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Datei:Amaterasu hoehle.jpg
Diese Legende ist in Japan wohlbekannt. Momentan dürfte sie aus der Gruppe aber nur Isamu kennen:



Es begab sich zu einer Zeit vor Anbeginn der Zeit, bevor Ninigi die Macht über das Land Nippon übernahm. Amaterasu herrschte über Himmel und Erde, und all die anderen Kami huldigten ihr. Alle-bis auf ihren Bruder, den verschlagenen Susanoo, der seiner Schwester ihre Macht und Schönheit neidete. Susanoo stampfte durch den Himmel, dass Blitze zuckten und Donner grollte. Er öffnete die Schleusen, sodass sich sintflutartige Regenfälle über die Erde ergossen und die Reisfelder zerstörten. Er ließ Vulkane ausbrechen und spaltete das Land mit Erdbeben. Schließlich schleuderte er ein Pferd in Amaterasus Webstube, sodass alle, die dort versammelt waren, in Angst und Schrecken auseinanderstoben. Voller Furcht und Zorn flüchtete Amaterasu in eine Höhle. Mit ihr verschwand die Sonne und schwarze Finsternis verschluckte Himmel und Erde. Alle Kami sammelten sich vor der Höhle und flehen Amaterasu an, wieder herauszukommen, doch ihre Bitten waren vergebens. Selbst Susanoo bereue Mittlerweile, was er getan hatte.


Schließlich griffen die Kami zu einer List. Ein Spiegel wurde vor der Höhle an einen Baum gehängt, und die Göttin Uzume setzte zu einem Tanz an, der alle zum Lachen brachte. Neugierig schlich Amaterasu zum Höhleneingang und spähte hinaus. Da erblickte sie ihr eigenes Spiegelbild und trat sofort vor die Höhle, um nachzusehen, wer dieser wunderschöne Geist wohl war. Sogleich stürzten sich zwei der stärksten Kami auf sie und hielten sie an den Händen, damit sie nicht wieder weglief. Dies war der Ursprung des Heiligen Spiegels. Zur Feier der Rückkehr bekam Amaterasu von den Kami einen herrlichen Edelstein geschenkt. Dies war der Ursprung des Heiligen Edelsteins.


Die Kami beschlossen, dass Susanoo für seine Schandtaten bestraft werden musste, und verbannten ihn auf die Erde. Dort sollte er bleiben, bis alles Übel, das er angerichtet hatte, wiedergutgemacht war. Und so wanderte er durch die Welt und traf nach einiger Zeit am Fluss Hi auf ein altes, weinendes Ehepaar mit einem Kind zwischen sich.

Auf die Frage nach dem Grund ihrer Trauer erzählte der alte Mann, dass er ursprünglich acht Töchter gehabt habe. Aber ein achtschwänziger Drache sei jedes Jahr gekommen und habe eine von ihnen gefressen. Da nun die Zeit gekommen sei, dass der Drache wiederkäme, würden sie weinen.

Susanoo legte das Ungeheuer mi einer List herein: Er befahl dem Ehepaar, achtfachgebrauten Sake zu brauen, einen Zaun mit acht Toren zu bauen und an jedem der Tore acht erhöhte Gestelle zusammenzubinden. Auf jedes Gestell sollte dann ein Gefäß mit dem achtfachgebrauten Sake gestellt werden.

Nachdem sie fertig waren kam der achtgabelige Drache, trank mit seinen Köpfen von allen Gefäßen und fiel gleich darauf betrunken in tiefen Schlaf. Daraufhin erschlug Susanoo den Drachen und schnitt ihm alle acht Schwänze ab. Im Inneren des letzten Schwanzes entdeckte er ein Schwert, dem große Macht innewohnte. Er nannte es Kusanagi, das Schwert aus der Schlange. Damit kehrte er in den Himmel zurück und überließ Amaterasu seine Trophäe, auf dass sie ihm verzeihen möge. Dies war der Ursprung des Heiligen Schwertes.


Einige Zeit später schickte Amaterasu Ninigi, einen ihrer Söhne, auf die Erde, auf das er über das Land herrsche. Und sie gab ihm drei Gegenstände als Zeichen ihrer Herrschaft: den Spiegel, der sie aus der Höhle gelockt hatte, den Edelstein, der ihr von den Kami überreicht worden war, und das Schwert, das Susanoo gefunden hatte.


Als Ninigis Sohn Jimmu zum ersten Kaiser wurde, bekam er die drei Gegenstände übergeben, und er gab sie vor seinem Tod ebenfalls an seinen Sohn weiter. Und so geschah es von Generation zu Generation, bis zum zwölften Kaiser, der Keiko hieß. Dieser wurde nicht vom ganzen Volk als Herrscher anerkannt, und als er dies begriff, rief er seinen Sohn Yamato zu sich, gab ihm das Heilige Schwert und befahl ihm, alle Ländereien zu erobern, derer er habhaft werden könne. Yamato zog aus, den Befehl seines Vaters auszuführen. Schon bald unterlagen viele Länder Keikos Herrschaft. Doch Yamatos Feinde verschworen sich und beschlossen, ihn zu töten. Sie lauerten ihm auf, als er eine weite, trockene Grasebene durchquerte, umzingelten ihn und legten Feuer. Yamatos Pferd starb in dem Brand, und er begann mit dem Schwert das Gras um sich herum niederzumähen, um dem Feuer keine weitere Nahrung zu bieten. Dabei wurde er gewahr, dass das Schwert seinem Träger die Macht verlieh, den Winden Befehle zu geben. Er ließ den Wind die Flammen auf seine Feinde zu treiben und tötete sie so. Als Rache enthauptete er dann genau so viele Gefolgsleute seiner Feinde, wie er Grashalme abgeschnitten hatte.


Nachdem Yamato gemäß seinem Befehl alle Länder zu erobert hatte, brachte er das Schwert zum Atsuta-Schrein in Nagoya. Er fürchtete, jemand anders könnte in den Besitz der Kräfte des Schwertes kommen. Also belegte er es mit einem Bann, um sicherzustellen, dass nur ein Nachkomme Amaterasus es von seinem Ruheplatz fortbewegen konnte.

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