aber einfach nicht stirbt. Sollte ihr das jedoch gelingen, so würde Birta sofort in den Stand einer Göttin erhoben werden. Ferner sei sie kein zu unterschätzender Gegner. Sie habe den Asen die Goldgier gebracht und den Krieg zwischen den Asen und Wanen verursacht.

Der Ausgang der Verhandlung hinterlässt eine saure Hel. Vor ihr muss sich Birta erst einmal in Acht nehmen. Zwar heißt es in den Geschichten, dass sie gerecht sei, aber wer weiß was sie als gerecht ansieht. Loki hingegen scheint sich köstlich amüsiert zu haben. Hat er da etwa seine Finger im Spiel gehabt? Steckt er etwa mit Gullveig unter einer Decke? Schließlich gibt es Tausende von Geschichten, die über sein doppeltes Spiel berichten. Alles in allem ist es eine sehr verzwickte Lage, in der sich Birta und der Rest befinden. Kurz bevor sie Asgard verlassen bietet sie Forseti noch den Ring an, den sie von Baldur erhalten hat. Sie ist sich einfach nicht mehr sicher, ob er nicht dafür gedacht war ihn an Forseti weiterzugeben. Dieser lehnt aber dankend ab und stellt noch einmal klar, dass das milde Urteil nichts mit den Ringen zu tun hatte. Heimdal ist als Ansprechpartner für die Jagd nach Gullveig auswerählt worden. Von ihm erfahren sie einige Dinge und er ist es auch, der sie in Minnesota abliefert. Nun ist Birta an ihrem ursprünglichen Zielort. Jedoch hat sie auf ihrer Reise zwei Freundinnen sterben sehen und eine weitere ist verschollen. Mit einem flauen Gefühl im Magen betritt sie Amerika.

Auch Halbgötter haben es nicht leicht Bearbeiten

Vorwort Bearbeiten

Dies sind die Erlebnisse von Birta Hildur Sigurdadóttir. Inzwischen ist sie zur Halbgöttin aufgestiegen und wird hoffentlich noch allerlei Abenteuer bestehen. Wie auch vorher gilt, dass die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist und deshalb objektive Fehler beinhalten kann und wird.

Minessota Teil 1:  Pennys Letzter Wille Bearbeiten

Schnurrstracks stapft Birta zur Bergwerksgesellschaft. Wo sich die Naströnd Mining Company befindet weiß sie schließlich nur zu gut. Da sie die zwei verpackten Leichname ihrer Freundinnen über ihre Schulter geworfen hat meidet sie die öffentlichen Wege. Als sie beim Stollen ankommt hält sie erst einmal inne. Es wird ja gearbeitet. Und ärgerlicherweise nicht von Zwergen, sondern von Menschen. Das hat ihr gerade noch gefehlt, dass sie hier aufgehalten wird! Doch noch während sie an allen vorbeilaufen will fällt ihr Blick auf die schweren Maschinen, die hier genutzt werden. Besonders der Bagger hat ihr Interesse geweckt. Vorsichtig legt die ihre verpackten Freundinnen, bzw. deren Leichname ab, setzt ihr süßestes Lächeln auf und bewegt sich aufreizend auf den Bauarbeiter zu. Keine Minute später sitzt sie bei ihm auf dem Schoß und lässt sie den Bagger erklären. Nach der kurzen Einweisung bedankt sie sich bei dem Mann mit einem kleinen Kuss auf die Wange und tritt, wieder mit ihrem "Gepäck" beladen, in die Mine ein.

Nach einigen hundert Metern trifft sie dann endlich auf einen Zwerg. Seltsam, dass sie sich ärgert Menschen zu sehen und sich stattdessen über die Anwesenheit von Kleinwüchsigen freut. Fühlt sie sich doch sonst eher zu großen Männern hingezogen. Als sie in die Haupthalle vorstößt lässt sie ihren Blick schweifen. Jedoch sieht sie weder Brokk noch Sindri. Und natürlich weiß keiner der Zwerge, wo die beiden Brüder stecken. Also ruft Birta lauthals nach ihnen. Daraufhin dauert es nicht lange und Brokk taucht auf. Freundlich begrüßt er sie und lässt sich sogar etwas Alkohol abschwatzen. Zudem kann sich Birta noch etwas Werkzeug organisieren. Schließlich benötigt sie für eine Feuerbestattung Brennholz. Und hierfür sind eine große Axt und Benzin nützliche Hilfsmittel. Zudem erfährt sie, dass die Statue von Svala neben dem Grab von Lilja steht. Das war zwar nicht ihre ursprünglichen Intention, aber inzwischen weiß sie ja, dass dies nur noch eine leere Hülle ist und findet die Idee sogar toll. Jedoch hat sie Pech und kann keine Neuigkeiten von Gullveig in Erfahrung bringen. Ihre große Hoffnung auf eine Spur ist soeben im Sand verlaufen. Desmond und Delysia reisen sofort ab. Wohin genau weiß Birta nicht, ihr ist es im Moment aber auch herzlich egal.

Die Leichname zurücklassend spaziert sie mit der Axt bewaffnet in den Wald. Sie sucht sich einen großen Baum aus und fällt ihn. Danach sorgt sie für ordentliche Holzscheite und stapelt diese nahe des Grabes auf. Zufrieden betrachtet sie ihre Arbeit. Ihre Freundinnen werden damit hoffentlich einverstanden sein. Zumindest sie findet es für die Verhältnisse sehr passend. Abends, nach Ende der letzten Schicht der Arbeiter, geht sie zielstrebig zum Bagger. Aber entgegen ihrem ersten Vorhaben leiht sie sich nicht den Bagger aus, sondern nur eine der Ersatzschaufeln. So hinterlässt sie keine verräterischen Kettenspuren im Boden. Mit ihrer überdimensionalen Schaufel hebt sie in Windeseile zwei Gräber aus. In der Dunkelheit legt sie dann die Körper von Fenna und Svanhildur auf die mit Benzin vorbereiteten Holzstapel. Leise spricht sie den beiden einen letzten Gruß hinterher. Sie sollen es sich in der Halle beim Feiern gut gehen lassen und mit den anderen Drei anstoßen. Zudem schwört sie Fenna, dass sie Penny aus der Hel holen wird - sobald es ihr möglich sei. Dann zündet sie die Holzstapel an und blickt mit leeren Augen ins Feuer.

Eine sanfte Stimme reißt sie in die Wirklichkeit zurück. Als sie sich umdreht sieht sie zuerst nur einen dunklen Schatten. Ihre Augen müssen sich erst an die Dunkelheit gewöhnen, zu lange hat sie ins Feuer geschaut. Doch langsam verschwinden die grüne Punkte und sie erkennt in dem Sprecher den Feuertitan Prometheus wieder. Er fragt nach, ob sie Gesellschaft möchte. Mit einem Nicken signalisiert sie ihre Zustimmung und er nimmt neben ihr Platz. Als sie sich im Feuerschein an seine breite Schulter anlehnt, löst sich die gesammelte Anspannung in ihr. Die Tränen fließen nur so aus ihr heraus. Nachdem sie sich wieder so einigermaßen unter Kontrolle hat, trinkt sie auf ihre verstorbenen Freundinnen. An diesem Platz verbringt sie die komplette Nacht in Trauer und feierlicher Andacht. Am nächsten Morgen taucht sie noch vor Schichtbeginn in der Mine auf und bringt alle ausgeliehenen Werkzeuge zurück.

Dort wird sie schon von Sindri erwartet. Er habe etwas für sie und Birta soll ihm doch bitte folgen. Er führt sie in eine Art Waffenkammer. Waffen verschiedenster Arten stehen in den dazu passenden Ständern und leere Rüstungen "bewachen" zudem noch den Raum. Staunend blickt sich Birta um. Was hat der Zwerg den nun schon wieder vor. Hat sie nicht vor kurzem einen wunderschönen Zahn-Dolch erhalten. Dann schließt sich hinter ihr die Tür und sie muss feststellen, dass der Zwerg ihr nicht in den Raum gefolgt ist. Ein kurzes Stirnrunzeln huscht über ihr Gesicht. Was hat er denn nun vor? Einen Verrat schließt sie trotz allem aus. Dann tritt eine Person aus dem Schatten. Ungläubig blickt sie die Gestalt an. Wieso kommt es zu diesem Treffen? Was hat sie nun schon wieder ausgefressen? Doch all ihre Vorsicht stellt sich als unbegründet heraus. Nach einem kurzen Gespräch wird ihr ein Speer überreicht. Ihr wird mitgeteilt, dass ihr Großvater von ihrem Wunsch weiß und sie sich dies verdient hätte. Sie ist dermaßen überwältigt, dass sie allen Respekt vergisst und den Überbringer des Geschenkes umarmt. Verlegen löst sie sich von ihm, als sie feststellt was sie gerade getan hat. Und auch das Versprechen, niemandem etwas von diesem Treffen zu verraten wird sie nicht brechen.

Als sie dann die Waffenkammer verlässt, erkundigt sie sich sofort nach einem großen Spiegel. Schließlich will sie nun an ihrem Outfit arbeiten. Aber zu ihrer Enttäuschung haben die Zwerge daran wohl keinen Bedarf. Nirgendwo lässt sich ein Spiegel auftreiben. Und auch die spiegelnde Oberfläche der Schilde reichen ihr nicht aus. Nun gut, damit wird sie vorerst leben müssen.

Sindri holt sie dann ab um sie an den Flughafen zu bringen. Von ihm erfährt sie dann noch durch Zufall, dass dessen Bruder Brokk senil oder zumindest sehr vergesslich ist. Oder erlaubt er sich auf dessen Kosten nur einen Scherz? In Miami gelandet steigt sie mit Johannes in ein Taxi. Als sie einen kurzen Stop bei einem Restaurant machen treffen die beiden auf Delysia und Desmond. Wenn das mal kein Wink des Schicksals ist. Zusammen fahren sie dann in die Verwaltungszentrale von Goddess Ink. Mistrauisch wird Sarah Dunn beäugt. Sie ist übernatürlich, aber was genau sie ist, will sie nicht verraten. Aber Delysia sei darüber informiert. Also erkundigt sich Birta bei ihr. Allem Anschein nach gehört sie irgendwie zu den Griechen und ist für die Gruppe keine Gefahr. Das reicht Birta vollkommen aus. Kleine Geheimnisse sollte man schon haben dürfen, solange sie niemanden gefährden.

Dann wird Birta ihr eigenes Büro gezeigt. Ein Büro? Wieso das? Mit eigenem Schreibtisch, Computer und Spiegelschrank? Letzteren lässt sie sich ja noch gefallen, aber wieso der Rest? Und dann hat sie noch einen kleinen Kühlschrank in dem eine Sahnetorte steht. Dann kommt es zur Testamentsverlesung. Naja, ihr wird das Testament überreicht. Delysia hat dieses schon vorher gelesen. Kein Wunder. Ist sie doch die Alleinerbin von Pennys Privatvermögen. Es klingt nach recht viel, aber so wirklich interessiert sich Birta nicht dafür. Die Modelagentur wird zu 25% auf die restlichen Halbgötter aufgeteilt. Grimmig liest sie, dass Penny fordert, dass nicht versucht werden soll, sie aus der Hel zu befreien. Wie kann sie dem zustimmen? Fenna würde sich im Grab umdrehen. Und auch wenn es sich nicht gehört, dem letzten Willen einer Verstorbenen entgegenzuhandeln, so ist sie sich sicher, dass Fenna eine Rettung gutheißen wenn nicht sogar fordern würde, sollte es eine realistische Aussicht auf Erfolg ergeben. Dementsprechend teilt sie den anderen auch mit, dass sie nicht davon zurückschrecken wird in die Unterwelt zu gehen um ihre gefangene Freundin zu retten. Aber sie wird nicht wieder ein derartiges Desaster mitmachen. Wenn, dann ordentlich geplant und von ihr aus auch alleine. Auch andere nehmen die Neuigkeiten weniger gut auf. Johannes verlässt schmollend den Raum, da ihm Delysia irgendwelche Kleinigkeiten aus dem Testament nicht verrät. Dies ist zwar Pennys ausdrücklicher Wille, dass dies außer der Erbin niemand erfährt, aber dies ist dem Polizisten egal.

Zu dritt wird entschlossen das Erbe zu Feiern. Da sich Delysia hier auskennt ist auch schnell ein Club gewählt. Doch fehlt es an Begleitung. Nach kurzer Absprache telefoniert verbrennt Birta eine Holzmünze während Delysia Kevin Sorbo anruft. Gut gelaunt feiert Birta mit dem griechischen Feuertitan, der auf ihre Bitte zur Party mitkommt, während Herakles mit einer Prostituierten auftaucht, die er zwischendruch für Desmond aufgegabelt hat. Diese beschwert sich lauthals über eine Entführung und bekommt von ihrem Entführer noch haarklein dessen Namen buchstabiert. Ob sich da ein gewisser Schauspieler demnächst über miese Publicity ärgern muss? Der Abend bzw. die Nacht verläuft dann recht reibungslos. Birta verschwindet irgendwann, damit sie mit Prometheus die Nacht noch gemütlich ausklingen lassen kann und taucht erst am Morgen wieder zum Frühstück auf - ohne Begleitung.

Greystoke Teil 1:  Was man nicht so alles erben kann Bearbeiten

Zu dritt fliegen sie nach England. Johannes ist irgendwie von den Zwergen eingespannt worden und kommt nicht mit. Da nun die Zwerge nicht da sind, kann Birta nicht mehr über ein eventuelles Inventarverzeichnis der Zwerge herausbekommen. Zudem befürchtet sie, dass ein Aufteilen der Gruppe in Gullveigs Hände spielen könnte. Und letztendlich wäre sie zudem sehr verärgert, sollten einige die Hexe finden und sie wäre nicht dabei. Aber es ist nicht nur eine private Reise um sich Delysias Erbe anzuschauen. Nein sie hat ein Meet'n'Greet für einen potentiellen Modelauftrag. Gransförs Bruk hat Interesse angemeldet Birta als "Gesicht" für dessen Produkte zu benutzen. Da die Produkte der Firma Birta gefallen und sie zudem in Pennys Testament gebeten wurde, sich von ihrer besten Seite zu zeigen, verhält sich Birta bei dem Treffen sehr freundlich und zurückhaltend. Sie gibt zwar an, dass sie schon einmal Holz gespalten habe, schließlich kommt sie aus einem kleinen isländischen Örtchen, aber hält die Produkte nicht professionell. Aber die Repräsentanten der Firma sind zufrieden und wollen sich mit Goddess Ink in Verbindung setzen um die genaueren Details zu erläutern. Birta wird ein Trolli gestellt, in dem sich die verschiedenen Äxte der kompletten Produktpalette befinden. Nur mit Mühe kann sie ihre Freude darüber verbergen und verspricht feierlich, dass sie üben wird, die Äxte realistischer zu halten.

Dann fahren sie zum Greystoke-Anwesen. Es handelt sich hierbei um ein altes englisches Anwesen. Es wirkt auf Birta urig und geschichtsträchtig. So ein Anwesen einmal zu betrachten und gerne ein paar Wochen zu erleben findet sie interessant, aber dort länger zu leben? Das könnte sich Birta nicht vorstellen. Dafür wirkt es dann doch zu alt. Delysia bedient die Türglocke und ein alter Mann, seines Zeichens der Butler der Greystokes, öffnet die Pforte. Jedoch ist er nicht darüber informiert, dass der Besitz eine neue Eigentümerin besitzt und verwehrt den Anwesenden den Zutritt. Dies ist aber kein Problem, denn schon nach einer weiteren Viertelstunde fährt ein Wagen die Auffahrt hoch. Es steigt eine Frau im Hosenanzug aus und stellt sich als Anwältin mit dem Namen Van Dyke oder so vor. So richtig kann und will Birta dem Gespräch nicht folgen. Denn sie hat sich auf die in ihrem Anhänger schlummernde Kräfte konzentriert. Und das was sie sieht lässt sie vorsichtig werden. Diese "Anwältin" ist sehr mächtig. Und da sie schon einmal in letzter Zeit reingelegt wurde, will sich Birta dies nicht noch einmal gefallen lassen. Sie führt Delysia etwas abseits und flüstert ihr ins Ohr, dass es sich hierbei um eine sehr mächtige Person handelt - eventuell sogar um Gullveig. Nachdem diese aber zur Rede gestellt wird, beruhigen sich die drei Halbgötter. Es ist zum Glück "nur" Herakles Schwester Dike. Schnell wird mit deren Hilfe geklärt, dass die nun neue und rechtmäßige Besitzerin des Anwesens hier ist und alle werden eingelassen.

Noch bevor sich alle richtig einleben können, sind Delysia und Birta schon auf dem Weg zum hauseigenen Gestüt. Dort wird dem hießigen Stallburschen ein wenig der Kopf verdreht und sich endlich mal wieder auf den Rücken eines Pferdes geschwungen. Mittels ihrer neuen Kräfte kann sich Birta hier sogar passende Reitkleidung entstehen lassen, so dass sie nicht mit einem schlecht sitzenden Kleidungsstück unterwegs sein muss. Danach lässt sie sich von dem sehr entgegenkommenden Mann noch in die hießige Kneipe bringen. Er sieht ja nicht einmal schlecht aus, wäre er nur etwas größer...

Aber auch so ist er sehr freundlich und das Klima in dem Pub recht angenehm. Die Wirtin wirft ihr zwar seltsame Blicke zu, aber das kann Birta ignorieren, oder besser noch, genießen. Aber zu lange will sie sich hier nicht aufhalten. Land und Leute kennen zu lernen ist ja schön und gut, aber den Anwohnern beim Dart zuzuschauen ist nicht gerade eine abendfüllende Beschäftigung. Also lässt sie sich von dem Herren zum Schloss bringen. Und damit seine Freundlichkeit nicht ohne Frucht sein soll, verabschiedet sie sich artig mit einem kleinen Küsschen. Inzwischen ist der nächste Besuch eingetroffen. Der altgriechische Prototyp aller Helden, Herakles, gibt sich die Ehre. Natürlich hat er sich im Master Room breit gemacht. Schließlich ist nur das Beste gut genug für ihn.

Der nächste Tag beginnt mit einem Ausritt, danach geht es ans Training. Hier sieht Birta, sehr zu ihrer Verärgerung, gegen Herakles kein Land. Erfolglos grübelt sie darüber nach, wieso nun alles so einseitig ist. In der Arena war es eine knappe Geschichte, aber hier sehr deutlich. Braucht sie im Kampf die vielen Zuschauer oder die spezielle Atmosphäre? Oder liegt es daran, dass sie ein Oberteil an hat? Letzten Gedanken verwirft sie aber schnell. Ihre Ohren werden schon alleine beim Gedanken daran, dass ihre Mutter davon Bescheid wüsste, rot und heiß. Desmond bekommt ein kleines Boxtraining, doch dann soll Birta mit Delysia ein kleines Sparing machen. Die Schmach gegen Herakles im Hinterkopf versucht sich Birta mehr auf ihre Ringtechnik zu vertiefen und versucht eher die Schläge abzublocken, denn ihnen auszuweichen. Auch will sie nicht ihre volle Kraft einsetzen um ihrer Gegnerin nicht unbeabsichtigt zu schaden. Aber ihre Vorsicht scheint übertrieben zu sein. Delysia nutzt ihrerseits eine Gabe, die Birta aus der Balance bringt. Ihr Gleichgewichtssinn spielt ihr einen Streich und sie fühlt sich unbeholfen, als würde sie betrunken herumtaumeln. So wird sie von Delysia immer wieder getroffen, während sie selbst die schlüpfrige Gegnerin nicht zu fassen bekommt. Zwar prallen die Hiebe an ihr ab, sie sind zu schwach um sie wirklich zu beeinträchtigen, aber sie selbst fühlt sich, als würde sie nach Wasser greifen. Nach einiger Zeit bricht dann ihr Trainer Herakles das Sparing ab. Er habe genug gesehen.

Abends gibt es noch ein gemeinsames Bad im Whirlpool mit folgender Massage. Und auch wenn Herakles darin gut ist, so schafft er es auch wieder Birta mit seinen Aussagen zu verletzen und zu verärgern. Die Aussage, dass sie nie so gut werden wird, wie er es ist schmerzt sehr. Nur mühsam hält sie sich unter Kontrolle um keinen Kampf anzufangen. Ihre Laune wird dadurch gerettet, dass Desmond nach Frankreich soll um dort andere Götter wieder in Erinnerung zu bringen. Allein der Gedanke, dass der Ire noch mehr Göttinnen und vielleicht sogar männliche Götter schwängern soll und welche Kostüme es hierfür geben wird zaubert ein Schmunzeln auf ihr Gesicht.

Alesia Teil 1:  Fenna oder doch ein Trick? Bearbeiten

Beim Frühstück schlendert ein gemütlicher Herakles mit einem Jutesack, in dem etwas zappelt, zu Birta. Er habe eine Idee, wie sie ihre mangelnde Schnelligkeit verbessern kann. Pah! Als sei sie nicht schnell. Nur weil Delysia ihr immer ausgewichen ist, heißt das nicht, dass sie langsam ist. Sie wollte nur nicht alles zerstören. Aber nun gut. Schaden kann es ja nicht. Doch was dann folgt, damit hat sie beim besten Willen nicht gerechnet. Als der Sack auf dem Anwesen vor ihren Augen geöffnet wird springen zwölf Feenwesen heraus. Sie hat nicht einmal genug Zeit sich jene genauer anzuschauen und schon sind sie verschwunden. Manche fliegen davon, andere lösen sich in Luft auf und wieder andere flitzen einfach in die Büsche. Ungläubig versucht sie noch zu verstehen, was gerade passiert ist, als sie wie durch einen Schleier vernimmt, dass es ihre Aufgabe sei, diese einzufangen - natürlich unverletzt. Zuerst hält sie es ja für einen Scherz, aber als sie die ernste Miene ihres Lehrers sieht, weiß sie, dass dem nicht so ist. Was für ein dummes Training ist das denn? Da weicht sie ja lieber Kometeneinschlägen aus. Zumindest gesteht er ihr alle Hilfsmittel zu - als ob das was helfen wird. Wie fängt man Feen?

Jedoch will sie sich vor den anderen nicht die Blöse geben und hektisch umherspringen. Sie werden schon so genug zu spotten haben. Also spaziert sie ersteinmal über das komplette Anwesen und schaut sich um. Herakles hat ihr mitgeteilt, dass diese Wesen nur auf jenem Gebiet sein werden, damit sie auch eine Möglichkeit habe diese zu finden. Doch egal wie lange sie sucht, sie findet nichts und niemanden. Sie lässt Mittag- und Abendessen aus und ist sogar nachts mit einer Taschenlampe unterwegs, doch von den Wichteln fehlt immer noch jede Spur. Am nächsten Tag leiht sie sich Fallen von den Bediensteten aus und "läd" sie mit allem möglichen. Schließlich weiß sie ja nicht auf was diese komischen Wesen stehen. Also werden Leim, glitzernde Gegenstände, Süßigkeiten und allerlei sonstigen Dingen brav verteilt. Als sie am nächsten Tag nach Frankreich aufbrechen schaut sie noch einmal zur Sicherheit in die aufgestellten Fallen. Und leider muss sie feststellen, dass diese nichts gebracht haben. Schnell räumt sie diese weg, damit nicht doch durch Zufall ein Wesen in ihrer Abwesenheit dort drin landet und stirbt, weil sie dieses nicht herausnimmt. Denn wer weiß schon, wie lange sie weg sein wird.

Der Ort ist ihr nicht wichtig, er heißt vermutlich Alise-Sainte-Reine, aber eine Statue eines berühmten Heerführers soll dort stehen. Ein gewisser Vercingetorix wird dargestellt. Von dem hat sie noch nie etwas gehört. Weniger erfreulich ist, dass Johannes zu ihnen stößt. Das hat gerade noch gefehlt. Von Sindri erfährt sie übers Telefon, dass letztes Jahr im Zeitraum September bis Oktober ein Falkenumhang bei den Zwergen abgeholt wurde. Das deckt sich mit der Erinnerung, die Birta hat. Schließlich ist sie der Meinung, dass dort eine Vogelfeder herumgelegen sei. Sie erfährt noch, dass die Zwerge sich gewundert haben, wieso der Umhang beschädigt war, damit er geflickt werden musste. Schließlich sei er doch sehr stabil. Diese Information teilt sie auch mit Heimdal und Delysia. Beim Essen, welches Desmond zahlen soll, werden Birtas Bestellwünsche komplett ignoriert. Es scheint sowohl dem Iren als auch der Halbasiatin einen Mordsspaß zu bereiten allerlei Dickmacher der Bestellung hinzuzufügen. Es hat schon einen Grund, weshalb Birta die Bestellung so macht, wie sie es getan hat. Als die Begründung kommt, über die Bestellung habe sie nicht zu entscheiden, da Desmond die Rechnung bezahle wird ihr es zu dumm. Sie steht kommentarlos auf und verlässt das Restaurant. Dann soll er es doch essen. Ganz mittellos ist sie schließlich nicht. Sie sucht sich selbst ein kleines Restaurant, welches natürlich nicht mit der Qualität mithalten kann, jedoch bekommt sie dort sowohl vom Chef als auch vom Garcon ihre Wünsche erfüllt. Danach geht sie mit Reyki durch die Weinberge spazieren. Auf die anderen hat sie erst einmal keine Lust mehr. Sollen die doch machen, was sie wollen. Sie kühlt ihr Gemüt lieber damit ab, dass sie im Sonnenschein auf einer Wiese sitzt und sich entspannt. Von Delysia kommen im Laufe des Tages ein paar Mitteilungen, welche sie entweder ignoriert oder nur knapp beantwortet. Das Ende vom Lied ist, dass die gesuchte Person(en), wer auch immer das sein mag, gefunden haben und wieder nach Großbritannien zurück müssen. Na dann.

Am nächsten Tag wird diskutiert wie weiter verfahren wird. Worum es genau geht weiß Birta nicht. Dazu hat sie nicht wirklich zugehört. Erst als es schon heißt, dass sie nach Großbritannien zurückfliegen, erfährt sie, dass es in Deutschland eine mögliche Spur zu Gullveig gäbe. Natürlich ist sie sofort Feuer und Flamme für eine Reise dorthin. Da nun die Mehrheit für Deutschland ist wird das Reiseziel in letzter Sekunde geändert. Es geht zu einem Wolfenstein in der Nähe von Passau. Dort soll eine Frau verschwunden sein. Dort angekommen werden in einer kleinen Pension zwei Doppelzimmer angemietet. Birta macht abends noch einen kleinen Spaziergang mit ihrem treuen Begleiter. Hierbei achtet sie aber drauf, dass sie nicht in das Moor geht. Delysia macht einen Rundflug auf ihrem Pegasus und sieht einen Schatten im Moor verschwinden. Um wen oder was es sich aber dabei gehandelt hat kann sie nicht mit Bestimmtheit sagen. Johannes kann seinerseits seine Nase zur Informationsgewinnung einsetzen. Er hat bei seinem Spaziergang folgende Gerüche wahrgenommen: Menschen, nassen Hund und Pferd. Ob und wie das aber weiter hilft ist fraglich. Zumindest sind sich alle einig, dass es eine dumme Idee wäre nachts ins Moor zu gehen, also wird bis zum nächsten Tag gewartet.

Am nächsten Morgen geht es dann direkt nach dem Frühstück los. Alle bereiten sich auf ihre Weise vor. Für Birta bedeutet dies, dass sie ihr Aussehen anpasst - für was hat sie denn auch vorm Spiegel geübt, und sich über ihre Waffenwahl Gedanken macht. Sie vermutet nicht, dass es zu einem großen und langen Kampf kommen wird, also rüstet sie sich nur leicht aus. Dies bedeutet in ihrem Fall, dass sie neben ihrem Speer noch den Zahn-Dolch, ein Breitschwert sowie zwei Wurfäxte mit sich führt. Bei dem Gedanken daran, was sie noch vor einem Jahr über solch eine "Mindestbewaffnung" empfunden hat, muss sie schmunzeln. Aber bei dem Arsenal, auf das sie Zugriff hat, ist dies wirklich nicht übertrieben. Naja, und wenn, dann nur ein bischen. Mit dem Auto fahren sie dann in Richtung Wolfenstein und lassen ihn am Straßenrand stehen. Der restliche Weg muss zu Fuß bewältigt werden.

Als sie dem Stein näher kommen, beginnt Reyki sich unruhig zu verhalten. Zur Sicherheit lässt ihn Birta daraufhin anwachsen, hält ihn aber fest. Es hat keinen Sinn, wenn er sofort vorstürmt und sich mit einem Fenriswolf anlegt. Mit diesen Wesen ist nicht zu spaßen. Direkt am Stein angekommen gibt es keinen Anhaltspunkt. Birta schaut sich die Sache von oben, auf Reykis reitend, an. Doch sie findet nichts besonderes. Es wird entschieden, dass man in den naheliegenden Tümpel abtauchen werde. Ihr vierbeiniger Begleiter bekommt etwas von der Ausrüstung der Gruppe aufgeladen und erhält den Befehl oben zu kreisen und nicht ohne Befehl auf einen Wolf zuzustürmen. Birta hofft nur, dass er sie einerseits verstanden hat und andererseits seinen Kampfinstinkt unterdrücken kann. Dann tauchen sie in die Dunkelheit hinab.

Zum Glück haben die anderen an Lampen gedacht. Birta befindet sich am Ende und leuchtet mit einer ihr zugesteckten Lichtquelle herum. Plötzlich entsteht vor ihr hektische Bewegung. Was ist hier los? Sie schwimmt vorwärts und sieht Johannes im Kampf mit einem Fenriswolf. Auf den ersten Blick sieht er nicht besonders gefährdet aus - und wenn doch, was stört es sie großartig, so dass sie weiterschwimmt. Um die anderen Zwei muss sie aufpassen. Delysia ist zwar flink, aber ihr Bogen wird unter Wasser nicht viel helfen und Desmond ist nicht gerade der größte Kämpfer. Dann sieht sie auch vor sich ein solches Wesen, welches nach dem Iren schnappt. Mit einer fließenden Bewegung, soweit dies unter Wasser möglich ist, zieht sie den Zahn-Dolch und sticht zu. Nach eins, zwei weiteren Stichen ist die Titanbrut aus dem Weg geschafft und sie folgt den anderen Zwei. Dort muss sie schon wieder Desmond beistehen. Irgendwie scheinen die Wölfe ihn zum Fressen gern zu haben. Ein Pfeil von Delysia streckt ihn aber letztendlich nieder. 

Plötzlich stürmen aus der Dunkelheit zwei weitere Wölfe. Sie sind etwas größer, und einer hat nur ein Auge. Na wenn das nicht der spezielle Freund von Johannes ist. Aber schon wieder ist Desmond das Hauptziel der Angriffe, wenngleich auch Birta und Delysia einen Biss abwehren müssen. Sofort stürzt sich Birta auf das Weibchen und verpasst ihr einen tiefen Stich. Doch dann wird es unmenschlich laut. Voller Schmerzen lässt sie das Licht und den Dolch fallen und hält sich den Ohren. Ihre Augen tränen und sie kämpft um ihre Orientierung wieder zu erhalten. Was zur Hölle war das? Die Antwort wird ihr nach einigen Sekunden klar. Hat Desmond eben nicht seine Schrotflinte abgefeuert? Ihre Ohren klingeln immer noch, doch davon darf sie sich nicht ablenken lassen, wenn sie nicht Wolfsfutter sein möchte. Zum Glück ist die Höhle hoch genug, so dass sie ihren Speer vom Rücken ziehen kann. Unerbittlich drängt sie auf das Wolfsweibchen ein. Johannes ist inzwischen aufgetaucht und stellt sich seinem Erzfeind. Als Delysias Pfeil das Weibchen tötet, flitzt Einauge ins Wasser. Birta versucht ihn zwar noch mit einem hastigen Speerwurf aufzuhalten, aber dafür ist die Waffe nicht gedacht. Auch Johannes Wassermanipulation, er verändert irgendwie die Strömung, kann ihn nur verlangsamen aber nicht stoppen. Birta schnappt sich schnell ein Licht und springt hinterher. Sie versucht aber nicht den Wolf einzufangen, sondern sucht nur schnell nach ihrer Waffe. Nicht dass der Wolf damit abhaut. Zufrieden taucht sie auf, sammelt auch ihren Dolch ein und folgt Delysias Stimme. Nach ihr wird gerufen.

Als sie dem dunklen Gang folgt schaut sie nicht schlecht erstaunt. An einen Stalagmiten gefesselt befindet sich eine rothaarige Frau - Hannah. Doch viel erstaunlicher ist es mitanzusehen, wie ein weiblich geformter Schatten sich auf Johannes stürzt. Der Schatten ist kleiner als sie, sie schätzt das Wesen auf knapp 1,7 m, und kämpft mit einem Speer. Johannes wird schnell in die Defensive gedrängt, und nur seine schuppige Haut schützt ihn davor getötet oder zumindest schwer verletzt zu werden. Desmond hält sich hier klugerweise heraus und befreit Hannah. Er ist schon zu sehr angeschlagen und der Schatten kämpft im wahrsten Sinne des Wortes in einer anderen Liga. Delysia lässt einen Pfeil nach dem anderen fliegen, aber wenn sie dem Schattenwesen etwas antun, so merkt das Birta nicht. Mit einem schnellen Vorstoß überrascht Birta das Schattenwesen und dringt mit dem Blatt in den dunklen Umriss ein. Ein kurzes Aufstöhnen von dem Wesen, es klingt zumindest weiblich, zeigt ihr, dass der Stoß gesessen hat. Aber trotzdem lässt sich die Schattenfrau nicht von ihrem Angriff auf Johannes abbringen.

Zudem scheint auch sie über übermenschliche Kräfte zu verfügen. Nicht dass es ausreicht, sich gegen eine Übermacht von 3:1 zu verteidigen, nein, sie schafft es sogar gegen sie zu bestehen. Die gegen sie gezielten Angriffe werden abgelenkt oder prallen gar wirkungslos gegen ihre Rüstung oder Haut ab. Birta hat nur einen Treffer gesehen, den sie hinnehmen musste, Johannes hingegen sieht schon nicht mehr so ganz taufrisch aus. Also versucht es Birta mit einer Strategieänderung. Sie nimmt den Speer queer und versucht die Schattenfrau an die Wand zu pressen und staunt nicht schlecht. Die Schattenfrau ist schnell und stark genug, um das zu verhindern. Dann wird es wieder laut. Birta lässt ihre Waffe fallen und hebt sich ihre schmerzenden Ohren. Sie kämpft mit der Übelkeit, die durch diesen Lärm erzeugt wurde. Dem Rest geht es ähnlich, nur die Schattenfrau stört sich nicht daran und nutzt die Chance um weiter zu attackieren.

Inzwischen bekommt aber auch Birta den einen oder anderen Stoß durch den Schattenspeer zu spüren. Es handelt sich hier zwar um keinen tötlichen Treffer, aber in Birtas Venen wird das Blut heiß. Wut und Agressivität werden von ihrem Herz durch ihren Körper gepumpt. Sie überzieht ihre Haut und Kleidung mit der silbernen Schutzschicht und stürmt waffenlos auf die Gegnerin zu. Sie bekommt die Schattenfrau in einen Ringgriff und versucht sie zu fixieren. Ob die anderen dies nutzen können, kann sie nicht sehen. Ihr Blickfeld ist zu eingeschränkt und das kämpferische Können ihrer Gegnerin kann sie nicht ganz auf die leichte Schulter nehmen. Schon wenige Sekunden später fliegt sie durch die Luft, weggeschleudert durch eine raffinierte Bewegung der Schattenfrau. Nur ein paar Herzschläge danach befindet sie sich wieder mit Johannes und der Schattenfrau im Getümmel, als die kämpfenden Frauen plötzlich von Wasser umschlossen werden. Das Wasser geht zwar nicht bis zum Kopf, iritiert aber nicht schlecht. Noch überraschter ist sie, als das Wasser zu Eis wird. Verärgert stellt sie fest, dass sie ihre Arme nicht mehr benutzen kann, aber auch die Schattenfrau ist im Eis eingeschlossen und kann den Speer nicht nutzen. Grimmig rammt Birta ihren Kopf auf ihre Gegnerin hinab. Der Zusammenprall dröhnt durch ihren Kopf und lässt sie leicht benommen werden, aber ihrer Gegnerin wird dies mehr zu schaffen machen, hat sie doch den Größenvorteil. Doch so leicht gibt die Schattenfrau nicht auf. Auch sie nutzt ihren Kopf als ihre als letztes übriggebliebene Waffe und rammt diese gegen Birta. Zwar kann sie nicht deren Kopf treffen, aber deren Torso. Am Rande bekommt Birta den Aufprall mit doch dann rammt sie auch schon wieder ihren Kopf auf die Gegnerin hinab. Wie von Sinnen tauschen sie Kopfstöße aus, bis es Birta schwarz vor Augen wird. Sie meint noch wahzunehmen, dass die Schattenfrau auch schlaff im Eis hängt, aber vielleicht ist es auch nur ein Wunschdenken. 

Als sie wieder zu Bewusstsein kommt ist ihre erste Wahrnehmung ein durchgehender Schmerz, der ihren kompletten Körper betrifft. Es dauert eine gute Minute, bevor sie die Kraft und Willensanstrengung aufbringen kann um die Augen zu öffnen. Der Decke zu urteilen, befindet sie sich in dem Zimmer in der Herberge, welches sie sich mit Delysia teilt. Anscheinend haben sie den Kampf gewonnen - oder? Unter Schmerzen dreht sie den Kopf und sieht Desmond und Delysia wohlbehalten im Zimmer sitzen. Neben ihr liegt, wie ein Paket verschnürt, eine Frau in Rüstung. Ihr Kopf ist in einem Kissenbezug versteckt. Neben dem Bett hechelt Reyki. Den anderen zufolge hat Johannes Hannah in ein Krankenhaus oder soetwas gebracht. Das interessiert sie aber nicht so sehr, denn plötzlich fällt ihr die Machart der Rüstung ins Auge. So eine Brünne tragen doch die Walküren, oder? Hat dieses Wesen eine Walküre erschlagen? Im nächsten Moment fragt sie sich, ob sie doppelt sieht, den an die Wand gelehnt befinden sich zwei identisch aussehende Speere. Und einer davon ist ihrer. Und als sie fordert, dass der Frau der Kissenbezug vom Kopf gezogen wird, zweifelt Birta erst Recht an ihren Augen. Sie blickt in Fennas Gesicht. Aber das kann nicht sein. Fenna wurde schließlich vor ihren Augen getötet. Das alles ist zu viel für Birta. Sie bittet Desmond auf die gefesselte Frau achtzugeben, schließlich soll sie sich nicht losreisen und fliehen, sollte sie wach werden, und geht duschen. Unter dem heißen Wasser geht sie im Kopf noch einmal ihre Verletzungen durch. Wie auch immer Desmond das genau feststellen konnte ist ihr zwar nicht klar, aber bis auf ihre gebrochene Nase erscheint ihr alles nicht ganz so schlimm. Es wird schon wieder heilen. Und wahrscheinlich wird man von dem Nasenbeinbruch bald auch nichts mehr sehen können. Also heißt es für sie ersteinmal abwarten, bis die Schwellung abklingt. Es bringt ja nichts, sich über Dinge zu sorgen, die man im Moment nicht ändern kann. Und außerdem - welches Wesen trägt da Fennas Gesicht?

Als sie aus dem Bad wieder herauskommt sieht sie Desmond immer noch über die bewusstlose Frau wachen. Gut, sie ist also noch nicht aufgewacht. Nun heißt es warten. Sie leiht sich von dem Iren den Schlagstock aus, der seinerseits den Zahn-Dolch erbittet und das Zimmer verlässt. Was genau er vorhat ist ihr nicht klar, das ist aber auch egal. Mithilfe der Kraft, die sich in ihrem Anhänger befindet schaut sie sich die Gefangene an. Sie ist mächtig, etwa so wie Birta, aber nicht so stark wie die von ihr gejagte Gullveig. Natürlich kann dies auch nur ein Trick sein. Reyki zumindest ist nicht beunruhigt und lässt sich von Birta kraulen. Nach einigen Stunden wird "Fenna" dann wach. Birta redet in Delysias Anwesenheit mit der Frau auf isländisch. Immer wieder verschlägt es ihr die Sprache und sie übersetzt Teile der "Unterhaltung" für die andere Halbgöttin. Angeblich soll "Fenna" von Odin zur Belohnung für ihre Dienste in den Rang einer Walküre erhoben worden sein. Sie hat eine genauso zynische Art wie die "echte" Fenna und entschuldigt sich bei Birta sogar für die Verletzungen die sie ihr zugefügt hat. Doch so leicht lässt sich Birta nicht überzeugen. Sie führt ein Frage-und-Antwort-Spiel mit der Gefangenen durch. Dinge, die Fenna wissen müsste oder könnte. Aber alle Antworten ergeben mehr oder minder Sinn. Schließlich ist sie von der Echtheit überzeugt und löst die Fesseln. Sie teilt Delysia mit, dass es sich hierbei um Fenna handle und dass jene von Gullveig abgefangen und bezaubert wurde. Die Hexe soll gewusst haben, dass die Truppe in der Höhle auftauchen wird und hat die bezauberte Walküre dorthingeschickt. Fenna soll sich unter einem Zwang befunden haben, der sie dazu bringen sollte sich in jedweder möglichen Art an Johannes zu rächen. Jedoch habe sie keine gemeinsame Sache mit den Fenriswölfen gemacht. Birta hingegen kann ihr Glück, ihre beste Freundin wieder bei sich zu haben, nicht fassen.

Wales Teil 1: Weißer Drache, Roter Drache,... was? Drachen?Bearbeiten

Nach dem letzten Gefecht ist Birta noch etwas angeschlagen und weigert sich das Zimmer zu verlassen. Kein Wunder, schließlich war ihre Nase gebrochen, ihr Gesicht ist noch angeschwollen und hat eine interessante Färbung angenommen. Und nach Murphy's Law taucht genau dann ein Fotograf auf, wenn man ihn nicht gebrauchen kann. Wie soll sie denn ihrer Mutter dann die Bilder erklären? Die Treppe heruntergefallen? Wahrscheinlich denkt ihre Mutter dann noch, dass sie von einem Kerl zusammengeschlagen wurde oder schlimmeres. Diese Sorgen will sie ihr ersparen. Zudem ist sie zugegebenermaßen ein bischen eitel und solche Bilder gehören definitiv nicht in ihr Portfolio. Doch was macht man einen bis zwei Tage lang mit der besten Freundin im Raum "eingesperrt"? Reden, ist doch klar. Aber der Filmgeschmack von Fenna lässt stark zu wünschen übrig. Dämliche Krimis statt schönen und romantischen Liebesfilmen. Kein Wunder, dass Birtas Gedanken immer wieder abschweifen und sich verselbständigen.

Nachts schleicht sie sich aus der Herberge. Es sollte dunkel genug sein, dass man ihr Malleur nicht sieht. Sie verlässt das kleine idyllische Dörfchen und ruft lautstark nach Odin und Heimdal. Während ersterer nicht darauf reagiert, erscheint letzterer tatsächlich vor Birta. Kurz fasst sie zusammen, dass Gullveig Fenna abgefangen und kontrolliert hat. Doch der Ase weiß dies schon. Da er immer sehr humorlos erscheint, und bestimmt besseres zu tun hat als mit Birta zu reden, verabschiedet sie sich daraufhin auch schon von ihm. Eigentlich will sie schon in ihr Bett zurückkehren, doch dann kommt ihr die Idee, dass sie ihren Vater schon lange nicht mehr gesehen habe. Also ruft sie wieder in die Nacht hinaus. Zuerst passiert nichts, doch dann legen sie große Hände sanft auf ihre Schultern. Birta linst nach hinten und lehnt sich dann zufrieden an Thors breite Brust. Beide erkundigen sich, wie es dem anderen ergangen ist und Birta erzählt voller Stolz von all den toten Riesen, die sie in der Hel gesehen hat. Papa ist halt schon der Beste!

Aber sie beredet auch weniger erfreuliche Dinge. Sie versucht herauszufinden, ob Fenna wirklich jene ist, die sie vorgibt zu sein. Ihr Herz sagt ja, aber ihr Verstand schaltet sich ausnahmsweise ein. Doch ihr Vater kann darüber nichts sagen. Dies sei das Gebiet von Odin und Frigg. Na klasse! Ersteren erreicht sie nicht und die Letztere will sie nicht so unverschämt stören. Frauen reagieren da oftmals weniger erfreut als Männer. Diese kann sie wenigstens mit einem Lächeln um den Finger wickeln. Also bleibt ihr nur übrig ihren Großvater noch einmal zu belästigen. Aber wie erreicht man ihn sicher? Doch Paps weiß Bescheid. Wenn man etwas opfert, dann erreicht man ihn sicher. Er ist nun einmal so toll! Was er nicht alles weiß. Doch damit ist noch nicht alles besprochen, was Birta auf dem Herzen liegt. Es heißt, dass Thor eine Art Schutzgott für die Menschen ist. Zumindest für jene, die ihn anbeten. Und sie ist seine Tochter. Kann sie dann auch dementsprechende Kräfte haben und ist sich dessen nur noch nicht bewusst? Er gibt zu, dass er solche Kräfte hat. Aber ob er sie damit schützt, beantwortet er nur ausweichend und fragt sie stattdessen, ob es denn wichtig sei und einen Unterschied machen würde. Sie denkt kurz darüber nach und stimmt ihm zu. Denn wenn er sie schützt, wäre sie einerseits gerührt darüber, dass ihm etwas an ihr liegt, aber andererseits wäre sie eingeschnappt, weil sie der Meinung wäre, dass er nicht sicher ist, dass sie für sich selbst sorgen könnte. Würde er dies nicht machen, dann wäre sie beleidigt, weil ihm nichts an ihr liegt und andererseits würde er sie vielleicht doch schon für flügge halten. Eine Zwickmühle, die Thor meisterlich umgangen hat - und da heißt es ungerechterweise, dass Paps einfältig wäre. Das ist er nicht!

Aber nun hat sie zwei große Probleme. Erstens: Was ist ein ausreichendes Opfer für Odin? und Zweitens: Wie trainiert man Kräfte, von denen man sich nicht sicher ist ob man sie überhaupt besitzt? Das zweite Problem scheint auf den ersten Blick einfacher zu sein, denn hier kann man auch einfach wild herumprobieren und zudem Fenna fragen. Diese ist hierbei jedoch nicht hilfreich, lässt sich aber als Versuchskaninchen misbrauchen. Also berührt Birta die Walküre und konzentriert sich. Sie beginnt mit der Stirn, doch nichts geschieht. Sie legt ihre Hände auf die Schultern - kein Erfolg. Sie berührt die Stelle, hinter der das Herz liegt und Fenna warnt davor, dass sie nicht überall berührt werden solle, denn sonst könne sie für ihre Handlungen keine Verantwortung übernehmen. Birta schaut sie daraufhin nur verständnislos an. Was meint sie damit. Zu sehr ist sie damit beschäftigt herauszufinden, warum sie ohne Erfolg bleibt. Ist die Hand vielleicht zu unpersönlich? Wenn sie jemanden schützen will, dann muss die Person ihr am Herzen liegen. Was macht man mit Personen, die man wirklich gerne mag? Na klar: Küssen!

Also greift sie sich kurzerhand die überraschte Fenna und küsst sie innig. Und tatsächlich irgendwas geschieht. Sie kann es nicht genau beschreiben, aber eine Verbindung entsteht. Das Hochgefühl des Erfolges wird von einer Überraschung abgelöst. Ihre Freundin erwidert den Kuss, und das nicht unbedingt zaghaft. Und meine Güte, kann die küssen! Zuerst gefällt es Birta ja sogar, bis ihr auffällt, dass sie eine Frau küsst. Wenn das ihre Mutter wüsste! Abrupt löst sie sich aus der Umarmung und drückt die Walküre weg. Birta stammelt nur noch etwas davon, dass dies nicht so gedacht war und hat das dringende Bedürfnis nach einer kalten Dusche um wieder klar zu werden. Aber Fenna kommt ihr zuvor und verschwindet im Badezimmer. Nun hat Birta ein paar Minuten zum Verschnaufen und sich wieder zu sammeln. Als sie sich dann kurz auf ihre Freundin konzentriert kann sie sie wirklich wahrnehmen. Also funktioniert es. Daraufhin geht sie zum Nachbarzimmer und klopft an. Sie teilt Delysia und Desmond mit, dass sie entdeckt hat, wie sie eine Art von Schutz auf andere legen kann und würde es ihnen anbieten, wenn sie damit einverstanden wäre. Sie teilt ihnen aber auch mit, dass sie damit die Möglichkeit haben würde, diese wahrzunehmen und in geringem Grade zu beobachten. Es gehe ihr zwar nur darum zu wissen, wenn andere in Gefahr sind, aber es gibt das nur im Komplettpaket. Und da Birta selbst soetwas nicht auf sich dulden würde, will sie den anderen diese Entscheidung überlassen. Sie sollen darüber schlafen und ihr morgen Bescheid geben. Aber zu ihrer Überraschung stimmen beide sofort zu. Dann warnt Birta sie noch, dass das Ritual etwas seltsam zu verstehen sei, da es mittels eines Kusses durchgeführt wird. Aber auch damit haben die anderen Zwei kein Problem. Also zeigt Birta kurzerhand zuerst Delysia und danach Desmond ihr Zungenfertigkeit. Mit einem Räuspern und gerötetem Kopf verlässt sie dann ihr Zimmer. Wenn sie jetzt nicht aufpasst, legt sie noch jemanden flach. Reiß dich zusammen Birta! Das sind Freunde. Hm, da sind noch Holzmünzen übrig... BIRTA! Ihr Verlangen gerade so beherrschend legt sie sich dann Schlafen und träumt von vielen schönen Dingen.

Am nächsten Tag hat sie sich wieder soweit im Griff, dass sie sich Gedanken über die "Opfer-Problematik" machen kann. Was kann sie Opa opfern? Der Vorschlag von Heimdal, jemanden an eine Esche zu hängen- oder war es nageln? - ist ihr nicht geheuer. Sie kann doch nicht einfach Menschen umbringen. Monster: Ja, das ist in Ordnung. Riesen: Sowieso, außer solche Überläufer, aber die müssen schnell genug reden können. Also muss es etwas anderes sein. Etwas was ihr viel bedeutet. Doch hier geht es los. Alles was sie an materiellem Besitz hat, das ihr wirklich viel bedeutet sind Geschenke. Und Geschenke soll man nicht weiterschenken. Am Schluss beleidigt sie damit sowohl Odin als auch denjenigen, der ihr das Geschenk gemacht hat. Hm, aber was dann? Naja, sie liebt ihre Schuhe und Kleidungsstücke. Aber ob Odin damit etwas anfangen kann? Und ist es ein ausreichendes Opfer? Schließlich kann sie sich ja wieder neue Schuhe kaufen. Und das Shoppen alleine ist ja schon wieder eine Belohnung, da es ihr viel Spaß macht. Es ist nicht wirklich einfach. Dann hat sie eine Idee. Ihre Haare, darauf ist sie sehr stolz. Ihre langen schöne Haare. Wurde nicht auch einer Göttin die Haare weggenommen, und sie war darüber sehr beschämt? Ja, das war doch ihre Stiefmutter Sif. Das ist bestimmt ein würdiges Opfer! Aber dann darf Birta auch nicht schummeln und ihre Kraft nutzen um diese schnell nachwachsen zu lassen oder einfach lang erscheinen zu lassen. Ihre Haare werden ihr aber schon fehlen. Und ob sie sich je an eine Kurzhaarfrisur gewöhnen kann? Also wenn das Odin nicht reicht, dann weiß sie auch nicht weiter. Es ist ein harter Kampf, aber schließlich ist Birta bereit dafür. Doch dann fällt ihr was anderes ein. Sie hat Penny indirekt versprochen, dass sie sich bemühen wird, das Beste für Goddess Ink aus sich herauszuholen. Gibt es Probleme mit dem angehenden Werbevertrag, wenn sie viel kürzere Haare hat? Schnell wird Delysia um Rat gefragt. Die kennt sich doch bestimmt damit aus. Aber außer einer Verwunderung bezüglich der radikalen Typänderung kann sie nur vorschlagen mit Sarah Dunn zu reden. Gesagt, getan. Diese wird angerufen und gibt zu bedenken, dass im schlimmsten Fall, der Vertrag angefochten werden kann, da sich das "Paket" Birta verändert habe. Also müsste Birta noch warten oder auf einen anderen Geistesblitz hoffen.

Es wird für den nächsten Tag ein Flug gebucht. Schließlich muss Desmond irgendwas in Wales erledigen, auch wenn er selbst nicht genau weiß was. Aber das hat die Truppe ja noch nie gestört. Fenna ist zwar unzufrieden darüber, dass alle so untätig sind und nur faul herumsitzen, aber wird trotz allem wieder zum Rest dazustoßen. Aber wie sie dort hingelangen wird, verrät sie nicht. Das bleibt ihr Geheimnis. Und tatsächlich taucht in Wales die gerüstete Walküre neben ihnen auf. Mit der Ausrede, dass die eine Gewandung von einem Mittelaltermarkt sei, die ihre Freundin einfach absolut lieben würde, lassen sich zum Glück alle abspeisen. Und sollten doch Zweifel vorhanden sein, so lassen es sich die Menschen nicht anmerken. Die Führung bei diesem "Denkmal" ist sterbenslangweilig. Eine triste Säule steht eingezäunt herum, und nicht weit davon eine Ruine oder besser gesagt: Die Reste eine Ruine. Was ist hier noch einmal vorgefallen? Die Römer haben die Waliser besiegt? Es ist echt schwer da zuzuhören. So langweilig ist das. Der Guide redet ja immer noch. Die Zeit geht einfach nicht vorbei. Und ein echtes Sahnestückchen ist auch nicht dabei, mit dem man ein bischen Flirten könnte. Puh! Endlich ist die Führung vorbei. Aber auch die Anderen geben auf Nachfrage zu, dass sie nicht schlauer geworden sind.

Delysia klettert aus einer Laune heraus auf die Ruine und teilt dem Rest mit, dass die Aussicht toll sei. Birta schnappt sich darauf hin Desmond und springt auch hoch. Na so toll ist die Aussicht aber nicht. Es wirkt alles eher trist auf sie. Den anderen fällt aber ein Unterschied im Gras auf. Es würde eine andere Farbe haben. Na toll, sind die jetzt unter die Landschaftsgärtner gegangen? Was soll ihr das denn nun schon wieder sagen? Es würde sie nicht wundern, wenn eine(r) von den Beiden zu einer Kassandra werden würde. Kryptisch genug verhalten die sich ja jetzt schon. Und dann die Bemerkung, dass es hier keinen Brunnen gäbe. Der wird wohl nur verschüttet sein. Hallo? Die Ruine wurde vor Jahrhunderten geschliffen! Da kann auch ein Brunnen verschwinden. Manchmal stellen sich die Beiden wie die ersten Menschen an. Eine weitere Überprüfung der Gegend zeigen ein Loch mitten im Hof. Aber Birta sieht da nur Dunkelheit. Laut Delysia würde es weit hinunter gehen und irgendwann Wasser kommen. Anscheinend ein unterridischer Wasservorrat in einer Höhle. Aber durch das Loch kommt niemand durch. Denkste! Denn Delysia springt in ihren Schatten und verschwindet. Angeblich soll sie sich unten befinden. Gelangweilt setzt sich Birta hin und wartet ab. Dann spürt sie plötzlich, dass irgendetwas nicht stimmt. Das Band teilt ihr mit, dass die Artemis-Tochter in Gefahr schwebt. Birta will sich darüber vergewissern und konzentriert sich auf die Halbasiatin. Nun zahlt sich der Kuss wohl aus. Doch leider sieht sie nichts. Alles ist schwarz, aber Delysia scheint es gut zu gehen. Vielleicht ist sie sich der Gefahr ja nicht bewusst. Doch sie geht einfach nicht ans Telefon, bzw. sie ist nicht erreichbar. Schnell wird noch eine SMS geschrieben und unruhig gewartet. Es gibt ein leichtes Erdbeben. Hoffentlich wurde sie nicht verschüttet! Laut Desmond soll die Säule hin und wieder gewackelt haben. Birta sieht selbst nichts aber auch wenn es stimmen mag, dann ist dies bei dem Erdbeben auch kein Wunder. Es vergeht einige Zeit mit Warten in Ungewissheit. Doch dann ist Delysia plötzlich wieder da. Unten sei wirklich eine große Höhle mit einem unterirdischen See. Es würden mehrere Weg davon abgehen aber noch viel ungewöhnlicher: Da unten ist ein großer weißer Drache. Sofort denkt Birta an die grabenden Würmer in Naströnd, die ihre Freundin zerquetscht haben. Doch um jene scheint es sich nicht zu handeln. Keine Rache für Birta. Das Wesen da unten soll aber noch viel größer sein und eine kalte und "bösartige" Aura haben. Sie fragt sich zwar, wie man eine solche Aura wahrnehmen soll, aber jeder hat da wohl seine Fähigkeiten. Es soll unten auch ein Grab geben, in dem ein Skelett liegen würde. Die Richtung, in die Delysia zeigt, führt zur Säule. Sollte Desmond etwa doch Recht gehabt haben? Birta schnappt sich die Säule, zum Glück ist es schon Nacht, und hebt sie an. Und tatsächlich befindet sich darunter ein Abgang..

Fenna bleibt oben und gibt auf Reyki Acht, während der Rest hinabklettert. Und dort liegt wirklich jenes Skelett vor dem beschriebenen Gang. Und auch dieses goldene Flimmern, welches Delysia genannt und Birta sofort an Baldur erinnert hat ist da. Doch statt einem wunderhübschen Gott finden sie nur jenen besagten Drachen, der "helles Feuer" spuckt. Also wieder nach oben und beratschlagen was zu tun ist. Die beiden "Schleicher" Desmond und Delysia wollen sich da unten umschauen. Dort ist bestimmt der Grund, weshalb sie alle hier sind. Aber der Drache betrachtet sehr wachsam alle Eingänge. Also wird ein Lockvogel benötigt. Das ist etwas nach Birtas Geschmack. Lärm machen und einen Drachen ärgern, wer hat das schon gemacht? Sie nicht, aber sie stellt sich vor, wie sie das ihrem Paps erzählen kann. Und wer weiß, vielleicht muss sie dem Drachen sogar eine verpassen? Darauf wäre ihr Vater bestimmt stolz. Sofort meldet sie sich freiwillig. Sie schnappt sich mehr als nur eine gute Handvoll Steine der Ruine und bringt sie schon einmal in die "Grabkammer". Dann schreit sie selbstgedichtete Spottverse und Schmähungen an den Drachen, der nicht lange auf sich warten lässt. Schon nähert er sich dem Eingang, aus dem Birtas Rufe schallen. Mit einem mächtigen Steinwurf schafft sie es dann auch seine vollständige Aufmerksamkeit zu erlangen. Er antwortet mit einem weiteren Feuerstoß, welches das Gestein zum Schmelzen bringt. Eine kurze Kontrolle zeigt Birta, dass er noch lange spucken muss, bis er sie erreichen kann und hinter dem Eck ist sie vor dem Feuer in Sicherheit. Also fährt sie ungerührt fort und beschäftigt den Drachen. Sie kann es nicht unterlassen ein bisschen herumzuspielen und wirft sogar über Bande, was wundersamerweise funktioniert. Eigentlich hätte der Stein an der Wand zerschellen sollen, aber sie ist nun einmal Paps Tochter.

Doch dann ändert sich die Handlungsweise des Geschuppten. Er dreht sich und teilt seine Aufmerksamkeit auf. Er scheint etwas in der Höhle wahrgenommen zu haben oder zumindest eine Ahnung zu haben. Birta gehen die Alternativen aus um den Schleichgang weiterhin zu ermöglichen. Also stürmt sie mit erhobenem Speer auf den wartenden Drachen zu. Mehrmals sticht sie voller Wucht zu, doch immer wieder kratzt die Speerspitze die Schuppen entlang ohne wirklichen Schaden auszurichten. Aber immerhin reagiert der Drache nun wieder auf sie. Birta hat zur Sicherheit ihre silberne Schutzschicht heraufbeschworen, doch noch benötigt sie diese nicht. Sie ist zu flink für das Feuer. Und sollte sie doch getroffen werden, so hat Desmond ihr schließlich versprochen, dass er für die Kosten der Kleidung aufkommen wird. Doch dann dreht sich der Drache wieder um. Anscheinend ist Birta für ihn nur ein kleines und unwichtiges Ärgernis. Also rennt sie schnell zum "Grab" zurück, legt ihren Speer nieder und greift zu ihrem Dolch. Dieser hat schließlich schon so manch einen harten Widerstand durchdrungen. Die Kehrseite der Medaillie ist die verringerte Reichweite. Immer wieder sticht sie zu, doch noch immer fügt sie nichts als Kratzer zu. Ein kurzer "Liebesbiss" des Drachen kratzt sie aber zum Glück auch nicht.

Doch dann taucht ein anderer Schatten auf und wirft sich auf den weißen Drachen. Dieses Wesen übersteigt die Größe des Schuppigen sogar noch. Und in der von der Taschenlampe spärlich beleuchteten Dunkelheit sieht man, dass das Wesen rötlich ist. Und dann spuckt es auch noch Feuer, aber dieses ist rot und heiß. Ein Glück, dass sich Birta im "Schatten" des Weißdrachen befindet. Dieser schützt sie vor dem verheerenden Feuersturm. Die beiden Drachen ringen miteinander und verbeissen sich wie Kampfhunde ineinander. Was es mit dem roten Drachen auf sich hat, ist ihr egal. Um den kann sie sich dann immer noch kümmern. Immer eins nach dem anderen, so kann man alles bezwingen. Und mit dieser Einstellung wirft sich die Isländerin durch die stämmigen Drachenbeine und wuselt unter dem weißen Drachen herum. Da dieser mit dem Roten vollauf beschäftigt ist, nimmt sich Birta mehr Muse für die Angriffe. Voller Wucht katapultiert sie sich immer wieder in die Höhe und rammt mit der Zahnwaffe gegen die Schuppen. Und tatsächich hat sie nach und nach Erfolg. Schuppen brechen auf und die Waffe verletzt das darunterliegende weiche Fleisch. Wie groß die Verletzungen aber sind kann sie aufgrund der ungeheuren Masse des Gegners nicht einschätzen. Zudem kennt sie nicht die Ergebnisse der gegenseitig ausgeteilten Drachenbisse. Aber zwischen den Drachenbeinen und unter einem tonnenschweren Schuppenkörper hat man auch wenig Zeit darüber zu philosophieren. Da heißt es nur: Zustechen und nicht zerquetscht werden!

Ein Beben erschüttert den weißen Schuppenkörper. Eilig hastet Birta unter der Riesenechse hervor und entgeht so dem Schicksal von dem sterbenden Körper erschlagen zu werden. Zumindest wäre es eine verdammte Kraftanstrengung gewesen darunter hervorzukriechen. Aber der rote Drache steht noch da. Die Höhle ist besser beleuchtet, da hier und da der Stein brennt. Steine können brennen? Hm, besser erst später darüber nachdenken. Was macht der rote Drache? Er schaut zu Birta und ... macht vorerst nichts. Auch Birta wartet ab, den Dolch kampfbereit erhoben. Am Rande der Dunkelheit befindet sich Delysia mit ihrem Bogen in der Hand. Den Pfeilen zufolge, die im weißen Drachen stecken, hat auch sie am Kampf teilgenommen. Wenn der Rote so dämlich ist zu attackieren, dann steckt er in einer Zange. Sicher, er ist größer, kann Feuer spucken, hat lange Krallen, spitze Zähne und einen natürlichen Schuppenpanzer. Aber er ist verletzt, Birta ist fit und Delysia sieht auch noch kampffähig aus. Der Drache hat also ganz nüchtern betrachtet keine Chance. Dies scheint er auch zu überdenken, denn er legt den Kopf etwas schief an und mustert Birta noch etwas länger. Schließlich schrumpft er in sich zusammen und nimmt die Gestalt einer nackten rothaarigen Frau an. Diese dreht sich dann um und bewegt sich tiefer in die Höhle hinein.

Verwundert folgt ihr Birta. Auch Delysia scheint von dieser Wendung überrascht. Aber auch sie behält, genauso wie Birta, ihre Waffe in der Hand und scheint bereit, jederzeit den Kampf wieder aufzunehmen, sollte es erforderlich sein. Doch das Ziel der Drachenfrau scheint der bewusstlose Desmond zu sein. Körperlich fehlt ihm nichts, wieso ist er dann nicht bei Bewusstsein? Er wird doch nicht etwa schlafen? Und noch während sich die beiden Halbgöttinnen schützend vor ihrem Begleiter aufbauen bringt die Drachin ein unsicheres Wort hervor: "Kuss"

Nur mit Mühe kann Birta ein hysterischen Lachen unterdrücken. Ungläubig schüttelt sie den Kopf. Sind wir hier bei Dornröschen Teil 2? Der Drache weckt den gefallenen Helden mittels Kuss zu Leben? Also bei den Sagenwesen scheint Desmond ja begehrt zu sein. Die Iren sind ein seltsames Volk! Also macht Birta das Beste daraus, denn die Küsserei will sie sich nicht geben, denn danach wird bestimmt ein Paarungsritual folgen. Und das will sie definitiv nicht sehen. Vom Drachen will sie ein Schuppe an sich nehmen, doch im Gegensatz zu der Riesenschlange im Rhein, zerbröckeln diese hier. Aber immerhin kann sie eines der Drachenhörner an sich nehmen. Die Zwerge werden sich darüber bestimmt freuen. Delysia nimmt das andere für ihren seltsamen Bekannten Jake mit. Dann verlässt Birta die Höhle und klärt ihre Freundin Fenna über die Geschehnisse auf. Als dann endlich auch Desmond aus dem Loch kommt, muss er eine erschöpfte rothaarige Frau tragen. Sicher, die beiden sind gut eine Stunde unten alleine gewesen, aber meine Güte muss er sie rangenommen haben, so platt wie sie ist. Der Kerl scheint wirklich eine Art göttlicher Besamer zu sein.

Nach einem Kuss von ihm verwandelt sie sich wieder in einen Drachen. Sie bittet alle, oder ist es eine Frage, darin ist sich Birta nicht ganz sicher, auf ihren Rücken zu steigen. Da ist Birta natürlich sofort Feuer und Flamme. Auf einem Drachen reiten, die sind bestimmt wahnsinnig schnell. Fenna ist dem Ganzen gegenüber mistrauisch, also bringt sie Reyki in die Pension und gibt auf ihn Acht. Zu dritt klettern sie auf den Drachen, welcher mit einem mächtigen Flügelschlag in die Lüfte steigt. Immer höher und höher steigt er hinauf und gibt dabei ordentlich Gas. Begeistert genießt Birta den Flug. So ein Reitdrache, das wäre schon etwas. Aber die Verpflegungskosten sind wahrscheinlich immens. Ihr Hund frisst ja schon für drei, aber der Drache, da könnte sie sich ja gleich mittellos nennen. Wohin der Drache fliegt ist ihr nicht klar und zudem egal. Doch als sie ein riesiges Riesenrad erblickt erkennt sie das Ziel. Schon oft hat sie London von oben gesehen. Was hat er hier denn vor? Noch ist es zwar dunkel, aber in einer Großstadt wie London ist immer jemand wach. Zudem sinkt der Drache stetig tiefer. Sein Ziel wird doch nicht etwa London sein? Will er Teile der Stadt niederbrennen? Doch ihre Sorgen sind unbegründet. Stattdessen landet er auf dem Parlament und kündet bei den ersten Sonnenstrahlen mit lautem Gebrüll seine Anwesenheit an. London ist zwar groß, das Gebäude hoch, aber der durch ihn verursachte Lärm ist laut genug, dass er auffällt. Zudem ist ein großer roter Drache nicht leicht zu übersehen. In gefühlten Sekunden sind Dutzende Kameras auf dieses Ereignis gerichtet. Jetzt ist es zu spät um unauffällig zu bleiben. Also heißt es sich in Pose werfen. Mit ihrem besten Lächeln räkelt sich Birta für die Kameras. Wenn das nicht Publicity ist, dann weiß sie auch nicht weiter. Die Zeitung in Großbritannien die diese Bilder nicht den nächsten Tag auf der Titelseite hat wird wohl ein Altfrauenmagazin bezüglich Zuckerkrankheit sein. Wer weiß, vielleicht gibt es auch Sonderausgaben, damit noch heute die Neuigkeit in gedruckter Form herumgeht. In den Fernsehnachrichten wird es auf alle Fälle kommen. Ein Glück, dass sie keinerlei Verletzungen mehr hat. Ihre geduldige Warterei hat sich ausgezahlt. Man stelle sich nur vor, dass von ihrem geschwollenen Gesicht Bilder gemacht worden wären. Ihr Lächeln wird bei dieser Erkenntnis noch strahlender.

Nach ein paar Minuten ist es dem Drachen dann aber auch genug. Mit kräftigen Flügelschlägen steigt er wieder in die Luft und fliegt durch den Morgen. Während diesem Flug überlegt sich Birta schon Ausreden für ihre Mutter. Sie entschließt, dass Halbwahrheiten wohl das Beste sein werden. Sie wollte für Fotoshooting nach London und wer glaubt denn schon an Drachen? Die heutige Tricktechnik kann schließlich einiges bewerkstelligen. In der Gewissheit, dass ihre Mutter ihr dies abnehmen wird, kann sie den restlichen Flug genießen. Der Drache landet in einer Höhle irgendwo in der Wildnis. Wo sie sich befinden ist ihr ein weiteres Mal nicht klar. Aber bis zur Dunkelheit müssen sie hierbleiben. Denn widersprüchlicherweise will der Drache nun nicht mehr fliegen. Er hat ja nur halb London geweckt, da sollte man sich nun unauffällig verhalten. Ja ne, ist schon klar. Er, besser gesagt sie und Desmond unterhalten sich ein bischen. Und abends fliegt er/sie dann alle wieder zu der Ruine zurück. Was hat Birta alles gelernt? Vortigan war ein keltischer Kriegsherr, der von den Römern besiegt wurde. Der weiße Drache hat den roten Drachen, der zufälligerweise das Wappentier von Wales ist, gefangengehalten, damit der Drache nicht helfen konnte. Der weiße Drache gehörte wohl zu den Titanenfreunden. Desmond hat nach den Musen, und der Bärengöttin wohl auch die Drachenfrau vernascht. Birta muss unbedingt verschiedene Zeitungen kaufen. Und der Ire ist wohl mit der Drachin verlobt. Denn wie sonst soll man die Aussage "Das Feuer eines Drachen brennt nun in deinem Herzen." verstehen? Der Kerl hat es echt faustdick hinter den Ohren. Nachts taucht Birta dann endlich bei der wartenden Fenna auf und versucht ihr das einigermaßen verständlich zu erklären. Ein Glück, dass dies keine gewöhnliche Freundin ist, ansonsten würde sie Birta wohl in der Klapsmühle einliefern.

Greystoke Teil 2: Freyas wanische LehrmethodenBearbeiten

Gleich nach dem Öffnen der Post schickt Birta das eine Horn des weißen Drachen an die Zwerge. Hoffentlich gefällt diesen die Sendung. Außerdem wäre es eh nicht sonderlich dekorativ nur ein Horn an die Wand zu hängen, und das Andere steht schließlich Delysia zu. Desmond spendiert erst einmal für jeden ein leckeres Stück Sahnetorte, welches Birta zu genießen versteht. Sie befindet sich noch am Verzehren der Leckerei als ihr Telefon klingelt. Sie erkennt sofort die Nummer ihrer Mutter wieder und nimmt den Anruf fröhlich entgegen. Sie ist auf den Fotoaufnahmen und Internetvideos gut genug zu erkennen und wird nun natürlich ausgehorcht, was da los sei. Birta erzählt ihrer Mutter, dass es sich hierbei um einem PR-Gag der Modelagentur handeln würde und hört mit großer Freude, dass sowohl alle Bekannten ihrer Mutter wie auch die ihres Vaters die Bilder sehr schön finden. Eine kleine Drohung muss sie dann aber doch vernehmen, denn sollten irgendwann die Rippen auf Bildern zu erkennen sein, dann wird sie gemästet werden.

Guter Dinge fahren alle Fünf, Fenna begleitet sie dieses Mal auf herkömmlichen Wege und Reyki gehört genauso zum Team, zum Greystoke-Anwesen. Unterwegs horcht Birta ihre beste Freundin etwas über Freya aus. Hierbei begeht sie den Fehler, dies nicht auf isländisch zu machen, denn schon mischen sich Delysia und Desmond mit allerlei "hilfreichen" Vorschlägen und Kommentaren ein. Sie ging ja davon aus, dass sie Spitzfindigkeiten von Fenna zu hören bekommt, aber dies von drei Seiten abzubekommen, damit hat sie nicht wirklich gerechnet. Erstaunt vernimmt Birta, dass Freya nicht nur eine kämpferische Liebesgöttin ist - schließlich sind alle Asen und Wanen kampferprobt - sondern dass ihr sogar die Hälfte der Walküren zusteht. Dies schüchtert Birta dann doch etwas ein. Sie soll laut Fenna aber eigentlich sehr nett und freundlich sein. Was heißt hier "eigentlich"? Bestimmt schafft es Birta irgendwie sie zu verärgern. Ohje.

In Greystoke angelangt bezieht Birta sogleich ihr Zimmer, packt ihre Kleidung aus und verstaut ihre Sporttasche mit den Rüstungen und Waffen sowie ihren Scharmützeltrolli. Dann macht sie sich auf die Erkundung. Wenn sie morgigen Freitag ihre Wunschlehrerin der Magie treffen will, dann muss sie ein paar Vorbereitungen treffen. Irgendwo hier in der Gegend werden doch hoffentlich Schlüsselblumen, Weidenkatzen und Frauenschuhe wachsen. Also streift sie durch die Gegend und merkt sich per Iphone die Fundorte. Nur mit den Schlüsselblumen hat sie Pech. Aber auf Nachfrage erhält sie von Delysias älterem Bediensteten einen Ort genannt an dem sie fündig wird. Sehr gut. Blumenschmuck hat sie nun. Von der Gutshofbesitzerin hat sie die Erlaubnis morgen auszureiten. Damit wäre der nächste Punkt auf ihrer geistigen Liste abgehakt. Also zurück zum Abendessen.

Hier trifft sie auch wieder auf Herakles. Birta stellt weitere Nachfragen bezüglich des morgigen Anrufens an ihre Freundin und begeht wieder den Fehler nicht auf isländisch zu reden. Sofort mischt sich der altgriechische Held ein und teilt mit, dass er Freya auch gerne wieder einmal sehen würde. Das fehlt gerade noch. Birta hat immer noch daran zu knabbern, dass sie nackt vor die Göttin treten soll, und dass ein sexueller Akt des Anrufens sogar noch mehr Aussichten auf Erfolg haben könnte. Da möchte sie nicht noch Herakles mit seiner aufgeblasenen Selbstsicherheit in der Nähe haben. Und wer weiß, in einer aufgrund von Herakles verursachten Extase benimmt sie sich vielleicht in Freyas Nähe wie eine Idiotin. Und sie möchte ja einen guten Eindruck machen. Dass Fenna ruckzuck Delysia mit eingeladen hat ist ja in Ordnung. Aber wie eine Lawine kommt es zum Ergebnis, dass auch Desmond mit dabei sein wird. Zum Glück entscheidet sich Herakles letztendlich gegen eine Teilnahme seinerseits.

Nach dem Abendessen versucht sich Birta abzulenken und geht auf Wichteljagd. Aber nirgends sind diese Feenwesen zu sehen. Wahrscheinlich sind diese längst weg und der Rest macht sich auf ihre Kosten eine Riesenspaß. Hah! Wir werden ja sehen, wer das länger durchhält. Wenn sich Birta weiterhin ohne sich zu Beschweren auf die Suche macht, dann werden die Scherzkekse das irgendwann nicht mehr lustig finden. Sie kontrolliert kurz den vermuteten Fundort für Schlüsselblumen als ein eisiger Lufthauch über sie hinwegfährt. Eine auf einer Hirschkuh reitende junge Frau mit großem Bogen galoppiert an ihr vorbei. Die nachtschwarzen Haare sind ein extremer optischer Kontrast zu ihrer beinahe schneeweisen Haut. Eine förmlich greifbare Aura von Autorität umgibt sie. Na wenn das nicht Delysias Mutter Artemis ist. Schnell wird Erstere per Iphone vor einem Besuch gewarnt. Dann joggt Birta zurück und gesellt sich zur Hirschkuh mit der sie gemeinsam durch das Fenster in den Speisesaal schaut in dem sich Mutter und Tochter unterhalten. Um was es geht kann sie nicht sagen, aber es ist kein Vergleich zu dem herzlichen Verhältnis, welches sie zu ihrem Vater Thor hat.

In ihrem Zimmer angelangt unterhält sie sich wieder kurz mit Fenna. Eigentlich hätte sie sich ja gerne länger mit ihr über das morgige Treffen unterhalten. Schließlich möchte sie ja abklären was sie zu tun habe, ob es nun doch nicht besser wäre sich dabei sexuell zu betätigen oder was es noch alles zu beachten gibt. Fenna geht sich dann relativ abrupt duschen und bittet um ein anderes Schlafzimmer, da Birta in der Nacht zu sehr mit ihren Ellenbogen herumschwingen würde. Da könne sie nicht schlafen. Nun gut. Wenn das ihr Wunsch ist, dann soll sie ihren Willen haben. Schon seltsam. Noch vor ein paar Monaten hätte sie Birta nicht einmal alleine die Schnürsenkel zubinden lassen. Nun verlässt sie freiwillig ihre Seite. Ist dies nun Vertrauen oder Schmerz?

Nach einem ausgiebigen Frühstück begibt sich Birta noch fix auf ihr Zimmer und entkleidet sich. Nackt soll sie vor Freya treten hat es geheißen. Aber sie kann ja nicht ohne Kleidung zum Stall gehen. Also manifestiert sie um sich herum einen schicken und enganliegenden Reitdress und macht sich mit dem Rest, zum Glück ohne Herakles, auf den Weg zu den Stallungen. Hierbei macht sie ein paar Umwege um die gewünschten Blumen zu pflücken. Ihre Speerspitze hat sie, um neugierige Fragen zu vermeiden, vorsorglich verdeckt. Ziellos reitet sie mit dem Rest auf den Wald zu. Wo findet sie nur eine passende Stelle? Ob es Glück oder Schicksal ist kann sie nicht sagen, aber es offenbart sich ihr eine perfekte Stelle. Sogar das Wetter spielt in dem sonst so trüben England mit. Wärmende Sonnenstrahlen fallen auf die Lichtung und spiegeln sich in einem kleinen Bach wieder. Dies ist eine wahrhaft idyllische Gegend - einer Göttin angemessen. Während Alle ihre Pferde anbinden, schaut sie sich zufrieden um. Mit einem einzigen Gedanken lässt sie ihre Kleidung verschwinden. Mit den Blumen und dem Speer in der Hand, nur mit ihrem Anhänger bekleidet, streift sie über die Wiese und lässt sich nahe des Baches nieder. Die Blumen flechtet sie zu einem Kopfschmuck und eine Blumenkette, die sie sich vorsichtig um ihren Hals hängt. Den letzten Schliff verschafft sie sich mit dem Drappieren von Weidenkatzen und ein paar einzelnen Blumen in ihrem Haar. Dann betrachtet sie ihre Spiegelbild im Bach, nimmt noch kleinere Korrekturen vor und atmet tief durch. Nun hat sie fast alles Mögliche getan. Sollte dies nicht reichen, wird sie noch den Rest bitten müssen ihr beim Anrufen zu helfen. Bei dem Gedanken schlägt ihr Herz noch schneller.

Nervös bewegt sie sich zum Mittelpunkt der Lichtung. Sie breitet die Arme aus und dreht sich langsam im Kreis, auf dass sie die Natur wahrnehmen kann und umgekehrt. Dann wirft sie ihren Kopf in den Nacken und ruft dreimal Freyas Namen gen Himmel. Sie bittet sie mit ihrer Anwesenheit zu beschenken und ruft noch ein halbes Dutzend schmeichelnder Beinamen für die Göttin. Zuerst geschieht nichts und Birta holt schon wieder Luft um erneut zu Rufen. Ein solchen Bitten kann dauern, das ist ihr bekannt, und aufgeben wird sie nicht. Dann vernimmt sie ein Rascheln in den Bäumen. Verlegen schaut sie zu diesen. Wieso sollte die Wanin auch direkt vom Himmel herabsteigen und nicht aus der Natur hervortreten? Dumm, ganz dumm! Ein Streitwagen rollt zwischen den Bäumen hindurch, gezogen von sechs Wildkatzen und von einer riesigen goldenen Wildsau flankiert. Auf dem Streitwagen befindet sich die schönste Frau, die Birta jemals gesehen hat. Nur mit Schmuck und einem Falkenumhang bedeckt strahlt sie eine unglaubliche Autorität aus. Birta starrt fasziniert und gebannt auf diesen Prototyp der perfekten Schönheit. Nur mit purer Willensanstrengung kann sie es vermeiden, dass ihre Mund weit offen steht, aber ihre Augen springen ihr förmlich aus dem Kopf. Nur nebenbei bekommt sie mit, dass sich Dutzende verschiedener Tiere am Rande der Lichtung auffinden, um dem Treffen zuzuschauen oder beizuwohnen. Überall sprießen Blumen und das Gras wirkt grüner und saftiger. Die Farben wirken kräftiger und die Sonnenstrahlen noch wärmender.

Mit vollkommener Eleganz, die im Vergleich dazu jede Bewegung von Birta linkisch erscheinen lässt, steigt die Göttin von dem Streitwagen und gleitet förmlich über die Wiese. Birta ist komplett im Bann. Sie denkt nicht mehr warum sie sie gerufen hat und vergisst sogar zu atmen. Das einzige wozu sie noch in der Lage ist, ist Freya zu bewundern. Als die Göttin sie anspricht wird Birta förmlich aus ihrer Trance gerissen. Leider ist es ihr hierbei nicht möglich gewesen die Worte wahrzunehmen. Erschrocken und dem Gefühl absoluter Peinlichkeit fällt sie auf ihr linkes Knie herab und verbeugt sich erfürchtig. Mit brüchiger Stimme begrüßt sie die Göttin und dankt ihr für ihre Anwesenheit. Noch verlegener stellt sie sich und ihre Begleiter dann aufgrund Freyas Nachfrage vor. Wieso ist eigentlich Phaios hier? Egal. Durch ein Lächeln der Göttin verschwindet all ihre Nervosität. Erleichtert nimmt sie gegenüber Freya im Gras Platz. Für den Fall, dass die anderen sich dazu gesellen wollen, lässt sie etwas Raum. Aber sie kann nicht sagen, ob diese überhaupt hinzugetreten sind. Zu sehr ist sie im Bann der Göttin.

Und wieder benötigt sie einen Anstoß der Göttin um zur Sache zu kommen. Zusammenhanglos erklärt Birta, dass sie eine Lehrerin in Sachen Magie sucht. Und sie habe gehört, dass Freya eine wenn nicht gar DIE Meisterin in diesem Kunsthandwerk sei. Sie möchte dies erlernen, um Gullveig zu suchen. Hierbei geht es aber nicht alleine um das Fährtenlesen, da sie sonst den von Freya angesprochenen Heimdal hätte fragen können. Es geht ihr dabei auch um das Verständnis der Magie. Denn einer Meistermagierin ist nur mittels Magie beizukommen. Das ist zumindest Birtas Gedanke. Denn wenn reine Kraft ausreichen würde, dann hätte ihr Vater die Riesin schon längst erledigt. Ferner erkundigt sie sich noch, ob dies ihr ursprünglicher Falkenumhang sei und ob sich die Hexe vielleicht einen ähnlichen hat anfertigen lassen. Ihr Gedankengang wird zwar nicht bestätigt, aber sei wohl im Bereich des Möglichen. Als sie von Freya gefragt wird, wieso sie denkt, dass gerade sie mit der Magie Gullveig finden werde, während die Göttin selbst darin scheitert, muss Birta kurz schlucken. Auch auf die Gefahr hin, dass es ihr übel genommen wird, antwortet sie ehrlich, dass die Schicksalsfäden der Mächtigsten und Bekanntesten fest verwebt sind. Und ihres Wissens wird niemandem vorherbestimmt, dass er oder sie Gullveig fangen wird. Zum Glück und wider Erwarten wird ihre Meinung als zufriedenstellend empfunden.

Letztendlich fragt Freya noch, warum Birta zu ihr, einer Wanin kommt. Birta habe Blut von Asen, Riesen und Menschen in sich. Wäre es nicht näherliegend die methodische Magieausübung nach Asenart von Frigg zu lernen? Die Wanen seien ungezwungener und freizügiger. Und das Lernen bei ihr selbst würde seinen Preis kosten. Sie müsste dafür ihren ganzen Körper einsetzen, aber das würde Birta nicht schaden oder gar schlimm finden, beziehungsweise unangenehm sein. Kleinlaut erzählt Birta, dass sie sehr wohl wisse, dass auch Frigg eine Möglichkeit gewesen wäre, aber dass sie sich nach reiflicher Überlegung für Freya entschieden habe. Birta ist bereit jeden Preis zu bezahlen und in Freyas Lehre zu gehen. Sie wird fleißig lernen, egal wie lang es dauern wird. Sie wird sich bemühen und alles tun was ihr aufgetragen wird, egal wie mühseelig und fremd ihr es vorkommen wird.

Zufrieden beugt sich Freya vor und gibt Birta einen leidenschaftlichen Kuss, der von ihr nur zu gern erwidert wird. Die Augen geschlossen bleibt Birtas Zeit stehen. Eine Wärme breitet sich in ihr aus und nimmt bis in die Haarspitzen von ihrem Körper Besitz. In ihrem Hinterkopf erscheint das Wissen über einen Zauber, neben diesem erstaunlichen Gefühl eine weitere Gabe der Göttin. Irgendwann öffnet Birta die Augen und stellt verwundert fest, dass die Göttin verschwunden ist. Sie hätte schwören können, dass sie gerade eben noch vor ihr gesessen wäre. Noch immer kann sie den Kuss auf ihren Lippen spüren. Glücklich und erregt springt sie auf die Beine und lässt einen hellen Jubelschrei von sich. Nach und nach schnappt sie sich ihre Begleiter, umarmt und küsst sie innig. Übermütigt wirbelt sie diese auch noch herum. Auch Reyki und Phaios werden herzlich umarmt und bekommen einen Kuss auf deren Wangen. Aber noch immer ist Birta nicht fertig und möchte schon wieder Fenna ergreifen, die sich dann schnell im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auflöst. Der Rest entfernt sich dann auch zügig um ihr zu entkommen. Aber all dies scheint Birta nicht zu stören. Sie ergreift ihren Speer, bindet ihr Pferd los und reitet durch die Gegend. Es stört sie keineswegs, dass sie unbekleidet ist, nein sie genießt diesen Moment sogar. Viele Stunden später bringt sie ihr Reittier zu den Stallungen, versorgt es fix und macht sich danach auf den Fußmarsch zum Anwesen.

Noch auf dem Weg trifft sie auf Desmond und Delysia. Sie begleiten sie den Weg zurück. Desmond erkundigt sich bei Birta, ob sie nicht etwas anziehen möchte, schließlich seien die Diener schon alt. Mit einem belustigten Lächeln verneint sie dies, lässt sich aber von Desmond schließlich überreden dessen Schwanenumhang zu tragen. Dieses mächtige Kleidungsstück, welches zudem noch wunderschön ist, trägt sie nur zu gerne. Vergnügt drappiert sie diesen locker auf ihren Schultern, auf dass er schmückt und nicht verdeckt. Als Vorbild nimmt sie dabei bewusst Freya und die Art und Weise wie sie ihren Falkenumhang getragen hat. Im Anwesen sucht sie zuerst nach Fenna, die aber nirgends aufzufinden ist. Dann sucht sie überall nach Desmond, aber auch er scheint urplötzlich verschollen zu sein. Mit einem Achselzucken greift sie nach dem kleinen Lederbeutel voller Holzmünzen und wirft einen ins Feuer. Schon nach wenigen Sekunden greift sie wieder ungeduldig in den Beutel, doch muss sie keine weitere Münze verbrennen. Der von ihr sehr geschätzte Feuertitan Prometheus erscheint vor ihr in ihrem Zimmer. Bevor er auch nur ein Wort sagen kann schmeißt sie sich auch schon leidenschaftlich in dessen Arme. Heute sieht er sogar noch attraktiver aus. Ob es seine Kraft oder die Gabe der Voraussicht ist, zumindest schafft er es Birta Energie umzuleiten, so dass das Mobilar nicht zu Bruch geht.

Als sich Birta viele Stunden später kurz im Nebenzimmer aufhält, hört sie wie sich ihr Liebhaber verabschiedet, da er ganz dringend etwas erledigen muss. Auch wenn es bedauerlich ist, trauert Birta über dessen Verschwinden nicht nach. Sie macht sich kurz frisch, zupft sich die letzten zerdrückten Blüten aus dem Haar und macht sich in Richtung Frühstück. Dort trifft sie auf Desmond und Delysia. Auch Maude wird mit einem Kuss begrüßt. Die Halbasiatin möchte nachher mit den Beiden sprechen. Birta möchte den Treffpunkt nicht wissen, sondern selbst herausfinden, wo sie hin muss. Zu gegebener Zeit konzentriert sie sich auf Delysias wunderschönes Gesicht und murmelt ein paar, für Fremde wohl zusammenhanglose Worte. Und tatsächlich funktioniert es. Ein magische Spur, einem Faden gleich, manifestiert sich vor ihrem Auge. Glücklich folgt Birta diesem und stößt tatsächlich auf die Beiden. Stolz berichtet sie sofort, dass ihr neuer Zauber, den sie von Freya erlernt hat, funktioniert. Verwirrt erkundigt sich Delysia wann sie denn den Zauber beigebracht bekommen hat. Mit einem breiten und vergnügten Grinsen erinnert Birta die Japano-Amerikanerin an dem Kuss, den sie von der Göttin erhalten hat.

Das darauffolgende Thema ist dann weniger schön. Artemis hat Delysia aufgetragen einen gewissen Orion zu finden und wieder in den Hades zu schicken. Sprich, sie soll ihn töten. Jedoch handelt es sich hier, nach allem was Birta daraufhin erfährt, nicht um einen bösen Riesen oder einer anderen Titanbrut sondern um einen, in ihren Augen, armen Schlucker, dem das Schicksal böse mitgespielt hat. Seine Mutter wurde von Zeus verführt und mit ihm schwanger. Jedoch ist es Artemis Nymphen, um eine solche hat es sich hierbei gehandelt, der Verkehr mit dem anderen Geschlecht untersagt. Als Strafe hat Artemis die Nymphe in einen Bären verwandelt. Orion selbst wusste davon nichts und ist ohne seine Mutter aufgewachsen. Wie es das grausame Schicksal so wollte, wurde er zu dem besten Jäger der Menschen. Eines Tages ist im Wald eine Bärin mit ausgestreckten Pranken auf ihn zugekommen und er hat sie erschossen. Leider hat es sich bei diesem Tier um seine verwandelte Mutter gehandelt. Deshalb wurde er als Strafe für den Muttermord in den Tartarus verbannt. Und diese arme Sau soll Delysia töten.

Birta zögert nicht lange um mitzuteilen, dass sie dies als Unrecht ansieht. Sie wird gegen den zum Tode Verurteilten ihren Speer nicht erheben. Natürlich wird sie Delysia gerne beistehen und sie vor Gefahren beschützen, aber sie wird nicht eine grausame Henkerin sein. Dies ist in ihren Augen alles falsch. Desmond sieht dies ähnlich aber auch er sagt ihr seine Hilfe zu. Danach kommt Desmonds Verschwinden zur Sprache und Birta bietet ihm an, ihm Erleichterung zu verschaffen, sollte er wieder solch starke sexuellen Bedürfnisse haben. Zudem bedankt sie sich für die Leihgabe des Schwanenumhangs, den sie ihm wieder geben möchte. Er teilt ihr mit, dass er ihr beim Suchen helfen werde und spricht sie unter vier Augen in ihrem Schlafzimmer an, ob ihr Angebot ernst gemeint sei. Mit einem Lächeln zeigt sie ihm, dass es sich hierbei nicht um eine leere Versprechung handelt. Er mag zwar nicht der größte und muskulöseste Mann sein, aber trotz allem ist er sehr attraktiv. Und keltische Sagenwesen fanden ihn ja auch hinreisend genug. Außerdem brennt noch immer ein Feuer der Begierde in ihrem Innersten.

Nach einer erfrischenden Dusche geht sie in den Garten und sucht ein weiteres Mal nach den Feenwesen. Gut gelaunt durchstreift sie die Gegend und tatsächlich blinzelt ein Pilz. Aber Pilze können nicht blinzeln, sie haben gar keine Augen. Also beugt sie sich erfreut herab und grüßt das Wesen freundlich. Jedoch nimmt dieser daraufhin die Beine in die Hand und verschwindet im Dickicht. Mit einem hellen Lachen, schließlich findet sie dies absolut amüsant, formt sie wieder die magischen Worte, die sie vor kurzem gelernt hat und stellt sich diesen Pilzwichtel noch einmal in ihrem Geist vor. Die Magie manifestiert sich vor ihren Augen und bildet einen feinen immateriellen Faden. Vergnügt folgt sie der Spur, die in einem Kaninchenbau endet. Ohne lange zu zögern dreht sie um und schnappt sich aus dem Gerädeschuppen einen Spaten. Vom Raucherzimmer aus rufen ihr Delysia und Desmond zu, was sie denn eigentlich mit dem Spaten vorhabe. Überglücklich antwortet Birta nur mit dem Wort "Pilz", was wiederum verwunderte Gesichter hervorbringt. Am Kaninchenbau angekommen steckt Birta den Spaten in die Erde und beugt sich vor das Loch. Freundlich bittet sie den Wichtel herauszukommen, sie werde ihn auch nicht verletzen. Die einzige Antwort die sie hört ist ein unflätiges Geräusch. Hat der Kleine ihr die zunge rausgestreckt? Das ist ja putzig. Blitzschnell greift Birta mit ihrer Hand in den Bau und tastet herum. Als sie etwas berührt ergreift sie es sofort und zieht es heraus. In ihrem Griff befindet sich zu ihrer Freude aber kein Kaninchen sondern tatsächlich der Pilz. Mit sich und der Welt zufrieden geht sie zum Anwesen zurück und überreicht Herakles ihren Fang.

Danach ergreift sie ihren Speer und spaziert ein paar Kilometer vom Anwesen weg. Ihr Zauber zeigt ihr an, dass sich Fenna irgendwo oben befindet. Guter Dinge schreit Birta dann deren Namen, die dann auch tatsächlich erscheint und mistrauisch fragt was los sei. Birta hingegen möchte einfach nur in Fennas Nähe sein und trainieren. Diese wirkt jedoch sehr distanziert. Nach einem kurzen Gespräch stellt sich heraus, dass ihr die ganze Geschichte mit Freya, den Emotionen und der Leidenschaft nicht ganz so geheuer ist. Das wird wohl daran liegen, dass Penny in der Hel festsitzt. Nun spricht Birta den wichtigeren Grund an, weshalb sie Fenna aufgesucht hat. Sie hat vielleicht die Möglichkeit nun erfolgreich nach Gullveig zu suchen. Zwar fühlt sie sich dem noch nicht gewachsen, aber wenn sie es möchte würde Birta ohne zu zögern die Jagd beginnen. Da die Walküre da nicht einverstanden ist, in ihren Augen ist Birta noch nicht bereit dazu, wird dies nicht sofort erfolgen. Aber es wird das Versprechen ausgesprochen, dass sie sich sofort auf die Suche nach Gullveig aufmachen wird, wann immer Fenna das wünscht. Schließlich hat sie damals, im Glaube ihre beste Freundin sei tot und für sie verloren, dies feierlich versprochen.

Als sie später in ihrem Zimmer wieder ihre Schwedischkenntnisse voranbringt erscheint Prometheus. Sofort legt sie das Buch zur Seite und kuschelt sich an dessen breite Brust. Er erkundigt sich bei ihr, was sie bezüglich Orion zu tun gedenke. Sie antwortet ihm, dass sie den armen Schlucker nicht töten oder jagen wird und nur vorhat Delysia zu beschützen, da diese in einer absolut furchtbaren Zwickmühle steckt. Ihre Antwort scheint ihn offensichtlich zu freuen. Sie unterhalten sich noch eine Zeitlang über Götter und Menschen, über Recht und Unrecht, und darüber, dass Birta neue Holzmünzen erhalten wird, sollte ihr Vorrat ausgehen. Viel zu bald muss Prometheus wieder weiter. An ein Vokabellernen ist nun nicht mehr zu denken. Schon während der Paukerei hat sie immer wieder an Delysia denken müssen. Also macht sie sich auf die Suche, beziehungsweise folgt dem "Leuchtfeuer". In Rauchersalon wird sie fündig. Dort sitzen Desmond und Delysia auf einer Couch und unterhalten sich. Birta setzt sich dazwischen und lehnt sich gemütlich an ihre Freundin. Nur mit Mühe kann Birta ein zufriedenes Schnurren unterdrücken.

Sie unterhalten sich wieder über Orion. So wie es scheint hat nun auch Delysia entschieden, dass sie nicht Henkerin spielen wird. Nun suchen die beiden nach einem Ausweg. Während sich Delysia zum Schein auf die Pirsch nach Nordamerika begeben wird, soll Desmond sich bei den Kelten erkundigen, ob sie Orion nicht adoptieren oder sonst wie aufnehmen könnten. Es wird sogar eine Heirat vorgeschlagen. Birta wirft zwar ihre Sorge ein, dass dies vielleicht Artemis nicht von ihrem Vorhaben abhalten können wird oder im schlimmsten Fall sogar zu einem Krieg zwischen den Pantheons führen wird. Aber ansonsten ist sie sehr froh darüber, dass alle ähnlich denken. Mitten in der Diskussion überrumpelt Birta Delysia förmlich indem sie sich nach deren intimen Erfahrung mit anderen Frauen auskennt. Da die Halbasiatin eine sehr bewegte Vergangenheit hat, wundert es Birta nicht, dass sie dies sogar bejaht. Ob sie die dahinter lauernde Absicht nicht erkennt oder nur spielt ist nicht klar, aber Desmond springt helfend ein und stellt klar, dass Birta an dieser Erfahrung sehr interessiert sei. Ohne zu zögern bietet Delysia der Isländerin an, ihr dabei als Lehrerin zu fungieren. Damit Desmond nicht ganz leer ausgeht, läd die gut gelaunte Jägerin auch ihn ein. Also stehen sie alle auf und machen sich auf den Weg zu Birtas Zimmer. Noch im Salon begegnen sie dem einreffenden Herakles, der etwas verdutzt aussieht, als sich alle von ihm verabschieden. Keine zwei Schritte von ihm entfernt reden sie weiter von ihrem Vorhaben. Als Desmond verlauten lässt, dass er nicht zwingend mitmachen muss, schließlich wolle Birta ja das Zusammensein mit einer anderen Frau erforschen. Außerdem wird es ihm vollends genügen den beiden Halbgöttinen zuzusehen. Mit einem Seitenblick zu ihrer Freundin verspricht ihm Birta daraufhin, dass er keine Sorge haben muss zu kurz zu kommen. Daraufhin dreht sich Herakles nun doch um und schaut entweder ungläubig oder belustigt zu dem Trio. Bei diesem Anblick kann es Birta nicht lassen ihm einen Kuss auf die Wange zu geben und ihm eine gute Nacht zu wünschen. Mit einem lauten Lachen stürmt sie förmlich in ihr Zimmer und kann es kaum abwarten, dass die anderen die Tür schließen. Noch bevor sie im Bett neue Erfahrungen macht hört sie draußen große Flügel schlagen und sieht die Silhoutte eines großen Pegasus wegfliegen. Stimmt, Herakles hat etwas zu ihnen gesagt. Wahrscheinlich hat er sich verabschiedet. Dann wendet sie sich voller Vorfreude Delysia zu.

Denver Teil 1: Thrud das Modi? - Magni cht der Grund für Familienzwist sein.Bearbeiten

(oder so ähnlich)

Bevor die Reise weiter geht, schafft es Birta endlich ein lange vorgenommenes Vorhaben durchzuführen: Der knorrige Ast, der einmal einem Waldschrat als Arm gedient und nun schon unzählige Nationen bereist hat, wird per Luftpost nach Naströnd zu ihren kleinen bärtigen Bekannten geschickt. Dies hat sie einfach in aller Aufregung die ganze Zeit vergessen. Und falls die Zwerge damit nichts anfangen können, dann ist es immer noch Brennmaterial für deren Schmiede.

Während sich Delysia, ReykiFenna und Birta auf den Weg nach Denver machen, muss sich Desmond nach eigenen Angaben noch um Familienangelegenheiten kümmern. Das ist zwar einerseits schade, schließlich ist er ein geselliger Weggefährte, mit dem man einigen Spaß haben kann, aber andererseits ist sie nicht zum Vergnügen unterwegs. Schließlich hat sie versprochen über Delysia zu wachen und sie vor Gefahren zu schützen. Noch während der Flugreise erleben sie aber alle die erste Überraschung - Ben spielt den blinden Passagier. Man muss ihm aber zugute halten, dass dies nicht sein Einfall gewesen ist. Nach der wirren Erklärung eines nackten im Fußraum auftauchenden Taxifahrers zu schließen hat ihn Heimdal im wahrsten Sinne des Wortes aus Asgard herausgeworfen. Das Bild einer sich unter Ben öffnenden Falltür bringt ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht hervor. Auch die Erklärungen des unfreiwilligen Nudisten gegenüber den Flugbegleiterinnen sind in ihren Augen urkomisch. Aber er schafft es sich irgendwie zu rechtfertigen und sie kommen ansonsten ohne weitere Ereignisse am Flughafen an.

Mittels Mietwagen und entsprechend bewaffnet, schließlich gibt es auch hier schwarze Sporttaschen in den Flughäfen, geht es zu Jake. Weitsichtig, wie Birta nun einmal ist, geht sie lieber mit Reyki spazieren. In diesen Abbild eines Sportartikelladens würde sie ansonsten nur Parabellum auseinandernehmen. Und auch wenn es ihr Spaß machen würde, so sind doch bestimmt andere davon nicht so begeistert. Was genau dort drin gesprochen wird ist ihr nicht klar, sie geht aber davon aus, dass es um Orion geht. Danach rüsten sie sich noch in einem Survival-Laden aus und fahren gen Rocky Mountains. Dort soll es noch große Bären und unberührte Natur geben. Ein idealer Platz für einen ausgezeichneten Jäger.

Während sie durch die Wildnis streifen, tritt eine knapp zwei Meter große Schönheit aus dem Busch. Fenna kann sie nicht fragen, da sich jene mit kryptischen Worten ein paar Sekunden verabschiedet hat. Mit einem Baseballschläger stapft die rotblonde Frau auf Birta zu und beschimpft sie als Schlampe. Völlig perplex greift Birta nach ihrem Speer um den zu erwartenden Hieb abzuwehren und entgegnet der Fremden, wer sie denn sei und was sie überhaupt von ihr wolle. Irgendwas an diesen Worten, vielleicht ist es auch die Art, bringt die Fremde aber erst richtig in Fahrt und sie schlägt mit voller Wucht zu. Der Baseballschläger saust an Birtas Deckung vorbei, trifft ein paar Rippen, die leicht knacken und schleudert die Isländerin einige Meter weg. Doch damit ist der Kampf keineswegs beendet. Birta steht, von ihrer silbernen Schutzschicht umgeben, auf spuckt etwas Blut aus und stürmt ihrerseites wütend auf die Gegnerin zu. Jene nennt sich im Kampf Thrud, was Birta aber nichts sagt. Sie hört nur das Rauschen des Blutes in ihrem Kopf. Natürlich kann sie es nicht unterlassen jener zu sagen, dass sie sie nicht kenne und ob sie dies denn erwarte.

Daraufhin fliegt Birta wieder durch die Luft. So muss sich ein Baseball fühlen. Doch dieses Mal bremsen Winde sie vorher sanft ab und Birta geht zur Gegenattacke über. Aber ihre Gegnerin ist gut. Sie parriert mit ihrem Baseballschläger, nimmt den Speerstößen damit einiges an Kraft, so dass Birtas Hiebe ohne sichtbare Erfolge bleiben. Der Baseballschläger hingegen hinterlässt bei Birta eindeutige Spuren. Aber das macht nichts. Nun fühlt sich Birta in ihrem Element. Ihre Sicht verschwimmt immer mehr ins zornige Rot. Zufrieden stellt sie fest, dass sich ansonsten niemand einmischt. Das ist ihr Kampf und den wird sie ausfechten und diese doofe Thrud niederstrecken.

Doch da hat sie sich zu früh gefreut: Urplötzlich steht ein großer Mann zwischen den Kombatentinnen und hält den nächsten Hieb auf. Er und Thrud wechseln ein paar Worte, doch in Birtas Ohren ist das nur das Summen von Bienen. Sie nimmt nur das Rauschen ihres Blutes wahr. Und dann dreht die Frau um, tritt in einen Strauch und verschwindet. Ungläubig schaut Birta hinterher. Wieso geht sie nun? Der Kampf ist nicht vorbei! Ihre Wahrnehmung wird wieder klarer. Um was ging es im Kampf noch einmal? Thrud hat irgendwas von ihrer Mutter Sif gesprochen. Das war ihre Halbschwester? Und wieso soll Birta Sif eine Träne entlockt haben? Das ergibt doch alles keinen Sinn! Sie kennt Paps Ehefrau doch gar nicht. Und was mischt sich dieser Typ da überhaupt ein. Er mag ja groß und breitschultrig sein - und er hat ein echt sympathisches Lächeln - aber das bedeutet nicht, dass er den Kampf unterbrechen darf. Ihr Zorn kehrt wieder und sie stellt ihn zur Rede.

Im Gegensatz zu Birta ist er sehr ruhig und gelassen. Er stellt sich als ihr Halbbruder Magni vor, und der andere Mann - wo kommt der denn her? - sei sein Bruder Modi. Die beiden wollen nicht, dass Vater miterleben muss, dass sich seine Kinder gegenseitig töten oder ähnliches vorfällt. Da kann sie ihm ja nicht lange böse sein, wenngleich sie immer noch sauer auf ihn ist. Und besonders auf den vorlauten Kerl abseits. Als ob es sich sie beeindrucken würde, dass der eine Spaltaxt eines Riesens auf dem Rücken führt. So eine hatte sie auch. Na gut ihre war vielleicht ein bischen kleiner, aber sie ist ja ein bischen kleiner als er. Aber irgendwas an ihm macht sie stutzig. Er kommt ihr irgendwie bekannt vor. Dann fällt es ihr wie Schuppen von den Augen: Das ist Leiff, der schwule Flugbegleiter. Die sich durch ihren beraubten Kampf betrogene Birta fängt daraufhin an ihm Spott und Hohn zukommen zu lassen. Ihr Bruder Magni hingegen ist ihr sehr sympathisch und bekommt auch seine Telefonnummer. Dann verschwinden die beiden per Mofa und sechsbeinigem Pferd. Dinge gibt es...

Das Lager wird auf Bitten Birtas diesen Abend früher aufgeschlagen. Sie hat zwar keine lebensgefährlichen Verletzungen, aber die Schmerzen sind doch sehr stark. Da möchte sie sich eher ausruhen und nicht wandern. Aber medizinische Hilfe lehnt sie strikt ab. Schließlich handelt es sich nur um Prellungen und eventuell (an-)gebrochene Rippen. Da hat sie schon schlimmeres überstanden. Am Feuer ist sie dann eher schweigsam. Das liegt nicht an ihren Schmerzen, sondern daran, dass sie über die ganze Situation grübelt. Sif hat wegen ihr Kummer. Thrud ist deswegen berechtigterweise auf Birta wütend, also kann sie ihr auch keinen Vorwurf machen. Magni und Modi scheinen auf Birta ein Augen zu haben. Hat das ihr Vater angeleiert oder ist das deren Wunsch? Und Modi hat sich als Sohn eines Fruchtbarkeitsgottes und einer Riesin als Schwuchtel ausgegeben, damit er sie beschützen kann? Da wäre sie auch verbittert. Im Großen und Ganzen hat sie eine tolle Familie. Sie hätte es schlimmer treffen können. Hierzu reicht es einen Blick auf Delysia zu werfen. Aber was hat sie Sif angetan? Ihr Paps scheint sie zu lieben, sonst hätte er sie nie geheiratet. Und wenn Paps sie liebt, dann ist sie toll und Birta käme nie in den Sinn ihr in irgendeiner Weise etwas anzutun.

In der Nacht verbrennt Ben anscheinend Delysias Teddybär. Das ist sogar noch verrückter als das Familienreffen. Denn warum zur Hölle nimmt die Halbasiatin einen Teddybären mit in die Wildnis? Dafür ist sie nun wirklich zu alt. Und warum verbrennt der Taxifahrer jenen? Worum geht der Streit? Aber beiden geht es soweit gut, also kann sie sich wieder wichtigeren Dingen zuwenden - Ihrer Familie. Praktischerweise kann Ben allem Anschein nach ein bisschen mystische Magie wirken und spielt den Kaffeesatzleser. Als er sich auf Orion konzentriert, sieht er aber stattdessen einen durch Bern streifenden Desmond. Birta will da lieber nichts sagen. Es ist schlimm genug, dass Bens "Kristallkugel" kaputt ist. Hier ist Häme fehl am Platz. Auch wenn er behauptet, dass die Vision echt sei.

Doch schon am nächsten Morgen erfährt Birta, dass Orion kein legitimes Ziel mehr sei. Es hätte irgendwas mit den Kelten zu tun. Was hat Desmond da bloß angestellt? Also besuchen sie noch fix Miami, lassen sich von Ben New Orleans zeigen und fliegen wieder nach England.

Greystoke Teil 3: Von Teeparties und WeizenfeldernBearbeiten

Back in good old England. Doch was soll sie hier machen? Ben bekommt die Stelle des Chaffeurs und damit das kleine abgeschiedene Gartenhäuschen als Zufluchtsort. Will Delysia damit das mistrauisch blickende Personal beruhigen? Diese scheinen nicht gerade erpicht über den Zugang eines Dunkelhäutigen zu sein. Nach einer geruhsamen Nacht werden bei einem ausgiebigem Frühstück Pläne geschmiedet. Überraschenderweise hat Delysia für den übernächsten Tag einen Termin mit Breona Gayle. Wenn das nicht ein Knaller ist! Deshalb möchte sie mit allen anderen schon heute wieder nach Miami fliegen. Birta ist dies nicht so recht, da sie noch etwas zu erledigen hat. Aber sie verspricht nach zu kommen. Den noch ziemlich alkoholisierten Chauffeur nehmen die anderen schon einmal mit. Aber noch sind ein paar Stunden Zeit, bis sie zum Flughafen fahren. Durch einen Anruf bei der Personalabteilung von Iceland Air erhält sie Leiffs Telefonnummer und ruft an. Und tatsächlich nimmt Modi ab. Jedoch ist es erst bei ihrem zweiten Anruf möglich sich bei ihm zu bedanken, da er das erste Mal abrupt auflegt.

Nun muss Birta sich ein bisschen beschäftigen, denn ihr Vorhaben will sie ohne Zeugen durchführen. Also greift sie sich ein Schmetterlingsnetz, ihren treuen vierbeinigen Begleiter und geht auf Feenjagd. Halb im Scherz bitte Birta ihren Hund nach Feen zu suchen. Sie staunt nicht schlecht, als jener herumschnuppert und dann wie wild durch das Anwesen rennt. Was stellt er denn nun schon wieder an? Er flitzt durch die Gänge, die Treppen hoch und bleibt schließlich kratzend vor einer Tür im Ostflügel stehen. Sie beruhigt ihn kurz, öffnet die Tür und staunt nicht schlecht: Das Zimmer ist ein Spielzimmer für Mädchen - Komplett rosa eingerichtet mit Puppenhäusen und allem was das kleine Mädchenherz begehrt. Birta huscht hinein und schließt die Tür hinter sich. Mit großen Augen schaut sie sich um. Was hätte sie dafür getan so ein Zimmer zu haben...es ist der helle (rosa) Wahnsinn!

Irgendetwas reißt sie dann aus ihrer Träumerei. Sie weiß selbst nicht was es ist, aber irgendetwas stimmt hier nicht. Irgend etwas ist hier anders. Als ihr Blick auf das Puppenhäuschen fällt wird ihr auch klar was. Eine kleine Fee öffnet gerade einen Schrank und räumt Tee-Service aus um es auf den Tisch zu stellen. Sie hält ein Tee-Kränzchen in einem voll funktionsfähigem Puppenhaus. Ein leiser Jauchzer der Freude entfährt Birtas Mund. Das nimmt die Fee dann doch wahr. Sie schien zwar in Gedanken, aber dies war wohl doch laut genug. Urplötzlich löst sie sich in Luft auf. Dabei will Birta diese Party doch gar nicht stören. Dieser Moment hat so etwas schönes, dass es für sie ein großes Tabu ist, die Fee hier zu fangen, solange sie noch nicht alle anderen hat. Dies teilt sie, der unsichtbaren, und sich hoffentlich noch in diesem Raum befindlichen, Fee mit. Als Dankeschön, zumindest sieht Birta dies so, schwebt eine winzige Tasse Tee zu ihr hinüber. Sie bekommt sogar Zucker und Gebäck dazu. Nach dieser kleinen Teezeremonie verabschiedet sich Birta vergnügt und erklärt dies dem verwirrt dreinblickenden Desmond.

Nach dem die anderen endlich abgereist sind, macht sich Birta auf den Weg zur Lichtung im Wald. Sie wechselt ihre Kleidung in ein bunten Sommerkleid und nimmt all ihren Mut zusammen. Laut ruft sie nach Sif, schließlich muss sie etwas klären. Wie durch Zauberhand wächst am Rand der Lichtung ein Weizenfeld in Rekordschnelle in die Höhe. Gediegenen Schritts bewegt sich eine wunderhübsche Frau in Bäuerinnenkleidung durch jenes Feld auf Birta zu. Selbst wenn Birta Zweifel über die Idendität der Frau haben würde, so stellt das goldene Haar definitiv klar, dass es sich hierbei um Sif handelt. Mit ruhiger Stimme erwartet diese zu erfahren, warum sie ausgerechnet von Birta gerufen wurde. In diesen weniger Worten klingt sogar für Birta spürbar Schmerz mit. Kleinlaut antwortet die Isländerin, dass sie sich entschuldigen wolle, da Sif ihretwegen traurig sei, und sie das nicht möchte. Es dauert nicht lange, dann weiß die Gemahlin Thors auch woher Birta dies weiß - von Thrud. Dabei wollte Birta nicht petzen. Unter Tränen versucht Birta alles zu regeln, aber all ihre Worte führen zu nichts. Niedergeschlagen verabschiedet sie sich nach einem unfruchtbaren Gespräch von ihrer Stiefmutter. Sie hofft nur, dass ihre Aktion dies alles nicht noch schlimmer gemacht hat. Sie schlüpft in ihre "Ich-fühle-mich-Scheiße"-Klamotten, nimmt ihren gepackten Koffer nebst Scharmützeltrolli und Speer, fliegt nach Miami und fährt in die Firma. Dabei verbraucht sie beinahe eine Familienpackung Tempos.

Miami Teil 1: Armageddon - Die GolfballkometenBearbeiten

Auf leisen Sohlen schlurft Birta in ihr Büro. Sofort verriegelt sie die Tür, lässt die Jalousien runter und plündert den Kühlschrank. Aber das eine Stück Sahnetorte ist ihr nicht genug. Per Kurzwahltaste ruft sie die Rezeptionistin Beth an und ordert einen Eimer Schokoladeneis mit Schokoraspeln, Kirschen und Sahne. Dies wird prompt erledigt und nach Erhalt des Kummernaschzeugs ist die Tür auch schon wieder verschlossen. Doch Halbgöttin sein kann auch seine Nachteile haben. Das Eis ist weg, ebenso die Sahne und die Kirschen, aber ihr ist noch nicht schlecht. Also greift sie wieder zur Sprechanlage und ordert dieses Mal die doppelte Menge, aber ohne diese künstlich schmeckenden Kirschen. Auf Beths Vorschlag nimmt sie dann Birne Helene. Es dauert dieses Mal etwas länger, was aber kein Problem ist. Beth ist ja nicht Birtas Leibeigene.

Kurz nachdem Birta diese zweite Seelenkummer-Medizin entgegengenommen hat, klopft es an der Tür. Delysia erbittet Einlass. Also schlurft Birta zur Tür, entriegelt sie, und pflanzt sich wieder auf die Couch und isst weiter. Delysia wird vom Anblick Birtas etwas überrascht. Schlabberlook, ungepflegt wirkend und mit großer Sonnenbrille im dunklen Raum Kalorien in sich reinstopfend - das ist schon ein etwas größerer Kontrast zu der Birta, die sie sonst so kennt. Birta werden Fragen gestellt, welche sie lustlos und phlegmatisch beantwortet. Da ihr aber nun das Eis streitig gemacht wird, sie weiß ja, wie Delysia sich Süßigkeiten reinstopft, bestellt sie zur Sicherheit schon einmal zwei weitere Eimer auf Vorrat. Um Birta aufzumuntern versucht die Halbasiatin jene zu einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen zu überreden: Shopping. Aber auch das fruchtet nicht. Genauso scheinen Sparring und andere Dinge Birta nicht zu interessieren. Auch dass Delysia ihr Handy haben möchte stört sie nicht. Sie verweist sie nur auf ihre Handtasche.

Unverichteter Dinge verlässt Delysia wieder das Büro. Birta klettert in der Zeit die Treppe hoch und betritt das Dach. Die Aussicht ist gut, und das Meer nah. Also steigt Birta wieder hinab, ruft Beth an und bestellt Golfbälle. Nein, einen Golfschläger benötige sie nicht, danke. Als Beth ihr einen Eimer mit zweihundert weißen Kugeln überreicht steigt Birta wieder die Treppen hinauf. Lustlos wirft sie die Bälle ins nahe Meer. Es ist so, als würde sie Kieselsteinchen ins Wasser werfen. Nur schade, dass sie die entstehenden Wasserkringel nicht sehen kann. Dafür ist es zu weit weg. Plötzlich taucht Delysia wieder auf und erkundigt sich was los sei. Auch hier brummelt die Isländerin wieder nur vor sich hin.

Doch das sind noch nicht alle, die auf das ansonsten abgeschlossene Dach klettern. Auch Magni und Modi, ihre beiden Halbbrüder machen einen kleinen Besuch. Diese beteiligen sich sogar an ihrer Werferei. Magni ist hierbei erstaunlich still, während Modi ihr gewisse Dinge vorschlägt, die Birta aber auch nicht wirklich bewegen. Wenn er sie schwängern oder ihre Brüste begutachten will, dann soll er doch. Ist doch eh alles egal! Nach langem hin und her wird sie dann überredet auf ein Death Metal-Konzert zu gehen. Milking The Goatmachine sagt ihr zwar nichts, aber dies ist genauso gut wie alles andere. Von Delysia wird sie in ein Hotel geschleift und ausstaffiert. Von ihren Brüdern wird sie dann auf dem Konzert nach vorne mitgenommen. Vergnügt springen beide herum und schubsen die anderen Konzerttteilnehmer herum - auch zu Birta. Diese bleibt aber wie festgewurzelt stehen und lässt die anderen einfach abprallen. Einige Zeit später, wird das den beiden dann zu dumm und Birta wird hinten neben Delysia abgestellt.

Und trotz dem Lärm schafft es die sonst so freche Delysia sich bei Birta Gehör zu verschaffen. Extra wegen ihr seien die viel beschäftigten Halbbrüder hier. Sie versuchen sie aufzuheiten und Birta versinkt immer noch im Selbstmitleid. Dadurch fühlt sich sich zwar noch nicht besser, aber nur weil sie leidet sollen ihre Halbbrüder keine Sorgen haben. Also versucht sie zu lächeln, geht nach vorne und verteilt Ellenbogen und Schubser. Ihr Lächeln hat sie schlließlich jahrelang geübt und die beiden sind Kerle, und können damit eh nicht hinter die Fassade blicken.

Nach dem Konzert stellt sie aber fest, dass dies doch nicht der Fall ist. Sie sind halt Papas Söhne! Doch nach einer verbalen Kopfwäsche, die nicht von schlechten Eltern war, sieht Birta ein, dass ihr Selbstmitleid nicht angebracht ist. Natürlich ist Sif traurig, schließlich hat Paps sie betrogen. Und dass in Asgard immer öfters auch von Birta gesprochen wird lässt ihre Stiefmutter das auch nicht ignorieren. Aber deshalb kann sie doch den Kopf nicht in den Sand stecken. Das würde ihrem Vater nicht gefallen und er wäre dann vielleicht sogar traurig. Aber das will sie ja auch nicht. Was würde sie nur ohne ihre Familie nur machen? Zum Test erkundigt sich Modi noch einmal ob er sie nicht doch schwängern soll. Sie hofft zumindest, dass dies ein Test ist, denn sonst müsste sie ihm eine scheuern. Ein prüfender Versuch ihr an den Busen zu greifen wehrt sie sanft aber bestimmt ab. Sie bedankt sich bei den beiden, die sich daraufhin auch verabschieden. Auch bei Delysia zeigt sie ihre Dankbarkeit. Im Hotel angekommen legt sie sich nicht wie die anderen hin sondern besucht das Fitnessstudio. Sie hat einiges an Eis loszuwerden.

Am nächsten Tag ist das Meeting mit Breona Gayle angesetzt. Wieder guter Dinge richtet sich Birta ordentlich her. Wenn das Topmodel Nr. 1 kommt, dann will sie sich nicht verstecken müssen. Ihren Scharmützeltrolli verstaut sie im Eck des einen Besprechungsraumes, denn ihren Speer wird sie kaum offen tragen können. Im anderen Besprechungsraum ist ein riesen Bankett aufgestellt. Ist hier eine Party geplant? Irgendwann klopft es dann an Birtas Bürotür. Ein kurzer prüfender Blick in den Spiegel zeigt ihr, dass es mit normalen Mittelchen nichts mehr zu verbessern gibt und sie verlässt zufrieden ihren Raum. An der Seite von Delysia tritt sie dann zu Breona. Auch Desmond und Ben sind anwesend. Das jamaicanische Model begrüßt höflich alle nacheinander und Birta kann es nicht unterlassen einen kräftigen Händedruck auszuüben. Das wird Breona nicht schmerzen aber vielleicht ist es ein bisschen unangenehm. Und jeder der zwischen den Zeilen lesen kann, sieht, dass Birta zusätzlich hier ist, falls irgendetwas seltsames geschehen mag. Doch falls es irgendeine Wirkung hat, so kann man es Breona nicht ansehen. Ben wird sogar mit seinem Vornamen begrüßt. Was ist hier im Busch? Auf welcher Seite steht der denn?

Doch es wird noch verwirrender. Das gesamte Entourage, bis auf zwei Bodyguards, die Birta nicht all zu gefährlich erscheinen, verschwindet im anderen Konferenzraum und macht sich über das Buffet her. Birta schließt kurz die Augen und murmelt eine Formel, konzentriert sich auf die Kraft, die in ihrem Anhänger schlummert und schaut sich um. Weder Breona noch ihre Bodyguards wirken besonders. Auch sind keine Schicksalsfäden von ihr aus zu der Gruppe erkennbar. Aber ihre Magie wirkt, denn bei den anderen sieht sie die richtigen Dinge. Ist Breona nun besonders, Ben hat sie als eine Göttin bezeichnet, und kann sich maskieren oder ist sie doch nur ein Mensch? Aber lange kann sie nicht darüber nachdenken, denn der nächste Hammer kommt sofort. Breona möchte zwei ihrer Marken, Black Babe (teure Ausgehmode) und Black Bitch (sündhaft teure Dessous) der Agentur überschreiben. Zudem würde sie gerne in die Agentur als Model aufgenommen werden und besteht auf nur fünfzig Prozent der Nettoeinnahmen aus Auftritten und Buchungen. Als Gegenleistung soll Ben, der sich neutral an die Mitte des Besprechungstisch gesetzt hat, zehn Prozent der Agentur überschrieben bekommen. Also Birta kennt jetzt nicht die Zahlen von Goddess Ink, aber in den Modezeitschriften wurden die beiden angebotenen Labels oftmals mit mehreren Millionen Jahreseinkommen betitelt. Sie weiß zwar nicht mehr, ob dies der reine Umsatz oder das Nettoeinkommen war, aber HALLO? Es kommt bei dem Meeting aber noch zu keiner absoluten Einigung, da hier noch ein Gesellschafter befragt werden muss, aber Breona reicht eine Absichtserklärung. Wieso heißt es eigentlich immer, dass sie so schwierig sei? Sie erscheint Birta über die Maße zuvorkommend. Sie läd sogar alle ein, diese Woche, so lange ist sie noch hier, sie in ihrer Villa zu besuchen. Besonders über Bens Besuch würde sie sich freuen. Da steckt doch was im Busch!

Direkt nach dem Meeting wird Ben von allen Seiten bedrängt. Was hat es nun hierbei auf sich? Doch trotz Drohungen und anderen Überzeugungsversuchen kann er keine Antwort darauf geben. Er lässt sich aber überzeugen, dass er mehr herausfinden könne, wenn er in die Villa geht. Birta schlägt ihm daraufhin vor, dass er sich noch einmal die Zähne putzen soll, wer weiß, vielleicht hat Breona Geschmack an ihm gefunden, und wer weiß, was er gefrühstückt hat. Sie weiß zwar nicht wirklich, wer auf einen solchen Typ stehen kann, aber Geschmäcker sind ja verschieden. Für sie hat er eindeutig zu schmale Schultern. Ben bittet Birta dann auch noch, dass sie ihrem Angebot nachkommen und ihn mit dem Schutzzeichen belegen soll. Nun bittet sie ihn aus recht persönlichen Gründen, sich noch einmal die Zähne zu putzen. Nachdem ihre Forderung erfüllt ist tritt sie mit den Worten "Das könnte jetzt unangenehm werden." gegenüber, umarmt ihn fest und küsst ihn leidenschaftlich. Dies scheint den armen Kerl komplett durcheinander gebracht zu haben, was die beiden Zuschauer Delysia und Desmond mit einem breiten Grinsen kommentieren. Nach einer ausgiebigen Dusche verschwindet Ben dann zu der Villa.

Birta nutzt die freie Zeit um am Strand zu joggen. Das viele Eis hat sie bestimmt aufgebläht. Sie fühlt formlich die Fettzellen arbeiten. Warum hat sie sich aber auch so gehen lassen! Sie widersteht der Versuchung bei Bens Besuch in der Villa zu spionieren. Schließlich kann sie ja auch dorthin gehen und sich umschauen, wenn sie möchte. Die Einladung ging ja an alle. Und ein Zeichen, dass der Taxifahrer, nein inzwischen ist er Chauffeur, in Gefahr schwebt gibt es auch nicht. Stunden später hört sie jemanden ihren Namen rufen. Desmond winkt sie herüber und möchte den anderen einmal zeigen, wie Beachvolleyball wirklich geht. Dies ist ein Vorschlag nach Birtas Geschmack. Diese aufgeblasenen selbstgefälligen "Schönlinge" hier am Strand, die mit ihrer Sportlichkeit angeben wollen, haben eine Lektion verdient. Mit großem Vergnügen schmettert sie die Bälle in den Sand und ab und an "aus Versehen" auf ihre Gegner. Vielleicht kurieren schmerzende Unterarme, gerötete Haut und ein paar blaue Flecken ihre Eingebildetheit. Danach werden ihre Gegner durch Herakles und Delysia ersetzt. Ersterer hat anfangs Probleme mit den Regeln, was Birtas Team einen kleinen Vorteil verschafft. Aber Delysia ist einfach zu flink um mehr herauszuholen. Nach und nach verschiebt sich das Kräfteverhältnis auf die Gegenseite. Nur gelegentliche Ausraster von "Kevin Sorbo" lassen es zu einem knapperen Ergebnis werden, als es ansonsten der Fall wäre.

Am nächsten Tag erfährt Birta, dass Ben bei Breona eingezogen ist. Na das kann ja was werden. Mal sehen was die Klatschpresse daraus macht! In ihrem Büro surft sie schon durch entsprechende Boulevard-Seiten als sie ein Ziehen verspürt. Irgendetwas ist hier los! Sie öffnet die Tür und sieht am Fahrstuhl eine rothaarige wunderhübsche Frau in Rüstung stehen, die vor Wut nur so strahlt. Sofort macht Birta ein paar Schritte rückwärts und greift nach dem an die Wand gelehnten Speer. Nun tritt sie der Frau entgegen, doch ihre Vorsicht war unnötig. Bei der Frau handelt es sich um ihre "Magie-Lehrerin" Freya. Doch nicht wegen dem Unterricht ist die underschöne Wanin hier. Nein, der Grund ist viel schlimmer: Völlig außer sich vor Wut und Trauer berichtet sie, dass zwei ihrer Kinder ermordet wurden. Und schon wieder wird Birta von den Gefühlen einer Göttin mitgerissen. Aber auch den anderen geht es genauso. Die Aufgabe ist schnell erklärt. Wir sollen den Mörder fassen und Freya lebend überbringen. Sie selbst will sich um ihre verbliebenen Kinder kümmern. Natürlich nehmen alle an, für Birta gibt es im Moment nichts wichtigeres als den Mörder zu schnappen. Die Opfer sind ein Herr Paul Scharner, seines Zeichens ein Großhandelskaufmann in Wien, und eine Candice Mathijsen in Johannisburg. Erster ist aufgrund unbekannter Ursache verstorben, letztere wurde in einem Township aufgefunden und sei beinahe so stark wie Birta gewesen. Ein normaler Mord ist daher ausgeschlossen, denn auch wenn die schwarze Bevölkerung der Südafrikaner über eine weiße Frau dort hergefallen wäre, so ist es wohl ausgeschlossen, dass sie sie auch überwältigen könnten.

Sobald Freya weg ist, schaut Birta nach Fenna. Die sitzt gerade auf einer Holzbank und erholt oder entspannt sich. Also ist sie nicht tot oder von Gullveig besessen. Gut, eine Sorge weniger. Birta packt ihre Waffen und düst zum Flughafen. Sie schaut nach den Flügen um zu sehen, wo sie als erstes ankommen könnte. Die schnellste Verbindung ist Wien, also machen sich die drei Halbgötter und Reyki auf den Weg dorthin. Für Ben wird im Hotel eine Nachricht hinterlassen. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass für Birta der Flug viel zu langsam ist. Am liebsten würde sie aussteigen und anschieben. Der in ihr brodelnde Zorn lässt auch die Flugbegleiterinnen einen Bogen um sie machen. Endlich, nach viel zu langer Zeit landen sie in Wien.

Wien Teil 1: Rachefeldzug - Welcher Schatten tötet Freyjas Kinder?Bearbeiten

Auf dem Flughafen wartet Birta wie auf heißen Kohlen sitzend auf ihr Gepäck. Dass diese Billigfluglinie auch so lahm ist. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Als EU-Bürgerin kommt sie wenigstens schnell durch die Passkontrolle. Dann stürmt sie zu ihrem Schließfach und läd zwei schwarze Sporttaschen auf ihren Gepäckwagen. Nach einem Wiedersehen mit den anderen schnappen sie sich fix einen Mietwagen und fahren in die Firma des Verstorbenen. Immer noch geladen springt Birta aus dem Wagen, den Speer in der Hand und sucht den Haupteingang. Dort konzentriert sie sich kurz auf den Verstorbenen und sieht tatsächlich eine Spur von ihm, die hineinführt. Ohne zu zögern folgt sie der Spur, der Rest ihrer Umwelt wird von ihrer "Jagd" in den Hintergrund gedrängt. Eine Frau scheint jemanden in der Nähe anzusprechen, aber die zweite Stimme scheint Desmond zu gehören. Wahrscheinlich klärt er irgendwas ab. Dann ist die Spur zu Ende. In diesem Sessel hat der Freya-Sohn sein Leben ausgehaucht. Nur wieso ist er gestorben?

Langsam erweitert sie ihre Wahrnemung und blickt sich um. Ist vielleicht eine der Flüssigkeiten, er hat einige erlesene Brände hier stehen, vergiftet? Aber allem Anschein fehlt keine davon. Es ist keine Lücke zu sehen. Die anderen sehen am Sessel auch keine weiteren Spuren, doch dann fällt Desmond oder war es doch Delysia eine kleine Kamera auf. Sie scheint den ganzen Raum abzudecken und es befindet sich tatsächlich ein Chip drin, der dann auch in die Tasche von dem findigen Iren schlüpft. Im verborgenen Safe findet sich widerum nichts aufschlussreiches.

Auf der Fahrt zum Leichenschauhaus wird auf Desmonds Laptop der Film angeschaut. Zuerst scheint es ein klares Bild zu sein, doch dann verzerrt das Bild. Es ist beinahe so, als würde man ohne Verschüsselung einen Pay-TV-Sender ansehen wollen. Der Tathergang ist daher nur zu vermuten und der Täter nicht wirklich zu idendifzieren. Es scheint, als sei eine kleine schlanke Gestalt - vielleicht eine Frau? - mit großer Geschwindigkeit ins Zimmer zu stürmen und Klauenhände in den Torso des Großhändlers zu stoßen. Da scheint dieses Wesen gut gezielt zu haben, denn im Sessel waren keine Spuren zu erkennen. Aber wieso waren nirgends Blutspuren zu sehen?

Im Leichenschauhaus werden sie auch nicht schlauer. Auf Desmonds Bitte lässt Birta ihren Speer und Reyki im Auto. Es könnte hier zu viel Aufruhr verursachen. Na gut, wenn er das meint, dann fügt sie sich eben. Mit der Gerichtsmedizinerin hat sich der redselige Ire sofort in ein Gespräch vertieft. Was er genau spricht versteht Birta nicht, aber schließlich werden sie alle zu einem Leichnam geführt. Der untersuchte Tote weißt nur die typische Y-Wunde einer Untersuchung auf - keine Spur von Klauen. Auch die Organe sollen intakt sein. Das wird immer verzwickter. Was kann jemanden, der zudem ein Nachkomme von Freya ist mit einem Angriff töten und keine Spur hinterlassen? Birta fallen nur Schauergeschichten von Geistern und Schatten an. Delysias Aussage, dass sie an ihm einen personifizierten Tod riecht ist auch nicht gerade Balsam für Birtas aufgebrachte Seele. Nun gut, egal was es ist, es wird gejagt.

Zurück in der Firma des verblichenen Paul Scharner geht Birta wieder zielgerichtet zum Tatort. Doch dieses Mal sucht sie nicht nach dem Opfer sondern nach dem Täter. Und zu ihrer Befriedigung kristallisiert sich tatsächlich eine Spur, die vom Sessel aus wegführt. Aufgeregt, wie sich sonst wohl nur ein Jagdhund fühlt folgt sie der Spur durch den Gang, doch dann verschwindet diese einen knappen Meter, vielleicht etwas weniger, vor einer Außenwand. Wo zur Hölle ist das Ding hin? Nun, vielleicht kann man in die andere Richtung gehend etwas finden. Also dreht sie um und folgt der Spur verkehrt herum. Doch auch hier endet die Spur wieder an der exakt selben Stelle. Es kommt ihr vor, als sei hier eine Tür oder ein Übergang. Anders kann sich Birta dies nicht erklären. Vielleicht weiß Fenna da mehr, kann sie doch auch Ebenen wechseln wie es ihr beliebt. Delysia hat ihrerseits mittels genauerer Überprüfung des Sessels bestätigen können, dass dort ein übereinstimmender Todesgeruch wahrzunehmen ist. Ihre Gabe der übernatürlichen Bewegung ist hier jedoch auszuschließen, da nirgends ein Fenster ist, durch den man den Mond sehen kann. Damit scheint die Spurensuche in Wien erst einmal zu ende zu sein. Hoffentlich gibt es in Südafrika mehr Anhaltspunkte.

Wien Teil 2: Unerfreuliche AnrufeBearbeiten

Während der Rest sich in Wien vergnügt und ein Hotel sucht, kommt Birta nicht zur Ruhe. Zuerst tigert sie im Flughafen die ganze Zeit auf und ab, sitzt für ein paar Augenblicke und wartet. Die Zeit will einfach nicht verrinnen. Wenn doch schon endlich 11:00 Uhr wäre. Aber nein, die Sekunden dauern wie Stunden und es geht einfach nicht voran. Mitten in der Nacht wird es ihr zu doof. Sie lässt ihr Gepäck stehen, schnappt sich ihren eingepackten Speer, und verschwindet in eine abgelegenere Gegend.

Noch während sie überlegt ob sie hier wirklich nach Fenna rufen soll, erhält als sie einen Anruf. Was will Tomislav von ihr? Er wirkt angespannt, atmet schwer und wollte sie anscheinend gar nicht anrufen. Irgendwer oder -was habe ihn gefunden. Dann hört sie nur noch ein Knacken und Brechen. Daraufhin ist die Verbindung tot. Ungläubig schaut sie ihr Telefon an und ruft zurück. Doch am anderen Ende nimmt niemand ab. Verzweifelt ruft sie nach Odin und Heimdal. Aber keiner von diesen hört sie, hat Zeit oder Interesse auf ihre Bitte zu hören. Dann ruft sie nach Fenna und wenigstens hört diese ihre Schreie. Jedoch weiß die Walküre nichts über eine schattenhafte Gestalt, die mit ihren Klauen Organe zum versagen bringen kann, ohne dass es Wunden gibt. Zumindest bei den Asen ist dieses Ding unbekannt. Auch über einen Angriff auf ihren Onkel sowie einer Verschärfung des Krieges weiß sie nichts. Verzweifelt und wütend demoliert sie ein paar Mülltonnen und Verkehrsschilder und läuft dann gen Flughafen. Keine zehn Minuten später ruft sie bei Desmond an. Er soll Tomislavs Handy anpeilen. Wo zur Hölle steckt Johannes, wenn man ihn einmal braucht?! Sitzt der immer noch händchenhaltend bei seiner Staatsanwältin?

Kurz darauf wird ihr das Spazierengehen zu doof. Sie ruft nach einem Taxi und fährt zum Flughafen. Als sie bei ihren herrenlosen Taschen angelangt und deren Inhalt nach Vollständigkeit kontrolliert, wird sie von zwei Polizisten angesprochen. Diese hatten wohl Sorgen, was diese Taschen ohne Besitzer hier machen. Dann heißt es wieder warten. Wieso zur Hölle sterben nun vermehrt Götterkinder? Wird der Krieg wieder aktiver geführt? Nun steckt sie in einer Zwickmühle: Einerseits hat sie Freya versprochen sich um ihre toten Kinder zu kümmern, andererseits ist vielleicht ihr Onkel doch noch irgendwie am Leben. Laut Desmond hat sich jener zuletzt in St. Petersburg aufgehalten. Klasse! Russland oder Südafrika? Ihre angestaute Wut wird nun noch durch Verzweiflung verstärkt. Was sagt der Flugplan? Nach Südafrika geht es erst um 11 Uhr, der Flug nach Moskau startet schon um 9 Uhr.

Mit schlechtem Gewissen, schließlich lässt sie Freya, wenn zwar nicht im Stich, so zumindestens warten, ruft sie bei Delysia an und erzählt ihr, dass Tomislav wahrscheinlich tot ist und sie deshalb nach St. Petersburg muss. Nun stellt sich die Frage, ob die anderen beiden mitwollen oder nach Südafrika reisen, wie es geplant war. Als der Flieger nach Moskau abhebt sitzen alle drei und ein vierbeiniger Begleiter in der Maschine.

St. Petersburg Teil 1: Rote Drachenschuppe, rotes BlutBearbeiten

Während dem Flug grübelt die ansonsten sehr stille und doch agressiv wirkende Birta über Desmonds Worte nach. Er hat davon geträumt, dass Tomislav von einem Drachen gefressen wurde. War es seine walisische Drachenbraut? Oder gibt es doch noch mehr Drachen? Wieso träumt er von diesen? Bei den Slawen gibt oder gab es zwar Geschichten über Drachen, aber keine handelt explizit von einem roten Vertreter. Zumindest ist sich Desmond sicher, dass er den Platz und das dazugehörige Industriegebiet wieder finden wird.

Nach einem kurzen Zwischenstop in Moskau geht es nach St. Petersburg. Dort finden sie auch tatsächlich sehr schnell den Tatort. Die russische Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt und die Straße plus Häuserwände triefen nur so von Blut. Aber es ist kein Leichnahm zu finden. Der Drache scheint ihn wohl gefressen zu haben. Birta schaut sich um und sieht auf einem angrenzenden Häuserdach etwas rötliches. Sich nicht weiter um alle Anwesenden kümmernd steigt sie daraufhin die Feuerleiter hoch und schaut sich um. Und tatsächlich findet sie eine rote Drachenschuppe. Es war also wirklich ein Drache hier. Sie blickt über die Häuserdächer, halb hoffend dort das Reptil zu sehen. Danach greift sie nach ihrer, von Freya gelernten, Gabe und konzentriert sich auf den Drachen, zu dem die Schuppe gehören muss. Hier muss er angeflogen sein, also muss hier irgendwo eine Spur sein. Jedoch bleibt der Erfolg aus. Zähneknirschend schaut sie sich um. Das darf doch wohl nicht wahr sein. So ein Drache ist ein riesiges Wesen. Seine Aura lässt nachvollziehbare Rückstände hier. Wer verhindert dies?

Den anderen beiden zeigt sie kurz die Schuppe und konzentriert sich unten auf den Drachen. Vielleicht hat nur der Anflugwinkel nicht gestimmt. Doch schon wieder schlägt ihre Aktion fehl. Brütend klettert sie wieder hoch und denkt nach. Als die Polizei endlich fertig ist untersucht sie ihre zweite These. Sie konzentriert sich auf der Straße auf die menschliche Gestalt von Mabinogion. Schon wieder nichts! Verdammt! Das gibt es doch nicht! Selbst Delysia und Reyki finden nur Anhaltspunkte über den Aufenthalt des Drachen, aber die Spur bricht sofort ab. Sie könnte vor Wut und Verzweiflung schreien! Hier hat ein Täuscher seine Hand im Spiel. Tief in ihrem Inneren meldet sich ihr Magen zu Wort. Kein Wunder, hat sie das letzte Mal doch vor fast zwei Tagen gegessen. Und in ihrer Momentanen Situation will sie nur eines: Fleisch und am besten blutig. Also geht es ins nächste Steakhouse.

Als Birta eigentlich schon fertig ist taucht Fenna neben einem ziemlich überraschten Kellner auf und gesellt sich dazu. Beim zweiten Steak - was sollen die ganzen dämlichen Beilagen auf ihrem Teller? - erfährt Birta, dass Tomislav wirklich tot ist. Er ist oben in der goldenen Halle. Die beiden Kinder von Freya sind stattdessen in der Hel. Wenigstens hatte ihr Onkel einen ehrenvollen Tod. Mit zwei eingepackten Steaks, schließlich muss sie sich bei Reyki für ihre harschen Worte entschuldigen verlässt sie das Steakhouse. Zumindest versucht sie dies, denn ein breitschultriger Heimdal tritt just in diesem Moment hinein. Vielleicht ist es ja sein Lieblingsrestaurant? Also macht Birta artig Platz. Doch dem ist nicht so. Also nehmen sie, sehr zum Leidwesen des schon etwas gestressten Kellners wieder Platz. Kurz und knapp berichtet Birta, was inzwischen herausgefunden wurde. Einen Moment später stehen sie dann in Miami und daraufhin schon in einer großen Halle an derem Ende ein auf dem Thron ein sichtlich grimmiger Odin sitzt.

Wales Teil 2: Die Drachenjagd - "Helden" können ja soooooo dumm seinBearbeiten

Odin verlangt ohne Umschweife zu erfahren, wer seinen Sohn getötet hat. Da Heimdal nicht antwortet, ist allem Anschein Birta diejenige, die ihrem Großvater die Sache erklären "darf". Sie beschreibt den Telefonanruf, das Geräusch von brechenden Knochen, die blutige Straße und zeigt die Drachenschuppe. Ferner erklärt sie, dass Desmond dies geträumt habe, Birta nur einen roten Drachen kenne und die Spur auf magische Art und Weise verschwindet und ihre Sinne getrübt werden.

Für den Allvater ist es klar und er schickt mit einem Kopfnicken den immer noch schweigsamen Heimdal hinaus. Er kommt wenige Momente mit zwei Männern wieder. Der eine ist groß, breitschultrig blond und gutaussehend. Der andere ist klein und wirkt "römisch". Der Italiener wird sogleich aus ihrem Hirn verbannt, den anderen mustert sie aufmerksam. Er heißt Siegfried und ist ohne Zweifel der Held aus der Nibelungensaga. Er soll den Drachen töten und Birta soll ihn führen. Das kann nur eines bedeuten: Ihre Befürchtung, dass der walisische Drache der Mörder war, ist bestätigt worden. Schicksalsergeben fügt sie sich. Heimdal soll sie zurückbringen, aber wieso nach Miami? Während sie noch dessen Namen in den Himmel schreit, natürlich ohne Erfolg, schaut sich der germanische Held um. Er wirkt deplaziert, kann sie aber zumindest verstehen. Nur kennt er die heutige Welt nicht. Sofort schwant Birta Übles.

Desmond macht sich schnell aus dem Staub, höchstwahrscheinlich um seine Drachenbraut zu warnen. Das kann sie ihm nicht krumm nehmen und verhält sich deshalb ruhig. Es ist schwierig genug Drachen-Siggi in das Taxi zu bekommen. Er hat altertümliche Kleidung und Kettenhemd an und führt sein großes Schwert mit sich. Das wird ein Spaß am Flughafen. Delysia und Ben wollten nicht mit oder wurden vergessen. Zumindest sind sie nicht im Taxi. Der ach so gloreiche Drachentöter ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Er versteht nicht, dass ein riesiges Meer zwischen ihrem Aufenthalts- und Zielort liegt. Auch ist es ihm nicht klar, warum nicht Birtas Drachenboot genommen wird und sie stattdessen in einen großen silbernen Vogel einsteigen sollen. Und dann hält auch noch das Taxi wegen Stau an. Da es unter ihnen eine "Paralell-Straße" gibt, springen Reiseleiterin Birta und Touristen-Siggi hinunter, halten das nächstebeste Auto an und fahren weiter zum Flughafen. Und nein, der Tunnel ist NICHT die Drachenhöhle. Tief durchatmen, Birta.

Vorm Flughafen teilt Birta ihrem Begleiter mit, dass sie sich nun leicht verändern wird. bei Aussteigen blitzt es um Birta kurz hell auf und es steht Birta 2.0 da. Gute zwei Meter groß, in Kettenhemd gerüst und mit wildem Ausdruck wartet sie auf dessen Reaktion. Als er, wider Erwarten, nicht zum Angriff übergeht, ist sie sich sicher, dass er sie zumindest ansatzweise wiedererkannt hat. Immerhin etwas. Da unser Mittelalterheld selbstverständlich keinen gültigen Papiere hat versucht es Birta offensiv. Sie tritt vor die verdutzte Dame am British Airways-Schalter, setzt ihr bestes Lächeln auf und erzählt eine haarsträubende Geschichte von Filmcrew und zwei zurückgelassenen isländischen Schauspielern. Immerhin hat sie ja ihren Ausweis. Die Dame gibt sich bemüht und würde auch helfen, jedoch obsiegt leider die Bürokratie. Das isländische Konsulat hat keinen Siegfried in seiner Kartei. Na klasse.

Nun muss dem "mit der Gesamtsituation unzufriedenen" Siegfried Plan B erklärt werden. Heimlichkeit. Das ist ja an für sich nicht unbedingt Birtas größte Disziplin, aber bei einem Blick auf ihren Begleiter, hält sie nicht sich selbst für das Problem. Eine Tür zu den Gepäckbändern wird aufgerissen und nach kurzem Geplausche mit mehreren Angestellten verstecken sich die beiden plus ein wirkich ruhiger Reyki zwischen Koffern und lassen sich in den "Bauch des silbernen Vogels" stecken. Es wird dunkel und die Maschine hebt ab. Birta überlegt kurz die Strecke - hm es geht zudem nach Osten - und stellt ihr iPhone auf zehn Stunden und dreißg Minuten. Das könnte eventuell hinkommen. Lieber zu früh als zu spät.

Um Siegfried von dummen Ideen abzuhalten, lässt sie sich von ihm seine Taten erzählen. Keine tolle Idee. War schon Herakles sehr von sich überzeugt, so steht ihm unser Siggi da in nichts nach. Dabei wirkt er aber eher dümmlich denn kompetent. Und seine abfälligen Kommentare über Brunhild und Grimhild findet Birta auch nicht besonders erbaulich. Den einzigen, den der Depp zu schätzen weiß, ist sein Mörder Hagen. Was für ein Hohlbrot! Warum hat sie Opa mit dieser Aufgabe bestraft? Da wäre sie lieber selbst vor einen Drachen getreten. Da hätte sie wenigstens ihrer Aggression freien Lauf lassen können. Aber wenn sie Siegfried angeht, zerbricht der wohl. Seine Eltern waren keine Götter, und die Stelle am rechten Schulterblatt wird sie auch irgendwann finden. Aber nein, darüber wäre Opa bestimmt nicht erfreut.

Endlich sind sie über die Küste. Landen will sie ihn London nicht, das gibt zu viel Auflauf. Mit dieser Hohlbirne will sie auf so wenig wie möglich Menschen treffen. Sie lässt Reyki auf seine tatsächliche Größe anwachsen und bietet Siegfried an, dass er auf jenem herunterreiten darf. Jener erkennt nun zwar endlich an, dass Birtas Begleiter tatsächlich ein Walkürenross ist, wählt aber lieber die zweite Alternative und springt. Den Krater wollte die Isländerin zwar vermeiden, aber was solls. Grimmig schließt sie die Ladeluke und springt auf Reyki aus dem Flugzeug. Zumindest jenes stürzt nicht ab, auch wenn es stark trudelt. Sie waren zum Glück noch hoch genug. Birta, das war leichtsinnig. Aus dem Krater steigt ein schmutziger und von Schafsblut vollgeschmirter Drachentöter. Endlich hat dieses dumme Arschloch einen Rückschlag erlitten. Zu früh gefreut...

Dieser geistige Bruchpilot verlangt nun allen Ernstes, dass seine Kleidung gereinigt werden müsse. Die Legende darf nicht über einen verschmutzten Siegfried berichten. Birtas Hand zuckt zu ihrer Waffe, sie schafft es aber irgendwie sich zu beherrschen. Dieser dumme eitle Geck! Sie schimpft zwar und schreit ihn beinahe an, dass sie nicht seine Waschfrau sei, aber im Inneren meldet sich ganz klein die Stimme der Vernunft. Der Depp wird darauf beharren, es wird in die Länge gezogen und Opa wird am Ende noch wütender sein. Verdammt! Einer Wäscherei kann man das auch nicht anvertrauen. Sie zieht sich am Geldautomaten also ein paar Pfund, kauft einen großen Mantel sowie Waschmittel, das blumigste, das sie kennt, und schleppt ihn in einen Waschsalon. Seine Kleidung, bis auf das Kettenhemd wirft sie in die Maschine und reicht ihm den Mantel um seine Blöße zu bedecken. Siegfried, der sich über das runde und drehende Waschbrett wundert, wird mit der Begründung, dass da drin eine unsichtbare albische Wäscherin stecke, abgespeist. Es spricht nicht gerade für ihn, dass er das mit einem zustimmenden Nicken akzeptiert. Das Kettenhemd wird nur kurz abgespritzt. Aber trotz Schnellwaschprogramm vergeht die Zeit dank des Quälgeistes sehr langsam. Und dann bedankt er sich sogar noch für diesen Blumengeruch seiner Wäsche! Nur mit Mühe unterdrückt sie ihr Zähneknirschen und lächelt ihn zuckersüß an.

Mittels Mietwagen fahren sie dann zur Höhle. Es dämmert inzwischen. Sie weist dem Drachentöter die Höhle und verabschiedet sich, schließlich ist dies sein Auftrag. Sie dreht sich gerade um, als er mit den Worten "Trotz deiner offenkundigen Unfähigkeit" beginnt. Birta würgt ihn barsch ab. Ihr ist es egal, dass er auf seine Art versucht ihr weis zu machen, dass er sie vor ihrem Opa lobend erwähnen möchte. Das ist ihr nach knapp fünfzehn bis zwanzig Stunden mit dem überschätzten Volltrottel komplett egal. Soll er doch sagen, was er will. Ihr ist dies scheißegal! Sie steigt gerade wieder in ihr Auto, als Desmond sie anruft. Siegfried sei tot. Sie geht zur Höhle um sich dessen zu vergewissern und findet da einen mit Speer bewaffneten Iren. Weder vom Drachentöter noch von seiner Beute ist eine Spur zu sehen. Aber er ging dort hinein. Sie kann sich noch an seine gerufene Herausforderung erinnern. Genugtuung breitet sich in ihr aus. Der von sich selbst eingenommene Held hat keine zehn Sekunden überstanden. Desmond traut sie dies zwar eigenlich nicht zu, aber dem germanischen Recken alles. Sie erkundigt sich bei Desmond was sie ihrem Opa erzählen soll und lässt ihm die Möglichkeit zu verschwinden, da sie sich erst noch in der Höhle nach dem Drachen umsehen möchte. Aber er bleibt. mehr kann sie auch nicht machen. Wenn er wirklich dabei bleiben möchte, dass er Siegfried erschlagen habe, wenn sie gleich ihren Großvater ruft, dann ist dies seine Sache. Sie hält dies für oberdämlich, aber davon hat sie in den letzten Stunden so viel mitbekommen, da stumpft man ab.

Aber Odin erhöht nicht ihre Rufe. Anscheinend ist er beschäftigt. Auch Heimdal taucht nicht auf. Wenigstens Fenna ist zur Stelle. Auch sie scheint Desmonds Worten über dessen "Heldentat" nicht zu glauben. Birta hat nun vor über St. Petersburg, schließlich ist dort noch das Gepäck der Gruppe, nach Johanisburg zu reisen. Delysia wird kurz per SMS unterrichtet und schon geht es weiter.

Greystoke Teil 4: This means WAR!Bearbeiten

Im Landeanflug auf Moskau erhält Birta eine Rückantwort. Delysia bittet um eine dringende Unteredung in ihrem englischen Anwesen. Schlechtes Timing. Kurz werden in St. Petersburg die Habseligkeiten eingesammelt, dann geht es auch schon wieder zurück gen London. Vielfliegermeilenrekord, ich komme! Der arme Reyki hält sich tapfer und lässt sich vom Jetlag nichts anmerken. Birta ist inzwischen über ihr zwischenzeitlichen Hoch, welches durch Siegfrieds peinliches Ende entstanden ist, wieder zu ihrer aggressiven und angespannten Stimmung zurückgelangt. Die letzten 24 Stunden waren absolute Zeitverschwendung! Hoffentlich verplempert Delysia nicht auch noch ihre Zeit.

Leider tut sie das nicht. Bei einem Spaziergang über ihr Anwesen teilt sie den anderen beunruhigende Entdeckungen mit. Hera hat die Morde an Freyas Kinder in Auftrag gegeben. Es ist inzwischen ein weiteres hinzugekommen. Sie ist der Meinung, dass die Wanin mit ihrem Gemahl Zeus vor wenigen Wochen ein Stelldichein hatte. Klasse, statt ihren Frust an ihm auszulassen tötet sie unbeteiligte Kinder! Soll sie doch in ihrem Pantheon den Dreck wegkehren! Für Birta steht fest, dass Freya davon unterrichtet werden muss. Wie sonst soll sie ihre Kinder schützen können?

Hier mischt sich nun Desmond ein. Birta solle nicht sofort mit ihr reden und ihm zuhören. Wenn sie dies weitergeben würde, dann hätten die Titanen ihr Ziel erreicht und würden die Götter schwächen, da jene sich dann noch in einen Krieg unter den Pantheons verstricken würden. Als sei ihr das nun inzwischen nicht auch klar! Wie stellt er sich das vor? Soll sie die Klappe halten und weitere Kinder von einer eifersüchtigen Hera niedermetzeln lassen? Hat der Idiot vergessen, dass sie es war, die es zugelassen hat die Drachin entkommen zu lassen? Hat sie ihm nicht die Wahl gegeben abzuhauen, sollte Odin auftauchen? Und nun stellt er sie als dumm und rachsüchtig dar? Sind denn alle Männer dumm geworden? Wütend fährt sie ihn an, dass sie von ihm nichts mehr hören will, so dass er dann von dannen zieht.

Mit Delysia, Ben und Reyki im Schlepptau sammelt sie Blumenschmuck ein. Zum Glück weiß sie ja zur genüge, wo diese wachsen. Die Griechin diskutiert weiter mit ihr, so dass Birta letztendlich ihre Reihenfolge der Anrufungen umwirft und sich doch nicht zuerst bei der wütenden und trauernden Freya meldet. Inzwischen ist ihr mit ziemlicher Sicherheit bewusst, dass Gullveig sich als Freya an Zeus herangeschmissen hat. Deshalb hat sie auch den Falkenumhang nachfertigen lassen. Und Birta die doofe Gans hat auch noch dazu beigetragen, dass dies alles funktioniert. Verdammt!

Ängstlich ruft sie nach Forseti. Sie braucht einen guten Zuhörer, und als solchen schätzt sie ihn ein. Sie berichtet ihm von dem Dilemma. Tief im Inneren hoft sie, dass er eine Lösung sieht, aber dem ist nicht so. Er ist sich sicher, dass es Krieg geben wird. Selbst wenn Birta sich still verhält wird über kurz oder lang herauskommen, dass Hera die Morde veranlasst. Birta ist den Tränen nahe, unterdrückt sie halbwegs, aber wirkt deutlich angeschlagen. Sie hat alles versaut. Nun werden viele sterben. Sie hat es nicht nur nicht verhindern können, sie hat dies sogar noch gefördert. Sie bedankt sich bei Forseti für seine Zeit und dessen Rat und marschiert zur Lichtung. Kurz vorher schlägt sie Delysa und Ben vor, dass sie nicht dabei sein brauchen, wenn eine wütende Freya erfährt, wer die Mörderin oder zumindest Auftraggeberin ist. Gerade um die Griechin ist sie wirklich besorgt.

Sie ist schon dabei sich zu entkleiden, schließlich hat sie es so gelernt, als ihr wieder einfällt, dass Freya beim letzten Aufeinandertreffen kriegerisch gerüstet war. Mit einem kurzen Gedanken wächste Birta wieder in die Höhe, Muskeln überziehen ihren schlanken Körper, ihr Gesicht wird grimmiger. Als der kurze Lichblitz vorbei ist steht sie, gerüstet in Kettenhemd, und mit Speer bewaffnet da. Sicherheitshalber kontrolliert sie ihr Spiegelbild im Teich. Ihre Gesicht wirkt angespannt, aber immerhin ist sie vorzeigbar. Sie stellt sich auf die Wiese, stellt den Speer mit erhobener Spitze an ihre Seite und ruft nach der Göttin.

Bisher war sie es gewohnt mehrmals zu rufen, doch schon nachdem der Name das erste Mal verklungen ist, taucht auch schon der Wagen der Göttin zwischen den Bäumen auf. Traurig berichtet Birta von ihren Erkenntnissen. Sie weist Freya sogar explizit daraufhin, dass Hera und von Gullveig getäuscht worden sei und jene die eigentlich Feindin sei. Aber man sieht der Göttin an, dass sie deshalb trotzdem noch lange nicht über die Morde hinwegsehen wird. Birta erwähnt außerdem, dass es Delysia war, die diese Informationen erhalten hat und ohne jene würden sie noch im Dunkeln tappen. Zu ihrer großen Erleichterung greift Freya die Griechin nicht an. Daraufhin velässt die Göttin auf ihrem Wagen den Wald.

Birta ist es nun klar, dass unweigerlich der Krieg folgen wird. Der Hass, die Wut, die Verzweiflung, alles was sich die letzten Tage angesammelt hat verschafft sich nun freie Bahn. Wild hämmert Birta auf die Bäume ein, entwurzelt sie, schlägt sie gegeneinander und wirft sie duch den Wald. Völlig wahllos bahnt sie ihren Weg. Sie weiß nicht wie lange sie gewütet hat, als schließlich Delysias Stimme zu ihr vordringt. Sie entschuldigt sich für die Zerstörung des Waldes und bittet einfach um etwas Einsamkeit. Mit brüchiger Stimme schlägt sie vor, dass dieser Ort ein neutraler Ort für sie sein sollte, denn wer weiß was die Zukunft bringt. Dann läuft sie in den Wald.

Von Selbstvorwürfen getrieben, irrt Birta durch den Wald. In ihrem Kopf geht sie die gesamten Geschehnisse immer und immer wieder durch den Kopf. Forseti und Delysia mögen anderes behaupten, wahrscheinlich um sie zu trösten, aber egal wie sie dies durchspielt, sie trägt eine nicht unerhebliche Schuld. Gullveig war sicher in der Hel verwahrt und konnte nur deshalb raus, weil sie sich als Frau Rotschild ausgegeben hat. Und Johannes hätte sie nie alleine befreien können. Wer hat die anderen davon überzeugen wollen, in die Hel hinabzusteigen? Wer hat vorgeschlagen mit dem Beichtstuhl zu den Zwergen zu reisen? Wer ist damals nach München gereist und hat ihn aufgesucht und ihm gegen die Ferniswölfe beigestanden? Wer hat ihn, leblos auf dem Boden liegend, aus den Fängen der Fenriswölfe gerettet? Wer ist Johannes gefolgt, als er in die Rockys wollte um nach einer Asenkindleiche zu suchen und hat so verhindert, dass jener von Fenriswölfen zerrissen wird? Immer und immer lautet die Antwort: Birta, das warst du, du doofe Gans.

Vor dem Anwesen lässt sie den immer noch großen Reyki stehen und läuft zielstrebig zu ihrem Zimmer. Ihre Entscheidung steht fest. Wenn es zu einem Krieg kommen sollte, dann möchte sie nicht hier bleiben. Fenna zufolge, war dieses Gebiet schon immer umkämpft. Und sie möchte hier nicht irgendwen gefährden. Schließlich ist sie der Funke gewesen, der das Pulverfass in die Luft gejagt hat. Ihre Mutter wird sie wohl auch nicht mehr so bald besuchen können. Und wieder muss sie gegen die Tränen ankämpfen. Delysia fängt sie noch fix ab und möchte ihr etwas erfreuliches zeigen. Birta hat darauf nicht wirklich viel Lust, aber was solls. Sie springt ihren aus dem Fenster geworfenen Koffer hinterher und spaziert zum Treffpunkt. Ihr treuer Reyki gesellt sich wieder zu ihr. Zu viert laufen sie vom Anwesen weg. Inzwischen ist klar, dass alle von hier verschwinden werden. Amerika würde keine Götter, die miteinander streiten interessieren, also ab ins Exil.

Vor einem alten VW Bus bleiben sie stehen. Allein die Farbe hält ihn noch zusammen. Als Delysia die Tür öffnet steigt Birta erst einmal nebelartiger Rauch entgegen. Als sich dieser verzieht kann Birta, die mit ihren zwei Meter die anderen überragt die Fahrerin sehen. Blitzschnell greift sie nach vorne, packt die Person und zieht sie heraus. Noch während dem erstaunten Ausruf der "Beute" spricht sie schon die magischen Worte und stimmt sich auf das Übernatürliche ein. Sollte es sich hierbei um eine Täuschung halten, wird es krachen. Das wäre besser als alle Bäume zusammen! Ihre Sichtweise ändert sich und sie nimmt zuerst die Schicksalsfäden wahr. Diese würden passen, aber wahrscheinlich auch für eine mögliche Täuscherin. Es scheint kein Zauber auf ihr zu liegen. Die Stärke der Legende ist dann der ausschlaggebende Punkt. Alles zusammengerechnet scheint dies wirklich jene zu sein, nach der sie aussieht: Penny

Hatte Birta nicht vorhin von Forseti erfahren, dass diese nicht mehr in der Hel stecke? Sie hat dies sogar noch Fenna erzählt. Und jene wird dies sicher brennende interessieren. Also hält sie den Griff eisenhart und ruft nach ihrer Freundin. Auf Proteste der elfenbeinweißen Griechin nimmt sie nur insoweit Rücksicht, dass sie diese absetzt und nicht mehr in der Luft hält. Aber Fenna kommt nicht herbei. Jetzt gibt es endlich einmal etwas erfreuliches und ... alles doof. Dann nimmt sie erst einmal Fenna in die Arme und drückt sie herzlich. Es tut gut sie wieder zu sehen. Sie benötigt etwas Farbe, sie ist ja noch blasser als Birta, aber ansonsten sieht sie gut aus.

Sie packt ihre Koffer hinten ein, lässt den wieder geschrumpften Reyki hineinspringen und setzt sich hinten hin. Still brütet sie vor sich hin. Den langen Flug nimmt sie dieses Mal auch nicht wirklich wahr. Und schon wieder landen alle in Miami.

Miami Teil 2: Wenn es mal scheiße läuft, dann richtigBearbeiten

Die Truppe mietet sich in einem Hotel nahe des Strands ein. Birta verzichtet dieses Mal auf den Luxus einer Suite. Sie will einfach nur ein einzelnes Zimmer um sich zurückziehen zu können. Ihre Koffer stellt sie unausgepackt hin und lässt heißes Wasser in die Badewanne. Die Titanen haben also die Möglichkeit Handys und Google abzuhören um so Götterkinder zu orten. Die Götter selbst lässt dies anscheinend kalt. Athene überlegt sogar ob man dies nicht zur Verbreitung von Fehlinformationen nutzen kann. Birta findet dies alles ekelhaft berechnend. Ihr Handy macht sie aber nicht aus. Wenn hier jemand Ärger will, dann sollen sie nur kommen. Speer und Dolch stellt sie griffbereit neben beziehungsweise auf den Rand der Badewanne - nur für alle Fälle. Da sie sich nun endlich alleine wägt kann sie ihre Tränen fließen lassen.

Am liebsten wäre es ihr jetzt, wenn sie sich an eine breite Schulter lehnen könnte. Aber Paps hat jetzt bestimmt wichtigeres zu tun und sie will nicht schon wieder Prometheus rufen. Sie kann ihn doch nicht immer nur rufen, wenn es ihr elendig geht. Wie sieht das denn aus? Als sei Birta nicht fähig selbst zurecht zu kommen. Dann taucht neben der Badewanne jemand auf. Blitzschnell richtet sie sich auf, greift den Dolch und rammt zu. Rechtzeitig erkennt sie, dass es sich bei dem Besucher um den Feuertitan handelt, den sie zwar bei sich haben möchte, ihn jedoch nicht rufen wollte. Sie hält in der Bewegung abrupt inne und erkundigt sich was er hier möchte?

Einige Zeit später sind sie zusammen auf dem Jahrmarkt. Es kommt ihr zwar alles etwas dumpf vor, aber ein kleines bisschen kindliches Gemüt kratzt doch an der Oberfläche. Sie isst Zuckerwatte, fährt Riesenkarusell und ähnliches. Immer ist der geduldige Prometheus an ihrer Seite. So langsam versinkt sie aus ihrem Selbsthass und konzentriert sich wieder auf ihre Umgebung als sie ein ungutes Gefühl überkommt. Oben auf dem Riesenrad sitzend spürt sie, dass Ben in Gefahr ist. Sie konzentriert sich auf ihn und sieht wie er gerade von Breona geritten wird. Und ganz wie Basic Instinct rammt sie ihm einen Dolch in dessen Herz. Dann verschwindet das Bild.

Birta ist außer sich. Sie mag nur ihren Dolch dabei haben, aber nun reicht es. Sie fordert, dass Prometheus sie dorthin bringt. Ungläubig muss sie hören, dass er dies nicht tun wird. Er hat dies sogar vorhergesehen. Hat er sie deshalb weggeführt? Sie fühlt sich verraten, das stellt sie schmerzlich fest. Ist hier niemand ehrlich? Wird sie von allen benutzt? Bis sie in die Villa kommt ist es viel zu spät. Vielleicht sind aber Delysia und Desmond näher. Schnell ruft sie die Griechin an und verabschiedet sich von Prometheus. Ihn möchte sie nun auch ersteinmal nicht mehr sehen.

Am Hotel angekommen schnappt sie sich Speer und Reyki und geht aufs Dach. Beide wachsen in die Höhe, Birta springt auf dessen Rücken und reitet los. Über der Villa angekommen sieht sie Delysia und ihren Pegasus am Meer stehen. Sie befiehlt ihrem Walkürenross oben zu bleiben und schwingt sich nach unten. Das geflügelte Ponny schrickt aufgrund des abrupten Ankommens zusammen. Von Ben fehlt jede Spur. Ein Wesen namens Kalfu würde die anderen hindern ihm zu folgen. Ben soll irgendwo Richtung Meer sein. Wie dieses Kalfudingens sie aufhält können sie nicht wirklich erklären. Mit einem Satz ist sie wieder auf Reykis Rücken und reitet aufs Meer hinaus. Dann spürt sie, wie jemand von ihr Besitz ergreift und umdreht.

Angeekelt und noch wütender erhält sie wieder die Kontrolle über ihren Körper. Zornig stapft sie in die Villa und demoliert alles was ihr zwischen die Hände, vor den Kopf und gegen die Knie gerät. Sogar die sonst recht beherrschte Delysia beteiligt sich etwas daran. Als der erste Zorn abklingt trifft sie die Niedergeschlagenheit umso mehr. Erst verursacht sie einen Krieg und nun schafft sie es nicht einmal Ben vor Breona Gayle zu schützen. Eine tolle Hilfe ist sie.

Miami Teil 3: Düstere Aussichten - Wann bricht der Krieg aus?Bearbeiten

An Schlaf ist nicht zu denken. Zu sehr belasten sie die neusten Ereignisse. Also hilft nur körperliche Betätigung. Mit Reyki geht sie an den Strand um sich auszupowern. Doch wie schafft man das als Halbgöttin. An dem Ort, an dem auch nachts (!) sich Muskelprotze versammeln um anzugeben, anders kann man deren "Training" wohl nicht nennen, versucht sie ihr Glück. Aber außer der Tatsache, dass die Anabolikaopfer ins Grübeln geraten, was diese blonde Puppe alles schafft, führt dies zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis. Nach weiteren Stunden, die sie mit Jogging am Strand verbringt wird es auch schon wieder hell. Immerhin ist Reyki ersteinmal zufrieden.

Nach einer ausgiebigen Dusche, wenn man doch nur Kummer so einfach abwaschen könnte wie Schmutz, macht sie sich auf um ihren "Anstandsbesuch" in der Agentur durchzuführen. Eine Stunde, maximal zwei hat sie vor dort zu bleiben. Dann sollten die wichtigsten Dinge, sollte es überhaupt welche geben, dort geregelt sein. Mit einem Milchkaffee bewaffnet macht sie sich erst einmal über ihr Tortenstück her. Gegessen hat sie schon länger nicht, und logisch gesehen ist dies auch keine Nahrung, sondern eher Balsam für ihre Seele. Auf Beth, und den immer vorhanden Vorrat an Tortenstücken, ist Verlass!

Sie bearbeitet gerade die letzten emails, als ihr Telefon klingelt. Delysia bittet sie kurz herüber zu kommen. Noch immer in ihrer Kampfgestalt, dies ist ihrer Stimmung am Passendsten, tritt sie ein. Johannes ist auch da, was allem Anschein wohl der Grund des Telefonats war. Sie nimmt nur sporadisch an der Konversation teil und beantwortet alles knapp. Sie hat echt keine Lust über ihre Glanzleistung zu reden. Und der von dem Polizisten nicht entgegengenommene Anruf ist inzwischen hinfällig. War's das? Gut.

Auf dem Dach der Agentur trainiert sie einige Zeit mit Fenna, die anscheinend von Birtas Schuld am Krieg auch angeschlagen ist. Denn ansonsten ihrer sonstigen Sticheleien wirkt sie sehr einsilbig. Aber leider ist dies viel zu schnell vorbei, denn ihre Freundin hat schließlich auch andere Pflichten. Was tun? Mit ihrem Speer und Reyki an der Seite macht sie sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die schlechtere Gegend von Miami. Immerhin denkt sie daran, die Spitze abzudecken, so dass sie keine Tumulte auslöst. Doch entgegen ihrer Hoffnung kommt es lange Zeit zu keiner Pöbelei oder gar einem Überfall. Spüren denn etwa alle ihre Agressivität? Wo ist ein Verbrecher, wenn man einen braucht? Ob sie doch googlen soll? Dann kommt vielleicht Titanbrut herbei. Ein verlockender Gedanke. Dies sollte sie aber etwas außerhalb machen, damit sie nicht unschuldige Menschen mit hineinzieht. Nur wo hin genau?

Dann geschieht es. Sie stößt mit einem Kerl zusammen. Wo zur Hölle kommt der denn her? Aus purem Reflex, und mit ihrer Wut verstärkt, fährt sie ihre rechte Faust aus um ihm die Nase, und vielleicht sogar mehr, zu brechen. Doch der Kerl ist flink, weicht mit seinem Kopf aus und lächelt entschuldigend? Sie blizelt kurz und blickt ins Antlitz von Forseti. Ein Schock durchfährt sie, Schamesröte schießt ihr ins Gesicht und nur mit Mühe kann sie verhindern, dass ihr ihre Waffe aus der Hand fällt. Noch während sie versucht eine Entschuldigung hervorzubringen, was eher in einem unkontrollierten Stammeln endet, beruhigt der Ase sie. Er witzelt sogar, dass beide aufhören sollten sich immer gegenseitig umzurennen. Man merkt, dass er Baldurs Sohn ist.

In einem kurzen Gespräch teilt er ihr mit, dass er ein kleines Treffen zwischen drei Pantheons vereinbaren will, die gerade im Krieg miteinander sind. Als neutraler Verhandlungsort will er Goddess Ink nutzen, besser gesagt ein Konferenzraum in jenem Gebäude. Zudem soll sie dafür sorgen, dass Whisky, griechischer Wein und Met vorrätig ist. Sie soll sich hierüber aber keinen Kopf zerbrechen, da dies eher eine Geste des guten Willens ist und kein Scheitern der Verhandlung bedeutet, wenn es sich hierbei nicht um die Lieblingsmarke handelt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer taucht am sonst für Birta sonst so dunklem Himmel auf. Sie verabschiedet sich bei ihrem unerwartet aufgetauchtet Retter herzlich mit einer Umarmung und einem kleinen Küsschen und nimmt das nächstbeste Taxi um in die Agentur zurückzufahren.

Dort angekommen wird sofort Beth instruiert. Sie soll von jeder Getränkeart (Met, griechischer Wein und Whisky) sechs Flaschen bestellen. Am besten drei Flaschen von je einer Sorte. Damit hat jedes Pantheon zwei Getränke zur Auswahl. Das sollte hoffentlich passen. Dann stürmt sie zu Delysia um einen Konferenzraum für die nächsten Tage zu reservieren - und natürlich um ihr die frohe Botschaft mitzuteilen. Sie weiß zwar nicht wann das alles vonstatten gehen soll, aber eine grobe Startzeit hat sie: Morgen oder die nächsten Tage. Ferner sollen sie sich alle bereit halten, falls sie zu irgendwas gebraucht werden. Johannes redet irgend etwas von Brot und Salz und macht sich auf dem Weg. Nun heißt es warten und hoffen. In all der Freude hat sie (unbewusst?) wieder ihre normale menschliche Gestalt angenommen.

Schon am nächsten Tag lüftet sich das Geheimis wer denn alles an dem kleinen Geheimtreffen teil nimmt. Neben dem schon absehbaren Forseti werden die anderen beiden Pantheons von Athene und Brigid vertreten. Alle drei wirken sympathisch und eher freundlich. Vielleicht ist doch noch nicht alles vergebens. Aber auch ihnen meint Birta die Last der Dinge anzusehen. Nach der obligatorischen Begrüßung, in der Sarah Dunn seltsamerweiße überraschte Blicke der Götter erhält und sich selbst als Neutral ausgibt, ziehen sich die drei Verhandlunspartner zurück. Da sie alle in der Nähe bleiben sollen, kann Birta nicht viel machen außer an ihrem Schreibtisch herum zu hocken.

Doch so viel Schreibtischarbeit hat ein Model nicht. Also surft sie diverse Social Medias durch und sucht nach Beth. Von Facebook und Konsorten erfährt sie, dass diese folgende Hobbys hat: Wrestling, Jazz Dance und Miami Heat. Hier hat sie wohl eine Möglichkeit sich für all die Hilfsbereitschaft zu bedanken. Wrestling selbst findet sie dämlich, Jazz Dance nicht der richtige Ansatzpunkt - also bleiben noch die Miami Heat. Sie selbst weiß zwar wenig über das Team - wenn schon eine Ballsportart, dann lieber Volleyball, aber die Männer werden dort auch groß sein. Auf der Homepage des Vereins versucht sie dann Karten zu ergatten. Leider sind die nächsten Heimspiele alle schon ausverkauft, aber in ein paar Wochen gibt es noch welche. Also kauft sie spontan zwei gute Karten (die besten, die es noch gibt - leider sind die allerbesten an die Jahreskartenbesitzer gegangen) und gibt als Zahlungsart ihre eigene Kreditkarte an. Dies will sie nicht über das Spesenkonto laufen lassen.

Etwas später wird ihnen mitgeteilt, dass sie nicht alle hier warten müssen, da die Verhandlungen wohl noch etwas dauern werden und sie nicht aktiv gebraucht werden. Gut, aber was soll Birta nun machen? Da die drei Götter versuchen die Welt wieder in Ordnung zu bringen, kann Birta ähnliches machen. Im Ozean liegen zwei Eimer Gölfbälle zerstreut. Also ab ins Wasser und Meerputze spielen. Das gesunkene Boot bietet einen guten Anhaltspunkt für die Suche. Doch vorher erhalten alle eine Einladung zu einer Beerdigung. Wenn schon die noble Einladung ein Stirnrunzeln hervorbringt, dann die Zeremonie als solches erst recht. In New Orleans wird Ben Devereaux in einem Nobelhotel aufgebahrt und die Einladung kam von niemand anderem als Breona Gayle. Die erlaubt sich vielleicht etwas. Gut, dann muss Birta diese Schlampe wenigstens nicht suchen. Und ob Falle oder nicht, Birta wird hingehen und dem Model zeigen was Rache ist. Welch eine glückliche Fügung des Schicksals, dass sie nicht während den Verhandlungen in Miami bleiben müssen.

New Orleans Teil 1: Eine Hochzeit und kein TodesfallBearbeiten

Alle packen ihre Sachen, sogar Johannes, der zwar keine Einladung zur Beerdigung hat, aber trotzdem mitkommt. Das Einchecken mit ihren Waffen, Speer und Scharmützeltrolli sind inzwischen vertraute Reisebegleiter, geht wie immer problemlos. Für diese dunkelhäutige Leiche in spe wird sie zwar nicht alles benötigen, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht. In New Orleans angekommen wird erst einmal das Hotel aufgesucht. Dass ein Taxifahrer, egal ob Sohn eines Gottes oder auch nicht, in einem solchen Luxusschuppen aufgebahrt wird, ist schon sehr abenteuerlich. Dieses Etablissement hätte sich Birta früher niemals leisten können.

Beim Einchecken erfahren sie, dass Breona mit ihrer Gefolgschaft ein komplettes Stockwerk gebucht hat. Wunderbar, da trifft es keine Unschuldigen. Und sie ist noch viel einfacher zu finden. Birta muss nur in das Stockwerk gehen, die größte Suite finden und schon hat sie das Miststück am Wickel. Doch ein Blick auf die Uhr lässt sie das Vorhaben verwerfen. Die Beerdigung startet bald, und Birta muss sich noch dementsprechend anziehen. Die letzte Ehre erweisen ist wichtig und sollte richtig gemacht werden. Das ist sie Ben schuldig, konnte sie ihn doch schon nicht beschützen.

In ihrem Zimmer stellt sie erst einmal ihre Waffen beiseite. Diese wird sie bei der Zeremonie leider nicht mit sich führen können. Das Kleid bringt sie in ein kleines Dilemma. Normalerweise passt es ihr wir angegossen, doch ist ihre Gestalt nun etwas größer und muskulöser. Als sie versucht hineinzuschlüpfen muss sie eingestehen, dass dies so nichts wird. Achselzuckend hebt sie das Kleidungsstück vor sich und konzentriert sich. Kurz flimmert die Luft um sie herum und sie trägt ein eben solches schwarzes Kleidchen nebst High Heels - und zwar in der richtigen Größe. Wunderbar. Kurz kontrolliert sie den Sitz der Kleidung, insbesondere wie ihr Hinterteil darin aussieht, und legt das "Original" auf ihr Bett. Hierbei fällt ihr Blick auf das Betthupferl. Das ist schon eine tolle Sitte. Eine kleine Portion Naschzeugs um einen Tag richtig zu beenden. Vollmilchschokolade, sehr gut. Ein fieses Grinsen fährt über ihr Gesicht, als sie das kleine Stück Versuchung in ihre Handtasche steckt. Fix drappiert sie noch ihren Schleier, kontrolliert den Sitz von Birtahnussiz und hängt sich ihre Handtasche um. Sie ist "kampfbereit".

Zusammen fahren sie mit dem Fahrstuhl in das entsprechende Stockwerk. Doch wo ist die gesamte Trauergemeinde? Nur ein einzelner Mann steht herum, dafür aber ein riesiger Sarg. Ihr Blick fällt zuerst auf den friedlich aussehenden Ben. Gut sieht er aus, für einen Toten. Dahinter - im selben Sarg- liegt Breona. Verzweiflung breitet sich in ihr aus. Erst konnte sie den Taxifahrer nicht schützen und nun nicht einmal mehr rächen! Wofür ist sie denn überhaupt zu gebrauchen? Zitternd vor Wut steht sie wie angewurzelt und blickt auf die verhasste Frau. Eine Bewegung reißt sie aus ihrem Tunnelblick. Ben erhebt sich aus dem Sarg.

Mit vorsichtigen Bewegungen steigt er aus seiner doch nicht (?) letzten Ruhestätte. Seine ersten Worte bekommt sie gar nicht mit, da sie sich auf die alten Worte konzentriert, mit der sie das Übernatürlliche wahrnehmen kann. Aus dem Augenwinkel bekommt sie mit, wie Delysia mit gespanntem Bogen und Johannes mit erhobenem Schwert bereit stehen. Als sich ihre Sicht angleicht stellt sie fest, dass er "nur" das "normale" Göttliche in sich trägt. Er lebt also wieder? Die von den Nornen gewobenen Fäden existieren noch, aber wieso führen zwei von ihm aus in den anderen Sarg? Das heißt sie lebt und erwartet ein Baby? Ben erklärt inzwischen, dass er uns alle zu einer Beerdigung und Hochzeitsfeier eingeladen habe. Er hat in den letzten Tagen die Ehe mit Breona vollzogen. Nachdenklich nimmt Birta das Stück Schokolade aus ihrer Handtasche und steckt sie in ihren Mund und lässt sie langsam schmelzen.

Soll sie nun die Braut töten oder nicht? Außerdem ist sie schwanger. Kann sie überhaupt eine schwangere Frau töten? Dann bringt sie ja gleich das Kind mit um. Eine Babymörderin will sie nicht sein. Aber andererseits hat sie geschworen Ben zu rächen. Das ist schon eine verdammte Zwickmühle! Sie mustert die "Tote" noch einmal genauer. Man merkt ihr an, dass sie angespannt, gar ängstlich ist. Behutsam rollt sie die Schokoladenverpackung zu einer kleinen Kugel zusammen. Dann wendet sie sich an den Bräutigam. Ob er mit dem Ausgang der ganzen Geschichte zufrieden sei, das ist ihre wichtigste Frage. Denn sie habe Breonas Tod durch ihre Hand geschworen. Und nur wenn Ben dies nicht möchte, werde sie davon absehen. Die Erleichterung, dass sie nicht zur Kindermörderin wird übersteigt ihre Rachegelüste. Aber ein Zeichen will sie trotzdem setzen. Mit einer schnellen Armbewegung schleudert sie ihr Wurfgeschoss, das winzige Kügelchen, auf den Sarg und verursacht knapp über ihr ein Loch in dem Liegebehälter. Dann umarmt sie Ben, und gratuliert ihm zur Hochzeit und dem Kind mit einem kleinen Küsschen.

Als sich Breona Gayle endlich auch aus dem Sarg erhoben hat, geht Birta auf sie zu und umarmt auch jene. Im Schein einer Glückwunschbezeugung flüstert sie: "Wenn du ihn noch einmal reinlegst oder ihm etwas antust, bringe ich dich um. Alles Gute zur Hochzeit und dem Kind." Dann löst sie sich, als sei nie etwas vorgefallen, von der werdenden Mutter und lässt das weitere Prozedere passieren. Nun kann das Feiern beginnen.

Während sie gemütlich beisammen sitzen, wenngleich Breona erstaunlich schüchtern und zurückhaltend wirkt, verschwindet Johannes auf einmal. Nun gut, er hat noch nie gewusst zu Feiern. Im Laufe des Abends erfährt sie, dass Breona von klein auf dazu erzogen wurde den Sohn von Legba zu heiraten. Sie selbst war zwar überrascht, dass er als Taxifahrer auftritt, aber das Äußere könne ja täuschen. Den ganzen Abend hält sich das Model sehr zurück. Ihr sonstiges Divatum stellt sie zurück, um im Schatten ihres Mannes eine gute Figur zu machen. Oder ist sie immer noch dermaßen eingeschüchtert? Das wäre ich nicht zu verübeln - und würde Birta insgeheim doch noch sehr freuen. Als es zu dem Moment kommt, an dem jeder kleine Kommentare über den Bräutigam von sich gibt, scheint Birta die Einzige zu sein, die nur Gutes nennt. Delysia kann wie immer nicht verhindern, dass ihre spitze Zunge zusticht, während Desmond wie erwartet herumblödelt. Aber auch dies nimmt Breona ohne ein Zeichen der Verärgerung zur Kenntnis.

Olymp Teil 1: Welchen Heerführer hättens denn gern?Bearbeiten

Eigentlich hat sich Birta nun auf eine lange und ausschweifende Feier eingestellt. Ein unerwartend auftauchender Herakles hat aber andere Pläne. Er ruft alle zusammen um sie zum Olymp mitzunehmen. Er möchte allen etwas zeigen, was ihnen gefallen wird. Birta hat überhaupt keine Lust dorthin zu gehen, aber wenn sie ablehnt könnten die Griechen denken, dass sie Angst vor denen habe. Also stimmt sie zu, verändert ihre Kleidung wieder in etwas kriegerisches und schnappt sich ihren Speer und Zahn-Dolch und folgt dem bärtigen Muskelmann aufs Dach des Hotels. Als alle zusammen sind tragen zwei geflügelte Pferde und Reyki alle in die Wolken.

Es ist immer atemberaubend wie die göttliche Magie funktioniert. Eben befinden sie sich noch in den Wolken und schon fliegen sie auf einen Berggipfel zu. Das ist also der Olymp. Birta eh schon starre Miene wird noch einen Ticken kälter. Sie landen auf einem freien Platz und steigen ab. Birta lässt Reyki in seiner Wolfsgestalt. Sie fürchtet sich zwar nicht vor einem Angriff, will sich aber verteidigen können und möchte, dass ihr treuer Begleiter selbiges machen kann. Zwar hat Herakles versichert, dass alle Anwesenden unter seinem Schutz stehen und deshalb niemand sie angreifen werde, aber allein der Gedanke, dass sie sich hinter jemandem verstecken soll, stößt ihr unangenehm auf. Nein, sie wird sich nicht verbergen! Mit hoch erhobenem Haupt und gerader Haltung folgt sie mitsamt den anderen ihrem Führer.

Das Ziel scheint ein Koloseum zu sein. Birta kann es nicht verhindern, dass in ihr Erinnerungen an den Zweikampf gegen Herakles aufkommen. Wird es dort zu einem Kampf kommen? Düster blickt sie all die Griechen an, die ihr begegnen. Einschüchtern lässt sie sich nicht. Das wäre ja noch schöner. Gleich einer Sportmannschaft bewegen sie sich durch einen langen dunklen Gang unter den Sitztribühnen durch die Katakomben zur Innenfläche der Sportarena. Und tatsächlich sitzen dort unten schon mehrere, sehr athletisch gebaute, Männer. Bei jedem von ihnen steht ein großes Namensschild: Achilles, Odysseus, Hector, Jason, Perseus, Leonidas ... und noch einige mehr. Sie mag zwar nicht jeden kennen, aber ihr wird klar, dass es sich bei all jenen um legendäre Krieger und/oder Heerführer handelt. Alles Helden der griechischen Mythologie. Was hat es hierbei alles auf sich?

Herakles teilt der Gruppe mit, dass sie am Rande der Arena warten sollen und läuft Richtung Mitte. Ohrenbetäubender Lärm schallt von den Tribünen herunter. Jubelrufe, Chöre, die den Namen des Eintreffenden herausschreien, Klatschen... all dies verwandelt den Platz in einen Hexenkessel. Selbstsicher tritt Herakles in die Mitte und lässt sich feiern. Dies scheint er gewohnt zu sein, dies scheint er zu mögen. Birtas Augen verengen sich, ansonsten rührt sie sich nicht und bleibt gleich einer Statue stehen. Als sich ein Mann erhebt verebbt der Lärm. Zeus ist aufgestanden.

Mit mächtiger Stimme wendet er sich an alle im Koloseum. "Herakles, mein Sohn." Eine kleine Pause folgt, die Spannung liegt in der Luft. "Der Rat hat abgestimmt um den Heerführer für den Krieg zu finden. Viele Helden standen zur Auswahl." Birta blickt unweigerlich zu den anderen Männern und mustert sie genauer. Das sind also die zukünftigen Gegner ihres Pantheons. "Nach reichlicher Überlegung ist die Wahl auf dich gefallen. Nimmst du die ehrenvolle Aufgabe an?" Wenn der Jubel beim Betreten von Herakles groß war, dann wirkt er zu den jetzigen Freudensschreie winzig. Der Held vieler Geschichten steht in der Mitte und spielt mit dem Publikum. Langsam bringt er sie zur Ruhe. "Vater, natürlich nehme ich diese Ehre..." - Sekunden werden zu Minuten, jeder hält den Atem an - "nicht an! Euren blöden Krieg könnt ihr gerne selbst ausfechten. Ich räume doch nicht eure Dummheiten auf!"

Nun ist es klar, was er der Gruppe zeigen wollte. Er scheißt auf den Krieg. Entsetzens- und Empörungsschreie hallen durch die Arena. Zeus Kopf wird vor Wut rot und ist kurz davor zu explodieren. Desmonds schallendes Gelächter ist bei all dem Lärm fast nicht wahrzunehmen und der eine oder andere grinst. Selbst Birta schafft es nur unter großer Willensanstrengung keine Miene zu verziehen und bleibt die Statue. Aber ihr Herz macht Freudensprünge. Es ist eine Erleichterung zu wissen, dass er keine Asen, Wanen und deren Gefolge töten wird. Und auch er wird von jenen nicht im Krieg umgebracht werden. Auf die zornigen Rufe seines Vaters reagiert er nicht, dreht ihm sogar den Rücken zu und geht zum Ausgang. Auch die von Zeus ausgerufene Verbannung lässt ihn scheinbar kalt. Nun sei es besser, wenn sie den Ort verlassen, sind die letzten Worte die er in der Arena von sich gibt. Danach verlassen wieder alle zusammen durch die Katakomben das Koloseum und fliegen zurück. Aber ihr Zielort ist nicht New Orleans, sondern Miami.

Miami Teil 4: Unerwartete Ereignisse - Brauchen die eigentlich alle eine Green Card?Bearbeiten

Auch wenn Herakles nun nicht der griechische Heerführer sein wird, so muntert dies Birta nicht sonderlich auf. Nach ihrer Landung auf dem Dach von Models Ink. laufen sie die Treppen hinab. Dort trennt sich der Altgrieche von dem Rest und begrüßt herzlich seine Schwester Athena. Haben die eine Verhandlunspause eingelegt? In Birtas matschigem Kopf findet ein Gespräch statt, in dem die drei Götter die Anwesenden bitten Kriegsopfer zu schützen. Aber hat dies wirklich stattgefunden? Sie ist sich nicht sicher. Wunschdenken oder Wahrheit, das ist die Frage.

Zum Abkühlen springt sie wieder ins Meer und taucht wieder nach kleinen weißen Meteoriten. Nun hat sie schon wieder einen vollen Eimer. Später überzeugt sie Delysia und Sarah Dunn dann davon, dass Beth eine Gehaltserhöhung verdient hat. Das ist die erste Gehaltserhöhung, die sie für andere erbeten hat und dem wird sogar zugestimmt. Sie hätte Managerin werden sollen. Während sie der Empfangsdame und Engel in Notsituationen die gute Neuigkeit verbreitet wird sie von den nächsten Ereignissen überrollt. Die beiden Musen aus Mailand, Terpsichore und Euterpe, betreten das Gebäude und sorgen für eine Spontanparty. Zuerst feiert Birta ausgelassen mit, aber als die Euphoriewelle vorbeigeschwappt ist, schnappt sie sich die verwunderte Beth und geht mit ihr shoppen. Wie soll sie ihr denn auch das Erscheinen all der Sagenwesen erklären. Sogar Zwerge steigen aus einem Schulbus während sie die Agentur verlässt. Da würde sie echt in Erklärungsnot geraten. Aber dies ist ein guter Zeitpunkt um Beth zum Basketballspiel einzuladen. Sie schiebt eine geplatzte Verabredung als Ausrede vor, warum sie zwei Karten habe.

Und dann heißt es wieder tauchen! Birta könnte eine Meerjungfrau werden so oft wie sie unter Wasser taucht. Und nun wird es auch noch schwieriger. Schließlich sind immer weniger Golfbälle auf dem Meeresboden. Aber irgendwer muss es ja machen. Jedoch verhindert allein die abnehmende Helligkeit, dass sie alle Bälle findet. Also schwimmt sie ans Ufer zu ihrem treuen Hund zurück. Aber nicht nur er erwartet sie dort. Ein großer breitschultriger Mann mit Bart befindet sich dort auch. Was will Prometheus nun von ihr? Eine Entschuldigung kann es nicht sein, er hat keine Aufmerksamkeit dabei. Mit zugekniffenen Augen greift sie sich ihr Handtuch und trocknet sich ab. Seine Erklärungsversuche sind lächerlich. Er habe gewusst, dass Ben mit diesem Ausgang zufrieden sein würde und wollte nicht, dass sie hier eingreift. Warum zur Hölle kann er dies denn nicht auf dem Riesenrad erklären? Welch dämliche Ausreden! Männer - nie können sie zu ihren Fehlern stehen. Nein es ist das dumme Blondchen, dass die Zusammenhänge nicht nachvollziehen kann. Schon klar! Und tschüss!

Als sie abends zur Agentur zurückkehrt herrscht hier beinahe der Ausnahmezustand. Die Zwerge sollen noch zu Breonas Villa um dort zu arbeiten? Oder was erzählen die? Das ist ein Auftrag für die Personenbeförderungsexpertin Birta Hildur Sigurdadóttir! Stewardess und Busfahrer in einem. Auch wenn letztere Berufserfahrung praktisch nicht vorhanden ist. Jedoch kommt sie ohne Probleme bei der Villa an. Keine Unfälle, kein Verkehrschaos - nichts. Kein Wunder, sind die Straßen hier doch so breit, dass selbst Blinde mit Panzern hier unterwegs sein könnten. Und an ihrem Ziel staunt sie nicht schlecht. Letztens war das Anwesen doch nicht von Hecken umgeben, oder? Als sie die Zwerge reinbringt wird ihr auch klar, woran das liegt, bzw. wem sie das zu verdanken haben. Dryaden und andere Naturwesen haben dafür gesorgt.

Die Zwerge sollen die Villa einebnen und dort irgendwelche Bauarbeiten durchführen. Birta hilft erst einmal beim Schutt beseitigen, danach würde sie eher im Weg herumstehen und verabschiedet sich. Sie geht fix ins Hotel, duscht sich und packt ihre Sachen - zumindest das was sie bei sich hat. Der Rest ist ja in New Orleans, bzw. hoffentlich mit Breona auf dem Weg nach Miami. Nach Reden ist ihr nun beim besten Willen nicht zu mute. Also benötigt sie eine neue Unterkunft. Sie steht schon an der Rezeption eines anderen Hotels, als ihr Penny einfällt. Bei ihr kann sie bestimmt Zuflucht bekommen. Und diese ist bestimmt nicht in der Stimmung zu plappern.

Die Stimme aus der Gegensprechanlage hat sie nicht erwartet. Sarah Dunn? Hier? Oben angekommen spricht sie nur knapp, dass sie für die Nacht irgendwo unterkommen will. Sie will niemandem zur Lust werden. Der Platz auf der Couch reicht ihr vollkommen. Aber von Ruhe ist nicht zu reden. Erst wird sie von Penny gelöchert, dann taucht auch noch Delysia mit Alkohol auf und gesellt sich dazu. Stereobefragungen wenn man eigentlich nur seine Ruhe will. Warum nur? Wenigstens ist Sarah Dunn still. Aber die anderen bekommen dennoch mit, dass sie mit Prometheus ihre klitzekleinen Probleme hat. Schließlich kann er von ihr aus dort bleiben wo der Pfeffer wächst. Und viel mehr ist sie davon überrascht, dass Penny mit Fenna Schluss gemacht hat. Auseinandergelebt habe sie sich. Aha! Kein Wunder dass ihre beste Freundin in letzter Zeit so mies drauf war. Aber nun kann Birta wenigstens Penny durchlöchern und den Spieß umdrehen.

Am nächsten Morgen steht Birta leise auf, wäscht sich fix und schleicht in die Küche. Ihr wurde gestern, vielleicht nur im Spaß, gesagt, dass sie hier bleiben darf, wenn sie sich um das Frühstück kümmert. Also will sie dies machen und dutzende von Pancakes vorbereiten. Aber in der Küche trifft sie auf eine durchorganisierte Sarah Dunn. Hm, dann kann Birta ja gehen, schließlich will sie die Turteltauben beim Frühstück nicht stören. Nur ist all dies dummerweise für Birta gedacht, denn die anderen beiden nehmen so früh nichts zu sich. Artig bleibt Birta sitzen und stärkt sich und lobt alles. Schließlich ist sie ja höflich. Dabei war dies alles viel zu viel. Sie spürt förmlich wie die Fettzellen einen neuen Eroberungskrieg anfangen.

Dann geht es wieder in die Agentur. Mal sehen was zu tun ist. Im Konferenzraum findet sie dann auch ihre Teegesellschafterin aus Greystoke. Sie hat sogar ihr Häuschen dabei. Das ist ja wunderbar, dass die kleine Blutenfee, oder was auch immer sie sein mag, auch aus dem Kampfgebiet entkommen. In ihrem Kopf hat Birta jene längst Tinkelbell getauft. Dann geht es mittels Schulbus wieder zur Villa. Die Zwerge, sie mag Zwerge einfach irgendwie. Sie hätte nie gedacht, dass so kleine untersetzte Gestalten ihr so sympathisch sein können. Bei Tageslicht wird erst einmal klar, wie viel Sagenwesen hier überhaupt sind. Und nicht alle wollen von Blumen leben. Also wird Models Ink spontan Vorreiterin in der Versorgung von Sagenwesen-Asylanten, und Birta erste Vorsitzende im Ein-Frau-Catering-Service. Sie lässt sich von den Zwergen eine Einkaufsliste geben und fährt mit ihrem gelben Einkaufswagen los. So ein Schulbus ist für Einkäufe schon nicht schlecht. Wahnsinnig geräumig nur das mit den Parkplätzen ist ein bisschen kniffliger.

Zuerst sorgt sie für die Getränke. Zwerge trinken gerne, und tagsüber arbeiten sie in der Villa nicht. Also her mit dem guten Stoff. Dank Beths letzten Einkäufen weis sie, wo es Whiskey gibt und kauft erst einmal eine ordentlich Menge ein. Abgerundet wird die Lieferung von deutschem Bier en masse. So, das wäre erst einmal das wichtigste. Doch all die Getränke sind nicht ausreichend, wenn es an Essen fehlt. Und auch hier haben die kleingewachsenen Bartträger genaue Wünsche. Ordentliches Brot - nicht den Sandwichmist der Amerikaner - und viel Fleisch. Also wird schnell nach einem anständigen Bäcker Ausschau gehalten. Hm, der liegt ja am anderen Ende der Stadt. Dann erst einmal zum Schlachter. Dort packt sie dann ordentlich zu. Ein Glück, dass sie die Spesenkreditkarte der Agentur hat. All das Fleisch ist schon ein ganz schöner Batzen Geld. Jetzt fehlt nur noch der Bäcker.

Mit ihrem Rinder- und Schweinehälften beladenen Schulbus kurvt sie also weiter durch Miami. Ihr iphone lotst sie zielsicher durch die Straßen. Nur noch drei Blöcke, dann ist sie da. Doch dann steht ein Mann mitten auf der Straße. Nein, nicht nur ein Mann. Ein großgewachsener, breitschultriger, bärtiger Mann in einer Toga, dem sie grollt. Einen Moment überlegt sie, ob sie nicht beschleunigen und ihn über den Haufen fahren soll. Aber sie entscheidet sich dann doch dagegen. Er hat einen Blumenstrauß und ein Schächtelchen dabei. Er will sich also entschuldigen. Wird auch Zeit, dass er zu seinem Fehler steht.

Birta hält neben ihm an und öffnet den Einstieg. Ganz so, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes gemacht, spielt sie die Busfahrerin. Genug Durchsagen von Flugzeugkapitänen hat sie ja gehört und adaptiert dies dementsprechend. Prometheus selbst lässt sie noch etwas zappeln. Sie riecht zwar kurz an den Blumen und erspäht, dass in der Schachtel wohl Schokolade oder Pralinen sind, aber dann weist sie ihn freundlich aber bestimmt zurecht. Die Busfahrerin soll man während der Fahrt nicht ansprechen. Anscheinend hat sie ihn damit überrumpelt, denn er verhält sich still und ruhig.

Beim Bäcker angekommen parkt sie in zweiter Reihe und steigt aus. Hinter ihr folgt ein Feuetitan, der immer noch die Blumen und die Schokolade trägt. Kurzerhand bepackt sie ihn noch mit ein paar Laiben Brot und steigt wieder in den Bus. Nächste Haltestelle: Feenvilla. Dort angekommen lässt sie sich dann ihre Präsente überreichen. Es sind wirklich schöne Blumen, aber wieso bekommt sie fettarme Schokolade?! Hält er sie für zu dick? Das kann es ja wohl nicht sein. Natürlich ist sie selbstbeherrscht und lässt es sich nicht anmerken. Schließlich wirkt er ja schon süß, so unbeholfen wie er sich verhält. Sie verzeiht im, auch wenn er nicht versteht was er falsch gemacht hat. Aber wann tun das schon die Männer. Und auch ein Titan ist nur ein Mann. Immerhin scheint es ihm ernst zu sein. Und mal ehrlich, wer hat schon eine Entschuldigung mit Blumen und Schokolade, auch wenn sie fettarm ist, erhalten? Da gibt es in der ganzen Mythologie wohl nicht sehr viele. In die Villa selbt geht er nicht mit hinein. Ein Titan würde wohl ein großes Chaos verursachen, und das wollen beide vermeiden.

Kaum ist sie drinnen und verteilt an die Zwerge die Lieferung muss sie ihre gute Laune mitteilen. Also ruft sie Delysia an. Leider erreicht sie nur die Mailbox. "Er hat sich entschuldigt!" Danach hilft sie den Zwergen wieder beim Aufräumen der Ruinenreste. Als ihr Telefon klingelt hat sie ihren Halbbruder Magni am Hörer. Er teilt ihr mit, dass sie ihr gemeinsamer Vater Thor weigert an der Speerspitze gegen die anderen Pantheons zu kämpfen. Ihr entfährt aufgrund der Neuigkeit ein Freudensschrei. Das macht er bestimmt, weil er weiß, dass sie an dem ganzen Schlamassel schuld ist. Mit Ausflüchten wimmelt sie ihren Gesprächspartner ab, als er sich erkundigt, warum sie so gut gelaunt sei. Voller Euphorie ruft sie Delysia wieder an: "Papa ist der Beste!"

Miami Teil 5: Enter the Dungeon - Warum flieht Fenna?Bearbeiten

Der Schattenrat teilt der Gruppe mit, dass die Kelten gestärkt werden müssen. Was genau getan werden muss ist Birta nicht klar, aber Hauptsache Desmond weiß was zu tun ist. Doch bevor es nach Europa geht, versucht Birta noch ihre beste Freundin aufzumuntern. Ihrer Meinung nach ist Fenna durch das Ende ihrer Beziehung zu Penny traurig bis leicht depressiv. Aber ganz die Skjalmö, pardon Walküre, die sie nun ist, will sie das nicht zugeben.

Normalerweise würde Birta ja mit ihr in einen Club gehen und Jagd auf hübsche Männer machen, aber was tun, wenn die andere nicht auf das männliche Geschlecht steht? Penny kann sie nicht nach Örtlichkeiten befragen, die kappiert dann viel zu schnell was sie Fenna angetan hat. Aber zum Glück hat ja auch Delysia ein ausgiebiges Wissen über das Nachtleben in Miami. Im Telefonat mit ihr versucht sie klar zu machen wonach sie sucht. Nach einem Rückruf ist das nächtliche Ziel klar: "Dungeon"

Prompt ruft Birta nach ihrer Freundin. Sie wolle mal wieder ausgehen, und mit wem, wenn nicht mit der ihr am nächsten stehenden "außergewöhnlichen" Person? Vor dem Hardcore-Lesben-Club stoßen sie auf Delysia. Anscheinend kennt sie diese Örtlichkeit besser als es den Anschein hatte, oder sie war sehr neugierig. Egal. Zusammen schleifen sie die zögernde Walküre hinein. Damit Fenna in ihrem Outfit nicht alleine darsteht, legt auch sie ihre "aggressivere" Form an.

Im Schuppen selbst setzen sie sich an die Bar. Birta schaut sie neugierig um und schlägt Fenna eine Frau nach der anderen vor. Doch seltsamerweise weigert jene sich. Wie bekommt man sie nur aus ihrer Grummelphase? Birta und Delysia entscheiden sich dazu, das selbst in die Hand zu nehmen. Für Fenna ist Birta bereit das Opfer auf sich zu nehmen - auch wenn es kein großes ist. Also fahren die drei wieder ins Hotel zurück. Doch noch bevor es richtig los geht, verschwindet die Walküre ins Bad und war nicht mehr gesehen. Doch langweilig wird der angebrochene Abend definitiv nicht sein.

Bevor es am nächsten mit Desmonds Privatjet nach Europa geht, probiert Birta noch ein bischen vorm Spiegel herum. Eine "Kampfgestalt" ist ja schön und gut, aber wieso kann sie nicht mehr haben? Der hochgewachsene und vollbusigere Körper gefällt ihr ja schon, aber insbesondere beim Outfit spielt sie herum. Mal erscheint sie wilder, dann freizügiger, dann wieder brutaler, und so weiter und so fort.

Im Flugzeug kümmert sie sich erst um das leibliche Wohl der Passagiere und hat dann ein längeres Gespräch mit Penny. Irgendwer scheint ihr verraten zu haben, wo sie sich gestern herumgetrieben hat. Das Gespräch kreuzt ein knappes Dutzend Themen, von Lesbenclub über eine womögliche sexuelle Umentwicklung Birtas bis zu Beenden von Beziehungen und allerelei Unsinn. Sobald es irgendwem an etwas fehlt, springt Birta reflexartig auf. Zu lange war sie als Flugbegleiterin, um diese Routine zu unterdrücken, wie sie grummelnd feststellen muss. Dann endlich landen sie in Schweden.

Stockholm Teil 1: <3 Axes - PR mal andersBearbeiten

Birta hat es endlich geschafft. Das Shooting ist vorbei und ist wunderbar gelaufen. Sie kann es kaum erwarten die Plakate und Werbung zu sehen. Da einige der Gruppe zum ersten Mal in Stockholm sind, miemt Birta die Fremdenführerin und zeigt dem Rest die Sehenswürdigkeiten. B&B (Ben und Breona) haben sich die skandinavische Hauptstadt gespart und sind direkt nach London geflogen. Dort hat sie eine Werbekampagne und so haben sie vielleicht etwas Zeit für sich.

Nebenbei erfährt Birta nun, was sie überhaupt machen müssen. Sie sollen den Kopf von einem gewissen Bran an sich nehmen. Wohl wieder einer der vergessenen Anführer. Na gut. Als sie abends auf ihrem Zimmer ist, öffnet sich plötzlich die Badezimmertür und Forseti tritt heraus. Er teilt ihr mit, dass er sich Johannes ausgeleihen habe um eine Spur bezüglich Gullveig zu verfolgen. Sie sei dafür weniger geeignet, was wohl bedeutet, dass es irgendwas mit der sterbichen Frau Hanah zu tun haben muss. Denn warum sonst würde er den Polizisten ihr vorziehen?

Als sie dies Delysia, die nebenan ihr Quartier hat, mitteilen will, laufen zufällig Nachrichten. Eine charmante Reporterin, die förmlich nach Gullveig schreit berichtet Feuer und Vandalismus in Miami. Eine Villa und ein Geschäftgebäude seien zerstört. Selbiges Schicksal erleidet der Fernseher, als er mit einer von Birta geworfenen Wasserflasche Bekanntschaft macht.

Im nächsten Zimmer bleibt der Fernseh ganz und so langsam erfährt sie die gesamte Reportage. Laut diesem unverschämten Bericht hat Birta die Zentrale von Goddess Ink abgefackelt und zerstört. Die abgebrannte Villa sei ein versuchter Versicherungsbetrug von Delysia, an dem anscheinend auch Desmond beteiligt sei. Der Sicherheitsexperte wird in SS-Uniform gezeigt während er Spielchen mit einer Prostituierten plus Reitgerte treibt. Diese Hexe hat doch echt einen Vogel. Wenn Birta an die herankommt, dann ist Schluss mit lustig.

Alle Telefonanrufe an Sarah Dunn werden von jener nicht abgenommen. Wie soll man nun herausbekommen, ob diese Sachen stimmen - die zerstörten Gebäude. Die anderen Sender zeigen auch die verwüsteten Stellen, wenngleich auch diese infamen Anschuldigungen. Die Zwerge haben nichts von Orsen gehört. Niemand scheint irgendwie einen Kontakt nach Miami aufnehmen zu können. Birta weiß sich nicht mehr zu helfen. Selbst ihre Halbbrüder wissen von nichts. Sie müssen den Job ihres Vaters einnehmen und an der Speerspitze der Asenstreitmacht stehen. Von den Geschehnissen wissen Sie deshalb nichts. Vielleicht kann ihr Vater ihr einen Rat geben? Sie steigt noch in der selben Nacht auf das höchste Gebäude und ruft nach Thor. Aber obwohl sie bis zum Morgengrauen ruft, von ihm fehlt jede Spur.

Nach einem Frühstück, die anderen bestehen echt darauf, die haben wohl den Ernst der Lage nicht begriffen, geht es zum Flugzeug. Wie kann man nun mit Essen Zeit vertrödeln? Auf dem Flug nach London wird noch diskuttiert, wohin sie als nächstes reisen werden. Sollen Sie in London den doofen Kopf holen oder lieber in Miami nach dem rechten schauen. Dann tauchen sie schon durch die Wolken hinab und landen.

More Under ConstructionBearbeiten

  • Ankunft in London
  • Im Landeanflug sieht Delysia einen grün-goldenen Drachen
  • Blaulicht vor Tower (Brans Kopf soll dort sein)
  • Leichen der Wachen weisen Schwertwunden auf
  • Kopf fehlt
  • Delyisa, + Birta fliegen der Spur des Drachen hinterher (für 2 Std. nach Westen udn drehen wieder um)
  • Reise nach Wales um Mabinogion zu sprechen
  • Desmond ruft Mabinogion - in der Zwischenzeit redet der Rest mit Prometheus
  • Den grun-goldenen Drachen den sie kannte ist tot und war ein germanischer Drache - (Birta fällt sofort Fafnir ein)
  • Fenna wird zu Fafnir befragt
  • Prometheus bringt sie nach Miami - aber aufgrund des "Einmischens" können sie ihn nun länger nicht mehr sprechen (was zur Hölle heißt länger)
  • Den Musen geht es anscheinend gut
  • Villa: Viele sind tot - Selkies und andere verbrannt das Einhorn halb gefressen - Birta bricht in Tränen aus und zusammen
  • "Tinkerbell" gibt Birta einen Tee (immerhin sie hat überlebt)
  • "Donnarsdottir"
  • Orsen und die Zwerge haben sich verschanzt - es war anscheinend ein Drache (vielleicht sogar grün-golden), sie halten ihn für Smaug
  • Birta küsst den Fußboden beim Eingang
  • Goddess Ink: alles niedergebrannt und im Keller alle tot (zuerst mit Schwert getöten dann verbrannt und gefressen) - der Mörder war drinnen und hat dann alles wieder verschlossen
  • Tattoo-Studio: Tätowiererin tot (keine Anzeichen weshalb)
  • Pennys Wohnung: Sarah nicht zu sehen, aber irgendwas haust im Schrank.
  • Delysia schickt alle raus
  • Kaffee und Kuchen
  • Delysia in Gefahr - Birta konzentreirt sich und sieht was Sarah ist
  • schreibt SMS an Delysia, dass sie nichts verraten wird - achtet darauf, dass Delysia die Kontrolle behält um notfalls einzuschreiten
  • mögliche Flugroute des Drachen wird berechnet
  • mittels Speedboat die Ostküste nach Norden
  • Delysia riecht eine Spur
  • Birta schaut nach und sieht sie
  • gehen an Land und fliegen/reiten auf Reyki und Phaios
  • Zwischenstop in einem Diner
  • verpflegt Reyki mit 4 großen rohen Steaks und einer riesen Schüssel Wasser und greift dann selbst zu einem "Diet"-Soda + Applepie mit Sahne
  • News sprechen von Feuer beim "Devils-Tower" (Wyoming)
  • Mittels Wohnmobil geht die Reise durch Kanada
  • Feuerringe um den "Berg"
  • Birta fliegt mit Ben auf Reyki drüber und sieht den Schwarzalben mit Schwert oben auf dem Plateau
  • Delysia und Desmond laufen "nackt" durchs Feuer
  • "Kurze" Taktikbesprechung
  • "Rache für Einhorn und Co!"
  • Delysia klettert hoch
  • Desmond schwant sich hoch
  • Ben und Birta reiten auf Reyki hoch
  • Birta lässt ihre Haut silbern werden
  • Birta verwandelt sich für Fafnir in eine Berserkerin
  • Birta steigert sich in eine Berserkerwut hinein (Delysia berührt sie hierbei kurz und stärkt sie)
  • Birta springt mit einem Wutschrei/Gröhlen und schlägt voller Wut zu - verfehlt
  • Delysia schießt mit dem Bogen
  • Desmond mit Sinn Fein
  • Ben schaut zu?
  • Birta trifft voller Wucht - Schwarzalb verwandelt sich in den Drachen
  • Birtas Speer gleitet immer wieder die Schuppen entlang
  • Delysia Pfeile prallen förmlich ab
  • Ben turnt auf dem Kopf herum und piekst dem Drachen immer wieder in die Augen
  • Desmond ballert mit seiner Knarre (oder macht für Birta nichts wahrnehmbares)
  • Biss trifft und reißt ene große Wunde
  • Birta schreit wütend und wirft den Speer - der tatsächlich hängen bleibt
  • Feueratem und Gebiss prasseln immer wieder auf sie ein
  • Die eine oder andere Klaue verfehlt Ben haarscharf
  • Desmond rutscht unter dem Drachen hindurch und jagt eine Ladung Schrot in dessen Bauch
  • Birta attackiert mit dem Dolch und bleibt rasend vor Wut vor dem mächtigem Kiefer des Drachen
  • den meisten Angriffen weicht sie trotz allem aus, aber drei treffen sie (insgesamt)
  • Das Feuer fegt über sie hinweg ohne bleibende Schäden zu verursachen (wenngleich die Hitze alles andere als angenehm ist)
  • Zeitgleich springen alle auf Fafnir, der seinesgleichens nach Birta schnappt
  • Haarscharf schlägt sie dem Tod ein Schnäppchen und verhindert somit ein baldiges Treffen mit Hel, als Fafnir den Wunden erliegt.
  • Birta sticht noch en paar mal erschöpft zu und bricht dann schnaufend zusammen und verzeiht vor Schmerzen das Gesicht
  • Desmond verbindet sie (sie ist wieder sie selbst)
  • heiße Schokolade
  • Fafnir löst sich auf und hinterlässt drei Dinge: 45er Colt (Kriegstifter), Schwert (Feindschneider) und einen Ring (der verfluchte Ring aus der Nibelungensage)
  • Der Rest sucht den Kopf von Bran - ohne Erfolg
  • Bens "Kanäle" können ihm nichts weiteres mitteilen, außer dass der Kopf in einem Versteck sei - irgendwas mit einer lila Kerze
  • Delysia flötet und teilt mit, dass Gullveig den Kopf habe - aber die Gruppe sei noch nie an dem Ort gewesen
  • Birta ruft Orsen an: Fafnir (Smaug) ist tot
  • Birta ruft Sindri an: Fafnir ist tot - wir kommen vorbei
  • fliegt auf Reyki zum Wohnmobil
  • Delysia und Ben fliegen auf Phaios
  • Desmond schwant zurück
  • Roadtrip!

Coming NextBearbeiten

  • Sindri/Brok aufsuchen
  • Schwertscheide für Desmond
  • Pistolen-Holster für Ben
  • Erkundigungen über "Andvarinaut" einholen
  • Paps kontaktieren (Guardian)

besondere Gegenstände Bearbeiten

  • Lindwurmhautsud (4 Anwendungen)
  • kleiner Flachmann mit Zwergenrune "Kräuterschnaps"
  • Nasenflöte von Tamatea
  • "Kopie" von Baldurs Ring
  • Zahn-Dolch
  • "Walkürenspeer"
  • Scharmützeltrolli
  • einen Eimer Golfbälle
  • 2 Karten für die Miami Heats
  • "Andvarinaut" (vorübergehend eingepackt)

Bekannte und Freunde Bearbeiten

Fenna Tamikadottir beste Freundin und Walküre Lyra Salbjörgdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Svanhildur Gerdrsdottir (RIP) Freundin und Skjalmö
Svala Rakehdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Lilja Emblasdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Isamu Takahashi peinlicher Japaner (Amaterasu)
Johannes A. Gottbehüt langweiliger Logiker und Bulle (Tyr) Yuriko Kitamae Beschützerin Isamus Åke Wafthrudnirsson verbündeter Frostriese
Enrico Ramírez Alas älterer Latino (Huitzlipotchtli) Penelope Greystoke Tattoomodell (Persephone) Delysia Williams Halbasiatin (Artemis)
Jishin Sumoringer (Izanagi) Delysia Williams Halbasiatin (Artemis) Sojobo Tengu-König
Yukiko Kuromizu japanische Paparazzi (Susano-o) Brokk Zwerg Tamatea Riese der Maori
Jake Waffenhändler (Grieche?) Tomislav Wodenkov Suchov (RIP) Auftragsmörder (Odin) Sindri Zwerg (Bruder von Brokk)
Desmond Kilbane blonder Ire (Brigit) Ben Devereaux Taxifahrer (Legba) Prometheus griechischer Feuertitan
Euterpe Muse Terpsichore Muse Herakles Halbgott (Zeus)
Baldur wunderhübscher Ase Odin Großvater Thor Paps
Hel verärgerte Totengöttin Gullveig Hexe, die sterben wird! Forseti Richter-Gott (Sohn von Baldur)
Tyr einarmiger Bad-Ass Loki das große Fragezeichen Nana Baldurs verstorbene Frau
Sarah Dunn übernatürliche Geschäftsfrau Frigg "Großmutter" Heimdal "Hüter der Wege" und humorlos

Dike

Anwältin (Herakles Schwester) Malobinochion ? walisischer roter Drache Freya wunderschöne Wanengöttin
Artemis eiskalte Jagdgöttin Magni ansehlicher Halbbruder Modi wilder Halbbruder (Leiff)
Thrud zornige Halbschwester Breona Gayle Bens Frau Sif traurige Stiefmutter
Siegfried dämlicher Drachentöter Athena Diplomatin der Griechen Brigid Diplomatin der Kelten
Orsen Brokks Sohn

Scion Bearbeiten

Pantheon: The Aesir - The Norse Gods Vater: Thor
Wesen: Libertine Berufung: Flugbegleiterin
Geburtsrechte: Follower (Skjalmö) XXX00 Tugenden: Courage XXXX0
Creature (Reyki) XXXX0 Endurance XX000
Relic (Birtahnussiz) XXX00 Expression XX000
Nasenflöte von Tamatea X0000 Loyalty XXX00
Relic (Walkürenspeer) ?????
Knacks: Holy Bound Epic Strength Boons: Bestial Endowment Jotunblut 1
Hurl to the Horizon Epic Strength Safely Interred Earth 1
Hurl to the Moon Epic Strength Vigil Brand Guardian 1
Mighty Heave Epic Strength Warning Line Guardian 1
Uplifting Might Epic Strength Ariadne's Thread Magic 1
Cat's Grace Epic Dexterity The Unlidded Eye Magic 1
Perfect Partner Epic Dexterity Sky's Grace Sky 1
Ricochet Symphony Epic Dexterity Blessing of Bravery War 1
Roll With It Epic Dexterity Battle Cry War 2
Body Armor Epic Stamina Warrior Ideal War 3
Extended Youth Epic Stamina (nur Knack) Fury of War War 4
Impenetrable Epic Stamina
Raging Bull Epic Stamina
Solipsistic Well-Beeing Epic Stamina
Benefit of the Doubt Epic Charisma
BFF Epic Charisma
Blessing of Importance Epic Charisma
Girls Just Wanna Have Fun Epic Charisma
Center of Attention Epic Appearence
Detail Variation Epic Appearence
Lasting Impression Epic Appearence
My Eyes Are Up Here Epic Appearance
Tailor Made Epic Appearance
Cobra Reflexes Epic Wits
Willpower: XXXXX XXXXX Legend: 6

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